Nachdem ich meinen Zustandsbericht zur Situation in Tschechien in „trockenen Tüchern“ habe, schaffe ich es, vier Wochen nach den letzten Daten, wieder eine Ergebnisübersicht hier einzustellen. Ich hoffe, es gibt nicht wieder Störungen, damit ich die letzten 2 Monate noch aufarbeiten kann? Hier nun die Ergebnisse von Zella-Mehlis, 5.9., zusammengefaßt für den GP20:
Herausragende Leistungen von zwei Frauen! Bianca Schenker und Sigute Brönnecke! Über 100 Punkte, Bianca´s Leistung entspricht einem deutschen Rekord in der W45! Und mit Denis Franke und Felix Maier bleiben zwei Männer im „80 Punkte-Bereich“.
Ich versuche, ruhig zu bleiben und objektiv, mit möglichst wenigen persönlichen Wertungen. Aber, mein historisch und aktuelles „Lieblingsland“ Tschechien ist gerade von „höherem“ Interesse. Uns Geher interessieren dabei zwei Wettkämpfe. Am 10.10. in Podebrady – die wohl wichtigste Veranstaltung des Jahres? – und eine Woche später das 1h-Gehen in Prag. Dazu kommen wir am Ende des Beitrages.
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1) Jüngere Vergangenheit: Da kommt bei mir eine Info in Geherkreisen hoch, als sich aus heutiger Sicht wohl „sehr Mutige“ im August nach Olomouc, Rumburk und zum MAELO nach Lovosice „trauten“. Dazu Zitat: „Alles ganz schlimm, aktuelle Ausbrüche in Olomouc und Ostrava lassen Schlimmeres befürchten!“ Stand heute:
In Olomouc leben rund 100 000 Menschen, im Kraj (Region) 632 500 Menschen. Gesamt seit Beginn in der Region: 1 056 (sogenannte) „Fälle“ (denn krank sind sie ja zu 80-90% nicht), davon 906 „geheilt“, bleiben 150 Infizierte und GESAMT: NULL TOTE!!!
In Ostrava, sogar der gesamten Region Moravskoslzky Kraj, ein ähnliches Bild, wider die Panik: bei 4 370 „Fällen“, gelten 3 349 als „geheilt“ bei GESAMT: NULL TOTEN!!!
2) Zur aktuellen Situation: Wieder einmal und wohl mit welchem Zweck?, kursiert in Geherkreisen eine offizielle Meldung, die mich vor allem wieder wegen Sprachwahl und Sinn? wuschig bis ohnmächtig macht, von dramatisch bis besorgniserregend ist die Rede! Warum?
Prag: 1,3 Mio Menschen (Stand: 8.9.):
3 438 (sogenannte) Fälle,
2 285 gelten als „Genesende“, GESAMT:
NULL TOTE!!!
Worüber reden wir eigentlich?
Gesamtsituation in Tschechien:
Wir haben extra den Nachweis der WHO, 11.9. abends, abgewartet, der die am 8.9. vorausgesagte „besorgniserregende Situation“ auch darstellt. Worüber reden wir im Falle Tschechien, mit 444 Toten insgesamt!, im Vergleich zum „Musterland“ Deutschland?
Tschechien, 10,7 Mio Einwohner, Infiziert: 0,3% , Tote an/mit Covid: 0,004%
Deutschland, 83 Mio Einwohner, Infiziert: 0,36%, Tote an/mit Covid: 0,01%
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3) Anmerkungen: Was sagen uns diese Zahlen? Wird jetzt nach Schweden das für Deutschland so „unwichtige“ Tschechien auch schlecht gemacht? Die sind ja noch besser! Kommen wie die Asiaten, so Taiwan, Süd-Korea oder Japan über die Runden. Mit dem riesengroßen Vorteil, in Tschechien geht man seit nun VIER MONATEN relativ frei mit allem um! Kann das Leben fast normal genießen, sozial, kulturell, auch sportlich, bildungsmäßig und man steht BESSER DA ALS DIE WOHL MASKENVERLIEBTEN DEUTSCHEN? Infiziert = KRANK! Eine große Lüge! Dafür sind Schweden und Tschechen mit ihrer Herangehensweise besser auf Kommendes vorbereitet, Immunsysteme aufbauend, Ressourcen sparend! Und, siehe Beitrag: Der „Musterschüler“ hat mit rasanten Zahlen zu kämpfen. Habt ihr in der Presse vorher vom „Musterschüler“ gelesen. Nein, das regt ja keine Panik an! Aber, während Deutschland aus MANGEL und UNFÄHIGKEIT das Testen wieder zurückfährt, die Presse sich nicht aufregt, wird diese gleiche Maßnahme!!! bei den Tschechen als Taktik wegen Wahlen gebranntmarkt. Merkt ihr was? Mich interessiert, wieviel der Infizierten müssen zum Arzt, ALS KRANKE und wie viele müssen ins Krankenhaus! Das sind die verlässlichen Zahlen für einen Zustand dieser Art, wie wir ihn jetzt haben. Davon liest man sehr, sehr selten… und dann nur von leeren Betten und Kurzarbeit! Unerträglich!
