Einige Momente haben wieder meine grundlegend optimistischen Herangehensweisen aufflammen lassen. Der heutige Tag, letzter Tag des kalendarischen Sommers, ist Grund, sich mit dem Herbst zu beschäftigen, der für Geher mit dem bereits 18. Vogtlandgehen am 2. September in Reichenbach beginnt! Ich bin aus persönlichen Gründen nicht dabei. Weiß, es brodelt wieder wegen der möglich späten Bekanntgabe und Organisation der Termine 2024! Ja, es darf nicht wieder vorkommen, Termine und Ausschreibungen für Deutsche Meisterschaften bis zu erst vier Wochen vor den Starts bekanntzugeben oder es gar ausfallen zu lassen…? Wenn man sich einmal richtig mit dem Thema befaßt, sind die noch möglichen Termine doch schnell ersichtlich oder? Schaut mal her:Nun noch die vielleicht zwei, drei Trainingslager (notwendig für den Leistungssport) eingefügt und die noch möglichen Termine stehen doch oder? Erst dann können die Landesverbände richtig mit ihren Planungen loslegen. Wer hindert uns daran, so zu verfahren? Ich habe keine Funktion, bin aber interessiert daran, etwas zu ändern, zum Wohle, zur Planungssicherheit für alle Athleten. Nun sind andere gefragt. Nutzt die Unterlagen ruhig… Fragen kann ich über die Netzwerke vielleicht auch beantworten…

zur pdf —>       2400 Plan 2024 Stand 31.8.

Alle Ergebnisse der WM kommen erst später in die GEHSPORTWELT. Hier gibt es jeweils die 1. Seite der Besten über die 35km. Ich bin immer noch innerlich aufgewühlt, versuche mit Punktevergabe und dem vielen hier Einhämmern der Daten wieder eine klarere Sicht auf die Dinge und nach vorne zu bekommen.

Wird fortgesetzt! (sportploitisch, moralisch)

29. August: Die Zeit des Wundenleckens aller Leichtathletik-Freunde ist vorbei! Nr. 1) Ich werde nicht hier, sondern anschließend komplett die 35km-Ergebnisse, sicherheitshalber als ein Denkmal für alle Ausdauerinteressierte hier veröffentlichen. Nr. 2) „Schonungslos aufgearbeitet“ wird seit Jahren. Nun sollten das Verantwortliche tun oder zurücktreten… Oder…? Zurückgetreten werden. Uns obliegt so doch nur der Blick von unserer Galerie! Nr. 3) Ich habe nur Kenntnis von den Dingen in Thüringen und im Gehen! Da war es wohl nicht am Schlimmsten in der Republik. Warum soll ich also da dann noch „drauf hauen“? Nr. 4) Ich erhielt eine positive Nachricht, die mich wieder aufbaute. Unter Trainer Robert Ihly werden sich Bianca M. Dittrich und Carl Dohmann 2024 auf die 20km konzentrieren. Soll heißen: NICHT AUFHÖREN! Nr. 5) Hauptgrund: Vielleicht gibt es 2025 in Tokyo wieder die 35km? Die WA wäre da nicht dran Schuld, „nur“ das IOC! Schade, solch Reinwaschen wird uns nicht helfen! Nr. 6) Ich muß Nr. 5 dreifach klar widersprechen! a) Aktuell: Wo ist das klare Bekenntnis hier und heute zur WM 2025 mit 35km Gehen? b)Nahe Zukunft: Das Streichen der 35km bei der Team-WM in Antalya 2024 liegt NICHT in der Verantwortung des IOC. Das obliegt einzig und allein der WA! c) Historie: Der Entscheid der IAAF!!, 1976 die durch das IOC nicht geplanten Disziplinen, ua das 50km Gehen als Weltmeisterschaft extern auszutragen, war gut, im Interesse der LA, seiner Athleten. Genau diese Inovation damals führte zu den kollossalen Erlebnissen bis hin zur letzten WM 2023 in Budapest.

