* Unter dem Diktat der Hitze sind die Leistungen der Inder bei ihren Meisterschaften über 10 000m einzuschätzen. Deshalb war keiner von ihnen in La Coruna. Die direkte Qualifikation für die 10 000m in Glasgow war wichtiger. Für mich stellt sich die Frage, ob jemals schon ein 40-Jähriger (Sandeep hatte am 1.5. Geburtstag), die 10 000m schon unter 40 Minuten gegangen ist? Und dann auch noch bei über 40 Grad in der Sonne? Die Besten:

* Zweite wichtige Feststellung: Auch zwei 19-Jährige waren gut mit dabei…

* Im Vorfeld wurde sehr viel gemunkelt und die Startlisten versprachen noch mehr! In der Realität war alles „immer noch“ wahnsinnig stark. Aber das pegelte sich nun mehr in „Richtung Podebrady“ ein. Viele hielten ihre Startversprechen nicht. Immerhin konnten wir mit den Rahmenwettkämpfen noch 252 Starter zählen. Zu einigen Details:

* Aus deutscher Sicht können wir gar kein Ergebnis im Protokoll vermelden. Bianca Dittrich erscheint nicht einmal im offiziellen Protokoll zumindest als „dns“ und Jassam Abu el Wafa schaffte es nur bis km13! Hitze? Wir wissen es leider nicht. Nach 5km noch bei 21:14 deutete sich bei den anschließenden Km – Zeiten schon an, 4:23 bis 4:31 pro km, das wird heute nichts. Denn es bleiben nach wie vor die Grundkriterien: Die Hälfte wird in 39:30min bis maximal 41:00min absolviert, um sich anschließend zum Teil noch wesentlich im Tempo zu steigern. Die ersten Sechs schafften ein Durchschnittstempo unter 4min pro Kilometer.

* Vorn ging gewaltig die Post ab. Die Chinesen bildeten „in Masse“ einen roten Block, der das Tempo bestimmte. Nur Paul McGrath, ESP, führte 1x bei km9, bevor sich Haifeng Qian, CHN, wohl dann als Erster überhaupt zum km10 in 40:01min absetzen konnte. Das Tempo nahm weiter kontinuierlich langsam zu, ehe ein 19-Jähriger, der spätere Sieger, nach 59:48min (15.km schon 3:48) bei km15 eine 3:46min dazwischen knallte und alles (zer-) sprengte! Es war nicht der von mir als Riesentalent angekündigte Congshan Bi, CHN, der in 1:27:38h „nur“ den 22.Platz belegte. Es war Shengi Shi, der in La Coruna seinen ersten ganz großen Sieg feierte. Eine verrückte Welt! Gleich zwei 19-Jährige machen nun das Treiben verrückt. Auch „Vielstarter“ Bonfim, BRA, (20:17, 40:13, 1:00:02) kam aus diesem „Nichts“ noch auf. Aber „nur“ bis zum 4.Platz in 1:24:08h. Ähnlich wie in Podebrady! Dort (20:28, 40:21, 59:58) kam er noch auf den 2.Platz in 1:23:40h!

* Anmerkung zur Übersicht Männer: Neu hier das Markieren (hellgelb) der Athleten innerhalb 1 Minute und der Plätze 7-14 innerhalb einer weiteren Minute! Und: Da wir dieses Jahr „nur“ EM – Jahr haben, sind auch die europäischen Starter gekennzeichnet! Bei den Frauen, höherer Anteil Europas, dank Italien und Spanien, gibt es eine gleiche europäische Kennzeichnung. Die Breite in der Spitze ist hier noch dichter, denn zwischen 1. und 14. Platz sind nur 1:37min Unterschied.

* Ein spannender Wettkampf bei den Frauen. Die erste Häfte bestimmte Anita Chamosa Dacasa, ESP, die sich vom Start an absetzte, im Ziel als Elfte nur 1:30min Rückstand hatte. Größter Vorsprung, bei 6km >30s, aber gut durchgegangen. Nur andere Renneinteilung. Nach 11km war Anita wieder eingeholt und alle im Ziel vor ihr, gingen an ihr vorbei. Bei km13 versuchte auch Maria Perez einen Angriff. Maria konnte sich dieses Mal aber nicht absetzen, sondern nur das Spitzenfeld halbieren. Zwar versuchten auch Chinesinnen Angriffe. Aber es war ein Tag der Mexikanerinnen. Alejandra Ortega und vor allem Alegna Gonzalez, die ihre Rolle als „Nur-Mitschwimmerinnen“ nun tauschten. Auch mit der 20-jährigen Nanako, Japan, ist wieder eine neue Japanerin mit im Spitzenfeld.