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Ich weiß, das interessiert nicht viele. Sie haben ihre eigene Meinung oder keine…! Da paßt mein Beitrag schlecht. Deshalb zum Schluß zur sportlichen Aussicht in Tschechien für uns.
4) Anmerkung zu Prag: Die steigenden Infektionszahlen (!!! siehe vorher) sorgen international doch für etwas Unruhe. Die Zahlen, direkt für Prag sind (noch sehr) optimistisch, siehe oben, für 1,3 Mio Einwohner. Woran könnte es liegen? Nicht an der tausendfachen „Unvernunft“ in den Augen der pressegläubigen Deutschen. Seid vier Monaten! ist Party gerade in Prag, mangels anderer Möglichkeiten, international angesagt. Und seit 3 Monaten mischen Deutsche kräftig mit. Deshalb diese Zahlen. Logisch, dass jeder Zeit etwas passieren kann. Aber nicht durch Deutschland! Wenn es den Tschechen reicht, werden sie AUS IHRER SICHT (wieder erfolgreich) die Grenzen schließen! Nur daher lauert die Gefahr für uns Geher!
5) Anmerkung zum „Risikogebiet“: Na klar, schreckt das ab, vielleicht auch mich, wenn die Zeit ran ist? Nur, jetzt gilt Warnen nur für Prag! Die Situation in Podebrady? Hier wie bei anderen Städten, Regionen, die Zahlen. Podebrady gehört zum Stredocesky Kraj, der Prag vollständig umschließt und genau wie Prag 1,3 Mio Einwohner hat. Genau wie alle anderen Städte/Regionen können sich die Zahlen dieses Kraj sehen lassen:
Bei 1 853 „Fällen“, gelten 1 025 als „geheilt“ bei GESAMT: NULL TOTEN!!!
Ist das ein Grund, aktuell, nicht zu fahren? Ich hoffe, Euch mit den konkreten Daten und einigen Informationen etwas weiter geholfen zu haben? Und Josef Smola, bei beiden Veranstaltungen mit in der Verantwortung, ist sich auch der Risiken voll bewußt. Gerade in dieser Zeit! Da sollte man Signale setzen. Pro Leben! Josef hat es auch getan. Die Anmeldung für Prag frei geschaltet! Alles zum 17. Oktober findet ihr hier:
https://www.smolachuze.cz/index.php/cs/351-prazska-chodecka-hodinovka-17-rijna-2021
Liebe Leser! Ich sitze an vielen Unterlagen. Aber mir fliegt gerade die „Unterlage weg“, auf der ich mich nervlich bequem niedergelassen hatte. Tschechien! Nun machen sie mein liebenswürdiges Nachbarland platt. Es wird wohl untergehen? Und da ich muß erst Informationen einholen, was nun (wiederholt) daran NICHT WAHR ist. Oder ob u.U. etwas dran ist, uns der schöne Wettkampfmonat Oktober um die Ohren fliegt? Deshalb, ja, ich bin beim Aufarbeiten… und ja, wenn uns alles um die Ohren fliegt, dann brauche ich auch nicht mehr über irgendetwas Nebensächliches, so wie das Gehen zu schreiben. Nun tief durchatmen. Heute, Mittwoch, am späten Abend, hoffe ich, weiter schreiben zu können…?
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Nach zwei Tagen Sprachlosigkeit bin ich nun wieder in der Lage zu schreiben. Alles verbunden mit einem der wichtigsten, schönsten Worte der deutschen Sprache: HOFFNUNG! Oder einen Apendix anhängt, abgedriftet in HOFFNUNGSLOS! Nun 48 Stunden an dem „Los“ abgearbeitet.
