Diese Veranstaltung wegen „Mangel“ an Möglichkeiten im schönen Tschechien für ihre 35km – Meisterschaften!!! zieht jetzt sogar internationales Flair an. Zittau wird im Ranking der WA gewertet.

Auf diese Art und Weise kommt Deutschland zu einem internationalen Wettkampf und kann für das WA – Ranking punkten. Wenn es unsere Athleten wollen! Was es mit dem Ranking auf sich hat und das es eine immer entscheidendere Rolle bei Nominierungen und Startplätzen für internationale Höhepunkte spielen wird, dazu mehr in unseren nächsten Beiträgen.

Früher nannte man es Herbstsaison! Und auch in Deutschland wurden durchaus noch äußerst respektable Leistungen und auch Normen erbracht (Gleina). Heute ist es eine Nachsaison und der schon vor Jahren abgetakelte Standort DEUTSCHLAND hat da im Gegensatz zur Zeit vor 20 Jahren KEIN eigenes großes internationales Gehsport-Event mehr (das waren: Naumburg, Gleina, Hildesheim, Eisenhüttenstadt). Diese Standorte, wo Bestzeiten erzielt wurden, Stimmung aufkam, für Gehen Werbung gemacht wurde. Das Potential ist nur 1x im Jahr, fremdbestimmt, alle paar Jahre zu erleben: 2009 WM Berlin, 2018 EM Berlin, 2022 EM München… (nur dank LA-Bewerbungen bei den internationalen Verbänden). Eine Neuheit: 2022 kommt sogar ein Landesverband – TSCHECHIEN! – nach Deutschland und organisiert uns ein Event! Ganz stark. Dieser AK Rumburk!, mit guten Beziehungen nach Ost – Sachsen, organisiert in Zittau ein INTERNATIONALES GEHEN – und wir kommen und nutzen es!

—>   221029 Zittau

 Natürlich hat sich in den letzten 20 Jahren einiges getan. Neues ist entstanden. Das GEHSPORTNETZWERK spielt dabei aktuell eine gute Rolle. Nach unseren LIGA-Wettbewerben, auch wir haben keine Veranstaltung im Oktober gefunden, werben wir mit „Bonus-Starts“ international bis zum Endtermin 30.10. und präsentieren uns auch vor Ort. Bernd Hölters war auch für das GSN letzte Woche in Tilburg, Dick Gnauck wird uns zum Stundengehen in Prag vertreten und Bernd freut sich mit mir schon auf Zittau. Wir versuchen, die sich ergebenen Chancen zu nutzen und sind immer hilfsbereit. 

ENDSPURTZEIT: Dazu gibt es in den nächsten Tagen die aktuellen Zwischenstände, hier, und auch zugeschickt an wichtige Teilnehmer, die in Neukieritzsch bei unserer letzten Versammlung nicht dabei sein konnten.

Was kommt jetzt noch für die BONUS-WERTUNGEN in Frage?

– 25. 9. Montreuil, Frankreich

– 2. 10. Tilburg, Niederlande

– 15. 10. Wien, Österreich

– 22.10. Prag, Tschechien

– 29.10. Zittau, Deutschland

All diese Wettkämpfe nehmen wir automatisch in unsere Wertungen auf. Mit Ende dieser Phase 2 gibt es einen inoffiziellen Zwischenstand mit den bereits in unsereren in den Wertungen berücksichtigten Wettkämpfen.

Phase 3: Alle interessierte Athleten können zusätzlich zu den gewerteten Wettkämpfen bei uns andere, noch nicht berücksichtigte Wettkämpfe einreichen, um einen möglichst genauen Stand und bestens objektivierte n Stand über die erreichten Leistungen 2022 zu erreichen und die wirklich Besten des Jahres auch auszeichnen zu können.

Annahmeschluß: 3. November 2022!

