Im Telegramm am Montag wurden die viele interessanten Leistungen von Kobe, JPN, Siaulia, LTU, Ancona, ITA, Wien, AUT und Amsterdam, NED, schon erwähnt, die Top-Leistungen stehen in der GEHSPORTWELT. Trotzdem bleibt Raum für das traditionelle Mi zu Mi, was wir natürlich auch gerne füllen. Mit „Nach-Haken“ und mit Neuem (dabei fällt es schwer, sich nur auf 1-2 interessante Sequenzen zu konzentrieren und mit nur wenigen Sätzen hier einzustellen, glaubt mir das!):

Zu den Japanischen Meisterschaften 20km in Kobe müssen wir unbedingt nachhaken.Hochwahrscheinlich die Kandidaten und Mitfavoriten, die im Gastgeberland Japan auf den wohl letzten Olympiasieger über 20km Gehen vorbereitet werden, um möglichst dieses Gold im eigenen Land zu behalten. Die Wahrscheinlichkeit daür hoch und die Namen bekannt. Auch für Leute, die sich nicht jede Woche mit Gehen beschäftigen. Die „Jungen Wilden“ dort haben sich bei dem hohen Niveau (noch) nicht ganz nach vorn arbeiten können. Ein Wahnsinn an Qualität und Leistungsdichte! Der gute „alte“ Takayuki Tanii wird nun, wenn überhaupt, sein Heil in den 50km sehen (müssen), trotz sehr guter Zeit über 20km „nur“ Zwölfter! War das jetzt wirklich sein Abschied? Ein japanischer „Pionier“, der zur WM in Peking für sein Land aufs Podest stieg! Welches Land hat DAS ALLES noch zu bieten? Wir haben das Original – Protokoll durchstöbert. 318 Teilnehmer real, 295 Finisher, 12 Disqualifikationen, 11 Aufgaben, alles „normal“. Was begeistert, das ist die gewollte, zugelassene und geförderte Breite! 110 Teilnehmer schaffen die 100 und mehr Punkte! Das entspricht 36%! Über 20km der Männer: 99 Teilnehmer mit 86 Finishern, davon 51 Teilnehmer mt 100 und mehr Punkten = <1:29:30h! Da macht Gehen Spaß! (Foto, Siegerpodeste: JAAF, Montage O Marchador):190217 Kobe, Top8, JAAF, Montage, OMarchador

Die Tendenz bei den Frauen aufsteigend, ebenfalls, bisher noch nicht ganz in der absoluten Weltspitze angekommen. Mal sehen, was allen nun Tokio 2020 bringt?

Ideale Bedingungen begünstigten das Event. 8 – 10 Grad und 73% Luftfeuchtigkeit.

Der Versuch einer Überleitung zum nächsten Thema.

Da ist es weiterhin schwierig, über die Suspendierung Rußlands in der Leichtathletik zu schreiben, einschließlich der komischen „ANA“. Für unbedingte Verfolgung, ja! Für möglichst hohe („gerechte“) Strafen aller Sünder, ja! Ansonsten bleibt mir Staatsdoping schleierhaft, das kommt bei mir noch schlechter an als der „alte Klassenkampf“ im Stadionrund. Den Begriff SYSTEMISCHES DOPING finde ich besser, treffender, gerechter! Und der trifft eindeuting in der Leichtathletik nicht nur Rußland, einschließlich der komischen „ANA“! Bei der Stärke der Nation, auch gerade im Gehen, sollte man sich mit dem Gehsport im Land beschäftigen. Und sehen, wo kommen diese „Typen“ her? Welches Training absolvieren sie, was gehen sie (noch ungedopt) mit 12 bis 14 Jahren? Oder wird das da auch schon im Generalverdacht unterstellt? Wie man das immer noch mit den russischen Masters im Gleichklang mit der IAAF bei der WMA macht. Hoffentlich siegen die aktuell neuen Ideen bei der WMA, damit ich mich wieder offiziell mit meinen russischen Freunden sportlich messen kann. Zurück zum Sport.

