Früh am Morgen, 8.30 Frauen, 9.40 Männer, auf 1000m Höhe, bei im Jahresdurchschnitt um die 27 Grad, in der Nähe des Äquator doch nicht ungewöhnlich, traf die vorhandene Gehsportelite der U20, bei dieser WM in der mit über 2,5 Mio. Einwohnern, drittgrößten Stadt Kolumbiens, auf sehr wohlstimmende „nur“ 20 Grad, aber 100% Luftfeuchte! Den Einfluß dieser Umstände auf alle Ergebnis der Europäer läßt sich da nur erahnen…! Der Erfolg der japanischen Frauen und die Medaillenvergabe bei den Männern an Türkei und Algerien bleiben aber definitiv ein Erfolg und eine riesige Überraschung! Stark, 17 junge Männer bleiben unter 45 Minuten, 13 junge Frauen unter 49 Minuten!

Nun seit bereits 5 Jahre exestiert und agiert das GSN (Gehsportnetzwerk). Eine Grund zum Feiern? Und wenn ja, wie? Hildesheim, Eisenberger Mühltal nun Neustadt an der Waldnaab. Stationen des Geherpokal 2022 und unserer LIGA. Auch in Neustadt freuten sich alle. Auch Neumitglieder konnten gewonnen werden. Und nach dem Motto, wenn uns Geher keiner feiern sollte, feiern wir uns doch selber! Und touren wir nun weiter!

Am Sonntag, 7.8. in Neustadt an der Waldnaab knackte der 39-jährige Andreas Janker von der LG Röthenbach an der Pegnitz bei den offenen bayerischen Masters der Geher die geforderte Norm für die deutsche Elite zur Teilnahme am 10 000m-Bahngehen in vier Wochen bei der DM im Bahngehen in Neukieritzsch. Unser Bild zeigt die Matadore an diesem Tag für die 10 000m kurz vor dem Start. Andreas, Nr. 161, war klarer Favorit und zeigte von Beginn an mit 1000m-Zeiten knapp über 4:30min, wohin „die Reise“ unbedingt gehen sollte. Aber! nach der Hälfte der Distanz gab es, wohl auch aufgrund nur weniger Wettkämpfe in dieser aktuell besonderen Zeit, für den ab Spätherbst dann zweimaligen Familienvater!! doch einen kleinen Hänger. Aber auch dem Autor dieser Zeilen ist seine Endkampfstärke bekannt. Der „Fast-Vierziger“ konnte „umschalten“! Nach dem 8. KM war es mir klar, er packt das heute! „Nicht zu warm, aber doch sehr anstrengend!“ freute sich Andreas dann über Zeit und Titel. Die Veranstaltung wurde auch genutzt, ihn und Maria Unterholzner für ihre konstant sehr guten Leistungen, für mich gesehen, auch eine Art Lebenswerk, mit dem „Goldenen Löwen“ 2021 auszuzeichnen. Herzlichen Glückwunsch. Und nicht umsonst habe ich vom „Fast 40-ger“ geschrieben. Denn trotz seiner dann noch größeren Angespanntheit als zweifacher Familienvater freut sich Andreas schon heute auf das große Hallen-Masters-Spektakel in Torun, Polen, 2023 und die dortige Strecke! Wir drücken für alles (auch die Zeit und die Umstände!) beide Daumen!

Wir geben uns mit der aktuellen Situation, Rahmenwettbewerbe lt. Idee SF Neukieritzschdurch DLV ohne Begründung gekanzelt“ nicht zufrieden. Wir werden garantiert noch ein anderes Ergebnis als Kompromiß! erreichen. Der aktuelle Stand jetzt ist untragbar. Bitte, bitte, laßt uns noch bis Antang nächster Woche Zeit, neue Vorschläge werden gemacht. Es kann nicht sein:

a) … dass Athleten, die bei der Straßen-Meisterschaft in Frankfurt/M. über 20km Männer! eine Medaille holen! nun bei der Bahn-DM überhaupt nicht starten dürfen oder wie nach aktuellem Stand vom DLV so gewollt, mit einer Startmöglichkeit nur über 3000m Gehen „abgespeist“ werden sollen! Wie es aktuell Pascal Artus, Eintracht Frankfurt, ergeht… Er ist noch recht neu im Gehsport mit dabei, nach dem „Höhenflug Ende April“ folgt nun die „Klatsche im September“, und das ist ohne Grund vorprogrammiert.

