Löse heute die unsichtbare Bremse in deinem Geist und steh für deine wahre Größe ein. Überrasche dich selbst. Spiele mit den neuen Qualitäten. Denke sie immer wieder. Und dann lass behutsam Handlungen folgen.

Gut, Bremse gelöst…, wieder einmal. Im Gehsportnetzwerk (GSN) steht mein Aufruf, wie nun weiter? Die EM in Berlin war ein Meilenstein. Auch eine gute Gelegenheit für eine Bestandsaufnahme. Und dann die gut überlegten Blicke nach vorne, die mit den dann uns selbst gestellten Aufgaben unterfüttert, einen Weg zum Ziel unserer Blicke bietet. Komm doch einfach mit…Wohin geht esEine Sache, eine Aufgabe braucht auch immer ein „zu“, denn man sollte den Zustand mit einem Idealbild vergleichen, um ihn dann überhaupt erst bewerten zu können.

Zusammengefaßt: Zwei Wettkämpfe mit vier Wettbewerben. Gasgeruch verhinderte einen planmäßigen Ablauf. Für Tausende Zuschauer!!, natürlich geht Sicherheit vor!, damit auch am 11.August die Adrenalinstöße in den Körper, nur 1x 90min lang. Spannend wars allemal. Da die Frauen je Runde ca. 30 Sekunden langsamer waren, blieb das Geschehen auf der diesmal nur 1km langen Schleife für den erfahrenen Zuschauer trotzdem übersichtlich. Die guten Athleten, aber auch alle Fans, hätten sich trotzdem den geplanten Ablauf gewünscht.180811 Bln Mä20 Wende5kmFür mich war dieses Mal die hintere Wende der Platz meiner Begierde. Die waaghalsigen180811 Bln Fr20 Drahotova über 30 Grad-Schrägen des menschlichen Körpers bei diesem Mal sonst „anständigem“ Wetter hatten es mir angetan. Die beiden Stürze der Italienerinnen beim gefährlichen Richtungswechsel oder die vielen Ausrutscher werde ich an dieser Stelle mit Absicht NICHT dokumentieren. Es gab aber da deutliche Unterschiede! (Tempo, Geschicklichkeit, Radius, Schuhe, Risikobereitschaft). Auch bei erfahrenen Athletinnen und Athleten ist die kürzeste Verbindung oft nicht die gerade Linie zwischen zwei Punkten, zumal sich noch die Wasserstelle kurz „zuvor“ auf der RECHTEN SEITE in einer RECHTSKURVE befand. Bevor man in diese linke Wende!, zum Teil rutschig angenäßt, ging. Und einige Athleten hatten definitiv nicht das genau richtige Gespür und dementsprechend auch passende Tempo für Fliehkräfte und Geschwindigkeit, zumal, wenn man KLEINE RADIEN wählt. Respekt! Die hochgewachsenen Christopher Linke bei den Männern oder Anezka Drahotova aus Tschechien, meisterten diese Situationen (überraschend) prächig, besser als viele kleinere… Es war also hochspannend.

WIRD SPÄTER FORTGESETZT! – auch mit Analysen…

Diese „Hitze“ ist in diesen Tagen ein viel benutztes Wort.  Auftakt der EM in Berlin – und auf dem Bild die große Werbung für Leichtathletik, gleich neben der Gedächtniskirche für das Fest! Genau dort trotzten zwei180807 Bln EMSäule Badener den bei drückender Hitze (KM31 = 31 Grad) zu schlechten Dingen oft herunter ziehenden Aussagen. Ja, es standen immerhin 50km bei den EM in Berlin an. Carl Dohmann, Baden-Baden, mit Jahresbestleistung 3:50:27h und Platz 5 aber auch Nataniel Seiler, Bühlertal, mit persönlicher Bestleistung 3:54:08h und Platz 8 meisterten bei diesen Temperaturen ihre Aufgaben mit Bravour. Super! Das hat uns alle sehr erfreut! Schade! Beim dritten Vertreter, Carl Junghannß, Erfurter LAC, einziger Thüringer Geher und als Einziger des Männerfeldes disqualifiziert, kann die Einschätzung nicht „rosig“ ausfallen. Ein „sneeler, sneeler“ wirkt u.U. dann sogar kontraproduktiv. Zumindest der Technik, eine richtige (schon vor Jahren offiziell vermerkte) Schlußfolgerung, wolle man sich in Zukunft mehr widmen…? Eine gute Aussage.