Die Wintermeisterschaften der Geher in Sotschi haben Tradition, werden durch die (Teil-) Suspendierung weiterhin aufgewertet. Die Gebiete und Teilrepubliken werden wie Länder behandelt und so be- und gewertet, die Top-Ergebnisse in der GEHSPORTWELT gelistet. Bei den Frauen 20km immer noch kein offizielles Blatt im Protokoll zu finden. Man ist bemüht, in keine Fettnäpfchen zu treten. Voriges Jahr ging Lashmanova dort schon unter 1:24h und eine Weltrekord-Anerkennung „scheiterte“ da im Nachgang zum Glück für alle an den notwendigen drei internationalen Gehrichtern! Dieses Jahr auch? Die 1:24:31h von Yelena Lashmanova, jetzt schreiben wir sie auch wieder voll aus (Lebe geht weiter) sind 7 Sekunden unter Weltrekord. So stehen in der Gehsportwelt nur die besten drei Frauen. Mehr ist nicht bekannt. Aber so sind es schon VIELE GENUG! Was die Athleten „en Masse“ auf das Formel 1 – Rund von Sotschi zauberten, ist phänomenal.190216 SotschiWie damit umgehen? Wie werten? Verschweigen ist keine Lösung! Also schauen wir drauf, vergessen nicht, in welchem Alter wer schon was und welche Strecke gehen kann (warum, das schauen wir nicht) und haben da folgende wichtige Erkenntnisse gezogen: 1) Beeindruckend die Systematik und Vielfalt! 2) Konsequente Durchlaßfähigkeit bei Talenten in den AK nach „oben“ (wohl auch taktisch wegen Punkten und Förderung des Stützpunktes, nicht nur des Talents)  3) Die beeindruckend geringen Abstände bei den Siegerzeiten männlich / weiblich auf allen Strecken:

10km:   Mä:      40:31min    Fr:     45:00min   Diff.:   4:29min.

20km:   Mä:    1:18:32h        Fr:    1:24:31h       Diff.:    5:59min.

35km:   Mä:    2:31:03h        Fr:   2:38:24h       Diff.:    7:21min.

4) Die Entwicklung WEIBLICH in Hinblick auf die 50km sprengt dabei die Dimensionen der angedachten und bisher auch durchgeführten Methoden! Schon die Entwicklung des Weltrekordes über Ana Cabecinha und Liang Rui auf 4:04h war in der kurzen Zeit beeindruckend! Klawdija Afanasjewa rauschte mit TOPZEIT 1:29:40h bei 20km durch die Zwischenzeitschranke! Endzeit dann, 35km: 2:38:24. Ab km15 auch die 20km berechnet, kommt Klawdija auf beeindruckende 1:31:04h! Überall auf der Welt eine TOP- 20km-Leistung. Kaum Tempoabfall. Somit ist einer neuen Weltrekord-Zeit Frauen 50km von deutlich unter 4h „Tür und Tor geöffnet“!

Mi zu Mi geht langsam zu Ende. Freunde der EUROPA-Challenge 2019 sind wieder etwas zu kurz gekommen. Wir behandeln das Thema lieber extra. Und vor dem Mühltalgehen 2019, wenn ab 16./17. März dann in Europa überall die neue Freiluftsaison mit großen Events beginnt, gibt es auch den ersten Zwischenstand der EUCH19. Versprochen.

Die ersten Daten sind gesammelt und sortiert. Das Fest in Kobe, Japan, zu den 102. Nationalen Meisterschaften 20km, hielt, was es versprach. Über 20km 86 Finisher männlich (plus 4x dis, 9x auf) und 40 Finisher weiblich (plus je 1x dis, auf) bei zwei starken Gästen aus China und Hongkong. Liu Hong ist wieder da, bestätigte ihre Ausnahmefähigkeiten mit 1:27:56h, die sie auch der japanischen Meisterin Kumiko Okada, 1:28:26h, mit zu verdanken hatte (beide vorn, siehe Foto, Marcia dal mondo). Bei den Männern siegt Eiki Takahashi mit 1s vor Koki Ikeda, 1:18h zu 1:18:01h!190217 Kobe, Li HongBrigita Virbalyte und Marius Ziukas sind in Litauen rechtzeitig zu den Meisterschaften, Halle, 14./15.2. aus Australien mit guter Form zurück. Marius gewinnt in 19:44,37min die 5000m und Brigita schafft mit 12:13,31min JWBL über 3000m in der renovierten Halle von Siauliai, Litauen.

