61 Tage vor Malaga musste man seine Meldungen für die Starts zur Weltmeiaterschaft der Masters in der Leichtathletik abgeben. Alle werden so mindest um die 150 Euro berappen müssen, nur um starten zu dürfen, wenn sie denn wollen. Auch hier schleichen die Preise in
neue Dimensionen. So hätte ich mir das echt nie vorstellen können! Eine Selbstbedienungsmentalität oder? Wenn wenigstens die Qualität der zu erhaltenen Leistungen und der Service dafür stimmen würde? Dann könnte man diese Unkenrufe(r) in die Wüste verbannen. Könnte, aber das ist wieder ein anderes Thema. Heute geht es um die Meldungen – siehe oben! Welche Geschichten aller Art sich in diesem Zusammenhang abspielen können…? Auch im GSN gibt es dazu ein Beispiel knapp verspäteter Meldungen. Wir möchten heute von einem Beispiel „auf den letzten Drücker“ berichten. Junge Familie mit zwei noch kleinen Kindern. Berufstätig. Nach KM weit weg von „zu Hause“, aber auch aktive Geher. Wobei Martin Gebauer sein Hang für noch weit extremere Abenteuer wie „mal 30km Gehen“ nicht verleugnen kann. Wie alles unter einen Hut bringen?
14. Juli 2018 um 3:56Uhr! Nichts geht mehr. Gleich ist Start! Alle Entscheidungen sind getroffen. Kompromisse! Kathrin Schulze, seine Frau, wird nun nur kurz nach Malaga fliegen, sich das Flair bei den 10km zu Gemüte ziehen, dann schnell wieder nach Hause düsen, um die Kinder zu versorgen und die österreichischen Meisterschaften, 14 Tage später, in Redlham, vorzubereiten. Schweren Herzens nur die 10km. Doch nun, 58 Tage vor Malaga, sind ihr Herz und Hirn auf diesen großen Eiger-Trail ausgerichtet. Ihr Martin wird dort über 100km starten! Klärung aller Details wegen des Meldetermins vor dem Trail! Also, während ihrer 10km in Malaga wird er die Kinder betreuen und dann zu den 20km fliegen. Eine Entscheidung notwendig! Vor diesem großen alles abfordernden 100km-Trail im Hochgebirge! Allergrößten Respekt. Das „Vor-sich-her-Schieben der Entscheidungen“
war definitiv am 11.Juli 5h vor Ablauf der Malaga-Meldefrist zu Ende. Ob dadurch Körper und Geist bei dem Trail beflügelt wurden, ist nicht bekannt. Wir sehen auf dem coolen Bild aber deutlich seine Entschlossenheit, sich Dingen zu stellen und erfolgreich zu beenden. Tat er (mit offizieller Unterbrechen wegen Unwetter) nach 100km in etwas über 15 Stunden! Hüte ab! Dafür muss man sich vorher mehrere aufsetzen! Und nun? Seine Frau nun für Malaga trainieren lassen, ..alle Weh-wehchen und eventuell Schlimmeres auskurieren, um sich in 54 Tagen erholt einer neuen Herausforderung zu stellen: dem 20km-Gehen bei der WM in Malaga. So sind sie! Die sich dem Gehen „verschrieben“ haben… Man kann es drehen, wie man will, etwas verrückt sind sie wohl alle! Oder?
Einen hochinteressanten Verlauf nahm der 10 000m-Wettkampf der M U20 bei der WM in Tampere. Auch hier scheint EUROPA den Anschluß zur Spitze verloren zu haben? Dabei sogar 14 Europäer im 68-beinigen Feld. Mit dem Weißrussen Kaliada als Neunter nur ein Europäer in der TOPTEN, dafür 4x die Asiaten! Auch hier wird aber zählen, was ist mit den jungen Männern dann in 2 – 4 Jahren?