* Eigentlich vermißt? Die bisher sehr präsenten US-Amerikaner, die Australier mit anderem Saisonaufbau und auch die Inder. Für die beiden Letztgenannten sind die Commonwealth Games sehr bedeutend, erfordern wegen der 10 000m wohl auch andere Prioritäten? Von den indischen Meisterschaften am selben Wochenende berichten wir anschließend.

* Der Mai 2026 ist der wichtigste Monat für die LIGA der Regionen bei unserer Planung gewesen. Er beeinflußt gleich 4x die Vergabe von Punkten für die LIGA mit oder ganz, wie wir an Podebrady und Berlin merken. Leider konnten wir in Podebrady und Berlin nicht alle LIGA-Punkte vergeben – siehe Tabelle. Durch den Ausfall eines deutschen Anbieters für die Runde G (nur noch Rumburk und Wien!) kann uns das auch dort passieren. Es war einfach kein „Ersatz“ für Rathenow im Zeitraum bis 12.Juni zu sehen oder in Sicht.

* Berlin änderte nur die Plätze im Mittelfeld. Platz 1-5 und ab 12 blieben stabil. 2 Starter sicherten Tschechien 7 Punkte , sogar ein Teilnehmer dem „WESTEN“ sogar 5 Punkte! Vor- und Nachteile einer LIGA klar ersichtlich. Deshalb fahren wir 2026 auch beide Varianten der LIGA um damit alles deutlich aufzuzeigen.

* Zu weiteren Zwischeneinschätzungen noch folgende Fakten: Für 2026 haben wir für 136 Teilnehmer schon mindestens ein Wettkampf gefunden. 50 Athleten mit noch NULL TEILNAHMEN könnten wir am Ende der Saison dann als „Aussteiger“ betrachten… Viel positiver folgende beiden Zahlen: 24 Athleten haben schon 6 oder gar mehr Wettkämpfe 2026, dazu 35 Sportler mit 4-5 Wettkämpfen bilden die Grundlage unseres Systems oder des Gehsports insgesamt für unsere Wertungen.

*  Wir beginnen – wieder einmal – mit Spanien! Ja, hier funktioniert ein ganzjähriges Wettkampfsystem im Großen und Ganzen. Als nicht verwöhnter Deutscher kann ich nur sagen, phänomenal! Ich höre auch sofort auf, das zu begründen. Heute möchte ich in eine andere Richtung unterwegs sein. Ich werde oft gefragt, wie machen die denn das? Wie beginnt die Förderung, die Bindung? Warum gelingt Ihnen das? Bei Vereinsarbeit gibt es nicht viel zu berichten. Gut, wenn in der Region Mitbewerber vorhanden sind, um sich regelmäßig zu messen. Vorteil, wenn im Verein auch Gehsportwettkämpfe durchgeführt werden, Gehrichter vorhanden sind und Eltern einbezogen werden. Dann werden die Besten für regionale Meisterschaften ausgesucht, meist ab 12 Jahre. Und ab 14 werden die Kinder vorbereitet, als Beste der Region der M/W U16 landesweit anzutreten! In Deutschland (heute) unvorstellbar. Der Vergleich der Besten auf Landesebene geschieht mit regionalen Bezug. Nicht (nur) für den Verein. 2026 trafen sich in den Disziplinen der Leichtathletik Hunderte Jugendliche aus 18 autonomen Verbänden. Weiblich siegte Katalonien (258,5 P.) vor Valencia (253,5 P.) und Andalusien (222,5 P.). Männlich: 1. Andalusien (238 P.), 2. Katalonien, 3. Valencia (beide 231 P.). Bei gleicher Punktzahl entscheidet die Anzahl der ersten Plätze.