In Ancona, Italien, standen vom 15.-17.2. die Nationalen Meisterschaften Italiens an. Antonella Palmisano gewinnt bei den Frauen mit 12:23,15min. Kleines Malheur bei den Männern, nur 5 Starter, 2 Disqualifikationen! Es siegt Francesco Fortunato in starken 18:47,63min deutlich vor Andrea Agrusti, 19:36,34min.

Über unsere Challenge-Wettbewerbe wie jetzt in Wien und Amsterdam werden wir noch gesondert berichten. In dieses Telegramm gehört jedoch unbedingt: Starke Leistungen von Rick Liesting und Remco de Bruin über 30km in Amsterdam. Rick 2:20:26h, M42 = 113 Punkte, Remco 2:39:31h, M55 = 111Punkte. Fünf Deutsche verstärkten die Teilnehmerfelder erfolgreich.

Mehr als 40 Teilnehmer umfaßt alleine die Liste von Franz Kropik mit den Teilnehmern am Internationalen Wiener Hallenpokal 2019. Eine Besonderheit. Die Wertung ergibt sich aus den extra ausgetragenen Meisterschafts-Wettkämpfen und einem während der Meisterschaft durchgeführten Extra-Wettkampf! Respekt! Beste Leistung! Sie geht nach Brno! Tomas Hlavenka, M42, siegt in starken 12:54,5min und bringt auch als Einziger über 100 Punkte. Schnellste der Frauen war Kathrin Schulze, AUT/GER, Innsbruck/Erfurt mit 15:07,9min.! Die meisten Punkte weiblich eroberte aber Katalin Bodorkos-Horvath, Ungarn, mit ihren 15:38min in der W52 und dafür 94 Punkten.

Mi zu Mi, dauert noch etwas, es wird wohl erst heute, Donnerstag, beendet werden können? Fertig ist unsere Nr. 3 in der Statistik, der Gehsport-Hitparade von 2018,  bei der wir uns mit den deutschen Masters beschäftigen:1812 GSW Beste Leistungen, Masters, Germany 100PDen TOP-Leistungen, als 3.1. folgt nun die Aufstellung der TOP-Athleten, als 3.2.:1812 GSW Beste Masters, Germany 88PWir sind uns wohl bewußt, es gibt viele Anschauungs- und Bewertungsmöglichkeiten. Der Steffen Borsch-Schau mit „den weiteren Beteiligungen“ beim Leistungs-Check folgt die Athleten-Übersicht. Dabei wird nur die beste Leistung eines Athleten berücksichtigt. Da es nach Punkten geht, rücken bestimmte Leistungen in den Vordergrund. Schon kann über die Punktliste debattiert werden. Vergleiche 1000m zu 20km hinken? Irgendwer wird „benachteiligt“? Warum sind (die meisten) Altmeister über die Langstrecke besser? Werden die (alte Meister oder lange Strecken) bevorzugt etc.? Liebe Leute, es ist EIN Vergleich. Wenn ihr wollt gibt es gerne eine TOP10 nach Altersklassen oder eine TOP10 nach Strecken…? Alles möglich. Wie Ihr wollt. Ihr entscheidet. Hier ist mein Beitrag dafür (…wissend, z.B. hinter meiner 1000m-Leistung, 91 Punkte, stecken 110% Einsatz, die „begleitet“ werden von vielen Leistungen um 90 bis 88 Punkte…! Also, was soll es?).

