Letzte Woche war der Wahnsinn, ich arbeite noch u.a. Sotschi, Antalya, Torreviejo und Youngsfield ab. Macas, ECU, Freiluft-Meisterschaften 20/35km und Albuquerque, USA, die Hallenmeisterschaften mit Gehen, konnte ich heute schon mit den besten Leistungen in die GEHSPORTWELT einstellen. Derweil kommen die Ergebnisse der Meisterschaften in den Hallen ua von ITA, Ancona, HUN, Budapest oder GBR, Glasgow, rein. Na logisch, LA-Meisterschaften mit Gehen! Deutschland hatte auch gerade LA-Meisterschaften, in Leipzig. Allerdings ohne Gehen!

Leipzig war 2011 auch der Ort der letzten Meisterschaften mit Gehen und des DLV-Beschluß zum Weg-Rationalisieren aus dem Programm. Das war auch meine letzte Teilnahme (Besucher/Betreuer) an diesen schönen Deutschen Meisterschaften der Elite. Gerne erinnere ich an dieses Leipzig mit zwei Aufnahmen unserer “guten, alten Zeit”:1102 Leipzig 8Münder & 8Augenpaare1102 Gehen bei den Deutschen

 Und mit unserer Meinung fanden wir auch einen Weg in die Medien!

Diese Woche beginnt das 10. Jahr des verhängnisvollen Beschlusses, was unsere LA-Disziplin dem Abgrund näher bringt, zumindest im ungehörigen Maße behindert, verhindert austrocknet und in der öffentlichen Wahrnehmung unnötig ins Abseits drängt.

Zum Glück hat man das später im DLV auch erkannt, bzw. dem gesamten Desaster etwas gegengesteuert, in dem man wenigstens die Jugend nach einigen Jahren wieder zu “IHREN MEISTERSCHAFTEN” rückführte. Dahin, wohin sie hingehören! Was nach nun neun Jahren mit den drei groß geplanten zentralen DLV-Gehsportevents aller Altersklassen in der Halle, auf der Bahn und der Straße geworden ist, können Interessierte am Freitag in Erfurt beobachten (nichts gegen Erfurt). Falls man da nicht arbeiten gehen muss…

Ach so, vorab: Tom Bosworth erreichte in Glasgow über 5000m: 18:20,97, NR, Francesco Fortunati in Ancona 18:50,22 und Bence Barnabas Venyersan in Budapest 19:51,95min PB. Bei den Frauen ist Valentina Trapletti mit ihren 12:53,61 in Ancona hervorzuheben.

Lange haben wir darauf gewartet. Hatten auch vor einer “Überraschung am Start” erst Freitag Abend in Erfurt gewarnt. Nun kam eine Reaktion. Großer Dank an Kilian Wenzel, Freitag als Gehrichter fungierend, der möglichst viele Athleten zur genannten Neuerung auch vorab informieren möchte. Sein Beitrag aus der Sicht der Gehrichter:

” Liebe Sportfreunde, am 28.02. stehen die “DM Bahngehen Halle“ der Männer/Frauen und Senioren/Seniorinnen in Erfurt an. Ich werde als Gehrichterobmann vor Ort im Einsatz sein.

Eine Neuheit in Deutschland gibt es: Zum ersten Mal für alle Sportler(innen) (also nicht nur die Jugend) kommt auf nationaler Ebene die „Penalty Zone“ zur Anwendung. Ziel soll sein, es Geher(innen), die bereits drei Rote Karten haben, durch einen Aufenthalt in der „Penalty Zone“ zu ermöglichen, sich nochmals intensiv auf ihre Technik zu besinnen und das Beenden des Wettbewerbs ohne Disqualifikation zu ermöglichen.

Eure Internetseiten werden ja von vielen Gehsportfreunden besucht. Evtl. mögt ihr über dieses Novum ja kurz berichten, damit die Sportfreunde gut informiert sind. Hier eine kurze Zusammenstellung von mir:

„Penalty Zone“ im Gehen – Das Wichtigste in Kürze:

 Die „Penalty Zone“ kommt bei der DM Bahngehen Halle in Erfurt am 28.02.20 das erste Mal bei Männern/Frauen und Senioren/Seniorinnen national zur Anwendung. Was ist jetzt anders? Geher, die 3 Rote Karten erhalten haben, bekommen eine Kelle mit Zeit in Sekunden aufgedruckt, bei Wettbewerben bis einschließlich 5000m: 30 s, gezeigt. Sie müssen direkt in die „Penalty Zone“. Dort bleiben sie, bis die Strafzeit vorbei ist. Diese wird den Sportlern angezeigt. In der Zeit wird die Technik nicht bewertet. Es darf keine Erfrischung oder Verpflegung aufgenommen werden. Nichts darf aus der Zone heraus oder hinein. Danach kann es weiter gehen.