* Neben U16-Meisterschaften in Spanien, Ergebnisse aus Japan und Peru, haben wir auch noch Top-Ergebnisse aus Litauen, Andalusien und natürlich auch noch Rio Maior:

* Um es vorweg zu nehmen: Es hat sich echt gelohnt! Der „Makel“ WENIGE TEILNEHMER wurde durch das „MERKMAL“ große Qualität, gute Bedingungen und herzlicher Umgang miteinander fast gänzlich übertüncht! Danke Polizei SV Berlin für dieses 5. Mal im Britzer Garten. Wieder ein Erlebnis! Wenn selbst ein Prager Athlet hier in Berlin Meister werden kann, dann ist für mich und mein Verständnis von Sport, bei generell wenigen Sportlern in unseren Gehsportdisziplinen nicht „Ausweg“ sondern „Erleben“. Erlebt und begleitet vom Präsident des Berliner LA-Verbandes Andreas Statzkowski (was der sich traut!) und einem Urgestein deutscher Gehsportkunst, Olympiasieger über 20km, 1972 in München (verziert durch Bronze 1976 in Montreal), der sich über die gesamte Veranstaltung freute und so manchem Athleten etwas ganz persönliches ins Ohr flüsterte! Danke Peter!

* Unser Bild zeigt Peter Frenkel bei der Medaillenübergabe an die Frauen: 1. Priyanka Goswami, Indien, W30, Olympionikin, die eine Qualifikationszeit zu den Commonwealth Games in Glasgow (47:15min) brauchte, in Berlin die 44min des Indischen Verbandes packte, dabei fast ihre PB von 43:31min knackte, aufgestellt 2021! Unsere beiden jungen Frauen, die die Siegerin einrahmen, verfehlten knapp die international interessanten 100 Punkte (48:16min, darunter wird es spannend). Für Kylie bestimmt ein kleiner Trost für Ausstieg in Podebrady?

* Unsere bekannte Übersicht mit den Besten einer Veranstaltung nimmt bei 37 Startern (bei 3 Absagen) schon fast mystische Züge an. Denn nach den Kriterien mußten wir 25 Sportler auf die Übersicht quetschen! Spätestens da wird klar, es war eine phantastische Veranstaltung – für die Teilnehmer!

* Für 2026 hatten wir uns für den Britzer Garten etwas ganz Besonderes ausgedacht! Leider (mindestens 2 Besonderheiten haben wir trotzdem) gehen nicht alle Wünsche und Vorstellungen in Erfüllung! Aber wo, bitte schön, gibt es das aktuell in der heutigen Zeit?

* Die Idee: Bei langer Saison, wie im Fußball zB, sollte man einen „Frühjahrsmeister“ ausrufen! Unsere Wahl fiel nach der Erfahrung vergangener Jahre auf den Britzer Garten in Berlin, am 16. Mai! Wie nun der fast „Amoklauf“ bis Berlin entstand, bitte nicht zum 100.Mal durchkauen. Fakt bleibt: Nach „viel Ruhe“ im Jahr mit Wettkämpfen braucht man bei 4 Wochen mit 5 Wochenenden mit wichtigen Wettkämpfen hintereinander auch mal eine Pause. Fakt ist, vor allem, wenn man im Beruf „steht“, Familie hat etc. ist das nicht stemmbar. Kurzfristigkeit erhöht den Druck. Zum Schluß bleibt von der Voraussetzung einer tollen, starken Veranstaltung zur „Saisonhalbzeit“ zumindest bei den Meldungen ein wenig Resignation im Raum, die sich nicht einfach wegblasen läßt!

* Wir haben uns entschlossen, alles trotzdem durchzuziehen und versuchen AUCH ZU GENIESSEN! Alle Zwischenstände des GP26 sind nun eingestellt. Es fehlt noch unsere Rangliste. Dann folgen wirklich echte Höhepunkte und es wird spannend!

* Mehr gibt es in der pdf – Datei:   —->  260511 GP26, RL, ZZ

* Nun zu den Höhepunkten, die alle vielleicht begeistern werden und vielleicht noch den einen oder andern zusätzlich hinlocken?

1) Ab 10Uhr spannende Wettkämpfe. Mit Pryjanka, Indien, die erste schnelle Inderin in Berlin! Sie will die 10km-Norm für die Commonwealth Games in Glasgow, 23.7.-2.8.26 gehen!

2) Wir bleiben bei unserer Absicht, die besten Athleten zur „Halbzeit“ als unsere starken Frühjahrsmeister auszuzeichnen. Dabei geht es auch um die fleißigsten Starter, die den immer weniger werdenden Veranstaltern eine Freude bereiten. 

3) Wir konnten verdienstvolle Olympioniken aus der goldenen Zeit des DDR-Gehsports für die Veranstaltung gewinnen. Beide GEHSPORTNETZWERKER, die Olympiasieger Christoph Höhne und Peter Frenkel haben sich angesagt, den Veranstalter bei den Siegerehrungen zu unterstützen! Wenn das nichts ist?