Wir haben den ALLTAG wieder! Nicht er uns. Der Gehsportalltag mit der Repräsentanz der TOP-Leistungen in der GEHSPORTWELT, die wie immer bis zum Mittwoch auf den neuesten Stand gebracht werden. Sportlich ein höchst interessantes, tolles Gehsport-Wochenende! Womit anfangen?

Natürlich mit den Ozeanien-Meisterschaften 2019 am 10. 2. in Adelaide! Was war wohl190210 Adelaide die beeindruckendeste Leistung? Logisch! Die 1:29:25h einer noch 18-Jährigen bei ihrem ersten Wettkampf auf der Distanz überhaupt!

KATIE HAYWARD

Erst im Juli wird sie 19 Jahre und steht nun bereits dem 3. Platz der ewigen australischen Bestenliste. Das ist ganz stark. Und mit ihrer Top-Leistung in so frühem Alter erinnert sie sehr an die ganz junge Anezka Drahotova. Mal sehen, was noch daraus wird?

Zum Foto (VWRC): Katie Hayward, versteckt hinter Jemima Montag, weitere sehr junge Athletin Australiens, die mit 1:30:51h Dritte in persönlicher Bestzeit wird. Rechts die Siegerin aus Columbien: Sandra Lorenas.190209 Supernova-TnAbschlußfoto des Trainings- und Studienlagers in Canberra, auf nach Adelaide zum ersten großen Wettkampf!

Sechs Hunderter bei den Hallenmeisterschaften Griechenlands in Piräus. Auch Alexandros Papamichael, M31, schafft es deutlich unter 20min.

Tom Bosworth schafft bei den britischen Hallenmeisterschaften in Birmingham sogar 111 Punkte für 19:22,56min bei seinem deutlichen Sieg. Sehr risikofreundliche Briten trafen aber auch Gehrichter, die nicht spaßten. 17 Teilnehmer m/w und 7 Disqualifikationen! Der international für Portugal startende Francisco Reis, M59!!, wurde dadurch starker Sechster in 25:21,39min und PB in seiner aktuellen AK!

Auch hochinteressant und spannend die traditionellen Gehwettbewerbe bei den190909 Millrose Games 112. Millrose- Games in New York über 1 Mile! Bei den Frauen spannend bis auf die Ziellinie, wo 17 Hundertstel über den Sieg von Taylor Ewert über Rachel Seaman entschieden.

In Portugal setzten sich in der Hallevon Pombal mit Ana Cabecinha, 12:49,80min und Joao Vieira, 19:47,36min erfahrungsgemäß wieder sehr erfahrene Athleten gegen die junge Garde durch. Achtungszeichen: Dem 51-jährigen Pedro Martins gelangen 23:32min und ein 9.Platz. Stark.

Stark auch die Senioren in Spanien. Bei Meisterschaften des Landes über 50km, U20, U16 und für Masters! Eine interessante Kombination! Gehsportlegende Jesus Angel Garcia Bragado war da! Aber nicht bei den Masters. Er wird seine leistungssportlichePerianez Spitzenkarriere wohl bis über das Vollenden seines 50. Lebensjahres, am 17.10. 2019 hinausziehen, um als Schnellster 50-ger in die Gehsportgeschichte einzugehen. Zum Sieg von Marc Tur fehlten ihm am Sonntag in El Vendrell bei seinem 3.Platz nur 2 1/2min. Wahnsinns-Zeit: 3:57:23h! Bei den Frauen siegte Raquel Gonzalez Campos in 4:11:01h! Ausfallquote hoch! Immer noch unterschätzen viele, auch erfahrene Athleten die 50km! Das genau macht das Abenteuer 50km aus! Männer: 27 Starter, 13 Finisher, Frauen noch schlimmer: 14 Meldungen, 2 Finisher! Wow!

Zurück zu den „echten“ Masters mit vielen guten Leistungen, die ein 57-Jähriger noch überstrahlte. Miguel Perianez Garcia überzeugte als Gesamt-Siebenter und Sieger der M55 mit starken 1:43:00h über 20km.