Resümee: Ein Blick in die Geschichte hilft oft, die Dinge besser oder überhaupt erst zu verstehen. Damals stand die IAAF hinter allen Athleten in allen Disziplinen, die nicht bei Olympia starten sollten. Insofern ist auch die Aussage, in 40 Jahren erstmals keine WM-Medaille nicht ganz korrekt. Spiegelt nicht die reale Welt wieder. Die ersten Weltmeister in der Leichtathletik gab es 1976! Und die WA gegen das IOC in Schutz zu nehmen, das bringt auch nichts. Nur zur Erinnerung: Im Gegensatz zu den Spielen 1976 war bei den Spielen 2020 das IOC das Fortschrittsorgan! Die 50km scheiterten im IOC letztlich daran, daß die „Männer“ nicht 10 garantierte Plätze über 50km abgeben wollten. Der damalige letzte Kompromiß des IOC !! lautete 50km mit 50 Männern und 30 Frauen. Nur 20 mehr als bis dato üblich! Das wären statt 180 dann 200 Geher gewesen. Aber das akzeptierten die IAAF/WA – Verantwortlichen (Gehsportkommission) nicht. Heute wissen wir nun, der falsche Fortschritt hat bei Olympia gesiegt – Abschaffen der 35km das Teufelswerk, jetzt durch das IOC wegen der 3h-Regel für´s Fernsehen! Im Gegensatz zu den Ereignissen in Bezug auf 1976 wehrt sich die WA aktuell nicht! Sie schützt nicht „seine Athleten“, auch Funktionäre meistens nicht. Ergebnis nun: Durch die Doppelstarts und jetzt diese Staffel braucht man nicht einmal die angestammten 180 Geher! Nein! Denn aktuell läuft so die Tendenz in Richtung 100 Athleten, die Geher! – weit entfernt von den 180 früher. Macht man sich durch falsche Führer auch ein bisschen selbst kaputt? Das Gehen überhaupt?

Entschuldigung, wenn ich nicht sofort die beiden Rennen über 35km darstellen und bewerten kann. Auch als Lokalpatriot aus dem Land, da wo ich wohne. Ich muß das Erlebte erst mal sacken lassen, versuchen, zu begreifen, was Spanien der Sportwelt da im Gehen gezeigt hat! Nur zwei große „M“,

MARIA Perez, 27 und Alvaro MARTIN, 29,

ganz alleine, hieven damit Spanien in der Gesamtwertung der Leichtathletik-WM 2023 in Budapest mit vier Goldmedaillen! nur im Gehen, auf den 2. Platz der Nationenwertung!

* * * * *

Welche Vorahnung! Ich habe ich schon das ganze Jahr intensiv über Spanien berichtet?

Wieder ist eine Woche um! Natürlich sitzen uns die WM – Wettbewerbe über 20km vom Wochenende noch in den Knochen. Darüber steht schon genug überall, auch hier. Eine Analyse der Männer dazu wurde bisher so nicht gefordert. Und selbst gestandene Leute schreiben mir zur Übersicht, verstehe ich nicht. Also, wenn es nicht gewünscht ist, mache ich es nicht und gebe da lieber eine Vorschau auf den großen Tag, 35km Gehen, morgen, 24. August, ohne jedoch diese Anmerkung unbedingt vorher noch loswerden zu müssen. Im Versuch einer Zwischenauswertung des DLV-Verantwortlichen heute begründete der seine Einschätzungen damit, nicht nur auf die fehlenden WM – Medaillen zu schauen, ja, Platz 8, persönliche Bestleistung, Jahresbestleistung zählen (auch), bei einer Wertung.

Ich gehe ähnlich ran, versuche über die Medaillen hinaus, ohne Beschönigung, andere Parameter, wie die Zeit oder Platz 8 es sind, zu bewerten. Diese einzelnen Parameter, alles offen erklärt, summiert ergeben eine neue Punktzahl. Ich darf die Medaillen nicht vergessen, aber sollte andere Gesichtspunkte wie Stand der Entwicklung, Qualität oder Abstand zur eigenen Bestzeit auch berücksichtigen. Das habe ich getan. Und wer die Erklärung unten liest, versteht das auch. Oder läßt es ganz sein. Es ist nur ein Versuch, wie beim DLV, nichts zu beschönigen, sondern „tiefer“ zu hinterfragen und zu werten.