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A) Aufgrund der Lage bin ich nicht in der Lage, die guten Leistungen von Zella-Mehlis, besonders der W45-Bestleistung von Bianca Schenker gebührlich zu würdigen. Schon allein beim Herauspuzzeln der Geher-Leistungen (verteilt auf 27 Seiten des Protokolls) sträuben sich bei mir die Nackenhaare zur Untätigkeit.Warum sollte ich?
B) Also, selbst stärken, um wieder des Schreiben fähig zu werden. Ausflug in die toskanaartige Landschaft um Bad Liebenstein/Thür., Schloß Altenstein! 2 Bilder:
C) Folgt auf dem Fuß, richtig Frust abgelassen, Donnerstag Super-Training absolviert!
D) Ist nun heute passiert. Ich habe zu Tschechien recherchiert und bin wieder erleichtert und gleichzeitig empört… Dazu ein Extra-Beitrag.
Der Virus der Langstrecken lauert immer noch in mir. Die 50km haben es wieder geschafft, daß ich mich noch nachts an den PC setze. Trotz aller Probleme mit dem russischen Verband international, muß ich über die Ergebnisse berichten. Und damit erhält die Überschrift des Berichtes auch eine doppelte Bedeutung. Sah es doch am 23.8. beim Test in Woronowo, RUS, noch so aus, als wäre die Vorherrschaft der teils doping – verseuchten Athleten „MORDOWIJAS“ gebrochen, gelang es nun selbigen (noch einmal) wieder ihren Spitzenplatz in der Gesamtwertung der Russischen Meisterschaft (im Gehen) am 5. 9. wieder in Woronowo zu erringen, wenn er auch 2020 deutlich knapper ausfiel was auf die Breite der russischen Spitze deutet: Mordowija 14 Plätze, 453 Punkte, Udmurtien 12 Plätze, 282 Punkte, Tscheljabinsk 14 Plätze 278 Punkte, Kemerowo 8 Plätze 172 Punkte und Moskau 11 Plätze, 140 Punkte lautet das Ergebnis der insgesamt 14 Gehsport-Zentren/Regionen Rußlands.
Und ja, es gab wieder TOP-Ergebnisse, bis weit unter aktuellem Weltrekord, dessen Anerkennen wieder fraglich sein wird, falls keine internationalen Gehrichter vor Ort anwesend waren. Die Sieger hatten durchweg ein hohen Niveau, was mit dem Titel „Verdienter Meister des Sports“ zusätzlich geehrt wird. 50km Frauen, 7x, 5 neu!, 50km Männer, 3x, 1neu!, 20km Männer, 1x, 20km Frauen, 7x, 1 neu, W U23, 1x neu, gesamt: 19 Verdiente Meister! (ähnlich Olympia-Norm-Erfüller).
Die beiden stärksten Siege erbrachten erfahrene Athleten: Elena Laschmanowa, 3:50,42h, 50km! und Wassili Mizunow, 1:19:09h, 20km!
Zusammengefaßt: Mizunow und Frauen bleiben weiter Weltspitze. Frauen, 50km: 2x < 4h, 8x < 4:40h und 20km: 4x < 1:30h, 10x < 1:33:10h, stark! Bei den Männern über 50km schafften es 6 Athleten unter 4h. An der Spitze lieferten sich die beiden 28-jährigen Dementij Tscheparew und Sergej Scharipow ein Kopf-an-Kopf-Duell, was Ersterer im Ziel mit 3:43:29h zu 3:43:46h gewann. Berichtenswert!
Es ist geschafft! Das GEHSPORTNETZWERK, GSN, hat auch für das komplizierte Wettkampfjahr 2020 eine Lösung für die herausragende Idee des Deutschen Geherpokal gefunden! Gewertet wird die gesamte Saison vom 1.1. bis zum 3.11. 2020. Alle Wettkämpfe (nicht virtuelle). Der BONUS, 2x Erfurt 2019 mit WK und GSN-Jagdmeile bleibt bestehen. Jeder kann das für sich aufnehmen, wenn er noch Wettkampf braucht. Bitte genau durchlesen. Ihr seid 2020 mit gefragt! Dafür werten wir auch alle Wettkämpfe von Euch, wo man/ihr ein Protokoll nachweisen könnt. (Nicht Bedingung, nur auf Nachfrage, Auskunft!) Wir freuen uns auf Euch und eure Initiativen 2020…
NEU! Hier nun noch vornean gestellt:
W I C H T I G !
