* Mit Rumburk und Wien in der Runde G ergibt sich nun folgender neuer Zwischenstand:
* Wir vervollständigen den Beitrag noch mit den vollständigen Rundenergebnissen. Habt noch etwas Geduld:
* Die Ergebnisse und viel Drum und dran liegt mir nun vor. Ich bin gerade fertig mit dem Ausdrucken, meinem Punkten und aus dem Wust vieler Informationen einige wenige Dinge druckreif aufzuarbeiten. Der Rahmen für den Auftakt der Austrian Sport Finals war für die Geher auf der Prater Hauptallee ideal. Das Team des WLV um Alexander Maier und Gehsportreferentin Gabi Schwarz kann sich zufrieden zurücklehnen!
* Und „alle Welt berichtete“, vom Österreichischen Olympischen Komitee angefangen, gefördert von den Österreichische Lotterien im „Olympischen Ge(h)nerationenduell“ vom Treff und dem Gehen der 77-jährigen Legende Johann Siegele, der sich diesen Traum vor 46 Jahren schon erfüllt hatte und Theresia Mohr, die als Fernziel Los Angeles 2028 sieht! Beide nun zusammen auf der Prater-Allee und dann zur großen Siegerehrung vor dieser schönen Kulisse des Wiener Rathauses! Puh! Ja! Das nationale olympische Komitee hatte Jahrzehnte nicht über Gehen berichtet, genau wie alle Aufmachungen des Verbandes, die
seit über 30 Jahren keine Zeile mehr zum Gehen geschrieben hatten. Bleibt da noch die liebe „Kronen-Zeitung“! Dort weiß Olaf Brockmann ganz genau Bescheid. Letzte Berichte über Viera Toporek Anfang der Neunziger Jahre! Und nun wieder ein sich entwickelnder Hype um Emma Theresia Mohr, qualifiziert für die LA EM 2026 in Birmingham und ihre chaotische Anreise wegen Annullieren ihres Fluges und der folgenden Nachtfahrt mit der Schwester nach Wien. Mit dem Ergebnis: Ihr erster Staatsmeistertitel! Der Hype kann weiter gehen! Fast grandios die Antwort an die Drittplatzierte, Kathrin Schulze, was heute ihr Ziel war: „Ich wollte heute kontrolliert gehen und Kylie zur Bestzeit verhelfen!“ Sie löste sich erst kurz vor Schluß von ihr. So können die Geschichten und der Hype um sie weiter gehen…
* Zusammenfassend könnte man eine schon fast unheimliche Medienpräsenz erfahren und erleben! Die Leser dieser Seite sind gewohnt, immer beide Seiten einer Medaille zusehen. Was wir natürlich auch heute tun, ehe wir, so wie gewohnt, die besten Leistungen der Veranstaltung nach unserer Punkttabelle bewerten. Neben dem erfreulich vielen Licht auf Wien und sein Gehen ergeben sich Fragen. An erster Stelle geht es um Theresia! Wie nun weiter? Läßt man ihr genug „Luft zum Atmen“ oder beginnt sie, unter Druck zu setzen. Womit ist man in Birmingham, bei ihrem ersten großen Auftritt zufrieden? TOPTEN? Zu weit Zukunft?
* Was ist nun mit Wien? Ist man sich bewußt, dieser Hype ähnelt einem „Ritt auf einer Rasierklinge!“ Beginnen wir bei den Teilnehmern. Ganze 28 Teilnehmer sind die Basis für den Hype. Mit Johann Siegeles Leistung, extra Hype, sind 19 Leistungen überregional berichtenswert. 11 Österreichische Leistungen! 8 Leistungen kommen davon aus GER, CZE, TUR, ESP! Verdammt dünnes Eis (Komplett, siehe Übersicht unten)! Logisch, Wenn man als einzige LA – Disziplin zum großen Finale in Wien antreten darf, kann man nicht noch Forderungen stellen. Aber hätte man nicht noch eine Form finden können, auch diese Präsens der Ausländer zu würdigen? Und sei es nur als Statisten, Klatscher oder etwas Ähnliches? Auf die Idee kam man nicht. So wurde wieder eine Chance für echte Verständigung und Freundschaften verpaßt! Ich merke es schon an Reaktionen. Das ist doch der Sinn von „SPIELEN“! Denken wir nur an die Anfänge. Und zwei Gehrichter aus Deutschland. Das dürfen wir auch auf keinen Fall vergessen. Abschließend die Besten:
* Wer glaubt, nur bei großen internationalen Sportereignissen kann man persönlich Höhepunkte erleben, der kann sich auch mal irren. Am letzten Tag des Wonnemonats Mai konnte man gleich mehrerer Ereignisse bei einem kleinen traditionellen Sportfest mit eigenen Augen erleben, wenn man es denn wollte. Bei diesem Sportfest stand das Gehen gleich mehrfach im Mittelpunkt des Geschehens. Dazu nur drei Beispiele:
* 1) Organisation/“Rote Karten“ und Disqualifikationen: 2025 wunderte man sich in Zittau, ein „System“ kann den gesamten, intensiven Aufwand, um Gehsportergebnisse überhaupt erst zu ermöglichen, mit einfachen Mitteln und auch für 100 Teilnehmer gleichzeitig bewältigen! Entwickelt von einem Deutschen! Der allen bekannte Gehrichter und ehemalige Aktive Kilian Wenzel hat es entwickelt. Es ist einfach mit Smartphone zu bedienen und kostenlos! Und weil Zittau auch irgendwie mit Rumburk zusammen geht, zwinker, zwinker! gab es nun die tschechische Premiere in tschechisch. Es wurde auch schon in Warschau getestet und kommende Woche in Borsky Mikulas, SVK! In Zittau zum Jahresende wird dann alles OFFIZIELL! Ende der Probephase! Und wir waren dabei!