b)… dass der DLV die eigene DLO damit aushöhlt, weil ein 3000m Gehen so überhaupt nicht für Männer vorgesehen ist und der „noch“ 34-Jährige!! bestes Beispiel für die fast unerträgliche Situation von Nicht-Beachtung aller 23 bis 34-Jährigen in Deutschland ist, wenn sie nicht dem leistungssportlichen Fördersystem angehören. Dieser sehr, sehr eng „geschnallte Gürtel“ im alterspyramidalen Aufbau der Altersstruktur ist so vielleicht sogar ein Hauptgrund des Niedergangs der deutschen Leichtathletik. Auch beste Möglichkeiten und Ideen der Masters (bis Masters-EM, WM ab >35)  helfen nicht, dieses 12 jährige „NO GO“ des Verbandes (von 23 bis 35 Jahre Alter, keine Perspektive) in Ordnung zu bringen.

c)… dass man in der aktuellen Ausschreibung „bei gutem Willen“ eine einseitige und falsche Förderung der U20 und U18 erkennen kann. Wie sonst kann man auf die Idee kommen, bei „weichen Normen für die Meisterschaften U23“ noch „massenhaft“ für die AK andere Wettbewerbe als Rahmen auszuschreiben, anstatt richtigerweise für gute, starke AUSGESCHRIEBENE Junioren-Wettbewerbe bei der Meisterschaft zu sorgen.

d)… dass einmal aufgestellte Normen für Ungerechtigkeiten sorgen. Man sollte sich tief verinnerlichen, WARUM NORMEN EINMAL EINGEFÜHRT WURDEN. Und ich diskutiere nicht über Normen. Das, wenn überhaupt, sollte langfristig (in Verantwortung des DLV und mit Ohr an der Masse) geschehen, mit inhaltlichen Vorgaben, warum das geschieht, einhergehen.

e)… dass Entscheidungen, ohne Meinungen der Basis zu berücksichtigen, über ihre Köpfe hinweg, getroffen werden. Mit der Aktion „Käseglocke“ der SF Neukieritzsch wollten wir mit dem gleichzeitigen Durchführen einer Sportfestwertung, nur für die Teilnehmer, die nicht an den Meisterschaften teilnehmen können oder dürfen, möglichst viele Athleten in der aktuell prekären Lage, in allen Bereichen, nicht nur im Sport, anlocken, motivieren.

Wer jetzt denkt, der kann nur meckern, der irrt! Ich war überrascht, dass der gesamte LV Sachsen dieses Projekt so entwickelte und vorschlug. Ich hätte mir das aufgrund meiner Erfahrungen, auch mit dem DLV, nie getraut. So fand ich echte Freunde und Macher für die Sache im großen Team. Am Wollen liegt all das Übel nicht! Also: Wenn man das als Maximalforderung sieht, hätte es ausgereicht, um den Wettkampf ordentlich so über die Bühne zu bringen, ein Zauberwort einzusetzen, einen Kompromiß, der heißen könnte:

ZIELSCHLUSS !!!

Schon wäre aktuell alles in Ordnung (sportlich!), z.B. 5000m für alle, 10 000m für alle, mit Zielschluß: =40min. 5000m und 55min =10 000m und der gesamte Ablauf wäre doch so auch gesichert und durchführbar. Will man das oder will man das nicht?

Und als Letztes! Mein Appell an alle bezüglich Übernachtungen! Noch einmal. Natürlich könnt Ihr Euch, jeder selbständig, irgendwo oder auch im Atlanta-Hotel in Markkleeberg anmelden. Klar, natürlich könnt ihr auch das beim DLV in der Ausschreibung genannte Telefon von Frau Wagner, 0173-6667128 zurückgreifen! Oder, wie ich als Überbrückung angeboten hatte, bis zum 1.8. auch über mich/uns. Aber, so weit mir bekannt ist, hatte Frau Wagner noch keine 20 Anmeldungen erhalten. Also können wir auch noch nicht wegen Rabatten in die Spur. Ihr versteht, was ich meine… Letztendlich können wir alle dazu beitragen, dass es uns an dem Wochenende in Neukieritzsch möglichst gut geht. Auch was das Ausgestalten der gemeinsamen Abschlußfeier betrifft. Bisher haben sich 5 Personen/Vereine gemeldet. Aufregen war gestern. Heute kommen nur die Fakten auf den Tisch und ihr könnt nach eurem Gutdünken mit entscheiden, wie ihr es haben wollt!