1) aktuell: Zum Wettkampf in Zella-Mehlis am Wochenende sind uns aktuell 20 Meldungen bekannt. Aus diesem Grund wurde der Zeitplan geändert, findet wohl nur 1 Bewerb statt? Bitte beachtet hier die Sonderregeln! Sonst kommt ihr u.U. nicht auf die Anlage! Das Konzept sieht eine Erklärung (wie in Arztpraxen, Krankenhäusern etc.) vor, die man sich auch vorab runterladen kann.Das gilt für alle, auch Betreuer, Begleiter…
2) aktuell: Mein dänischer Freund Peer Jensen informierte, dass morgen, 5.September, wieder das traditionelle Phönixmarchen in Kopenhagen stattfindet. Deutsche sind am Start und herzlich willkommen. Auch ein sponaner Kurztripp nach Kopenhagen lohnt nun um so mehr. Wer weiß, wie lange noch?
3) atuell: Das Gehsportnetzwerk, GSN, hatte Mittwoch seine turnusgemäße Telofon-Konferenz.Es wurden die weiteren Schwerpunkte 2020 besprochen und was u.U. alles noch möglich ist? Schwerpunkte bleiben: A) unsere Aktionen im Mühltal vom 18. – 22. Oktober mit Stammtisch und Wettkampf am 21.10.! Bitte vormerken und dem Ausrichter, Uwe Weyrauch mit zeitiger Teilnahmeerklärung die Planung erleichtern und B) die WERTUNG DER GEHERPOKAL-SAISON 2020! Dabei wurde eine interessante Lösung gefunden, die alle bestimmt begeistern wird. Dazu mehr im nächsten Beitrag…
Und nun zurück zu Mittwoch:
Ich habe es nicht geschafft. Einige Ergebnisse international habe ich mir zwar schon herausgesucht und bin beim Bewerten. Aber es läuft (noch) nicht rund. Schön wäre auch Hilfe. Ich merke, der Wiederanlauf fällt schwer. Zu ereignisreich sind die Tage. Alles erinnert mich sehr an die letzten Tage in der DDR. Gut, da war die Opposition zu ihrem Glück durch sogenannte „West-Propaganda“ (Presse, heute leider nicht) und D-Mark gestärkt! Man schrammte auch haarscharf an ernsten Auseinandersetzungen vorbei (mit Vernunft und Schläue auf beiden Seiten), weil immer wieder aus der Mitte der Demo´s der Aufruf der „Mitte des Volkes“ erschallte. Ich erinnere mich noch sehr gut an den letzten Wettkampf der „allten DDR“, der in Gleina stattfand. Vor 21 Jahren. Ab November war dann alles ganz anders. Das war eigentlich meine beste politische Zeit! Noch den Mantel, die Sicherheit der DDR, aber im Innern schon die Freiheit und ab Juni 90 die Westmark…
Jeder kroch aus seiner sich selbst gebastelten Nische und begann, sich auszuprobieren!
Was könnte schöner sein…? Deshalb sind die Emotionen bei mir so aufgeladen, der Wille zur Fleißarbei hier , sehr schwach.
Aber versprochen! Es geht irgendwie weiter. Ob weiter mit System oder sporadisch, das wird sich zeigen. Jetzt erst einmal los….
Wer weiß denn so was? In Zeiten der Unsicherheit, wo die Zukunft der 50km wegen „wichtigeren Dingen im Leben der Menschen“ noch weiter in den Hintergrund rückt, ist es nicht schlecht, sich auch mit hoch interessanten Dingen zu beschäftigen, die es bereits gab. Und dessen Historie spannend und interessant ist. So zB die Besten der Welt über 100km, was unserer Intension entspricht. In dankenswerter Weise hat sich wegen der aktuellen Situation – auch zu Olympia – Anwalt Robert de Meester noch einmal mit der aktuell unbefriedigenden Situation der Langstrecken-Geher/innen befaßt, Emanuel Tardi hat in Archiven gewühlt und Tim Ericksson mit dem VRWC im Rücken interessante Daten zusammengefaßt, von denen wir uns nun bedienen.