* 2) Sportlicher Höhepunkt: Zweifelsohne war das der Europarekord des in wenigen Wochen 55 Jahre alt werdenden Rudolf Cogan vom AC TJ Jicin in der Form seines Lebens. Herbst letzten Jahres wie Phönix aus der Asche erschienen! Immer besser werdenden Zeiten, andere fanatisch berauscht, wagte er sich in die Königsklasse der Masters, der Jagd nach Rekorden. Der Doppelsieg der Tschechen in der M50 zur Hallen-EM in Torun war also weder Zufall noch Eintagsfliege! Perfekt vorbereitet, wohl wissend, Fenster können sich öffnen und auch schnell schließen, schritt man in Rumburk zur Tat. Die Rumburker halfen, wo sie konnten. Bis hin zum Pacemaker! Die Rolle übernahm der junge 18-jährige Vojtech Vejvancicky. In Reserve ging Stanislaw Borrissow, M35, mit, der in 22:22,47min Zweiter wurde. Um ALLEN REGELN zu entsprechen, ging Vojtech bis ins Ziel, die Anerkennung als Rekord nicht gefährdend. Allerdings mit „Handbremse“. Bis 3000m hatte er (in ca. 12:50min das Tempodiktat mit 10s plus stark realisiert), um sich dann zu „schonen“! Nächste Woche wartet auf ihn in Ratibor/Polen der große Sechs-Länderkampf der U20 (CZE, CRO, HUN, POL, SVK, UKR). Sein Höhepunkt!
* 3) Mit dem 1/2-Stunde-Paargehen erfolgte ein weiterer Höhepunkt. Da alles dazu nun sehr speziell wird, hier nur die Übergabezeiten der 10 Staffeln. Spannend war für mich, mit der Übergabe des Staffelstabes erfolgte gleichzeitig die Chip-Übergabe, so daß alles zu echten Zeiten wurde, die es auch sind! Perfekt! Wir möchten hier nur allgemein noch hinzufügen: Besonders für junge Athleten, Einsteiger und „wilde Starter“ ist das eine 1/2- Stunden-Paargehen eine sehr, sehr harte Lektion zum/über das Tempogehen! Es führt, richtig temperiert zu anspruchvollstem Tempo-Training, bei dem die letzten Reste von dem Körper innewohnenden Kräfte mobilisiert werden können. Ob technisch zögerlich, mit mehr oder weniger Selbstbewußtsein, wild mit Ressourcen umgehend oder taktisch variierend! Es ist und bleibt ein beliebtes Trainingsmittel in den Kategorien hoch geliebt bis abgrundtief gehaßt! Bleibt bitte weiter dazu nicht verstörend!
* Gespickt mit Gefühlen, die auf jeden Fall bei der Masse der Top – Ergebnisse und der „Normalität“ wie sie zu diesen Großereignissen zustande kommen, beeindruckend sind (unterschiedliche Eindrücke hinterlassend). Wir konzentrieren uns auf die Ergebnisse!
* Zuerst fällt auf: Hurra, zwei deutsche Geher sind dabei. Mit seiner Zeit unter 40min und dem 6. Platz ist Karl Junghannß einmal wieder in der Weltspitze angekommen! Deutlich die Spitze mitbestimmend, behielt er mit nur 10s Rückstand bis km8 die Spitze immer deutlich in seinem Blickfeld nach vorn. Und nach hinten hielt er Stano, ITA und Carrera, ESP, klar auf Distanz. Beim 2. Starter, Leo Köpp, entstand für mich auch aufgrund der
Zwischenzeiten der Eindruck, Leo startete diesen Wettkampf aus vollem Training, ohne spezielle Vorbereitung. Und das mit klarer Absicht, sich zu testen, was passiert? Denn seine 2. Hälfte der „nur“ 10km brachte ihm einen wohl nicht beabsichtigten Abfall um ungewohnte 40s auf den zweiten 5km! Vorn war der wiederholte Sieger 2026 immer im Bilde! Erst nach 8km machte er ernst und siegte deutlich.
* Den Wettbewerb der Frauen bestimmte wieder Südamerika! Mit Alegna Gonzalez, MEX und Evelyn Inga, PER! Ansonsten hatte ich ein deutlich stärkeres Frauenfeld erwartet. Protokoll wurde wieder „privat“, nicht durch „Verbands-Software“ erstellt. Die Jahrgänge mußte ich mir ALLE WIEDER MÜHSAM zusammenklauben. Besonders „spannend“ die 5km mit 6 Kategorien: M/W mit U20, U18 und „Abierta“, offen Erwachsene! Deswegen
könnte mir vielleicht ein Master „entgangen“ sein. Yeray Hernan und Juan M. de Lucas konnte ich finden. Auch die Qualität der 3 und 2km mit M/W U16 bis U12 ist hier für Vergleiche zumindest mit aufgeführt. Spannend, hier zählt in Spanien wohl sehr die allgemeine, vielfältige Ausbildung. Denn die Leistungen scheinen nicht durch Vorgriffe der Trainingsmittel entstanden. Gut, Eindrücke können auch trügen.