Zum morgigen Tag, einige Daten aus den Startlisten analysiert:

A) Männer: 35km, 49 Athleten aus 26 Ländern,

  • Alter: 28 Athleten davon sind 30 Jahre und älter,
  • 14 davon sind schon Masters, 35 Jahre oder älter,
  • 17 der 49 Starter haben 2023 ihre persönliche Bestzeit aufgestellt,
  • 7 Athleten sind 2023 noch ohne 35km – Zeit,
  • Vom World Ranking, Platz 1-20 sind 18 Athleten vertreten,
  • 3 Athleten sind nicht im World Ranking vertreten,
  • Erwartete Zielzeit der Besten, < 2:30h, von 26 Athleten geschafft!
  • Doppelstarter: 13 Athleten, komplette TOP6 sonst nur hintere Plätze!

B) Frauen: 35km, 47 Athleten aus 22 Ländern,

  • Alter: 25 Athletinnen davon sind 30 Jahre und älter,
  • 12 davon sind schon Masters, 35 Jahre oder älter,
  • 26 der 47 Starterinnen haben 2023 ihre persönliche Bestzeit aufgestellt,
  • 4 Athletinnen sind 2023 noch ohne 35km – Zeit,
  • Vom World Ranking, Platz 1-20 sind 14 Athletinnen vertreten,
  • Erwartete Zielzeit der Besten, < 2:51h, von 19 Athletinnen geschafft!
  • Doppelstarter: 11 Doppelstarterinnen, aus der TOP10 nur 1., 2., 10.,

Ich habe dieses Mal keine Vorauswahl an Favoriten – für beide Wettbewerbe – getroffen. Mein Hauptaugenmerk liegt auf „GENIESSEN“.. (vielleicht zum letzten Mal?) und es ist auf alle Doppelstarter! gerichtet! Bestätigt sich so das Ergebnis der WM aus dem letzten Jahr, „die ganz Guten“ sind in beiden Wettbewerben vorn, da 35km besser (besser als 50km) verkraften werden, einen Doppelstart möglich machen? Immerhin sind 24 Doppelstarter in beiden Wettbewerben, ein Viertel der 96 Starter insgesamt, auf die ich mich alle freue. Besonders auf unsere vier Starter aus Deutschland: Bianca M. Dittrich, Christopher Linke, Karl Junghannß und Carl Dohman. Und ich habe eine Wette laufen: Da Christopher noch besser sein möchte als Fünfter über 20km, ist sein Abstand zu Weltmeister Alvaro Martin geringer als 2 Minuten! Damit kommt er seinem Medaillenziel immer näher!

Bei den Frauen hatte ich mich (gut, ohne Emotionen) vorbereitet. Startliste! Die enthielt schon Alter, absolute Bestzeit, Jahresbestzeit und World Ranking! Gute Vorauswahl. Ich wählte für meine TOP 8 elf Frauen aus, von den insgesamt 19 Frauen, die 2023 schon die Schallmauer 1:30h knackten: Montag, AUS, Hong, Ma, Yang, alle CHN, Perez, ESP, Feige, GER, Ntrismpioti, GRE, Gonzales, MEX sowie Garcia Leon, Inga, beide PER! Meine Quote: 5 Treffer. Nur über meine Nichtwahl von Antonella Palmisano, ITA, ärgerte ich mich. Die Olympiasiegerin hatte 2023 (noch) nicht überzeugt, meldete sich aber nun mit Bronze deutlich zurück! Überraschungen gibt es immer, das ist das Salz in der Suppe. Mit den beiden Südamerikanerinnen hätte man rechnen können. Glenda Morejon, ECU, World Ranking, Nr.17! Sie kam in diesem Jahr mit 1:29:04h zum Höhepunkt, PB: 1:25:29, da hätte man mit neuer SB rechnen können, was mit Platz 6 in 1:27:40h auch geschah. Das sich dann Viviane Lyra, BRA, W30, mit neuer PB 1:28:36h (vorher 1:30:57h) noch in die TOP 8 „schmuggeln“ konnte, ist eine echte Überraschung! Ich bin zufrieden mit meiner Voreinschätzung. Leider hatte ich auch auf Evelyn Inga, PER, dis und Saskia Feige, GER, schon lokalpatriotisch, aber bisher immer zuverlässig und überraschend gesetzt, wurde aber da dieses Mal mit über 6min zum 8.Platz dann doch enttäuscht. Meine Analyse… Hier fasse ich alles zusammen, was ich werte, um Ergebnisse würdig einzuschätzen:* Wie schon angedeutet, es ist ein Versuch! Hintergrund, viele Athleten staunen, vor allem im Internet bei den Männern, wie zB der 11. Francesco Fortunato, ITA, über die Würdigung, Wertung seiner Leistung! Der 29-Jährige wird in 1:19:01 Elfter und… NICHTS! Wie soll man das verkraften?