Die Besten über 100km Gehen, Männer
Mein Freund, Viktor Ginko, den man in Weißrußland gerade versucht, wegen seiner „Nähe zur Staatsmacht“ an den Pranger zu stellen, führt mit großem Vorsprung die aktuelle Weltbestenliste über 100km der Männer an. Aber Viktor wehrt sich mit besten Kräften, in dem er darstellt, alles hat er für sich und sein Vater/Mutterland getan! Zur Ehre! Dafür hat er sich jahrelang tagtäglich geschunden, Entbehrungen auf sich genommen. Deshalb steht er für mich auch mit Recht an der Spitze dieser Liste. Ich konnte ihn mehrfach bei uns in Naumburg und auch länger, als Mensch, bei der Tour de Romandie bewundern. Seine Duelle mit dem damals aufstrebenden Yohann Diniz bleiben unvergeßlich. Da lasse ich mir auch von niemenden kaputt reden.
Viktors Weltbestleistung ist allerdings schon 18 Jahre her. Ein Hinweis, wie „wichtig“ 100km im Leistungssport heutiger Zeit sind, was mit der Ur-Traditions-Strecke 50km passieren wird. Die aktuell letzte beste Leistung in unserer TOP34, unter 9:25h erbrachte bereits 2013 der heute 33-jährige Franzose Bertrand Moulinet. Ist es wert, sich so zu schinden? In der heutigen Zeit ist wohl anderes gefragt! Jede Sache hat aber auch zwei Seiten. Durch die vorher dargestellte Situation schaffen es Ergebnisse aus „uralten Zeiten“ noch in diese TOP34. Da erinnere ich mich sofort an vier Deutsche, die in dieser Liste stehen und die mich mitgeprägt haben!
Bester Deutscher, Sten Reichel, der 2000, die Bestmarke von Denis Franke um 2min auf 9:01:29h verbesserte. Beides „Produkte“ der untergegangen DDR. Sten Reichel, für die meisten unbekannt, ging, nachdem es im „neuen Deutschland“ nicht wie erhofft funktionierte, SEINEN EIGENEN WEG – bis heute! Schon die TOP100km waren nur SEIN WILLE! Bis heute zeigt er immer wieder mit exorbitanten Spitzenzeiten seine Extraklasse. Alles in Eigenregie (Einer der Organisatoren des bekannten Städtevergleichs, außerhalb jeder „Planung“), seine Art „normal“ Sport zu treiben. Respekt!
Der nun auch schon über 50-jährige Denis Franke schaffte mit Hilfe von Quelle Fürth an der Seite von Altmeister Alfons Schwarz den Sprung in die Nationalmannschaft Deutschlands und ist bis heute dem Gehsport auch aktiv eng verbunden. Der Dritte im Bunde ist mein Leistungssport-Trainer beim SC Dynamo Berlin, Peter Selzer. Er gehörte bis zu seinem Trainerengagement zur absoluten Weltspitze über die langen Strecken. Er schaffte seine Spitzenleistung über 100km bereits 1971! Noch weitaus früher, 1967!! schaffte der Vierte in dieser Statistik, Christoph Höhne, seine damals unglaublichen 9:15:58h in Lugano, die damals Weltbestleistung waren. Nach langen 53 Jahren…, immer noch auf Platz 21! Das zeigt auch, wie weit Christoph seiner Zeit da voraus war. Ohne seine Leistung, ein Jahr später in Mexiko, wäre ich nicht Geher geworden! Ein zweiter Glücksumstand war, dass ich über 40 Jahre später gegen ihn wieder gehen durfte, weil er nach langer Pause, nun bei den Masters, mit dem Gehen neu anfing. Ihr merkt, ich komme ins Schwärmen…
Die Besten über 100km Gehen, Frauen
Noch „exotischer“ wirkt die Liste bei den Frauen. Spielten sie, und lange Strecken für sie doch jahrelang eine untergeordnete Rolle, die sie nicht verdienen. Auch aktuell jetzt wieder nicht, wo nach Anerkennung der Frauen über 50km bei WM und EM nun gleich wieder Schluß ist. Und nach Doha 2019 eine Langstrecke für Frauen wegen des Verlegens von Olympia auf 2021, ein Titel dafür nun wieder in weite Ferne rückt. Vertrackt.
Wer ist Jolanta Dukure aus Lettland, die die Bestenliste der Frauen anführt? Sind die drei Dinge bekannt? Beste über 100km, Land und Name? Das kleine Land im Baltikum hat große Traditionen im Gehen. Bis heute, bis zu den Masters. Lettland ist immer dabei. Und mit Jolanta führt beileibe keine „Exotin“ die für „richiges Gehen“ zu „langsam“ war. Deshalb auf überlange Strecken flüchtete.