Auf nach Berlin, noch schnell hin!

* Vereine sind DIE GRUNDLAGE für jede vergleichbare sportlicher Tätigkeit! Wiege, Herzstück, Motor und Heimat jedes ambitionierten Sportlers. Natürlich macht es in der Gruppe mehr Spaß als im Verein. Noch besser, wenn man alles in, mit und über einen Verein steuern kann. Aufgrund der aktuellen Lage (seit über 10 Jahren) haben wir uns entschieden, hier die „kleine Version“ mit nur drei Startern eines Vereins, wie damals bei den Deutschland-Touren, anzuwenden. Das ist der Stand bei fast Halbzeit:

* Unsere pdf – Übersicht zeigt auch die gesamten Möglichkeiten mit mindestens zwei Sportlern eines Vereins an (wie auch bei der LIGA der Regionen sind in der Vereinswertung je 2 Teams je Verein/Region möglich):

pdf-Liste mit der Übersicht:  —->    26o511 GP26, Vereinswertung, ZZ

* Die Wertungen der einzelnen Runden in unserer Liga sind allgemein bekannt. 2026 wird es sogar 12 Runden geben, nicht nur 10, so wie die Übersicht zeigt. Verschiedene Wettkämpfe sind zu einer Runde zusammengefaßt. Für die Sieger und Platzierten gibt es Punkte. So entsteht eine echte LIGA, mit möglichst hoher Teilnahme, weil hintere Plätze bestimmt „leichter“, zum Beispiel mit weniger als 5 Startern, auch noch zu erringen sind. Es zählen nur die LIGA-Runden, keine Bonus-Wettkämpfe. Der aktuelle Stand:

* Die Runden A und B sind schon bekannt. In der pdf-Liste gibt es die Punktverteilung der Runden C – E:

pdf-Liste:   —->    2600 GP26, LIGAdeReg, Runde C-E

* Da alles für noch etwas mehr war als nur die 94.Ausgabe dieser tollen Veranstaltung aktuell, hat es auch alles etwas länger gedauert. Nach Hause, Überschlafen, Bilanz und viel Arbeit mit der Auswertung! Auch in Podebrady selbst wird man hoffentlich gemerkt haben, mit dieser Masse an Wettbewerben etc., Investition in Breite! und Spitze! ist das Maximum für eine Ein-Tages-Veranstaltung erreicht. Vom Gewusel der Massen wegen der Volks- und Kinderläufe war ich schon um 9.30 Uhr beeindruckt. Man geriet im Wust von Kinderblicken, Handyfotos, „Gegenverkehr“ auf schmalen Bürgersteigen etc. nicht nur für Sekunden ins Stocken. Aber ich mußte doch dringend noch in Fahrt kommen?

* Eingehen? Notwendig! Dringend! 10.05h, Callroom, was ich doch nie wieder wollte! Ich habe es doch getan und wurde für Risiko und Vorsicht mit einem ERGEBNIS belohnt, was mich zufriedenstellte. Ab 10.30h, unserem Start, war es längst nicht mehr diesbezüglich so aufregend. Aber bis zum Schluß steigerte sich meine Spannung 10 Stunden lang! Bis 19.30h hatten schon 31 Männer das Halbmarathonziel erreicht. Darunter 4 Deutsche! Ja, auch Abu el Wafa (Halle) 1:29:08h, 28.Platz & Frederick Weigel (Potsdam) 1:27:30h als 16.! Von den zwei anderen hatte man das irgendwie erwartet. Leo Köpp, wieder einsatzfähig und Christopher Linke, mit Bronze und dem Deutschem Rekord waren dabei wesentliche Gestalter des großen Abschlußspektakels. Wer an diesem Tag, ideal für neue Bestzeiten – Gegner, Breite, Bedingungen vor Ort & Wetter – die Situation nicht erkannte und oder nicht nutzte (nutzen konnte), dem kann man nicht helfen. Es gab durchaus unterschiedliche Konzepte! Auch sichtbar bei Zwischenzeiten. Insgesamt ging es sehr besonnen zu! Am Anfang kein Ausreißer, der das Treiben verrückter machen könnte. Bei km10 im üblichen, also „moderaten Rahmen“ 40:13min, Weltspitze, aber nicht überdreht! Erst km11  knallte Declan Tingay, AUS, als Erster eine 3:56min – Runde rein. Beschleunigung nahm er schon 1km vorher auf, um so vom 5.Platz auf 3 zu stürmen! Zwischen km13 – 14 wieder eingefangen. Vor allem durch Christopher Linke, der kontinuierlich 3:57 – 3:58min den anderen pro Runde anbot. Francesco Fortunato war immer im Bilde. Schon bei 2-3km hatte er Führungsarbeit geleistet. Bei km15 übernahm er das Kommando und gab es nicht mehr ab. Ab km17 kein km mehr über 3:46! Christopher mußte sich zu der Zeit Bonfim erwehren, der ab 10km ernst machte. Bei km15 war er dran. Verdrängte dann Christopher vom 3.Platz, bei km18 auch Cosi vom 2. Platz! Das schaffte auch Christopher in der letzten Runde klar, als sein Duell mit Cosi 3:50 zu 4:04min ausging! Auch dahinter gab es noch viel Bewegung. Mein Herz klopft heute noch im Stakkato der Schritte.