Bei den Frauen nun vorgewarnt, bohrte ich gleich etwas tiefer! Auch das Abschneiden von Saskia Feige, bisher die Zuverlässigkeit in Person, nahm ich zum Anlaß, genauer zu schauen. Dieses, Kopf hoch, nächstes Mal wird es besser, das hilft niemanden. So habe ich verschiedene Sichten auf das Ergebnis etwas gewichtet, mit dem o.g. Ergebnis… Ich muss sagen, ich bin mit dem Ergebnis so NICHT zufrieden. Es ist mehr als eine Spielerei (zeitaufwändig), aber wenn man Aussagen herausarbeiten will, kann man das nicht einfach in den leeren Raum projizieren, sollte Entwicklung und Leistung würdigen und trotzdem werten (können). Anbei für Interessierte die pdf dazu mit allen Daten: 

pdf-Liste:   —>  230821 WM, 20kmFr, ANA

Sollte ich damit auf Interesse gestoßen sein, gebt mir eine Rückantwort. Dann würde ich diese informative Übersicht auch bei den Männern gestalten. Noch ist bis zum nächsten Höhepunkt genug Zeit. Also, ich freue mich über eine inhaltliche Bewertung eurerseits…

Ach so, was wollte ich eigentlich herausarbeiten? Viel! Vor allem, welche Leistung bringt man denn zum Jahreshöhepunkt, „wo komme man her (von welcher Leistung)„, mit Welt-Ranking, auch mit etwas age grading unserer Punktliste etc.! Schaut zB mal auf für mich wichtige Athletinnen in der Beziehung: die Französinnen, alle drei, ihre Stabilität! oder Vitoria Oliveira, POR, die mit 31 Jahren zur WM in der Hitze Bestzeit geht! Ich kann mich nur tief verneigen. In meiner (Be-) Wertung kommt das schon zum Ausdruck. Aber ich konnte und wollte auf keinen Fall den Wert der Ergebnisse der Besten „mindern“. Hoffentlich seht ihr meinen Versuch als etwas gelungen an…?

Na, na, nicht anzüglich denken! Hier geht es um sportliche Bewertungen der Leistungen. Dazu etwas Analyse! Nicht immer steht (nur) der Sieger im Mittelpunkt. Dies zu ermitteln, zu prüfen, eventuell zu erkennen, das ist bei mir die große Hauptaufgabe meines „Spiels mit den Zahlen“! Auch ein „ZURECHTBIEGEN“ sollte es nicht werden. Ich möchte immer logisch die ermittelten Fakten „HINTERFRAGEN“! Was könnte dafür eine Ursache sein?

1. Eindruck: Beim Vergleich beider Wettbewerbe komme ich nirgends auf das Wetter, die Bedingungen vor Ort etc., sondern auf die „Umkehr“ des strategischen Herangehens der Wettkampfgestaltung! Bei Frauengehen war bisher das Tempo von Anfang an sehr hoch, Ausscheidungsgehen (Russinnen, Chinesinnen), wer am besten oder längsten durchhielt, der gewann. Bei den Männern mußte man die erste Hälfte der 20km zwischen 39:20 und 40:30 „überstehen“, um mit unterschiedlichen Steigerungen, manchmal ab km12, bis erst ab km18, dann alle „Karten vollständig“ aufzudecken, um zu gewinnen.

2. Verlauf: Klar hatten sich schnell 2 Gruppen gebildet. Die Spitzengruppe, dominiert von Weltmeisterin Kimberly Garcia Leon, PER, steuerte mit km – Werten von 4:20 bis 4:29 auf eine Zeit von klar <45min zu (43:43), was sich erst am Ende für die Spitze im Ziel dann als „moderat“ erwies. Diese Taktik nun anwendend bestimmte Antonella Palmisano, ITA, das Geschehen (Ho, die Olympiasiegerin hatte ich nicht auf dem Schirm!) bis km15, deutlich eine Zeit unter 15 x 4:30min anzupeilen. Diese „Vorgabe“, von unter 1:07:30h, erfüllten 17 Athletinnen! Alle anderen hatten keine Chance mehr, die symbolisch wichtigen 1:30h zu knacken, was dann auch 13 Frauen schafften. Bei KM 16 explodierte das Feld, weil Maria Perez, ESP, die spätere Siegerin, ihre KM – Zeit da von 4:30 auf 4:06min steigerte! Nur Jemima Montag, AUS, konnte mit Abstand folgen (4:30 zu 4:10). Was genau so auch auf den nächsten KM passierte und so beiden das Gold bzw. Silber brachte. Den Kampf dahinter um Bronze entschied Antonella Palmisano vor drei Südamerikanerinnen!

3. Wertung: Entscheidend ist, was man aussagen will! Der Stand der Technik läßt heute sehr weitreichende Einschätzungen zu. Bei Bewertungen geht es nicht immer nur um den Sieg. Da braucht sich keine 30. der Welt der Weltspitze stellen. Mit dem Ranking ist eine neue umfassendere Bewertung etabliert worden. Insofern ist die Art und Weise, wie man über Jemima Montag, AUS, berichtete grenzwertig! Sie war und bleibt so wohl mit Silber die Nummer 2 des Rankings 2023 (dazu noch paar Anmerkungen im Abschnitt Medien) oder? In einer gesonderten Tabelle, mit Extrabericht, mache ich einen Vorschlag zur Bewertung bzw. Zeige auf, wie und was ich vor- und nachher bewertete.

4. Medien: Ein leidiges Thema in Kurzfassung! Ich hatte mich für „Aufzeichnung“, später anschauen, bei EUROSPORT entschieden. Im Stadion waren zu dieser Zeit, 7-8.30 noch keine Wettbewerbe zu Gange! Dafür nutzte man nun Werbeblöcke >3min! Die beste Zeit der Übertragung war, als 20min die Kommentatoren ausfielen. Nach 10min kam Andre Höhne, als unser Gehsportspezialist, wieder dazu. Waren die ersten 10min toll, mit dem „Nur“ – Genießen der Bilder, nur Aufregung, weil die mitlaufende Zeit, in Weiß auf Rot so grottenschlecht klein sehr schlecht zu sehen und damit kaum verarbeitbar war, wurden die zweiten 10 Minuten zur Komödie, als sich nach langem Schweigen plötzlich ab und zu Andre meldete. Wohl mehr oder weniger sinnvoll auf Fragen des Moderators antwortete, die das Publikum bekanntlich nicht gehört hatte. Der Spaß, wieder mit Moderator!!, hatte seinen Höhepunkt, als bei KM 17 Maria Perez unsere Saskia Feige überrundete. Um die Schnelligkeit dem Publikum verständlich zu machen, erklärte der Moderator, dieser KM war jetzt in 3:16min. Das ist schon ein ordentliches Tempo, das einige im Laufen nicht schaffen. Keiner widersprach, auch Andre brachte den Moderator nicht hilfreich in die Spur. Zwar gleich doppelt: Denn es waren nicht 3:16min für den KM 17. Es waren 4:09!!! Immer noch ein ordentliches Tempo für „Otto Normalverbraucher“. Auch nicht „nur“ um 1min „versprochen“ (4:09 zu 3:16). Das reichte dann erst mal! Aus diesem Modus kam ich erst wieder raus, als die neue Weltmeisterin den Zielstrich überquerte und mit ihrem Tun, mit dem Teil Medienbericht mich bis zum Heulen erregte! Sehr emotional! Ich werde diesen Wettkampf mit Moderation archivieren! Zu Ergebnissen später bei der Analyse / Auswertung mehr! Hier Auswerten nach Punkttabelle des Deutschen Geherpokal:

