Am ersten Tag der U18- Europameisterschaft in Györ, Ungarn, fand das 5000m-Gehen der 16/17-jährigen Mädchen statt. Ohne deutsche Beteiligung ging Gold an Weißrußland, Silber an Griechenland und Bronze an Italien. Hanna Zubkova gewann mit über 50s Vorsprung! den Wettbewerb und verbesserte dabei auch den Championat-Rekord um 5s!
Der Deutsche Geherpokal arbeitet seit Beginn 1981 mit einer Punkttabelle, die immer auch die Unterschiede durch Alter und Geschlecht berücksichtigte. Der Ursprung der Tabelle liegt früher. Bereits seit dem Eisenhüttenstädter Hallenpokal 1974 wurde aufgrund von Team-Bildungen und mangels „Masse“ in den einzelnen Altersklassen mit Hilfe einer Punkttabelle mehr Spannung und Sportsgeist erzeugt. Der Erfolg brachte dann ab 1979 alle! Trainer und die Übungsleiter der Vereine (nicht der Sport-Clubs! – des Leistungssports) dazu, den Deutschen Geherpokal als Serie zur Talententwicklung zu nutzen und zu begrüßen! Davon profitierte natürlich der Leistungssport, ohne das System als solches anzuerkennen und genügend zu würdigen. Anderes Thema…
Heute beschäftigen wir uns (auch dadurch s.o. bedingt) mehr mit der „gerechten Leistungs-Bewertung“ der Masters. Mit sehr guten Erfolgen. Unser „age grading“ hat sich in den fast nun 45 Jahren bestens bewährt. Wir haben schon andere Ansätze der Masters-Bewertung vorgestellt und werden auch weiter darauf eingehen. Die polnischen Masters haben sogar die Form des Umrechnen der Prozente in Leistung bei ihren Meisterschaften in Torun vorgenommen:
Wir berichteten bereits. Und auch die Portugiesen waren bei ihren Masters in Lissabon nicht ganz mit der Platz-Bewertung ihrer Schützlinge zufrieden:
Deshalb werteten sie die besten Leistungen, getrennt m/w nach „age grading“:
In Borsky Mikulas, Slowakei, werden die Masters seit Jahren so offiziell bewertet. Und wir hatten auch von Horwich, Großbritanien, geschrieben, wo man bei der Siegerehrung ähnlich vorgeht.
Wie geht es nun weiter mit den vielen Wertungen für die EUROPA-Challenge? Wo ist der nächste Wettkampf? Wann kommt der neue Zwischenstand? Fragen, hier kurz beantwortet.
1) Mit den Organisatoren der BENELUX-Serie konnten wir 2018 sehr gut kooperieren. Die Wettkämpfe 18.2. Amsterdam, 14.4. Naumburg, 7.7. Best, 7.10. Tilburg und 17.11. Erfurt zählen für beide Serien. Eine gelungene Grund-Idee. Die Gesamtübersicht der Serie:
2) Aufgrund der vielen Anmeldungen wurden in Best Wettbewerbe getrennt. Somit stimmt die vorhandene Ausschreibung nicht mehr ganz, der Hauptwettbewerb, die 5000m werden um 14.30Uhr gestartet! Wir sehen uns? —> 180707 Ausschreibung, Best
3) Best wird für die EUROPA-Challenge und für die BENELUX-Serie gewertet. Beide Wertungen erfolgen nun zeitnah und die dann neuen Zwischenstände werden hier auch veröffentlicht. Unser Termin dazu ist der 12. Juli! Dann sind für die EUROPA-Challenge auch die Ergbenisse Torun, Masters und Györ, U18-EM verarbeitet. Danke für Euer Interesse bis hier.
Mittwoch zu Mittwoch kurz Mi zu Mi, die kleinen, „großen Rückblicke“ bewähren sich. Was ist diese Woche alles passiert? Zuerst einmal der bisher ereignisreichste Monat des Jahres ist vorbei. Die besten Leistungen stehen komprimiert im Netz. Die pdf-Zusammenfassung dazu umfaßt 13 Seiten, über 500 Leistungen. Das hat selbst der Mai mit Alicante, Masters-EM und Taicang, Team-WM, nicht hinbekommen (11 Seiten).
