Podebrady ist mit meinen Notizen zu den 20km der Männer nun endlich geschafft. Es folgen weitere Ergebnisse mit Reihenfolge von „AKTUELL“ zu „Nachtrag“, denn Nachtrag bleibt Nachtrag! In gewohnter Art, hier zum „Anbeißen“ und ausführlicher mit Daten in der GEHSPORTWELT!

Über 100 Athleten am Start, viele Attacken und viel Tam-Tam! Doch nach dem Zielspurt stehen auch in Podebrady am 6.4. diese drei wie Abbonenten wieder auf dem Podest! Perseus Karlström, SWE, Evan Dunfee, CAN, Caio Bonfim, BRA!Doch (Bild, danke an Blogue O Marchador) der Reihe nach, 1) Was ist auf den Plätzen noch passiert und warum, 2) Tabellen für die GEHSPORTWELT und 3) Zum Abschluß meine Notizen!

Zu 1) Unsere kleine Analyse begutachten 1km Angangszeit, 10km Halbzeit, 10km Zweite Halbzeit, den km19! sowie die Zielzeit wegen des letzten km! Was da bis zum Ende noch alles auch auf dem letzten km passierte, das war schon bemerkenswert: a) An der Spitze setzten sich erfahrene, ältere Geher durch, TopTen in Schnitt 27 Jahre, Top12 sogar 34 Jahre, dank 11.Platz von Joao Viera (48). Vor allem seinen letzten km kann ich mir nicht vorstellen! In dem Alter noch so zu beschleunigen?

b) Anfangstempo moderat, nach wie vor ist das Ziel bei einer Großveranstaltung 39:30 bis 40:30 anzugehen! Wie auch Podebrady beweist. Und dann noch auf der 2. Hälfte beschleunigen können? „Grün“ beweist, ja, es geht, „Gelb“ etwa „gleiche Leistung!“, durchgegangen, was auch unser Youngster Frederick Weigel nachweisen kann.

c) Sonst war es nicht der Tag der Deutschen! Mit drei Aufgaben und vier vermurksten 2.Halbzeiten sind 14 Tage vor dem ersten Höhepunkt einfach zu viel. Und noch schwer, nur individuell noch zu verbessern. Bis km18 kämpfte Leo Köpp immer um Platz 10-11! Dann kam der unerwartete „Einbruch“. Sehr schade. Dafür Jonathan Hilbert mit seinem 2.Erfolgserlebnis in kurzer Zeit, nach dem „Kienbaum-Test“ nun bester Deutscher bei den Männern. Nun zu den Daten für Nr.: 2) GEHSPORTWELT:3) Meine Notizen während der Übertragung, ungehübscht: Ganz schön warm! Das ist mein erster Eindruck. Und die fünf Besten der aktuellen TOP10 stehen am Start. Zu Beginn der ersten 3km, immer wieder mit Wechseln vorn, bestimmen Bonfim, Doctor, Fortunato und Linke das Tempo! Eine 14-er Gruppe passiert in 11:58 die 3km und Köpp in 12:04 dahinter. Zum km4 in 16:00 übernehmen die Mexikaner Ortiz und Doctor das Geschehen, genau im richtigen Tempo!

* 5km: Ca. 20:00min für 18 Athleten. Vorne Mexikaner, Fortunato, Linke und jetzt auch Dunfee! Köpp bei 20:03, Frenzl 21:01 und Weigel 21:11! Karlström läßt abreißen, nicht sein Tag? Vorn in nun 23:59 bei Km6 noch 12 Athleten. Dunfee führt die Spitze in 3:58 zu km7 und 3:54 zu km8 in 31:50! Bonfim, Fortunato 31:53, Linke 31:54, Köpp 32:06! Wow!! Plötzlich ist Karlström wieder mit dabei!

* 9km: Kleine Flucht von Dunfee beendet. Vor allem durch Linke, der nach vorn richtig aktiv wird und das Feld mit <3:44min in 39:40 zu den 10km führt! Fortunato, Bonfim, Bordier mit dabei. Köpp 40:11!