Das, was unsere beiden Badener, sehr gut vorbereitet und eingestellt von Alt-Meister Robert Ihly, Offenburg, im Sog von Maryan Zakalnitzkiy, Ukraine, 3:46:32h und Matej Toth, Slowakei, 3:47:27h leisteten, ist nur tiefstens anerkennend hier so zu dokumentieren. Herzlichen Glückwunsch. Unser Bild mit den drei tollen, glücklichen Badenern, vielleicht 10-15min nach Zielankunft, Respekt!180807 Bln 50M DtDie EM-Premiere bei den Frauen konnte wie erwartet Ines Henriques, Portugal, in 4:09:21h für sich entscheiden. Sie gewann überzeugend und deutlich vor Alina Tsviliy, Ukraine, 4:12:44h und Julia Takacs, Spanien, 4:15:22h. Um diese Leistungen richtig einzuordnen, ohne Hitzefaktor!, das waren: 125 (W38), 120 bzw. 119 Punkte. Spannende Wettkämpfe im tollen Berliner Look übertünchen viel Ungereimtes, auch von Funk und Fernsehen nicht besonders gut rüber Gebrachtes. Schade. Wieder mal nicht die richtigen Berater gewählt…, Fehler, Allgemeinheiten, Erklärungen??? (vor allem bei ARD). Aber die wollen uns ja eh nicht richtig…, zum 2.Mal, schade..

36 Männer (viele, wie schon lange nicht mehr…) und 19 Frauen (erstmals in Deutschland überhaupt) nehmen am Dienstag Vormittag die längste olympische LA-Disziplin am wohl heißesten Tag des Jahres in Berlin in Angriff. Wer mit da Bestzeiten spekuliert, hat schon verloren. Die Plätze !! zählen. Da gilt es auf die erfahrenen Garcia (49), Viera (42) und de Luca (38) zu schauen, wie sie sich verhalten und die Kräfte ordentlich einteilen. Etwas mit Bauchschmerzen werde ich nach den Ereignissen von 2017 auf den Favoriten Matej Toth, Slowakei, schauen. Publikumsliebling Yohann Diniz, Frankreich, M40, fehlt leider verletzt. Interessantes haben bisher 2018 auch Finnen, Ukrainer und Weißrussen geboten. Unseren drei Jungs wird die Daumen gedrückt und hoffentlich werden bei allen 25 Runden lang Anfeuerungsrufe erschallen? Das Zentrum Berlin-West scheint gut gerüstet!

Auch für Frauen über 50km bei ihrer 1.EM! Historisches! Was aber schnell wieder versinken kann, wenn sich nicht noch etwas mehr darum gekümmert wird…Vor allem in Deutschland! Die hohe Favoritin, Ines Henriques, Portugal, ist in der Lage, theoretisch das gesamte Frauenfeld zu überrunden. Welche Taktik sie aber nach dem plötzlichen „Aus“ beim Weltcup in Taicang, China, im Mai diesen Jahres anwendet, ist ungewiß. Dahinter werden alle Athletinnen mit Zeiten unter 4:20h beweisen wollen, dass sie und das Frauengehen auch über 50km eine Bereicherung sind. Medaillen rechnen sich Spanierinnen, wie Pineda, Takacz, Ukrainerinnen, Weißrussen und die Slowakin Czakova aus. Es wird spannend, interessant. Und mit 55 Teilnehmern gesamt auf dem 2km-Rundkurs auch nie langweilig werden. Auf denn in die angekündigten > 30 Grad im Schatten.