 

Dieser Mittwoch ist vor allem dem aktuellen Deutschen Meister  im 10 000m-Bahngehen, Hagen Pohle, SC Potsdam, gewidmet. Ja, er hat es verdient! Eigentlich wollte ich über die 63.Challenge FACOETTI-DAHM in Montreuil, Frankreich, berichten, wieder Frankreich und immerhin Silver Level (zweithöchste Kategorie der WA) bei dem großen Punkte sammeln um Weltranglisten-Plätze. Zwei Geher-Events! Würde das in Deutschland funktionieren? Jedoch stimmte mich dann eine Frage von Olympiasieger und Club-Ikone Peter Frenkel auf Facebook zu einigen Bildern dort schnell um. Er fragte Hagen, ob „Schwarz“ jetzt dieneue Clubfarbe ist (Anmerkung: Es ist das Trikot der Bundespolizei!)? Siehe Foto von Race Walking Picture! Zwei Wochen nach seinem starken Auftritt bei der Bahn-DM in Neukieritzsch über 10 000m schaffte er nun einen Sieg bei einem WA-Event. Mit Aurelien Quinion, FRA, konnte er einen starken Nationalteam-Geher mit über 2min. Vorsprung in 1:22:44,95h besiegen. Das war es schon. Denn einige namhafte Geher, die auch für das WA-Event gemeldet hatten, fehlten dann doch, wie Jelonek, Sikora, POL, Barrondo, GUA, Mazzo, BRA! So bleibt uns nur noch das Schwarz und der Sinn!

Anmerkung: Bei dieser Farbe kommen mir zwei Dinge in den genannten Sinn: Das Schwarz der neuseeländischen Langstreckler um Peter Snell, zu anderen Zeiten, die damals eine ganze Generation lang mit ihrer unbändigen Tempohatz selbige prägten… Das war es nicht! Obwohl Hagen damit bekannt wurde. Sein Gesellenstück vollbrachte er mit genau so einer Hatz bei seinem Junioren-WM-Titel. Oder extrem, die andere Seite, das Schwarz einer Aufgabe, deren schlimmste Stunde wohl bei ihm für mich in Rio zu Olympia 2016 bei seiner Aufgabe ohne erkennbare Probleme aufkam. Kurz danach verkündete er locker ins Mikrofon, „dann schaffe ich es eben beim nächsten Mal in 4 Jahren“. Dazu kam es aber nicht, denn schon da war der Zenit wohl schon überschritten? Ist das jetzt sein zelebrierter Abschied? Das wäre ihm damit gelungen. Ich weiß es nicht. Hagen Pohle ist für mich und den deutschen Gehsport eine ganz wichtige Person. Er hat sich bereits im Jugendalter für viele Belange des Gehsports, über seine Person hinaus, sehr interessiert, engagiert. Ja, er hat all die Jahre mitgeprägt. Das könnte ein weiterer Fingerzeig für einen Untergang unseres deutschen Gehsports in einer untergehenden Leichtathletikwelt sein. Innerhalb einer nun auch politisch besonders besonderen Zeit. Oder, ich verstehe die Welt nicht mehr? Meine Meinung!

Aber Hagen Pohle könnte auch der ERSTE GEHER (Leistungssportgeher des SC Potsdam) NACH DER POLITISCHEN WENDE 1990 werden, der nun NACH DER AKTIVEN ZEIT dem deutschen Gehsport treu bleibt, sich weiter engagiert. Ihr seht, ich bin hin und her gerissen. Man kann nicht nur schwarz oder weiß sehen, das Leben ist grau, Und so komme ich zu Neukieritzsch und Montreuil zurück. In der Welt wird Gehsport anders betrieben als in Deutschland. In Montreuil haben nach Absagen der Spitze trotzdem bei der Elite 43 Athleten, 26m/17w, die 20km in Angriff genommen. Bei den Frauen gewann über die 20km Viktoria Madarasz, Ungarn, in 1:34:48h. Die 32-jährige Anne van Andel, Niederlande, stellte mit 1:47:36h einen neuen Landesrekord auf. Das ist Gehsport. Was wäre in Montreuil die Elite ohne Feld, der Streusel ohne den Kuchen? Das man es auch „anders“ sehen könnte, das beweisen die „Nachwuchswettbewerbe“. Denn 12 Starter!, 11 Deutsche! Huch, gut für den Veranstalter dort. Und als Ausflug für die Jugend. Der sportliche Wert bleibt fraglich. Von der Bedeutung wäre ein Start vor 14 Tagen als U23-Meisterschaft wichtiger gewesen. EIN FINGERZEIG FÜR DEN DLV mit vieleicht 10-15 Startern… Aber so? Wieder bin ich hin und her gerissen. Denn es gibt durchaus kleine Lichtblicke. Versuche in Bayern, Engagement in Hessen (Eintracht Frankfurt) oder die neuen Initiativen in Neuss, mit Starts dann zur U16 in Potsdam. Aber das aber bleibt. Ohne Connection… ohne Lobby – hier im DLV – geht nichts. Schon deshalb wäre jemand wie Hagen Pohle eine starke Integrationsfigur für die Geher in Deutschland. Die besten Ergebnisse folgen:P.S.: Und hängt Hagen noch paar Jahre aktiv sein dran, freue ich mich auch!