Eine Halbjahres-Übersicht zur GEHSPORTWELT wird vorbereitet. Dabei werden die
großen Möglichkeiten der Urliste aufgezeigt. Es sind schon darin schon über 2000 Leistungen gespeichert. Wertungen und Übersichten in allen Richtungen werden möglich.
Rasant, so wie der letzte Monat endete, beginnt der Monat Juli. Auch dazu sind die ersten Daten schon in der GEHSPORTWELT. Hier könnt ihr jetzt vom alten Monat das Beste zu Rumburk, Vagos, Lissabon, Middle Park, Birmingham, Leicester, Bratislava und Torun einsehen. Wobei die letzte Stadt (Doppelveranstaltung) gleichzeitig den neuen Monat einläutet. Cuenca, Barcelona und Abashiri sind schon eingestellt, im Laufe des Tages folgen noch die Chinesischen Meisterschaften der Provinzen der AK U18, U20, M/W, Mä/Fr 20, 50km in Chinfeng mit Top-Ergebnissen. Es bleibt spannend!
Wer oder was „stach besonders“ hervor? Welche interessanten Bilder dazu stehen im Netz? In Bratislava überraschte Dawid Tomala, Polen (29, siehe oben, Foto: facebook, rotes Shirt), mit neuer TOP-Superzeit unter 11min über 3000m sich selbst wohl am meisten? Stolz lichtet er sich mit Anett Torma, Ungarn und Jakub Jelonek, Polen, ab. 16 Hunderter brachte das Traditionsmeeting!
In Barcelona gab es die Katalanischen Meisterschaften, Jesus Angel Garcia ist nach
l´Hospitalet zurückgekehrt (Foto: Teo Tovar). Im Oktober wird er 49 Jahre. Er kann es mit den absoluten Spitzenleistungen nicht lassen, gewinnt so überlegen in 20:41min. Noch einen Bezug zu 2009? Vor 9 Jahren ging er mit 40!! seine Lebensbestzeit über 5000m, 1min schneller als jetzt. Bleibt er gesund, sehen wir ihn wieder, über die 50km zur EM in Berlin. Sein erklärtes Ziel ist es, auf jeden Fall bis nach dem 17.Oktober 2019 auch weiter zu machen… – dann knackt er wohl alle M50-Rekorde! Grandios – ist das alles schon jetzt! Wir bleiben dran.
Stolz meldet Zbigniew Kwita, Przezmierowo, seine Erfolge bei den polnischen Masters, letztes Wochenende in Torun: 15:56,31min über 3000m am Samstag und 28:42,36min am
Sonntag über 5000m brachten dem fast 59-jährigen polnischen Athleten 2x Gold. Wer die besten Leistungen (außer Boguslaw Seidel, wir berichteten schon) bei schwierigen Bedingungen, besonders am Sonntag, schaffte, das erfahrt ihr heute noch in der GEHSPORTWELT.
Sein im Internet präsentiertes Trikot klärt uns bezüglich PSE nunmehr auf!
Die polnischen Masters gehören mit zur EUROPA-Challenge, gewünscht von den Polen als eine ihrer drei „active events“. Das wird viele in der Challenge – Wertung voranbringen. Aber einen neuen Zwischenstand gibt es erst nach dem nächsten Wochenende, dann mit den Wertungen von Best, Niederlande und Györ, Ungarn für die besten jugendlichen Geher U18.
EUROPA-Challenge 2018
TOPICAL SITUATION with results: 2018, 0712
Der Monat Juni, zumindest die Berichterstattung davon, ist noch nicht zu Ende. Unsere Zeit ist begrenzt. So können wir uns erst heute Bratislava zuwenden. Ein Spitzen-Sportfest der Spitzenklasse. Ist in der Gegenwart angekommen – und natürlich MIT GEHEN! Die Männer:
Bei den Frauen geht Maria Czakova, Slowakei, Meeting-Rekord mit neuer persönlicher Bestleistung von 12:34,29min über die 3000m. Das ist bei den Frauen über die Distanz die fünftbeste Frau 2018 über diese Strecke.