* * * *

Zum kommenden Wochenende, wo neben den bereits erwähnten Events, siehe schon vorher, auch die Meisterschaften 50km in Brasilien und die 1. Internationalen Meisterschaften der Geher in Indien über 20 und 50km M/W durchgeführt werden. Achtung! Das zweite Milliardenvolk der Welt investiert ins Gehen! Engagiert sich.

Wo schauen wir noch hin? Natürlich zu den kommenden Wettbewerben der Europa-Challenge. Zu unseren engagierten Nachbarn nach Österreich und den Niederlanden. Während es am 16. 2. in Wien in der Halle zur Sache geht, startet Sonntag der 3. Wettbewerb der Winterserie in Amsterdam, ein interessanter Wettbewerb im Freien. Wir berichten.

Aktion ist angelaufen (Ja, wir berichten noch einmal). Und als eine erste REAKTION ist das langjährige Mitglied der Gehsportkommission, Peter Marlow, Großbritanien, nun zurückgetreten. Auch wenn am Sonntag Mauricio Damilano vor der italienischen Presse noch einmal versucht hat, den Vorschlag zum Ändern des Gehsports „objektiv“ zu begründen…? Es brodelt, siehe Bilder. Die Massen sind gegen das Vorhaben:P. MarlowSaveRW1SaveRW2SaveRW3

Die mit Abstand beste Leistung bei den OZEANIEN-MEISTERSCHAFTEN am 10.2. in Adelaide erbrachte die erst 19-jährige Katie Hayward, Australien. Der Wettkampf fand einen Tag nach Ende der großen AIS-Studie der UNI Canberra statt und hatte so vor allem männlich eine große internationale Beteiligung. Die TOP-Daten:190209 TOPERG 260Weitere Leistungen findet ihr in der GEHSPORTWELT.

Bitte mehr davon! Schöne Felder machen Geschmack auf mehr. Am Start der Frauen über 3000m 14 Frauen, 3000m männlich 7, 5000m männlich 6 Teilnehmer. Herz was willst Du mehr…? Bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften 2019 für Gehen in der schmucken Werner von Linde – Halle im Olympiapark von München war die LA – Welt für Geher am 9.2. 2019 in Ordnung! Kleiner Blick auf einige Bilder, zum Appetit holen.190209 München1Mit guter Laune und voller Hoffnung fuhr man nach München. Stimmt´s Wolfgang?190209 München2Alle erwartungsvoll, hier beim Start der Frauen, schöne Felder, siehe oben…190209 München3Von links, der Beste, nach 5 Monaten Wettkampfabstinenz, setzt zum Überrunden von Wolfgang Scholz, Mitte, und Steffen Meyer an.190209 München5Steffen Borsch schaffte die Norm für die Elite letzte Woche, Andreas Janker mit 21:29,26min (beste Leistung des Tages = 98 Punkte) heute auch ganz klar! Damit stehen schon zwei starke Teilnehmer für die DM in Halle fest.190209 München4Da kann man auch auf „Party“ machen, wie hier die ersten Drei bei den Männern (TOP-Ergebnisse siehe GEHSPORTWELT).190209 München6Ach so, Siegerehrungen gab es auch. Bei den Frauen, von links: Maria Unterholzner, Katharina Wax, Katharina Grimm und Andrea Maier. Das macht alles Lust auf mehr.

Berechtigte Frage… Auch dafür gibt es eine Antwort. Am 10.2. gehen die Augen sportlich (nach den Ergebnissen aus Australien) natürlich zu den 87. Meisterschaften über 50km (M/W) in El Vendrell Spanien, wo auch, ähnlich unserer ehemaligen DM Straße II 10 und 20km-Meisterschaften des Nachwuchses und der Masters angegliedert sind. Genug zu tun, zu werten, zu schreiben.