 

Das können die Franzosen! Bewahren von Traditionen…! Innerhalb des traditionellen Finales der Langstreckengeher 2022, den „28h von Rubaix“ wurden auch Französische Meisterschaften über 100km ausgetragen. Vielleicht finden so  auch die über 120 Jahre bestimmenden 50km der Geher hier eine zukünftige Heimat? Für die Haudegen ja fast eine „Kurzstrecke“. Und weg vom INTERNATIONALEN LEISTUNGSSPORT, der ja nun seit diesem Jahr auf die noch „kürzeren“ 35km setzt.

Das Wochenende im September, dieses Jahr 17./18.9., ist dafür traditionell geeignet. Für Laien unvorstellbar, was Edel-Amateure in 28h leisten können. Die Ergebnisse der sieben besten Männer könnt ihr hier oben lesen. Und wer glaubt, nur die können das, irrt mehr als gewaltig. Denn die beste Frau schaffte in den 28 Stunden nur knapp 5km weniger!!! Das sind, verteilt auf die Zeit gerade mal 2,7 Prozent! Auch traditionell mit den offiziellen Meisterschaftsmedaillen über 100km schmückten sich diese Damen und Herren:

Macht mir der Herbst zu schaffen? Oder ist es nun die ganz besonders, besondere Zeit? Auf jeden Fall habe ich sehr mit mir zu tun. Motivation entsteht nicht in Deutschland, weder in Politik noch im Sport. Die habe ich mir wieder beim Durchstöbern der vielen, vielen Ergebnisse international geholt. Unsere drei aus Deutschland kennt ihr ja schon, Potsdam, Diez und Breisach. Die Motivation kam erst mit dem italienischen Finale A+B, Gold und Silber, dem ungarischen Vereins-Finale und den vielen Teilnehmern bei den tschechischen U16-Meisterschaften… Und so habe ich es wirklich geschafft!

Also viel Spaß und laßt euch Zeit beim Stauen, was so alles passiert… Hier mit 2x Drunen, NED, Debrecen, HUN, Billy Montigny, FRA, Brescia, Perugia, Saronno, alle ITA, Amstetten, AUT und Jablonec.

Mal sehen, ob noch was Schönes zu finden ist?

Gängige Meinungen wie: A) „komische Sportart“, B) „sieht aus wie Po Wackeln“ gibt es schon länger, neue: C) „bloß Randsportart“, D) „Kinder interessiert sowas nicht“ oder E) „Kinder sind heute nicht an Bewegung interessiert“, sind oft doch nur Ausreden. Denn das Gegenteil, gerade zu Deutschland, beweist unser kleines Nachbarland! Zumindest, was die Teilnahme betrifft, können die Tschechen Vorbild für uns sein, was die M/W U16-Meisterschaften am 17.9. in Jablonec wieder einmal deutlich beweisen. Auch dank solch „kleiner Förderer“, wie Josef Smola, auch GSN!, den wir alle kennen, zeiget man klar, was mit nur etwas gezieltem Einsatz „von oben“ geht: