Aufgrund der aktuellen Meldesituation hat das Org.-Büro die Anmeldefrist um eine Woche verlängert. Wer will, der kann also noch. So wenig Athleten aus Deutschland, einem der Eckpfeiler der internationalen Senioren-Leichtathletik, haben sich noch nie bis zum offiziellen Meldeschluß in die Listen eingetragen. Ganze 62 Teilnehmer! Insgesamt, über alle Disziplinen. So groß waren früher allein die deutschen Teilnehmerzahlen beim Gehen. Als Erinnerung kommt da sofort das gemeinsame Quartier „Youthhotel“ in Linz, organisiert im Namen des Geherteams für fast 50 Aktive, hoch. Das ist über 10 Jahre her. Vielleicht ruht noch die eine oder andere Meldung in der Pipeline? Jedenfalls steht in der offiziellen Meldeliste vom Stand 24.1. mit Uschi Klink, W70, bisher nur eine einzige Geherin aus Deutschland. Bei den Männern – bisher Fehlanzeige…
Es ist hochinteressant und auch etwas traurig, wenn man sich wöchentlich durch die Ergebnislisten der „GEHSPORTWELT“ wühlt, um nach TOP-Leistungen für diese Rubrik auf unserer Seite Ausschau zu halten. Schaut ruhig da mal rein. Gehsportergebnisse der Art in Deutschland (Wettkampf & Teilnehmerzahl) sind selten.
Und wenn man so die florierende Vielfalt der Wettkämpfe und die zahllosen Athleten international richtig gedanklich zu spüren bekommt, merkt man erst, wie schmal Deutschland im Gehsport mit Leistungsgedanken aufgestellt ist. Sowohl, was das Wettkampfsystem angeht, als auch bei der Anzahl der Athleten. Ein Grund, neben vielen hausgebackenen (DLO), traditionellen etc. ist der prinzipielle Ansatz, Gehsportwettbewerbe wegen Desinteresse und Mangel an Teilnehmern aus „normalen“ Wettbewerben, besonders Meisterschaften, auszulagern. So bewegen wir uns auf einem sehr, sehr schmalen Grat…
Für alle Fans: Die schmale Spitze trainiert aktuell in Südafrika. Der Leistungsnachwuchs, konzentriert in der Region Berlin/Brandenburg, hat sich nun letztes Wochenende einem erfolgreichen Leistungstest bei den BBM-Jugendmeisterschaften in der Halle getestet. Nach langer Krankheit meldet sich nun Josephine Grandi in der U17, jetzt für den SC Potsdam startend, zurück. Wir drücken die Daumen. Hervorzuheben ist bei dieser schmalen Breite der Nachwuchs-Spitze die Leistung von Julia Henze, ASV Erfurt, die ja ebenfalls in Potsdam trainiert. Endlich scheint bei ihr der Knoten geplatzt, schöne neue Bestzeit! Danke für die Geduld und Gratulation. Die besten Ergebnisse, siehe oben, findet ihr ganz aktuell hier in der „GEHSPORTWELT“. Schaut euch die Hunderter der letzten Tage an und genießt. Weltweit ist unser Hobby auf dem Vormarsch… in Deutschland? Doch da ist genug gesagt.
(Achtung! Der dem ehemaligen West-Berliner Bürgermeister angelehnte Spruch wurde hier vorbeugend zum Verhindern von Ungereimtheiten gekanzelt) Also weiter im Text: … schaut auf die aktuellen Unterlagen und entscheidet! Wer den Zettel „Sympathisant“ und den Flyer zum Gehsportnetzwerk noch nicht vor sich hat, man kann ihn sich auch hier, auf der (Unter-) Seite: „PLANUNG 2017“ runterladen. Die TOPTEN-Plätze der Sympathisanten vergeben. Die Ersten wollen schon gleich Mitglied sein und werden, fragen gleich nach dem Konto…. Hier geht es auch zum —> SYMPATHISANT
Doch so schnell geht es nun auch wieder nicht, obwohl es schon Freude macht. Vor allem die Sportler, die die zweitbeste Zeit unseres „GEHERPOKAL“ in den Jahren 2002 bis 2009 aktiv mitgemacht haben und zum Teil bis heute noch davon schwärmen, setzen sich voll „DAFÜR“ ein. Vielen Dank. Für uns gilt es aber auch, die „heutige Generation“, die sich zum Teil die Superstimmung und vielen interessanten Wettbewerbe gar nicht vorstellen kann, mitzunehmen. Ja, die „Alten“ werden immer älter. Da sollte der Funke bald überspringen. Auf jeden Fall stimmt der Anfang optimistisch.
Und freuen uns über jeden Neuling oder Rückkehrer auf Asphalt und Tartan. So geschehen am 8. Januar in Rotterdam. Die Aachener Gehsportgruppe fährt regelmäßig zu den nahen Nachbarn. In der „GEHSPORTWELT“ berichteten wir bereits über die besten Ergebnisse der Veranstaltung. Mit Eintreffen des Foto´s wird folgende Info mit Bild belegt und garniert.
Nach weit mehr als drei Jahren Abstinenz (damit zählt er in unserer Statistik als Neuling) ist der 37-jährige Matthias Holtermann (2., von rechts) wieder als Aktiver in den Kreis seiner Mitstreiter von Alemannia Aachen mit überzeugenden 53:57min. für die 10km – Strecke zurückgekehrt. Wir freuen uns. Nach dem erfolgreichen Wiederauftritt von Peter Gaus im Oktober in Andernach schon das zweite große Ding von Doyen Peter Schumm in kurzer Zeit. Wenn die starke Truppe nun wieder gemeinsam bei den Deutschen Meisterschaften antritt, wird es auch wieder bei der Teamwertung interessanter (bei noch sportfreundlicherem Teambilden). Weiterer positiver Streif am Gehsporthimmel unserer Breitengrade.
Am 21. Januar fanden traditionell die Bayerischen Landesmeisterschaften – Halle, in München statt. Sehr gut funktioniert hier schon ein Netzwerk mit gleich drei Informanten! Ganz stark. Das werden bestimmt auch Sympathisanten unserer Aktion, siehe Planung 2017, werden. Wir jedenfalls werden hier dafür unser Bestes tun:
Der Start der Frauen! Und, neue Bayerische Meisterin wird mit Katharina Wax, Niederaichbach, eine U20-Sportlerin.
Es folgte der Start der Männer mit dem nun auch schon „traditionellen“ Meister Andreas Janker, LG Röthenbach/Pegnitz.
Auch dieses Siegerpodest wollen wir euch nicht vorenthalten. Die sportlich besten Ergebnisse findet ihr dann heute Abend hier in der „GEHSPORTWELT“. Wir hoffen, bis Mitternacht diese Unterseite mit vielen neuen TOP-Ergebnissen aufgefrischt zu haben. Bleibt weiter schön neugierig. Das spornt an…
Diese Woche in Weimar gefunden, tolles Bild von Rechenkünsten in der heutigen Zeit:
Hier scheint man bestimmt frei nach dem Motto: 1 + 0,5 = 1,8 zu arbeiten oder? Anders herum gefragt, kosten dann 2kg 14,50 Euro? Das wollte ich wissen. War so nett und kaufte dort sogar eine Stolle mit dem freundlichen Hinweis auf das kleine Malheur beim Rechnen. Aber keine positive Reaktion! Weit gefehlt. Hilfe nicht notwendig! Antwort der Angestellten: „Ich mache immer nur das, was die Chefin sagt!“ Und auch meine Bitte, es dann doch der Chefin freundlich auszurichten, verneinte sie. Wie weit sind wir nur gekommen? Wenn wir schon am rabattierten Stollenverkauf scheitern…
Zum Spruch der Woche: Immer wieder trifft Veit Lindau die Sache auf den Punkt. Der Kalender scheint, für mich gemacht:
„Wenn du entscheidend mehr Glück und Erfolg in deinem Leben manifestieren möchtest, musst du so verrückt sein, dein Selbstbild infrage zu stellen. Es ist dein stärkstes inneres Programm, das direkt beeinflusst, was du erreichen kannst.“
Ein Geher wird Welt-Seniorensportler des Jahres 2016. Der 70-jährige Andrew Jamieson, Australien, hat die Leichtathletik-Welt im letzten Jahr besonders überzeugt. Das sind seine erreichten Bestleistungen 2016 – mit dabei, gleich drei Weltrekorde!
Zu den Senioren-Weltmeisterschaften in Perth trat er in Top-Form an, gewann alle drei Einzelstrecken, dabei die 5000m mit Weltrekord – siehe oben. Fünf Tage später, unter nicht einfachen Bedingungen, verfehlte er seinen eigenen Weltrekord nur knapp um 20 Sekunden.
Weitere fünf Tage später gab es bei Hitze noch einmal Gold für 2:01h über 20km. Dafür unseren allerhöchsten Respekt. In Gedanken verbeugen wir uns so tief, wie wir können…
Mit Ines Henriques, 36 Jahre, betrittt heute eine aktuell erfolgreiche Spitzenathletin die 50km Gehen-Bühne der Frauen. Die Portugiesin versucht den Weltrekord der jüngsten offiziellen IAAF-Wettkampfdisziplin in die richtige Perspektive zu rücken. Ja, auf dieser Strecke locken zukünftig auch Medaillen. Rekorde sind jetzt schon möglich. Hier der aktuelle Stand:
GESCHAFFT! 4:08 h
Mit einem treuen Begleiter, Gregorio Angelini, Italien, schaffte die erfahrene und seit über 10 Jahren zuverlässig in der Weltspitze der Frauen mit agierende 36-jährige Portugiesin Ines Henriques einen neuen Weltrekord der Frauen über 50km. Die neue Bestmarke heißt 4:08:26h und ist längst nicht das „Ende der Fahnenstange“ bei den Frauen. Auf unserer Qualitätsskala rangiert die neue TOP-Leistung bei 122 Punkten. In absehbarer Zeit wird sich die Weltbestmarke der Frauen an die 4h glatt heranpirschen (127 Punkte). Unsere aktuelle Punktliste endet über 50km wie folgt: 129 Punkte gibt es für Männer bei 3:29h und Frauen bei 3:57h. Alles eine Frage der Zeit. Die Portugiesin war mit ihrer Leistung nicht 100% zufrieden. Hatte sie doch eine Zeit von unter 4:06h angepeilt. das war so etwas wie die „Vorgabe der IAAF“ und soll „Norm“ und Richtleistung für die WM in London sein oder werden… Abwarten! Ines hielt ihr Vorhaben auch treu und brav weitgehend ein, Zwischenzeiten je 5km: 24:52, 49:19, 1:13:40, 1:37:57, 2:02:07, 2:26:10, 2:50:09, 3:14:19 bei 40km! Nur nach 3:39:27 bei km 45 ging ihr die Puste aus, nur „28:59“ für den letzten Fünfer kosteten ihr an diesem Tag schon eine Zeit unter diese 4:06h. Die besten Ergebnisse von Porto de Mos findet ihr ab Montag nachmittag in der „Gehsportwelt“ hier…
Wo gibt es aktuell die vielen, noch vor gar nicht langer Zeit! geäußerten, pessimistischen Stimmen und die Unkenrufe zum Gehen? Abgetaucht! Weltweit befindet sich das Gehen auf dem Vormarsch. Hoffentlich begreifen das alle Länder und vor allem die irgendwie damit verbandelten Personen auch bald? Wir wünschen es uns.
Unser Gast, Steffen Borsch, SV Halle, mit 13:21, M40 und Jan Stramka, Erfurter LAC, für 13:35 in der M U18 schafften über die 3000m bei den Thüringer Meisterschaften im Gehen die Hunderter-Marke zu knacken. Hier alle Ergebnisse des 14.1. in alter „Schnipselmanier“ zusammengafaßt für alle Interessenten zum Einsehen: —> 170114 Erfurt
Die gute Präsentation zetzte sich auch am nächsten Tag bei den „Kleinen“ und ihrem „Bambino-Sportfest“ fort.
Die heutige Generation kann mit dem Namen Horst Astroth wohl kaum etwas anfangen? Um ihn richtig einzuordnen, kann man, kurz zusammengefaßt, heute sagen, ohne Horst Astroth hätte es nicht diese Entwicklung von Naumburg zum (ehemaligen) Gehsport-Mekka gegeben. (Anmerkung: Naumburg wurde als beste Gehsportveranstaltung ausgezeichnet, war jahrelang im absoluten Vorderfeld dieser IAAF-Einschätzung, durfte dadurch 2004 auch erfolgreich den Weltcup der Geher durchführen).
Naumburgs Entwicklung zur Geherstadt begann in den 50-er Jahren des letzten Jahrhunderts. So taucht in der komplexen Übersicht der Historie des Internationalen Gehens sofort der Name Horst Astroth auf. Aktiv u.a. als Mitglied damaliger DDR – Nationalmannschaften (eingesetzt über die längeren Strecken) im Zeitraum 1955 – 1960. Hier der Anfang der erwähnten Niederschrift:
Und trotz des Anlasses – ja, wir erinnern uns – möchten wir uns etwas ungewöhnlich mit seinem Spitznamen von Horst verabschieden, aber die verbliebenen alten Strategen werden das sofort verstehen:
Mach´s gut: „GEILHUBER“
Bei allem Ernst, auch dem Ernst, mit dem man zu der Zeit begann, den Leistungssport zu betreiben, spielte der Humor gerade bei den Gehern dieser Generation eine große Rolle.
So war Max Weber der „KERNIGER 1“ und OS-Medaillen-Gewinner Dieter Lindner, der Dritte hier auf dem Bild ist der „SCHLAICHINGER“. Für ihn gibt es am 18. Januar das nächste großen Ereignis. Da wird der erste olympische Medaillengewinner Deutschlands im Gehen über aktuelle olympische Distanzen 80 Jahre. Auch ein Moment zum innehalten.