War es das? Als ich mich heute früh vor den Fernseher setzte, war plötzlich nichts mehr so, wie geplant! Wegen eines herannahendem Sturmregen! wurde laut Aussagen von Christopher Linke im Net, der das gut darstellte, 15 Minuten vor dem Start das Verlegen des Wettkampfes auf neuem Start 10.50 Uhr festgelegt. Wer sich schon mal 1h richtig für einen wichtigen Wettkampf „warm gemacht“ hat, weiß, was da und dann alles passiert. Christopher hatte das ja alles bei der EM in Berlin mit dem „austretetenden Gas“ schon mal erlebt. Bei dem kurzen Reel brachte er auch locker die Erfahrung eines 35-jährigen gestandenen Mannes rüber. Den Medien gelang das nicht ganz so. ZDF blendete wohl alle 15min ganz kurz ein, was Eurosport ganz vergaß. Und auf der WA-Seite fand ich auch den geänderten Zeitplan noch kurz vor Christophers klarstellenden Reels. Und was man dann 2h später erleben konnte, könnte man getrost „das Gehen der Gehen“ bezeichnen.

Nur, richtig erleben konnte ich es nicht! Das ZDF verfiel wieder in alte Muster, denn das Schuhe zubinden in der Warm-up-Zone beim Hürdenlaufen der Siebenkämpferinnen war wichtiger als der spannende Verlauf. So daß man sich aus etwa maximal 20min gezeigter Bilder einen Reim machen konnte, was so in knapp 80min „auf der Piste“ passierte. Da waren die KM – Zwischenzeiten der WA, zeitnah über ihre Seite, wesentlich interessanter! Auch Andre Höhne trug mit seinen Aussagen zum Gehen als Co-Kommentator nicht dem Verbessern des Niveaus bei (Spitzkehre! Gegenfrage: Wie viele Spitzkehren absolvierte die Rekordhalterin Sabine Zimmer in Hildesheim..?). Höhepunkt waren da Ansätze des Erklärens der „pit lane“, die komischerweise mehrfach als „Kühlbox“ bezeichnet wurde. Erschreckend gar die Art des Zeiteinblendens durch die Beauftragten bei Eurovision. Wie schon geschrieben, die km-Zeiten bei der WA waren da bedeutend besser!

Was könnte nun zum „Rennen der Rennen“ geführt haben? Kommen wir zum echten sportlichen Wert! Hier die Besten nach der Punkttabelle des Deutschen Geherpokal:

Ich habe erst andere Reaktionen abgewartet, um zu schauen, wie dort dieser Wettkampf bewertet wird. War es wirklich „DER WETTKAMPF der WETTKÄMPFE“? Zuerst muss man erst einmal betonen, geschieht die Sicht darauf immer aus einem Zeitfenster! Jede Zeit hatte seine TOP – Wettkämpfe. Was vor meiner Zeit, 1964 bis heute geschah, kann ich nicht durch eigenes Erleben beurteilen. Mein „Einstieg“ in die Mystik des Gehens! ist der Olympiasieg von Christoph Höhne. Daran schließen sich die persönlichen Erlebnisse um Naumburg nahtlos an. Unvergessen bleiben Diniz mit seinem 50km-Erfolg in Zurich und die Spiele 2012, 2016 und 2021 über die 50km! Aber das sind persönliche Empfindungen! Meist von den Mythen überragender Siegen getragen. Der Versuch, möglichst objektiver Kriterien, setzt zumindest das Offenlegen der Kriterien voraus und kann vermitteln, es gibt unterschiedliche Sichtweisen auf die Ereignisse und Wertungen. Siege können nie durch Rekorde übertroffen werden, höchstens aufgewertet. Andere Kriterien, wie Alter, Zuverlässigkeit, Dauer von Spitzenleistungen über x-Jahre sind Zusätze und Möglichkeit, über vielfältige Ansätze an unterschiedliche Ergebnisse zu kommen. Das Beschäftigen damit ist wohl der eigentliche Sinn? Und so versteht man auch,

der Weg ist das Ziel.