Unser Bild zeigt sie in La Coruna beim traditionellen Spitzetreffen der Weltelite mit Kristina Saltanovic, der seit Jahren in Portugal lebenden Litauerin und der heute noch im Spitzensport Spaniens aktiven Maria Poves. Jolanta nahm an zwei Olympischen Spielen teil (2000, 2008) und konnte bei den Junioren – EM 1998 Silber über 10 000m ergehen! Im Spitzenbereich eine Medaille! Ganz stark. In ihrer Zeit konnte sie alle Landesrekorde von 5000m bis 100km verbessern und schaffte schon „damals“ über 50km mit 4:16:27h eine heute noch imposante Leistung! Das war unser Ausflug zur längsten Wettkampfstrecke im internationalen Gehsports… Ja, kein Widerspruch! (ich weiß, da gibt es auch noch Ultras!).
Ich habe gestern und heute wieder nicht über unseren Sport geschrieben. Warum, wenn alles so schlimm sein soll? Dann ist (wäre) doch alles andere nutzlos! Deswegen habe ich neben dem Leben in und mit der Familie, besonders den Enkeln, die Zeit genutzt, alles AUF EINEN PUNKT zu bringen. Denn worüber streiten wir, werden mit immer neuen Dingen konfrontiert…, wie Affen im Käfig. Jetzt, nach zu teurer, nicht funktionierender App, reichen plötzlich die Tests nicht und man fährt nun bereits nach 14 Tagen ZWANGS-REISE-ANTESTEN alles wieder zurück. Doch nicht so schlimm? Echte Vorsorge sieht anderes aus. Eigentlich verbietet sich jegliche Diskussion. Es fängt schon mit der „INFEKTION“ an. DAS IST KEINE KRANKHEIT, sich zu infizieren. Aber, jede neue „Zahl“ wird akzeptiert, jede neue „Maßnahme“. Deshalb für mich auf den Punkt:
0,37 oder 3,7… das ist hier die Frage!
Alles andere ist die Folge davon! Es geht um schwere Ausbrüche, Krankenhauskapazität, Tote! Deshalb ist die Bewertung der Gefährlichkeit eigentlich die Hauptprämisse, eigentlich das ALLES ENTSCHEIDENDE bei der Bewertung! Es geht nicht um Leugnen!
Mit (wohl absichtlichen?) „NICHT – WISSEN“, wird mit der Zukunft der Menschheit gespielt! Trotzdem spaltet diese Kommastelle die Gesellschaft. Polarisiert! Und keiner sollte am Ende dieser Tage einfach sagen, och, das habe ich nicht gewußt! Das hat mir keiner gesagt! Doch! Spätestens seit der Hainsberg-Studie WISSEN ALLE BESCHEID! ALLE! Das ist das Fiese daran. Und obwohl nirgends nur ansatzweise die 4 ins „böse Spiel“ gebracht werden dürfte, weil es dafür keine Beweise gibt, hält man sich an der einmal ausgerufenen „VORHERSEHUNG“ fest, weil nur sie die Millionen Toten und die totalen Maßnahmen rechtfertigen (könnten). Keine regelmäßige Überprüfung der ohne wissenschaftlichen Grundlagen getroffenen Maßnahmen. Dafür wird die Hainsberg-Studie, auch die 2. Folge davon, immer noch als „sogenannte Studie“ von Politik und Presse verunglimpft. Nur weil man einen Korridor für die Gefährlichkeit von 0,2 bis 0,4 ermittelte. Eine Schande!
Da sind wir wieder bei der Kommastelle, die polarisiert! Selbst im geschundenen BELGIEN!, mit den schlimmsten Zahen, besteht „nur“ eine Letalität von 0,8. Das rechfertigt keine Verharmlosen! Aber auch keine Zwangsmaßnahmen weltweit! Die Pandemie war nicht gewollt. Die Folgen schon. Sie sind ein Testprogramm. Die Kommastelle bringt Freundschaften auseinander, vernichtet Existenzen. Die Kommastelle löscht Perspektiven. Die Kommastelle nutzt Vermögenden noch besser, ihr Vermögen zu potenzieren. Die Kommastelle will „Social distancing“ – mit Absicht, weil für die Macher der Kommastelle physical distancing einfach nicht reicht. Und als Beweis für die Treue den „Maulkorb“ auf! Die Folgen für unsere Kinder sind nicht absehbar. Aber wen interessiert das? Hauptsache, wir bleiben bei der Zahl, die die Maßnahmen gegen die vorausgesagten Millionen Toten bestätigen könnte. Absurd.