Wo ist Linke?

10km: Seiler 40:59, Dohmann 41:34, Weigel 43:02, Abu el Wafa 44:37! Ab da wird es zur Gewißheit: Christopher hat aufgegeben! Was Junghannß schon nach km8 und Frenzl schon nach km6 taten? Kein Tag der Deutschen. Aber überall Durcheinander, Vorstöße etc. bis km12! Dann festigen sich die Positionen. Nur Andrea Cosi, ITA, 40:21 und Domink Cerny, SVK, 40:58, gelingt später noch der Sturm in die TOPTEN!

* 15km: Gefühlt passiert auf den Plätzen (fast) nichts mehr? Leo Köpp, jetzt bester Deutscher, mit 1:00:53 immer noch im Kampf um 10.Platz dabei. Fast alle bauen ihre erreichten Positionen aus. Mir fehlt ohne Linke der Pep!

* 18km: Im Kampf um den besten Deutschen kommt Spannung auf! Köpp mit 1:14:02 kommt in Sicht von Hilbert 1:14:33! Mein „Aufwacher“! 29 Sekunden, bei km 19 noch 9s (km: 4:15 zu 4:35). Da kommt „von hinten“ eine ganze Armada angeflogen und mischt die Plätze 11 bis 20 völlig neu. Dominik Cerny, der „Weltenbummler, -tingler“ stabil, hatte ich nicht auf dem Schirm. Mit seiner Podebrady-Leistung beweist er sich selbst, ein würdiger Nachfolger der slowakischen Gehsporttraditionen zu sein.

* 20km: Vorn alles stabil und durch den Verlauf bestätigt! Der Gewinner der letzten 5km ist der Älteste des Feldes, Joao Vieira, POR! Was der 48-Jährige auf den letzten km leistet, ist mir bis heute (10.4. 14.00) unbegreiflich. Dann folgt sofort Jonathan Hilbert, GER, dem es gelingt, in diesem Konzert mitzuspielen. Erinnerungen an Sapporo 2021 kommen auf, nach Km18 in 4:15 gelingt ihm zum Ziel 4:09 und der 14.Platz. Das gibt dem auch bereits 29-jährigen Athleten neuen Mut und Auftrieb!

Anmerkung: Ein letztes Wort zu Podebrady nach dem großen Lob der Organisation sollte unbedingt das Übertragen vor Ort und in die Welt hinaus erwähnt werden. Selbst ohne Kenntnisse von Tschechisch und Gehsport war das eine äußerst kurzweilige, informative, interessante Übertragung! Vorbereitet und mit vielen Einspielern, den Dokumenten und Fotos, bei sehr guter Kameraführung und tollem Schnitt wurde mir mein Gehsport so ins Wohnzimmer transportiert, wie ich es mir nicht besser wünschen konnte. Vielen Dank!

Da ich alles live verfolgen konnte, möchte ich bei den Hauptwettbewerben kein Fazit ziehen, sondern einfach nur das schreiben, was ich mir zwischendurch als Notiz und Gedanken aufgeschrieben habe. Zuerst das Siegerpodest mit Glenda Morejon, ECU, Silber, Kimberly Garcia Leon, PER, W31, Gold und Antonella Palmisano, ITA, W33, Bronze! * 13 Uhr, Frauenstart: Ich kann mich noch nicht beruhigen, das Feld ist 3km unterwegs und ich vermisse immer noch Saskia Feige. keine Info. Schade. Sie kann schon „aus der Kalten“ kommen,hat sie bei der Team-WM in Doha bewiesen, ich finde es trotzdem nicht gut, über 6 Monate keinen Wettkampf! Bei 4km beruhigt, aber unter den ersten 40 keine Deutsche… Große Felder, noch keine Vorentscheidung!

* 5km: In 22:06min passiert, guter Angang! 8 Frauen zusammen vorn, Palmisano und Gonzalez dominieren. Als 48. entdecke ich Bianca M. Dittrich, die mit 24:23 ordentlich angeht, wie immer ihr Ziel, unter 1:40h!