* Wieder zu viel von den Männern berichtet, ja, aber das war ja so famos! Nun muß ich wieder bei anderen Wettkämpfen kürzen. Zuerst der Halbmarathon der Frauen. Eine der Mitfavoritinnen, Paula Torres, ECU, wurde disqualifiziert. Der Sieg von Kimberly Garcia Leon, PER, ungefährdet. Auch wenn da Antonella Palmisano, ITA, inzwischen W35, noch stark aufkam. Überraschend für mich, der 4. Platz von Lauren Harris, USA, Fr, 27, mit nationalem Rekord und ersten Anzeichen einer exzellenten Vorbereitung der Amerikaner schon auf die Spiele 2028 in Los Angeles? Während die jungen deutschen Frauen, nach einer positiven Entwicklung in den beiden letzten Jahren sichtlich überfordert von dem Anspruchsdenken wirkten (sie bleiben weiterhin klar über 1:40h) explodierte die aktuell beste Athletin aus dem deutschsprachigem Raum förmlich. Dabei sah ich immer noch genügend Potential! Taktisch klug in der Verfolgung, immer hinter zwei Mitstreiterinnen „versteckt mitschwimmend“ durchbrach sie kühnste Vorstellungen, die bei mir deutlich unter 1:39h lagen, mit RIESEN-Zeit von <1:38h! Krass Beeindruckend war für mich der Auftritt der 50-jährigen Lydia McGranahan, USA, die mich schon in Brasilia so begeistert hatte. In Podebrady nun mit 1:53:49h und neuer PB mit im USA-TEAM nun hier auf dem Siegerpodest! Herz, was willst Du mehr? Beweis (neben den beiden Rekorden von Harris und Nick Christie bei den Männern), es geht steil bergauf mit dem Gehen in den USA!

* Nach gestarteten 129 Athleten im Halbmarathon (76 Mä/ 53 Fr) nun zu den davor gestarteten 10km-Bewerben der U20. Nur Mia Bandoly konnte aus deutscher Sicht mit 49:41min als Zehnte überzeugen. Männlich (gesamt: 27) Deutschland ohne Starter, da man „schon“ entweder den Halbmarathon oder die 5km im Rahmen – WK bevorzugte. Wahrscheinlich sind die meisten sogar glücklich über das Verkürzen der internationalen Meisterschaften auf 5000m? Während sich männlich FRA, ESP und ITA um die vorderen Plätze stritten, waren die 10km weiblich (gesamt: 26) klar in italienischen Händen, soll heißen, das gesamte Podest. Serena di Fabio mit Meeting-Rekord!

* Bleiben die 5km des Vormittags! Über 80 Athleten auf der schnellen 1km-Runde! So viele sind nicht jedermanns Freund. Mir tut das immer gut! Erstmalig erlebte ich auch, wie über 40 Frauen erst 1 Minute nach uns starteten! Um da eventuelle Absprachen und die Männer als „Zugpferde“ zu verhindern? Alle wurden in jeweils drei Kategorien M/W aufgeteilt. Es gab auch sechs Sieger! Gut gemacht. Deutschland profitierte davon mit Podestplätzen: Sieg Frauen durch Nika Illing und Masters durch Brit Schröter, Zweiter: Alexander Schwarz, M U18 sowie Dritter Masters: Steffen Borsch, der sich, passend zu diesem Tag – siehe unser Abschlußbild – entsprechend kleidete.