Aber, wen interessiert das? Erst, wenn es persönlich ans Eingemachte geht, wird es ernst! Krebstote, logisch, kennt jeder! Von Unfällen hat jeder schon gehört. Erst wenn die (schon arbeitslosen) Kurzarbeiter am Ende des Geldes stehen, weil ein Notenbänker die „Luftbuchungen“ nicht mehr aushält, die Notbremse für das weitere Drucken von MILLIARDEN Finanzmittel zieht und die Blase platzt, dann kommt das wirkliche Erwachen. Nun wohl nicht erst 2023? Selbst der Kanzerkandidat der SPD, seines Zeichen, Finanzminister glaubt an die Kommastelle! Acht Jahre hat er alle Institutionen mit der „schwarzen Null“ beworben…, auf Kosten zB maroder Infrastruktur bei der Bahn, maroden Brücken, kaputten Schultoiletten und Bäderschließen wegen fehlender Finanzen. Das in acht Jahren Kaputtgesparte, diese „Einnahmen“ reichten gerade 4 Monate für Kosten in der Pandemie. Nur wegen dieser Kommastelle.
Auch ich glaube an die Kommastelle. Wirklich. Meine natürlich vorhandene Angst bis Ostern wurde noch zusätzlich geschürt von bis heute undifferenzierten Panikattacken in den Medien. Dabei geht es „nur“ um die Kommastelle. Ich bin ein Freund der Mitte. Des Rechnens noch fähig. Ich hätte auch nicht erst bei 4 – und damit Millionen Toten – gebrüllt. Nein. Die „Mitte“ der beiden Zahlen ist 2,2. Das ist knapp halb so viel wie MERS 2012 oder die Vogelgrippe von 2013. Und glaubt mir, es gibt noch Schlimmeres. Das erspare ich uns! Aber diese Kommastelle hätte auch mich schon seelisch negativ erreicht, wenn der Wert die magische 1 überschritten hätte. Hat er aber nicht! Und deshalb werden wir / zumindest ich psychisch gequält. Wegen der Kommastelle…
0,37… meine Zahl des Jahres, meine Zukunft!
Hallo, nun bin ich wieder zu Hause und auch hier wieder da! Zum Ferienende in Sachsen-Anhalt kehren wir von der Enkelbetreuung aus dem Harz zur zurück. Das war ein Monat, der Monat August für uns! Nachdem wir hier auf der Seite schon nicht geschafft haben, den Juli ordentlich zu Ende zu bekommen, stauen sich auch die Daten von August hier. Dazu die 10 Tage in Tschechien mit Wettkämpfen und Urlaub, Die neue Heizungsanlage im Haus, dazu 10 tolle Tage mit den Enkeln. Aber! Bis zum Monatsende ist für meine kommende Berichterstattung eine ganz entscheidenden Zeit. Wenn ich den Anschluß jetzt nicht schaffe, wird es diese Seite so wie bisher nicht mehr geben. Neben den vielen zu erfüllenden Aufgaben und Erlebnissen ist es vor allem die fehlende Motivation, wofür, warum…? Es macht mich krank, wie mit unserer „pandemischen“ Situation aktuell umgegangen wird.
Wenn das alles so schlimm ist, wie es immer noch von der Hälfte der Bevölkerung nach UMFRAGEN (???) empfunden werden soll, besteht für mich kein Sinn mehr, irgendetwas AKTIV für die Gesellschaft zu tun. Dann verharre ich eben für 2 Jahre in dieser durch Panik erzeugten Schockstarre – nach außen! Ich weiß mich schon zu beschäftigen… Das durchschnittliche Empfinden, wie lange die Situation wohl noch anhält, beträgt laut statistischer Aufarbeitung: Noch 14 Monate! Nur 17% sollen für ein sofortiges allmähliche Ende der verordneten Restriktionen sein…? Liebe Leute, das kann und will ich mir beim besten Willen nicht vorstellen (können). Aber diese oberschlauen Datenverbreiter haben ja die „Masse“ anscheinend auf alles vorbereitet. Empfinden das als „logisch“. Ich möchte mich jedoch (noch) nicht dieser unwirklichen Situation hingeben. Obwohl ich mit Frau, Haus, Garten, Enkeln, Sport und Reisen wirklich gut zu tun habe. Und das auch tun werde.
Aber das „Leben“ ist für mich mehr!