* 6km: In 4:25 gleichmäßiges Tempo. Nun diktieren Morejon und Lyra von der starken südamerikanischen Fraktion. 7km: In 4:26min wieder durch Palmisano, jetzt sind es nur noch sieben: Palmisano, Leon, Morejon, Gonzalez, Lyra, Georgie und Bonilla!

* 10km: Ab 8km, 4:24 wird es deutlich schneller, 9km, 4:23 zur Hälfte mit 4:19min zu 44:06min. Georgie muß abreißen lassen! Den 11.km in 4:18 reduziert die Spitze auf 4 Frauen: Leon, Palmisano, Morejon und Gonzalez! 12km wieder in 4:18!

* 12km: Ausscheidungs-WK ist mit den 4:16min durch Leon zu Ende. Nun bringt jeder in der Spitze all das, was er wann und wie wo leisten kann. Das Spitzentrio ist noch zusammen, Gonzalez geschlagen.

* 15km: Das dritte Viertel in 21:23min! Bärenstark, bringt große Zeiten unter 1:30h in die Realität! Auch weiter hinten wird stark gekämpft, bei Stey und Moutard, FRA, geht es um die 1:30h und die Topten von Podebrady 2024!

* 17km: Nach km16 in 4:17 bringt Leon mit 4:15 für den 17.km die Entscheidung! Schon 10s Vorsprung. Weiter großer Kampf, ran gehen, abreißen, wieder ran! 18.km in 4:18 bringt für Leon endgültige Entscheidung mit 16s Vorsprung. Morejon will den 2. Platz, aber Palmisano gibt bis zum Schluß nicht auf!

* 20km: Alle drei noch deutlich unter 1:28h. Kimberly Garcia Leon sogar mit neuem Meetingrekord ( Palmisano, 1:17:42h, 2021 aufgestellt). Die Neunte, Pauline Stey, FRA, geht nach 44:55min zur Hälfte noch unter 1:30h (1:29:49h). Unsere drei Mädels am Start schlagen sich alle gut. Für Bianca geht mit der 1:39:17h endlich ein Traum in Erfüllung. Mal sehen, was noch kommt?

Wir sollten kurz übers Wetter sprechen. Der schnelle Anstieg der Temperaturen und das Ungewohnte für viele Sportler daran, weil nun so plötzlich auftretend, spielt bei vielen Gesamtbewertungen der Leistung auch mit eine Rolle. Um 11.30 bei den 5km herrschten 23 Grad, um 12.50 bei den Frauen waren es 25 Grad, bei den Männern um 15 Uhr schon über 26 Grad, um zum Schluß während der 10km noch bis auf 28 Grad zu steigen.

Also, ihr wißt, ich fehle, aber ich nehme meine Berichterstatter-Pflicht zu diesem wunderbaren Wettkampf in „unserer Nähe“ trotzdem gerne wahr. Es gibt die Rahmen-WK über 3 und 5km zuerst, dann folgten die 20km der Frauen und Männer (WA Gold Level) mit Länderkampfwertung, genau wie bei den abschließenden Wettkämpfen über 10km der U20! Wir beginnen mit dem Rahmen:

Ich berichte leider heute von zu Hause, aus organisatorischen und psychischen Gründen mußte ich leider meinen Start heute absagen. Aber die Tests zu Hause, im Gelände mit ordentlichen Steigerungen beweisen mir ja, organisch ist „eigentlich“ alles in Ordnung… Trotzdem muß ich als ein Risikopatient erst einmal die Meinungen und Zustimmung der Ärzte abwarten. Noch ist kein Schluß! Das beweisen meine beiden Belastungskontrollen vom 23.3. und heute. Viele Grüße, nun vom Schreibtisch, euer UdoBeide Test, bis auf kleine Schwindelgefühle in den ersten 10min am 23.3., völlig in Ordnung und sogar TOP, wenn man diese Daten für die selbe Strecke miteinander vergleicht.