Wenn ein Geher 4 Rote Karten erhalten hat, ist er disqualifiziert. Das wird ihm mit einer roten Kelle gezeigt. Das kann auch schon vor einem Aufenthalt in der „Penalty Zone“ sein. Sollte die dritte Rote Karte so ankommen, dass es für Geher nicht mehr möglich ist, in die „Penalty Zone“ zu gehen, wird die Strafzeit zum offiziellen Ergebnis, mit + 30 s, hinzugerechnet. Die „Penalty Zone“ ist dazu gedacht, es Gehern zu ermöglich, nach einem Stopp und Konzentration auf die Technik, den Wettkampf möglichst noch zu beenden. Sollt ein Geher sich weigern, in die „Penalty Zone“ zu gehen, wird er vom Schiedsrichter wegen unsportlichem Verhalten disqualifiziert.

Sportliche Grüße, Kilian Wenzel”

Vielen Dank für Dein Engagemet Kilian. Und auch vielen Dank für den für uns damit nun offiziellen Namen! Also hier nicht mehr, wie seit 2014, pit lane, sondern ab sofort immer von  PENALTY – ZONE (PZ), schreiben und sprechen.

Auf dem Sub – Kontinent INDIEN leben mehr als 1,4 Milliarden Menschen. Es werden immer mehr! Als Sportnation ist man bisher eher wenig in Erscheinung getreten. Doch seit geraumer Zeit tut sich etwas. Im Gehsport sind das nun “schon”  (!!!…, IRONIE!) die 200216 Ranchi, Sandeep Kumar 7. Offenen Nationalen Meisterschaften, die letztes Wochenende am 15./16. 2. in Ranchi (Bundesstaat Jharkhand) perfekt ausgetragen wurden – eine 1,8 Mio – Stadt auf 650m Höhe. In diesen sieben Jahren hat sich besonders ein Sportler um die Ausbreitung, Präsentation, auch Werben mit Spitzenleistungen verdient gemacht, der 34-jährige Sandeep Kumar (siehe Foto, facebook, Tardi) aus dem Bundesstaat Haryana. Aus Haryana kommen auch die meisten Talente dieser neuen ausdauer – interessierten Sportnation (bislang nämlich nicht!)…. In der aktuellen GEHSPORTWELT sind gleich 36 Leistungen > 100 Punkte erfaßt. Sein Sieg in 1:21:34h, 116 Punkte, Meister-Titel an Sandeep! Und wer immer noch ungläubig die Stirn runzelt. Dieser Wettbewerb war als Qualifikation für die Olympischen Spiele angemeldet und bestätigt. Selbst international geschulte und erfahrene Gehrichter/innen, aus Europa z.B.: Gruber, HUN, Ganso, POR und Tardi, FRA, waren eingeladen worden, um jeglichen Makel bezüglich der Leistungen von sich weisen zu können. Setzt sich dieser Trend in den nächsten Jahren fort, ist ein weiterer Riese im Gehsport erwacht!

Lange versprochen, wenn nicht jetzt, wann dann? Die Analyse-Daten, zusammengefaßt, zu den französischen Hallenmeisterschaften im Gehen am 1.Februar in Lyon. Da kann man sich jeden Kommentar eigentlich ersparen.200201 Lyon, Tn-AnalyseAber loben, ja, vor allem die funktionierende Pyramide! Einschließlich funktionierender M/W U23! Braucht sich nicht zu sorgen. Die Struktur steht, die Basis ist vorhanden. Start, Samstag, 1. Februar, ab 12 Uhr! Die Ergebnisse standen fest: Frauen, 12.25; W U23, 13.07; W U20, 14.05; W U18, 14.14, M U18, 15.25; M U20, 15.52; M U23, 16.35 und Männer um 17.21 Uhr. Herz eines Gehsportfans, was willst Du mehr? Ja, dieser Nachmittag hatte sich für Frankreich gelohnt.