Ganze SECHS TAUSENDSTEL entscheiden über Gold! In der Statistik gehen die beiden großen Kämpfer Yao Zhang, China und David Hurtado, Ecuador, zeitgleich ein! Denn da gibt es keine Zahlen mit drei Stellen hinter dem Komma! Ein Ausscheidungs-Wettkampf hoch spannend. Bei 3000m sind noch 22 Athleten zusammen, dahinter die erste Lücke im von Kyle Swan, Australien (im Ziel 6.Platz) angeführten Feld. Davor hatte der große Favorit Sho Sakazaki, Japan, (im Ziel „nur“ Achter) das Feld mit 4:04 und 4:14 auf den ersten Kilometern „ins Rollen“ gebracht. Zur Halbzeit führte die immer noch 9-köpfige Führungsgruppe der Kenianer Samson Ndigiti bei 20:43min an. Beherzt übernahm David Hurtado, Columbien! 6.Kilometer 4:07min… Mit einer 3:52min zur 7. Kilometerzeit sprengte er das Feld bis auf die drei Medaillengewinner. Es folgte die Millimeter-Entscheidung! 14 persönliche Bestzeiten und der australische U20-Rekord sind Ausdruck hochklassiger 10 000m.
Nur eine Athletin vertrat den deutschen Gehsport bei der U20-WM in Tampere! Auf den „letzten Drücker“ hatte sich Julia Richter, Potsdam, mit Normerfüllung dafür qualifizieren können. Heute bestätigte sie mit neuer Bestzeit das in sie gesetzte Vertrauen. Erfüllte mit dem 15.Platz (…gleich Halbfinale im Sprint oder Endkampf in den technischen Disziplinen!) die Erwartungen. Herzlichen Glückwunsch!
Bei anscheinend nicht schlechten Bedingungen (21 Grad, 73% Luftfeuchte) hagelte es Rekorde und Bestzeiten! Im vorderen Bereich, außer der Türkei! (wir berichteten mehrfach) ohne Europa. Aktuell scheinbar den Anschluß verpaßt? Dabei stellten Europa und Amerika jeweils 13 der gesamt 34 Teilnehmer..? Nur, gleich fünf Sportlerinnen aus Nord-, Mittel- und Südamerika in der TOPTEN! Im Beitrag vom 29.6. hatten wir die US-amerikanische Modell-Athletin Taylor Ewert schon kurz vorgestellt. Die einzige 17-Jährige im WM-Feld war mit 49:07min gerade US-Meisterin geworden. Nun Zehnte! Unter 46min! Aus Europa nur 2x Türkei in der TOPTEN… In 3-4 Jahren werden wir sehen, ob diese Entwicklungen so anhalten, die jungen Athletinnen den Übergang zu den 20km schaffen, der Anschluß an die Weltspitze gelingt oder wohl bestimmte Vorgriffe vorgenommen wurden?
Ganz aktuell sind nun schon die U20-WM in Tampere, U18-EM in Györ, Best, Niederlande und Top of Torun, Polen (…der beste von zwei Wettkämpfen am 30.6./1.7.) in den aktuellen Zwischenstand der Challenge von 14. Juli eingearbeitet. Hier die Besten:
Und wer es spannend liebt oder auf Fehlersuche gehen möchte, dem stellen wir unsere Arbeitsliste (inoffiziell) hier auch zur Verfügung. Auf 15 Seiten sind da über 750 Athleten aufgelistet. Seid ihr auch dabei? Schaut doch mal rein…
Schon der zweite „Mi-zu-Mi“-Rückblick hat nicht funktioniert. Und der neue Zwischenstand der EUROPA-Challange läßt auf sich warten. Private Gründe sind dafür verantwortlich, u.a. heute mal „schnell“ 1000km in den Raum Köln und zurück mit PKW zu einer Beerdigung. Da ist Umplanen angesagt. Für die Challenge warten wir noch morgen, 14.7., ab. In Tampere gehen da die besten U20-Athleten der Welt vormittags über die 10 000m an den Start. Einen Rückblick nun (erst) Freitag mit ein paar Gedanken und auch Fotos von anderswo…
Ausgangspunkt: Noch einmal kurze Trauer über fehlende deutsche Bahnmeisterschaften 2018. Umso mehr, wenn wir hier über die riesigen Erfolge mit diesem Format in vielen anderen europäischen Ländern berichten dürfen. Dort ist so ein Eklat unvorstellbar, z.B. in Spanien, Portugal oder Italien, von wo wir schon berichteten. Nun hier die Bilder der besten Damen bei den französischen Meisterschaften am 6.7. in Albi. Das Siegerduo, Clemence Beretta, 22:05,25min und Emilie Menuet, 22:36,24min, aufgenommen von E. Tardi. Während bei den Männern „nur“ die Spitzenleistung von Gabriel Bordier, 19:38,19min (ohne Teilnahme Diniz, Kuster etc.) herausragte, war es bei den Frauen das imposante Frauenfeld von 16 Starterinnen, alle unter 26min im Ziel!