Eine Woche später, nach dem 17.2 in Kobe geht es darum, so schnell als möglich an die Ergebnisse der Russischen Team Championships, 17./18.2. in Sotschi heranzukommen. Da tut sich was in der Organisation. Dem internationaen Ausschluß zum Trotz hat man aus den „Wintermeisterschaften“ eine Team-Meisterschaft entwickelt, um der Elite Spaß, Abwechslung und die (entgangenen) Prämien zu sichern.

Für die EUROPA-Challenge wird es dann auch spannend. Die beiden AKTIV-Teilnehmer Niederlande und Österreich schicken verschiedene Wettbewerbe ins Rennen. In Wien geht es neben den Nationalen Meisterschaften am 16. 2. auch um den international für alle ausgeschriebenen Hallenpokal. Amsterdam bietet mit seinem 3. Wettbewerb der Winterserie in Amsterdam am 17.2. einen weiteren interessanten Wettkampf in unserer Serie. Und alle sind willkommen. Jeder kann SEINE Strecke wählen! Bis zu 30km! Wie jeder will… Und statt Disqualifikationen werden die Athleten nur in andere Wertungen verwiesen… (Prestastie). Also, was hindert uns an einem Start, was auch interessantes und gutes Training sein kann?

190217 Amsterdam

Mi zu Mi heute mal wieder wieder ganz anders. Die (einige) Leistungen haben wir schon im vorangegangenen Beitrag beleuchtet. Befassen wir uns also hier und heute damit, was kommen wird. International in nächster Zukunft:

1.) Sicht: Am Sonntag, 10.2. startet in Adelaide, Australien, mit den 20km-Australien-/Ozeanien-Meisterschaften die Saison 2019 richtig. Die große Studie in Canberra geht ein Tag vorab zu Ende. Nach uns bekannten Informationen gibt es keinen internationalen Teilnehmer, der diese Wettkampf-Chance auslassen wird. Es wird also ein großes, spannendes Event. Die Qualifikationszeiten für Doha und/oder Punkte für die RW-Challenge sind Zusatzfreuden.

2.) Sicht: Eine Woche später treten in Kobe, Japan, auf dem bekannt schnellen Kurs, weit über 400 Athleten bei den Nationalen Meisterschaften an. Allein 50 Frauen über 20km und 109 Männer zum Titelkampf über die selbe Strecke! Ein Jahr vor den Olympischen Spielen im Gastgeberland. Da werden garantiert auf hohem Niveau die Weichen gestellt, u.a., wenn drei 1:17h-Geher auf die dortige starke, junge wilde Garde treffen. Und noch etwas ist da interessant. Liu Hong wagt ein Come back! Dabei werden ihr organisatorisch alle Freiheiten gelassen. Die Weltrekordhalterin, 1:24:38h 2015 in La Coruna, Weltmeisterin und Olympiasiegerin, hatte schwierige Zeiten zu meistern. Nun ist sie zum Neujahr in Hongkong schon mit 1:30:43h ins Neue Jahr und ihre neue Zeit gestartet, die sie am 17.2. mit Startnummer 250 weiter veredeln will. Denn bei allem Optimismus, es wird sehr schwer, auch für sie als Weltrekordlerin. Warum? Das erklärt die 3. und 4. Sicht!

3.) Sicht: Die offizielle Vorbereitung des chinesischen A – Teams begann schon im Dezember in Italien. Da mit dabei: 2 Trainer, 3 Pysios, vier Frauen und fünf Männer. Qieyang Shienije, 29, Lu Xiuzhu, 26, Wang Na und Ma Zhenxia, 21 sowie Cai Zelin, 28, Zhang Jun, 21, Wang Qin, 24, Wang Rui und Jin Xiangqui, 22. Training den ganzen Monat Januar in der Nähe des Mittelmeerwassers bei günstigen klimatischen Bedingungen. Einige Daten beweisen die TOP-Vorbereitung, so unter anderen zeigt sich das bei den 5km-Abschnitten, die die Männer deutlich unter 20min und die Frauen unter 22min absolvieren! Bei Strecken zwischen 15 und 40km im Training. Einen Test erledigte so190203 Kunming Qieyang Shenije, die sich langfristig auf die 50km vorbereiten will, am 31.1. in San Lorenzo al Mare über 35km in 2:45:15h.