Ich wollte diese Daten unbedingt noch vor unseren Meisterschaften, am FREITAG, späten Nachmittag, 17.30 bis 19.30 Uhr los werden. Wir werden dieses Niveau wohl NICHT GANZ erreichen können…. Aber, das sollten wir im Hinterkopf haben, um zu wissen, was möglich ist…

Australien: VICTORIA – Masters über 5000m in Mentone, am 16. Februar! Die großen Gewinner sind wieder die beiden 70-er – “Superstars” Heather Carr, 31:10min und Andrew Jamieson, 27:34min, beide 103 Punkte, seit Wochen in toller Form. Doch es gab auch  E I N E  Riesentragödie! Die auch noch bei den “Aktiven” aktive Kelly Ruddick, im April wird sie ihr 47. Lebensjahr vollendetn, erlebte schlimme Momente. In diesem Jahr stehen für sie schon 13:11min aus dem Januar zu Buche. Allerdings mußte sie bei den 20km-Meisterschaften am 9.2. in Adelaide aufgeben. Bei den Victoria-Masters wollte sieJamieson, Andrew 2016 ihr Selbstbewßtsein wieder “auftanken”. Sie drehte mit Abstand die schnellsten Runden und erreichte bei 23:06min das Ziel: > 36 Sekunden unter Weltrekord der W45! Dann jähes Stimmungs-Tief. Wegen Verlassen der Bahn musste sie “ohne wenn und aber” automatisch nach Rule 17.6 disqualifiziert werden. Kelly hatte wohl bei diesem Wettbewerb etwas die Orientierung verloren? War ein paar Meter “ins Grün gedriftet”, bis auf die Rasenfläche. Schade. Wir hoffen alle, sie erholt sich und kann bald wieder am Start stehen? Die TOP-Ergebnisse findet ihr in der GEHSPORTWELT! (zum Foto: Andrew Jamieson, M74, selbst festgehalten, Masters-WM, Perth 2016 über 10km)

Zur erwähnten Super-Veranstaltung in Kobe, JPN, gibt es einige Nachträge (Änderungen):200216 Kobe StartPunkt 1) Im Bereich < 1:20h kämpften mehr als drei Athleten. Perseus Karlström, SWE, (auf dem Foto: facebook, als Pacemaker) bekam als “Gast” die Nr. 87. Ansonsten richten sich die Startnummern nach einer aktuellen “RANGLISTE” der Japaner. Zu erkennen: Nr.1 Eiki Takahashi, Nr.2 Toshikazu Yamanishi, Nr.3 Koki Ikeda, (Nr.4 Yusuke Suzuki, war nicht dabei), Nr.5 Isamu Fujisawa und Nr.6 Tomohiro Noda.

Punkt 2) Zu unserer Erstmeldung gibt es zwei Änderungen: Der Dritte der Männer, Eiki Takahashi, fehlt und die Zweite der Frauen, Kaori Kawazoe, hatte im Ziel nicht, wie zuerst gemeldet 1:31:15h sondern 1:35:15h. Alles jetzt aktuell in der GEHSPORTWELT.

Punkt 3) Und es gibt einen wichtigen Hinweis. Australische Informationen besagen, Eiki Takahashi, 1:19:53h und Tomohiro Noda, 1:20:26, hätten nach 15km mit der “pit Lane” Bekanntschaft gemacht. Anhand der Zwischenzeiten rechnerisch zwischen 15km und Ziel möglich. Rechnet bei beiden die 2min weg. Dann wißt ihr, was da vorn los war.

Punkt 4) Eine interessante Entwicklung beim Namen der “Zone”! Weg von der “Pit lane” hin zur “PENALTY ZONE”! Bis etwas gaaaaanz Offizielles dazu kommt, werden wir nun auch “PENALTY ZONE” benutzen.

Punkt 5) Wichtig ist, noch einmal den Gesamtumfang dieser Veranstaltung zu werten. Es sind nicht nur die Wahnsinns-Leistungen in der Spitze, es ist das System “dahinter”. Da drängen sich folgende Fakten geradezu auf:200216 Kobe, Überblick Q&QÜber 70 TOP-Leistungen von Kobe haben den Weg in die GEHSPORTWELT gefunden.