  1. Gerade noch geschafft! Ich wollte unbedingt „ordentlich“ in den August starten. Dazu war es nötig, die liegengebliebenen vielen interessanten Wettkampfdaten aufzuarbeiten. Das Wettkampfsystem der Spanier beeindruckt mich so sehr (auch andere, Frankreich, Italien, Portugal). Ohne das, hier jährlich, nicht eindrucksvoll zu beschreiben, wäre es für mich sinnlos, die GEHSPORTWELT in der Form so weiter zu führen. Das ist aber mein Anspruch. So habe ich jetzt alle Reserven genutzt und bin nun wieder zufrieden, denn alles seit Mai ist nun bereit für die GEHSPORTWELT. Das ergibt auch ergiebige Antworten auf die Fragen, warum aus den o.g. Ländern oft so viele Athleten fehlen wie 2022 in Grosseto und Tampere.
  2. Der spanische Weg! Beeindruckend! Ich wiederhole mich. Gerne. Das Gehen ist in das Leichtathletik-System integriert und es gibt eine Wettkampforganisation! Nur in Deutschland nicht (..abgeschafft). Hier sind die Interessen NICHT (mehr) gebündelt. Vereinsleben ist dieses Spitzengefühl, wofür eigentlich 80% aller Sportler trainieren. Höhepunkte dafür: Meisterschaften der Vereine als LIGA mit mehreren Vorrunden (..und Sponsoren, Joma & Iberdorla) an 16 Orten (je 8 M/W), Finale, Superfinale und 1. Division etc. etc.! An den 16 Vorrunden-Orten je Runde streiten sich mindestens je 8 Männer und Frauen in den Leichtathletik – Disziplinen um Punkte für ihren Verein. Die Geher sind mit dabei, also 64 Männer & 64 Frauen! Sie spielen deshalb so eine ganz andere Rolle als in Deutschland. In Frankreich gibt es entsprechend der Punkte staatliche Förderung für der Departements der Vereine. Vor allem! Von 15 Jahren an bis z.T. 70 Lenzen freuen sich Athleten gemeinsam über ihre Punkte für den Verein. Wer jetzt 1+1 zusammenzählt, beginnt zu begreifen. Wenn 40 Masters dort in den Vorrunden dabei sind, die 2. Vorrunde am 14./15. Mai in Spanien (Termin Grosseto) durchgeführt wird, kann man schlußfolgern, was für Spanier wichtiger war (und ist)!
  3. Deutschland, GSN, Neustadt a.d. Waldnaab! Wir beginnen dort den 2.Teil der Saison 2022. Immerhin 34 Meldungen liegen für die Wettbewerbe vor. Immerhin. Immerhin offen! Nach Altersklassen sticht die M70 extrem heraus. Mit 7 Teilnehmern stellt sie fast ein Viertel aller Teilnehmer. Ob das nun 2022 für einen LIGA-Wettbewerb gut ist, entscheidet selbst. Ich fahre gern dort hin, weil ich voriges Jahr viel Gutes über die Gastgeber erfahren habe. Ob ich mir Motivation dort hole? Schwer zu sagen. Z.B. 200 bis 300 Teilnehmer habe ich vor 20-30 Jahren vor Ort ausgewertet! Ab und zu gab es, ohne Computer, ohne „Digital“ gleich eine Auswertung. Das war motivierend.
  4. MAELO = Masters Europe Lovosice 2022! Meldschluß war am 31. Juli! Mit den über 260 Teilnehmern ein gutes Meldeergebnis. Mit dabei auch 34 Geher aus 7 Nationen. An allen drei Tagen mit Gehsportwettbewerben. 12.8. 3000m, 13.8. 5000m mit je 27 Teilnehmern, 14.8. 10km Gehen mit 26 Teilnehmern. Und 16 Athleten kommen aus Deutschland. 18 Athleten haben für alle 3 Strecken gemeldet. Ich freue mich darauf. Hier die Startliste über 3000m als Beispiel:Vielleicht versteht ihr jetzt, warum ich mir meine Motivation nur aus dem „Ausland“, also aktuell von woanders herholen kann, um noch irgendwie zu funktionieren? Um etwas Spaß an meinem Hobby zu haben! Wenn mir der Coup mit Spanien jetzt vor Neustadt a.d. Waldnaab nicht gelungen wäre…. Oh, Mann, oh Mann…!