Durch die aktelle Situation habe ich nun schon mehrere Stränge in meinem Netzwerk gekappt (kappen müssen), weil ich die Art und Weise dieser Diskurse nich mehr möchte. Meine Zeit, die Welt verbessern zu wollen, ist doch vorbei! Wofür wird man dann noch gebraucht…? Gut, was kommt das kommt. Aber, polarisierende Auseinandersetzungen machen mich krank! Das verhindere ich, möchte noch einige Zeit das mir mögliche Leben genießen. Ob es hier auf der Seite weiter geht, das entscheiden also die nächsten 5 Tage.
In Frieden ruhend, auf eine neue Mitte mit Diskussionskultur – konträr, demokratisch, zukunftsweisend – hoffend, Euer Udo.
Entschuldigt. Selbstschutz! Leider muß ich meine geplante Berichterstattung wieder
mal abbrechen. Vor Wochen stand ich schon mal vor so einem Problem, nach Diskussionen bekam ich „Hinweise“, auf meiner Seite doch lieber nur vom Gehen zu schreiben. Die Zeugnisse Coronas holen sie sich von woanders. Großes Schlucken bei mir! Es ist doch meine Seite. Eine Art „Tagebuch“ von mir, meinem Leben, Denken, „facebook“ eingeschlossen. Ich stelle meine Gedanken, Ideen, Träume dar und vermittle, was ich für eine Meinung habe. Ich glaube, ich habe das nun fast 20 Jahre ganz gut vermittelt! Also…? Ich habe mich schweren Herzens von einigen „Freunden“ verabschieden müssen. Denn das Polarisieren nimmt immer mehr zu! Das tat und tut mir nicht gut! Klar, eigene Meinungen sind auch auf „fremden Seiten“ gefragt. Dann reicht es. Keine Ausschweifungen… Denn es ist doch
M E I N E P R Ä S E N T A T I O N
meines Lebens! Bei anderen gebe ich auch kurz meinen „Mist“ dazu und gut! Denn der „Gast“ ist echt im Vorteil. Er sagt seine Meinung kurz oder, wenn ihm meine nicht gefällt, ruft er mich einfach nicht mehr auf! Einen „halben Udo“ wird es nicht geben.
Nun habe ich wieder, anstatt zu schreiben, nachzuholen, drei Tage, in mich gekehrt,
überlegt. Na klar würde ich gerne lächeln! Offenes Umgehen, mit dem, was ich denke und tue, so ist meine Lösung, mit Depressionen umzugehen. Meine Art, mein Immunsystem zu stärken. Wieder schweren Herzens breche ich die Kontakte ab. Zumal man sich über Depressive „lustig macht“, „…von deprimierten Toten kann aus meiner Sicht nicht die Rede sein.. Leute lesen von einer Krankheit, bekommen sie… manchen wird es eingeredet!“ Voll das WISSEN! Zumal er/sie, Eigenaussage, die „…objektive Wahrheit kennen und vertreten…“ Das zu sagen, haben sich vor 40 Jahren nicht mal verbohrte Kommunisten getraut! = Stich ins Herz! Aber das traf ja nur mich persönlich. Schlimmer, das folgende Unterstellen zu meinem Wirken: „…versuchst Du hier ständig mit irgendwelchen Filmberichten und Artikeln andere davon zu überzeugen, dass sie darauf hinwirken, daß JEGLICHE Schutzmaßnahmen eingestellt werden und das finde ich … verantwortungslos!“ Versteht ihr…, deshalb meine drei Tage Sendepause.
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Erst die mahnenden Worte aus dem DOM ZU MÜNSTER von Professor Streeck haben mich wieder bestärkt, doch weiter zu machen. ER PRÄSENTIERT DIE MITTE! In dem er die (alten) Regierungsmaßnahmen auch respektiert, aber nun dringend einen andern Umgang mit der Situation einfordert. Ich bin bei ihm. In der Mitte der Gesellschaft! Wir wollen keine Zeugen Coronas! Für mich ist bereits seit drei Monaten die Zahl des Jahres:
0, 37 Prozent
Keine 4 Prozent (laßt es auch etwas mehr als 0,37% sein, definitiv < 1%). Und damit nicht SO gefährlich, wie von den Panikmachern befürchtet. Wir aus der Mitte legen besonderen Wert auf das Wörtchen: „SO“. Hört euch die Mahnung von Professor Streeck an! Vielleicht kann man dann irgendwann wieder zueinander finden? Mensch sein. Vielleicht schaffe ich auch noch ein paar meiner eigenen hohen Vorhaben bis zum Ende des Monats zu erfüllen?