4.) Sicht: Wem das noch nicht reicht, der schaut aktuell jedes Wochenende nach Kunming (siehe Bild). 1900km von Peking entfernt, trainiert dort Chen Helin, Sandro Damilanos Stellvertreter und der Cheftrainer der Provinz Yunnan das „ALTERNATIVTEAM“, dem sich an Wochenenden auch noch andere, theoretisch JEDER! anschließen (können). Ablauf: 8.30 Start Langstrecke, 8.45 die 2. Gruppe, 9 Uhr der Nachwuchs und alle über 10km! Das bei guten klimatischen Bedingungen und Idealtemperaturen von 8-15 Grad. So sind auf dem flachen 1km-Kurs auch schon mal über 120 Geher auf der Strecke. Da gibt es wenige, denen Training so KEINEN Spaß macht.

5.) Zum Abschluß: Noch einmal zum leidigen Thema international, hochaktuell:

Mitte März soll in Doha die Entscheidung zur Zukunft des Gehens fallen. Einer der Pioniere, auch der Berichterstattung über den Gehsport, Stefano la Sorda, meint dazu auf seiner facebook-Seite: Es wird Zeit, nun die Namen zu nennen. Die Namen derer, die das Gehen der letzten 50 Jahre ändern wollen. Die Namen der IAAF-Race Walking-Kommission. Er stellt ein drastischen Cartoon dazu und fragt: Wer sind die Killer? 1900 Stefano della Sorda, Meinung 50kmMauricio Damilano, ITA, Chairman, Khaled Amara, TUN, Tim Berret, CAN, Jahn-Pierre Dahm, FRA, Marianne Daniel, USA, Fumio Imamura, JAP, Robert Korzenowski, POL, Peter Marlow, GBR, Jefferson Perez, ECU, Miguel A. Rodriguez, MEX, Jane Saville, AUS, Shand Young, CHN. Zur Kommission stoßen noch drei Entscheidungsträger der IAAF: Sebastian Coe, als Präsident, Paul Hardy als „Compitition Direktor“ und Paul Saladie als Chef des „Competition Management“.

La Sorda fragt (sich), damit sind wohl alle großen Gehsportnationen dabei! Auf der anderen Seite: Trainer, Athleten, alle weiteren Beteiligten sind fast zu 100% GEGEN ÄNDERUNGEN! Aber in Doha wird gegen die fast 100% gestimmt. Bestimmt. Nach den Mickey-Mouse-Vorschlägen der Kommission: Halbmarathon und 4x 5000m werden nun in Doha, wenn alles „NORMAL“ läuft, folgende Beschlüsse ALS EIN KOMPROMISS! gefaßt. Hier im Text von Tim Ericksson, Australien weiter: „The last international 50km race will be in the 2020 Olympics. The 2021 IAAF World Championships in Eugene will feature 20km and 30km walks. When the new shoe technology is ready, the distances will be changed to 10km and 20km. That is where the IAAF and the RWC sees the future of racewalking.“

Zum „Allheilmittel“ wird somit „DER NEUE SCHUH“? Der mißt und regelt dann den Bodenkontakt! Und damit würden auch wieder die 10km zu gehen „gehen“. (Wir berichteten. Das wäre bei einem Umstieg 10km bitter nötig. Nur, machen wir dann unsere „Randsportart“ nicht definitiv kaputt oder?). Mit Altersruhe und Weisheit werde ich mich also besser mit den 10km und 30km in den Jahren 2021 bis 2024 anfreunden (müssen). Und nun gut.

Und uns wurde freundlicherweise der Originalbrief/Original-Vorschlag des Head of Competition, Paul Saladie, zur Verfügung gestellt. Wer will, kann sich den reinziehen. Das ist das offizielle Dokument, was auch allen Verbänden der Welt zugestellt wurde:   —>

IAAF Race Walking Committee Proposals – Request for Input (01 2019) Member Federations