Etwas süffisant könnte man volkstümlich zusammenfassen: „Da haben wir den Salat!“ Die WA hat reagiert und mit der Bekanntgabe kommender Termine auch mit die stark erhöhten Normen kommender Jahreshöhepunkte. Denn was in Eugene, Oregon, bei den WM-Entscheidungen die Breite der Weltspitze im Gehen angeboten hat, war unter den konkreten Umständen (ua Hitze) doch Anlaß für viele Überlegungen. Auch die WA fühlte sich mit diesen neuen „Standards!!“ wohl veranlaßt zu reagieren? Nun könnte damit eine neue „Normen-Leistungs-Spirale“ in Gang gesetzt werden, die dann zu neuen Auswüchsen oder sogar zum bitteren Ende des Gehens bei den internationalen Höhepunkten führen könnte…  

Unser Vergleich dazu:

Privat geht vor Katastrophe!

Sagen doch eigentlich immer alle (der „Volksmund..“), wenn man das Gefühl äußert, von vielen Aktionen (Arbeiten) ach so doll gestresst zu sein. Heute sage ich es mal zu mir selbst. Denn ich habe zwar alles fertig. Aber ich brauche JETZT Zeit, für meine Familie, für meine Schwester! Und die nehme ich mir. Ich fliege schon mal gleich hier ab. Doch davor verrate ich euch noch, worum es heute vom Thema her geht… Die 120 Jahr – Feier des ASV Sangerhausen 1902! Wie es der Name auch sagt.

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Gemeinsam mit Dick Gnauck hatte wir eine Einladung bekommen, die wir auch wahrnahmen, zusammen mit unseren Frauen.Wir hatten auch allen Grund dazu, die Einladung anzunehmen. Bestimmten doch wir, die starken Geher des ASV Sangerhausen 1902 in der jüngeren Vergangenheit (2008-10) des deutschen Gehsports die ganze Szenerie der Geschehen entscheidend mit. Für immer in Erinnerung werden bleiben der Team-Sieg gemeinsam mit den Stieglitz-Zwillingen 2008 in unserer Deutschland-Liga und das spannende, tolle LIGA-Finale 2009 zum Jubiläum 50 Jahre Langenhagen mit drei Meisterschaftssiegen und dem Gewinn der Abschlußstaffel. Zwar lägst vergangen, aber für immer eingebrannt in die Hirne. Das alles war nur ein marginaler Teil von dem, was es zu berichten gab, vor allem wenn man alles von Beginn an, versucht zu beleuchten. Und das gelang dem Veranstalter ganz gut. Bevor es dann zu bekannt rustikalem, stundenlangem Feiern mit der starken Band SWAGGER aus Weimar kam, wurden auch einige verdienstvolle Mitglieder geehrt! Dazu gehörte ein GEHERURGESTEIN! Deshalb vor allem berichten wir hier. Helmut Reinefahl wurde für seine Verdienste bei der Entwicklung von Talenten, auch im Gehsport, geehrt. Und wir waren mit dabei und freuten uns, ehe es zum großen Feiern und Abtanzen kam. Es wurde ein wunderschöner Abend! (Foto mit v.l. Dick Gnauck, Helmut Reinefahl und Udo Schaeffer im großen Festzelt in Sangerhausen)