Da passiert was auf einem weißen Fleck – die Landkarte der Gehsportler Deutschlands wurde 2018 im Raum Oldenburg mit dem 1.Gehertag etwas belebt:180801 Oldenbg1Und Holländer mischten dabei richtig mit. Vielleicht deshalb auch die Erinnerungs-Shirts in ORANGE? Der Sieger, Rob Tersteeg, M42, 3000m in 13:27,09min, bleibt auf dem Foto seinem Heimatverein, RWV Rotterdam (grün-weiß), treu.180801 Oldenbg2Cornelia Wiesch leistete ihren Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung mit dem Angebot: Technik-Training. Viele waren von der Idee, Mini-Trainingslager (3-5 Tage) angetan, welches Gastgeber Andreas Ritzenhoff im Vorab angeboten hatte und was im kleinen Kreis recht familiär und erfolgreich durchgeführt wurde. Bitte vergeßt diese Idee nicht!180801 Oldenbg3Und auch der Spaß kam nicht zu kurz. Letztendlich konnte Andreas auch – wichtig für den 2.Gehertag! – fünf NEUE in der Gehsportfamilie vermelden. Wenn das nichts ist?

Nun wird es endlich ernst. Denn die (überwältigenden) Startmeldungen aus aller Welt für die MASTERS-WM in MALAGA, SPANIEN, vom 4. bis 16.9. sind sortiert, der konkrete Zeitplan erstellt. Respekt, liebe Spanier! Wenden wir uns zunächst den Tagesabläufen zu:1800 Malaga Logo mit wwwDas Bahngehen über 5000m, verteilt auf drei Tage, im Stadion „Campos de Teatinos“, das ist nicht das Hauptstadion! Alle Starts hier im Bild:180904 Malaga 5000m StartsBei den AK M70, M50 und W45 werden aufgrund der hohen Beteiligung A- und B-Finals ausgetragen. Also, bitte aufpassen. Kein Gehsport-Wettkampf in Malaga wird zwischen 11.50Uhr und 17.45Uhr gestartet. Hurra! Ich freue mich über meine Startzeit 20 Uhr! Auch bei den Straßenwettkämpfen, 10 und 20km, am 10. und 14.9. in der Nähe des Hauptstadions erfolgen keine Starts in diesem Zeitraum. Alle Starts der 10- und 20km-Wettbewerbe findet ihr hier: test678

Geht auch zu Hause. Aber wie begegnet man den aktuellen Temperaturen?180801 Hoch auf dt. Wälder1Der Wald bringt mindestens 5 Grad! Schnell bin ich von zu Hause hier:180801 Hoch auf dt. Wälder2 miHoDann gibt es die vielen Traum-Kilometer auf der Mittel-Horizontale…180801 Hoch auf dt. Wälder3 miHoNatürlich „vielen“, aber es sollte eigentlich „Wie“ heißen! Wenn´s nicht reicht, lohnt ein Blick nach oben, weitere 80 bis 100 Höhenmeter warten auf den Kreislauf:

180801 Hoch auf dt. Wälder6 obHoUnd man gönnt sich auch den Blick zur Mittel-Horizontale zurück:180801 Hoch auf dt. Wälder5 Blick zu miHoKombinationen nicht zählbar und bei weiteren Interesse gibt es ja noch die „Untere Horizontale“. Alles nur „EINE MÖGLICHKEIT!“  Jetzt ist es 19 Uhr, die Temperaturen sinken gerade gnadenlos um 2 auf nun 32 Grad.., ab in den Wald, macht´s gut…

Langsam erschüttern auch die Hartgesottenen angesichts der Hitzetage hinter Ihnen, was gerade noch zu ertragen ist, aber vor allen wegen der kommenden angesagten Hitzewelle. Sie erreicht nun auch die Veranstaltungstage der künstlich geschaffenen „EUROPA-Spiele“ mit 7 Sportarten in Glasgow (6) und Berlin (1). Die Macher träumen von „Europäischen Sommerspielen“ und hoffen auf „Quote“. Wir werden zuschauen, etwas pessimistisch, aber wir sind dabei, wenigstens bei vier der 188 Entscheidungen dieser „Spiele“. Und diese vier Wettkämpfe werden angesichts der Wetterprognosen sehr, sehr schwer! Deutschland bekommt erstmals 50km-Frauengehen international richtig zu sehen! Allein das ist schon stark, aber auch, dass über 20km drei jungen Frauen Deutschlands ! ihre große EM-Premiere geben werden.