Ich sitze über Meisterschaften! Das ist aber auch ein Wochenende gewesen! Berlin und Neubrandenburg stehen in der GEHSPORTWELT AKTUELL, ebenso wie auch Wien undEricksson, Tim 2020 Amsterdam, die besten Ergebnisse unserer Nachbarn. Aber Kobe, JPN, Albuquerque, USA, Ranchi, IND, Torrevieja, ESP, Antalya, TUR, Macas, ECU, Sotschi, RUS und die wöchentlichen Australienergebnisse, die fordern natürlich auch heraus. Ich habe zu tun. Ohne Euch natürlich diesen Plan nicht vorzuenthalten, den Tom Ericksson, mein Statistikerfreund in Melbourne, diese Woche veröffentlichte…

Tim Ericksson, Melbourne, M70, der Motor des VRWC, Victorian Race Walking Club, sagen wir mal ganz locker, der

“HANS DAMPF IN ALLEN GASSEN”, für alle, DIE ETWAS MIT GEHEN ZU TUN HABEN”

…eines Bundeslandes / Bundesstaates. Er fühlt sich für Geher der 6 Mio Einwohner VICTORIAS (und darüber hinaus, bis hin zu weltweit) verantwortlich, berichtet u.a. wöchentlich von Gott und der GEHERWELT. Das hier ist sein “Plan für den Winter”, glaubt mir, es wird ein toller Winter. Wir berichten weiter, logisch… (Anm.: Gerade wurde die Sommersaison in Australien beendet. Im März ist etwas Ruhe/Erholung, ehe man im April in den Winter startet):

Winter-Wettkampfplan: VICTORIA

200218 Victoria WintersaisonWer, bitteschön, ist für diese “Ungerechtigkeit “verantwortlich? Auf der anderen Seite der Weltkugel kann man sich fast wöchentlich seinem Hobby wettkampfmäßig widmen. Alle von 9 bis 90 Jahren halten zusammen. Werden vom Virus Gehen (an-) getrieben. Was würde ich für solche Bedingungen geben?

Ich kann es kaum fassen! Schmerzen nicht weg und von wegen “gesund”? Aber! Es machte mich sprachlos, wie alles am Sonntag funktionierte… Ein Paukenschlag für mich! Danke, das ich mein Ziel, < 18:30min bleiben, wesentlich unterbieten konnte!200216 TOP BerlinNatürlich wurden da Erinnerungen wach,… an meine alte Trainingsstätte im Berliner Dynamo – Sportforum! Und viel wieder aufgewühlt… Ab 1976 wurden die 20 000m bei DDR – Hallenmeisterschaften ausgetragen. Beim Sieg von Hans-Georg Reimann mit 1:26:00h durfte ich dabei sein. Ich, ein nicht geförderter “BSG – Mumpel” belegte mit 1:32:49,2h den 10.Platz! Mein letzter Baustein um Leistungs-Sportler zu werden. Mit 31E46B79-F4A9-4329-9C24-46D81C1D9139damals 26 Jahren darf ich mich damit echt als “älteste” Delegierung zum DDR – Leistungssport bezeichnen. Unzählige Trainingsrunden auf der alten, nicht überhöhten, damit idealen 250m-Bahn. Die große Bahnhofsuhr am Ende der Zielgeraden zeigte uns beim Einbiegen in selbige bei jeder Intervalleinheit den “Countdown” an. Wehe, man bog nicht < 40s ein! Dann war < 1 Minute für die Runde dahin< 4min für 1000m nicht mehr drin. UNSER  S P A S S! DAMALS. Dieser brachte mich 1978 zu meinen Bestzeiten: über 20km in der Halle von Senftenberg, 1:29:49,6h und bei 50km auf der alten Runde in Naumburg mit 4:06:01h. Das alles kam am Sonntag bei meinem x-ten Neubeginn wieder hoch! Vielen Dank, dass ich noch dabei sein kann. Nun in der (deutschen) M70!

Das alles ging Sonntag gegen 13.20 Uhr auch durch meinen Kopf, in nicht geplanter Führungsarbeit, vor Patrick Seck, als der erster Verfolger des sehr gut aufgelegten Steffen Borsch.