  • Beim Europäischen Olympischen Jugendfestival im slowakischen Banska Bystrica holte sich gestern, am 25. Juli, der fast 16-jährige Nick Joel Richardt vom SC Potsdam starkes Silber in 22:02,70min, mit Zielfoto – Entscheid gegen Matteo Arisi, Italien, der 22:02,71 (beide = 100 Pkt) über 5000m schaffte. Als deutlicher Sieger, in 21:22,02min (= 105 Pkt), vom Platz ging der Spanier Daniel Monfort Moreno. Der in Deutschland lebende Slowake Lukas Rosenbaum erreichte an seinem 15. Geburtstag! in 23:42,57 (= 98 Pkt in M15, aus seiner Sicht, „nur“) einen 5. Platz! Herzlichen Glückwunsch!                                                                   *   *   *   *   *   
  • Stark! Der 4. Platz der bereits 38-jährigen Antigoni Ntrismpioti, Griechenland, bei der WM über 35km! Wieder eine Überraschung – siehe auch unsere Beiträge dazu? Im Höhentrainingslager Tymfristos, auf über 2 300m nur 280km von Athen entfernt, hatte sie ja sich dort akribisch vorbereitet, den „Countdown“ auf die WM bereits am 23. Juni mit einer Weltklasseleistung über 5000m gekrönt, in dem sie den seit mehr als 23 Jahren! schon bestehenden Landesrekord von 21:37min auf ganz starke 21:06,4min verbesserte. Mit 38 Jahren! Auch eine „Überraschung? “                                             *   *   *   *   *
  •  NEWS: DM Bahngehen, 10. 9. in Neukieritzsch: Hinter den Kulissen wird noch hart gearbeitet und organisiert. Der DLV hat das am 15.7. bestätigte Konzept eingestellt. Unsere Hauptaufgabe ist es nun, dazu ein passendes Umfeld zu schaffen, um allen würdige Meisterschaften und ein gemütliches Beisammensein anbieten zu können. Knackpunkte für uns sind aktuell immer noch die Rahmenwettbewerbe. Da halte ich mich hier noch bedeckt dazu… Aber die Fragen nach den Übernachtungen mehren sich! Dazu geht es erst nach dem 1. August! richtig los. Aber, da einige dazu nicht warten können, hier die Eckdaten. Unser (GSN) „Zentrum“ wird das Hotel „Atlantic“ in Markkleeberg bei Leipzig sein. Alles ist locker mit der S-Bahn S6 gut zu erreichen. Zwischen dem Hotel und der Sportstätte in Neukieritzsch wird auch zusätzlich zu Hauptzeiten ein Shuttle-Betrieb garantiert. Na klar könnt ihr jetzt schon im Hotel ein Zimmer buchen. Wir können aber auch noch etwas Rabatt erwirken, mit unserer Sammelbestellung, was aber organisatorisch erst nach dem 1.August funktioniert. Aktuell: DZ mit Frühstück 84 Euro! So nun habt ihr dazu die wichtigsten Fakten.

Das hier sind für mich die beiden besten Gehsport-Athleten der WM 2022, für 2x Gold durch Kimberly Garcia Leon, PER und 2x Silber für Katarzyna Zdzieblo, POL. Damit möchte ich nicht die Leistungen der anderen Athleten schmälern. Alle 75 Finisher der 35km erzielten bei nicht einfachen Bedingungen z.B. über 100 Punkte (35 Frauen, 40 Männer).

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Auch 30 Stunden nach dem zweiten 35km-Wettkampf in Eugene sitze ich immer noch mit offener heruntergeklappter Kaulade vor den Ergebnissen. Als ich im Frühjahr als Vorausschau bemerkte, die Frauen gehen in Eugene unter 2:40h und die Männer sogar deutlich unter 2:30h, die Besten, wenn alles TOP läuft sogar unter 2:25h, wurde ich meist belächelt. In Muscat bei der Team-WM bestätigte sich die Tendenz schon etwas. Aber, was hier in Eugene nun, schwarz auf weiß dokumentiert wird, das haut mich doch um. Denn bisher waren Spitzenleistungen vor allem „Ausreißer“! Bei dieser WM aber nicht! Über alle vier Strecken wurde eine unwahrscheinliche Breite dokumentiert, über 35km sogar die Breite in der absoluten Spitze. Waren diese 10 Leistungen!! mit 120 Punkten!! (6 M/4 W) über 20km schon außergewöhnlich, sprengen nun die 20 Leistungen mit 120 Punkten (11 M/9 W) alle Vorstellungskraft. Das geht Richtung „Massenware“, bedeutet Vorgriff in der Entwicklung der Sportart und endgültiger Abschied von allen Matadoren unserer „alten Schule“. Bei diesem angeschlagenen Tempo ist auch kein Unterschied des Herangehens oder der Typen mehr erkennbar (vergleichbar mit Laufen war 20/50km Gehen wie 10 000m/ Marathonlauf, jetzt ist es wie 5000m und 10 000m, da braucht man doch auch nicht mehr unterschiedliche Typen). Nachdem ich in Mascat so mit den 35km Frieden eigentlich geschlossen hatte, nun doch wieder etwas traurig…. Ob das gut geht? Ich sehe da kaum Unterscheidungsmerkmale 20/35km. Männer gehen einen Kilometer nur wenig über 4min und können trotzdem da 3:50min zwischendurch reinknallen. Zur Weltspitze Männer, 20km = 1:20h, selbes Tempo weiter, 35km = 2:20h, fehlen gerade mal 3 1/4min, das bedeutet, bei den Frauen, 20km = 1:30h, sind das 2:37:30h, gerade einmal mickrige 2 1/4min mehr! Da kommen viele neue Fragen hoch… und auch alte Probleme? Wird hier auch mit Ketonen „gearbeitet“? (Wie im Radsport?)  Wie kann man das alles so schnell erreichen etc.? Und mit dem Reduzieren um nur 2 Punkte bei 35km-Punkttabelle war ich doch viel, viel zu vorsichtig! Mehr Schlußfolgerungen ziehe ich nicht (mehr). 