So litten auch fast alle Leistungen der letzten Tage mehr oder weniger unter den Wetter. Bei den Zentraamerikanischen Spielen in Barranquilla, Columbien, auf Meereshöhe an der Karibik gelegen kam keiner der starken Männer unter 4h bei 50km und unter 1:25h über 20km. Entscheidend war der Sieg! Von Jose Leyver Ojeda, Mexiko, 4:02h und Eider Arelalo, Columbien, 1:26h. Vier der 6 Medaillen blieben beim Gastgeber.

Beruhigend, Legende Arthur Thomsson, GBR, geht noch! Wir haben den über 80-Jährigen, leider erkrankten Meister vieler Events in einem Protokoll der „Enfield Leage“ vom 29.7. in Hendon, GBR, gefunden. Dort ging der alte Haudegen mit 34:48,89min über 5km auf den 25.Platz gesamt! Respekt.

Bewundernswert die Form von Kelly Ruddick, Australien! Die 45-Jährige!! bereitet sich auf die 50km-Meisterschaft im Dezember vor und schaffte in Melbourne bei den Victorian Championships über 30km sagenhafte 2:37:36h! Glückwunsch. Eine 14-Jährige, Alanna Peart, schaffte im selben Wettbewerb 23:39min über 5km (108 Punkte)!

Die Olympia- und IAAF-Pläne werden immer konkreter. Schon die Qualifikation zu den Spielen in Tokio 2020 soll nach einem Modus über Bestenlisten erfolgen, nicht unsere bisher bekannten,… nein! Ähnlich Tennis sollen z.B. die besten Drei von bestimmten, festgelegten Wettkämpfen eine neue Bestenliste (nach Punkten: IAAF-1000 Punkte-Tabelle & Bonus-Punkte je Wertigkeit der Veranstaltung) ergeben, wer sich  mit Platzierung für Olympia und WM qualifizieren kann. Damit wird die Teilnahme der Stars an den wichtigen Wettkämpfen „gefördert“, aber auch „Normerfüllungen“ bei „gestellten Abendsportfesten“ verhindert. Viel Zoff steht bevor. Das langjährig praktizierte System der Trails in den USA, von vielen Staaten kopiert, steht damit vor dem „AUS“.

Wie es da mit Gehen weiter geht, steht in den Sternen. Nach wie vor steht das Abschaffen der 50km nach Tokio auf der Agenda! Das sollte man nicht (nie bei allem) vergessen! Denn die „alte Gehsportkommission der IAAF“ existiert noch! Zum einen wird also VOLL DAS SYSTEM mit vier RANGLISTEN M/W 20km/50km „ausgearbeitet“ – auch mit einer Perspektive und Zukunft! Das gültige Entwicklungspapier etwas basisentfernter, oberster Gehsport-Experten enthält aber nach wie vor das Abschaffen der 50km (M/W) zugunsten einer 4x5km-Staffel…! Staranwalt Paul De Meester ist es zu verdanken, dass er täglich den „Finger in die Wunde hält“, alle Entwicklungen verfolgt, jedes Bewegen registriert, alles neu bewertet. Die 50km der Frauen sind ein Jahr nach Zulassen! ein voller Erfolg! aus fünf Geherinnen zu WM 2017 in London <4:30h wurden 2018 immerhin 17 Athletinnen! Unter 5h gehen 2018 bisher 51 Frauen aus 20 Ländern! Nach 1 Jahr! Von der Tradition der Männer ganz zu schweigen. 40 Athleten <4h und 103 bereits schon <4:20h. Wer will da wen vor den Kopf stoßen?

Wir verwechseln manchmal Mittelmaß mit Mittelweg. 

Doch das ist nicht dasselbe. Mittelmaß ist jene geistige, warmgepupste Komfortzone, in der wir viel zu oft gemütlich einschlafen und uns dann Träume erzählen, dass mehr halt nicht möglich ist.

BULLSHIT! es ist IMMER noch mehr möglich. Für jeden von uns.