Wir hatten auch von Best, Niederlande, Japan, den spanischen U23 und z.B. aus Canada berichtet. Kommen aber noch einmal durch unser Stöbern im Netz auf den besonderen Wettkampf von Rumburk zurück. Bei „Smola Chuze“ fanden wir noch zwei Bilder, die wir nachreichen möchten und im Eilenburger Tageblatt erfreute uns ein Artikel, den wir unbedingt nachreichen möchten. Beginn mit gemeinsamen Mittag:

Der Beitrag und das folgende Bild können vielleicht ein wenig dazu beitragen, sich das Außergewöhnliche an diesem Wettkampf und dem ganzen Wettkampftag vorzustellen:
Kleiner Eindruck vom „Wandertag“ in die böhmische Landschaft gefällig? 1) hoch Teil 1 bis zu einer Kapelle… (dann hoch Teil 2 bis zum Klettergarten auf dem Wipfel, dort…), 2) Geher in Aktion, mit Ball-, aber ohne Bodenkontakt!, 3) von gaaanz oben wieder runter!


WARTE NICHT AUF DIE ERLEUCHTUNG DER ANDEREN. GEH DEN ERSTEN SCHRITT.
Zu den portugisischen Meisterschaften am Wochenende in Leira über 10 000m starteten 9 Frauen und 8 Männer. In Vorbereitung auf die EM in Berlin überzeugten die erfahrenen Sieger mit guten Leistungen. Der schon 42-jährige Joao Viera siegte bei den Männern mit 42:54,2min (116P.), die erste 50km-Weltmeisterin, Ines Henriques, W38, glänzte über diese „Kurzstrecke“ mit 43:19,3min (=119 Punkte).
Wir hoffen, auch hier bis Donnerstag alles „im Kasten“ (GEHSPORTWELT) zu haben?
Die 2.Runde der HOKUREN DISTANCE CHALLENGE, ausgetragen am 7.7. in Kitami, Japan, hatte mit Daisuke Matsunaga einen überzeugenden Sieger, der die 10 000m in
starken 37:58,08min bewältigte, Landesrekord. Auf dem Podest mit Kouki Ikeda, 38:40,04 und Masatora Kawano, 38:50,37min noch 2 starke, junge Japaner, 20 Jahre alt, die ins Olympiateam wollen! – auch unter 39min. Den 10 ooom-Frauen – Wettbewerb gewann dann Ai Michiguchi in 45:28,72min. Auch Hongkong-Chinesinnen können nun schnell! Das bewies jetzt Siu Nga Ching, die mit 45:46,93min, PB, W31!, auf dem 2.Platz folgte. Beide Sieger sind auch Doppelsieger der vom 4.-7. Juli ausgetragenen Challenge. Fotomontage: von „O Marchardor“. Mehr Daten zu den Leistungen folgen bis Donnerstag in der GEHSPORTWELT.
Ab sofort wird auch regelmäßig auf den Unterseiten der Rubrik “ Walk“ berichtet.
Jeden Mittwoch, um 9 Uhr, treffen sich Mitglieder des Vereins „Addi fit for fun“ in Jena zu ihrer Mittwochsrunde über ca. 2h in Jena bzw. der wunderschönen Umgebung. 4x im Jahr gibt es größere Unternehmungen, untersetzt mit einem anschließenden Stammtisch, wie auch morgen in der Gaststätte „Müllershausen“. Und seit 1.7. wird auch von unseren Unternehmungen hier auf der Unterseite WALK berichtet. Schaut auch da ruhig mal rein.