Leider! Für Deutschland! Und für die deutschen Geher! (Anmerkung: Ausgerechnet die Sprinterinnen sorgten in der 4x100m – Staffel für die bisher einzige Medaille). Positiv: Nicht so warm, wie bisher und sogar mit Schatten auf der Runde! Das half aber unseren beiden Athleten nicht. Christopher Linke musste sich ja vorher längst abmelden und Karl Junghannß erwischte aus Sicht eines Außenstehenden den wohl schwärzesten Tag seiner wechselvollen Laufbahn. Spannend war es trotzdem. Matsunaga, JPN, begann vom Start an einen ernsthaften Außreißversuch, 10km in 40:38min absolviert. Vorsprung da 52s!Der dann größte Vorsprung betrug 1:03min vor einer neunköpfigen Verfolgergruppe! Da machte Perseus Karlström, SWE, die meiste Tempoarbeit. Dort dabei: Artur Brzozowski, POL (..später dis!), Massimo Stano, ITA, Jose Luis Doctor und Ricardo Ortiz, beide MEX, Masatora Kawano, JPN, Xianghong He, CHN und Brian Pintado, ECU. Sein Vorsprung schmolz bis km20 auf minimale 7s! Aus der Gruppe kommen die Medaillengewinner! Zu der mit dem starken Spanier Miguel Angel Lopez noch ein Favorit den Anschluß fand. Dahinter der 3. Japaner Noda und der große Kämpfer Dunfee aus Kanada. Mehr geht nicht. Unsere Deutschen hatten da schon mit 1:28:17 fast 6min Rückstand, denn vorne ging es weiter mörderisch in Richtung neuem Weltrekord zur Sache! Ab km23 dann ein erwartetes Ausscheidungsgehen, bestreitet Kawano JPN, für Ausreißer Matsunaga mit. Weiteres Kuriosum am Rande, der überrundete Cesar Rodriguez, PER, immerhin Zehnter dieser WM über die 20km, bestimmte rundenlang das Geschehen an der Spitze! ?? Hu! Erinnerungen an den Radsport werden wach. Hilfe für Brian Pintado, COL? Bis km30 bleibt das Tempo weiter wahnsinnig hoch! Jeden kmnur knapp über 4min! Stark. Die letzten 5km werden zu Fünft in Angriff genommen. Olympiasieger Massimo Stano, ITA, zeigt sich erstmalig gaaanz vorn! Diese vier Athleten gehen auf die letzten vier KM!Ein spannender Endkampf mit diesen drei Medaillengewinnern! Und Perseus Karlström, SWE, erfüllte sich, dieses Mal, ohne noch dafür „einige Meter“ Endspurt im Zweikampf machen zu müssen, dem wohl auch masochistischsten und umfassendsten Erfolg aller Spitzengeher, doch gleich 2 Medaillen bei einem großen Event zu erreichen! Genau wie Kimberly Garcia Leon, PER, vor zwei Tagen. Sie sogar mit 2x Gold. Und beide Wettkämpfe haben mit den erreichten Zeiten gezeigt, es ist ein anderer Wettkampf als die 50km. Das ist das Tempo der 20-ger, kurz über 4min! Und wenn es darauf ankommt, wird auch mal 3:53min im Endkampf gegangen, wie der neue Weltmeister, Massimo Stano, ITA, es zeigte, um zu siegen!