Wir haben nun die GEHSPORTWELT stetig gefüllt, wollen so unbedingt den März noch ordentlich beenden, denn schon sind die ersten Aprilergebnisse da und am Wochenende folgt Podebrady! Also los. Was schaffen wir bis Podebrady garantiert nicht? Das werden Nomi City, JPN und wohl auch die französischen Meisterschaften vom 17.3. sein? Noch 8 Wettkämpfe gesamt warten… Zum „Anfüttern“ für die GEHSPORTWELT hier „BEST OF BEST“ der neu eingestellten 6 Seiten. Vielleicht weckt das euer Interesse noch mehr?Interesse geweckt? Dann gibt es noch mehr dazu in der GEHSPORTWELT! Und hier noch eine kleine Hintergrundinfo zu Valencia. Gefunden in einem australischen Bericht. Die „Zwischenzeiten“ der vier besten Teams in Spanien beim RWMM-Test. Bekanntlich steht die Bestzeit Ecuadors, in Chile aufgestellt, noch immer. Das spanische Siegerteam stand kurz vorm Knacken der 2:56-er Zeit… Doch bei ca.40km ging bei Laura Garcia-Caro etwas die Performence verloren! Es waren nur Sekunden…Wenn man die Teilstrecken der Athleten zusammenfaßt, schneidet für mich Paul McGrath von Spanien B am Besten ab. Ein noch so junger Athlet mit dieser Tempohärte!

Im Übrigen ist vor allem durch die hervorragenden Datensammlung der Australier bei ihren Überprüfungen immer Anfang des Jahres (auch mittels KI) die wahrscheinlich zu Gold reichende Zeit (für Paris!) ermittelt worden. Man spricht von einer Bandbreite zwischen 2:52:30h und 2:55:30h. Über 1 1/2 Minuten mindestens schneller als bisher!

Das letzte große Aufeinandertreffen für die Geher vor ihrer Team-WM in 17 Tagen in Antalya, TUR steht an! Die 92.Auflage des Internationalen Gehen in Podebrady, CZE. Athleten aus 34 Nationen haben gemeldet. Deutschland mit vorne dran. Nur Gastgeber Tschechische Republik, stellt mit 70 der gesamt 339 gemeldeten Aktiven mehr Athleten. Deutschland ist immerhin mit 46 Athleten dabei. Ob wirklich alle Favoriten dann an den Start gehen, ist noch nicht bekannt. Schnell kann man sich auch einen Makel vor Antalya einholen, wie etwa Krankheit, Verletzung, bis hin zu einem schlechten Tag oder sich in hervorragender Form präsentieren und ein Achtungszeichen setzen.Zu bemerken ist vorab auch noch, nicht alle Athleten starten in ihren angestammten Altersklassen. Einige haben noch nicht das Masters-Alter erreicht, dürfen trotzdem als Gast über 5km starten. Oder Athleten versuchen sich schon in der „höheren“ AK, um sich unter Superbedingungen zu testen. Jungen Athleten tut es gut, wenn man kann, so lange wie möglich mit passenden Partnern großer Teilnehmerfelder da „mitzuschwimmen“, die wir über 20km zu sehen bekommen, Männer: 108 Meldungen, Frauen: 74 Meldungen. Im WA Gold Level! Und vielleicht paßt es auch Frederick Weigel, M19, beim Start über 20km? Ansonsten die Favoriten? Wenn sie alle da sind und starten? Schaut in die interessanten Teilnehmerfelder oder laßt euch überraschen. Am Sonntag wissen alle mehr!

Ohne Umschweife würde ich da sofort Spanien nennen, auch wenn nicht immer alles funktioniert. Aber das erfreut mich doch immer wieder, wenn man sieht, mit welchem großem Engagement in vielen Vereinen, vielen Städten fast jeder Region Spaniens am Erfolg und für den Erfolg des Landes überzeugt gearbeitet wird. Gratulation. Hier das Team Spaniens für die Team – WM in Antalya, TUR, bestehend aus 22 Athleten und den 12 offiziellen Vetretern des Landes.