Bei der Frauenwertung werde ich sehr konkret in einem Zusatzbeitrag diese, meine Sicht vermitteln. Bei den Männern bin ich mit meiner Bewertung noch nicht durch. Fest steht, diese Breite in der Spitze, 120 Punkte!, in dieser hohen Qualität, das habe ich bewußt so noch nicht erlebt: Weltjahresbestleistung & 6 neue Landesrekorde, die zu den anderen 10 persönlichen Bestleistungen noch hinzugerechnet werden müssen. Neun der TOP 10-Leistungen 2023 stammen hier von Budapest! Ja, 10km-ZZ von 38:37min gab es schon! Nur da ließ das Feld den/die Athleten bis zu 1min ziehen! Das da mit unter 30 Sekunden 13 Athleten folgten und der nicht unerfahrene Ikeda trotz Wahnsinnstempo immer „das Fußabrollen der Meute“ hinter sich hörte, daß läßt immer noch Gändehaut in meinem empfindsamen Körper aufsteigen!

* Letzte Anmerkung (mit Blick nach vorn): Ich freue mich, wenn es am 24.8. über 35km zur Neuauflage des Duells der TEAM-EM 2023 in Podebrady kommt: Dort siegte am 21.5. Alvaro Martin mit neuem Landesrekord von 2:25:35h vor Christopher Linke mit neuem Landesrekord von 2:27:05 = -1:30min! Zur WM in Budapest war der Abstand beider noch 40s über 20km! Was passiert nun nächsten Donnerstag, wenn beide dort starten?

 

Wir beginnen nun mit einem „Feuerwerk“ bester sportlicher Ergebnisse!, die unbedingt noch vor der WM benannt werden müssen. Diese Ergebnisse weltweit fließen erst später, dann weiter vervollständigt nach unseren Prinzipien, in die GEHSPORTWELT ein:

Anmerkung: Pünktlich bis zum Beginn der WM alles ergänzt!

* Zuerst beginnen wir heute mit einem Nachtrag aus Deutschland. Ich hatte genervt vor 14 Tagen die Augen geschlossen, als ich las, bei den Jugendmeisterschaften U16 treten im Gehen keine männlichen Teilnehmer an! Bankrotterklärung oder Realität? In diesen erregtem Zustand waren wohl gleichsam Ohren, Hirn sowie Zunge geraten, auch mein Ein-Finger-Suchsystem verweigerte das Einklopfen von Buchstaben. Bis mir eine milde Stimme per Internet!! mitteilte: „Schau doch mal auf die Leistungen weiblich!“ was ich dann auch tat, aufhorchte und diesen Nachtrag hiermit vollziehe!International, letztes Wochenende!So viel zu uns als Masters bei ihren Vorbereitungen auf Pescara. In aller Munde ist nun allerdings die WM in Budapest. Athleten sind schon angereist. Am 19.8. beginnt die WM mit den 20km der Männer. Dann am Folgetag, immer früh, die 20km der Frauen und am 24. August die 35km der Männer und Frauen. Hoffentlich nicht die letzten..? Außer, nach 2026 werden die 50km wieder eingeführt! Das könnte der einzige erlaubte Grund für das Abschaffen der 35km werden. Wir hatten bereits von den vielen Meisterschaften um den 30.7. herum als Generalprobe berichtet, Portugal fehlt noch. Darüber und von weiteren Ergebnissen in Vorbereitung auf die WM schreiben wir im nächsten Bericht. Besser als hier „unten“ nun weiter zu schreiben…