Der Vormittag war der ganz offizielle Teil der Veranstaltung. Wettbewerbe über 500m für U10!!!, die 2000, 3000 und 5000m waren ausgeschrieben, die zugleich als Nordböhmische Meisterschaften auch extra gewertet und ausgezeichnet wurden. Gäste waren bei der Regionalen Meisterschaft willkommen und gut dabei. Die besten Leistungen:
Seit einiger Zeit werden in Tschechien „Nägel mit Köpfen“ gemacht. Wen es interessiert, der geht mal auf die Seite von SMOLA CHUZE! Dort ist genau beschrieben, wie man viele Dinge auch totreden kann. Im kleinen Kreis aufgestellt, hat Agneta Drahotova, die aktuell bekannteste Geherin des Landes, die Dinge auf den Punkt gebracht. Nicht mehr reden, zerreden… Anfangen, machen, tun, gemeinsam. Und so ist in den letzten Jahren auch mit finanzieller Unterstützung gerade von Josef Smola viel entstanden. Viele Blüten (Ideen) sind aufgegangen. Man bemüht sich. Hat schon viele und viel erreicht. Eines der Pflänzchen ist RUMBURK!
Wir haben mal das Protokoll, ist für mich sehr detailliert aber etwas unübersichtlich, zu einer Liste zusammengestellt. Schön, mit allen Zwischenzeiten im offiziellen Protokoll… Wie macht man das beim „Paar gehen“??? Einfach! Übergabe mit STAFFELSTAB!!! und um den Staffelstab ist der Chip angebracht, der alles aufzeichnen läßt, man so auch alles genau dokumentieren kann… Wir haben viel gelernt! Und, hier ist das von uns überarbeitete Gesamtprotokoll:
Beim zweiten Wettbewerb waren (je nach Altersklassen) Sprintwettbewerbe über die Unterdistanzen angesagt. Man hatte also die jeweilige Hauptstrecke schon in den Beinen, als nach dem gemeinsamen Mittagessen die Startschüsse für 200m, 500m und 1000m erfolgten. 21 Starter über 1000m ein rasantes Feld auf schnellem Tartan. Die Besten:
Cheforganisator und Lokalmatador Martin Nedvidek knackte mit seinen 3:53min auch die wichtige 100 Punkte-Marke! Glückwunsch – für beides, Leistung auf Tartan und bei der Organisation dieser Ganztagesveranstaltung. Was war aus Sicht der Deutschen noch interessant? Rainhard Langhammer kam auf der Zielgeraden noch an Udo Schaeffer, beide in der M65 unterwegs, vorbei. Auch Dick Gnauck, alle ASV Erfurt, schaffte es in den hervorzuhebenden Club der 11 Athleten mit 80plus – Punkten.
Wir haben noch die beiden Eilenburger der U16-er in die Tabelle aufgenommen. Beide ganz stark. Mit neuen Bestzeiten! erst nach ihren Hauptwettbewerben über 2 bzw. 3ooom. Freddy wollte unbedingt seinen Mentor und Fernbetreuer über 1000m schlagen. Nach 200m griff er mich an, doch ich hielt dagegen. Hatten wir uns beide dort wohl zu früh verausgabt? Obwohl, wir waren zufrieden mit unserer Schlußleistung. Dafür hatte seine Schwester Michaela einen starken Tag. Nach ihren 18:53 über 3000m knackte sie nur 3h später über 1000m beinahe zum 1.Mal die 80 Punkte-Marke! Sie griff erst bei 750m an. Ganz raffiniert und perfekt. Sie schaffte, was ihr Bruder wollte – den Mentor schlagen! Im Ziel waren alle Deutsche, Erfurter und Eilenburger, glücklich, zufrieden mit den gezeigten Leistungen.
Das alles ist nur schwer in Worte zu fassen! Wenn zum Beispiel zwölf! völlig unterschiedlich, durch Festlegen und Losverfahren zusammengestellte Paare m/w, von 10 bis 70 Jahren miteinander aufeinander treffen!
Eigentlich ist es Abschluß und Spaß! Eigentlich…, aber diese 400m (immerhin 7x) verführen dich. Selbst erlebt, ja, sieben Mal. Zweimal geht es noch halbwegs gut, Puls ist schon über Anschlag…, bei diesen 400m auf der schnellen, neuen Bahn! Doch dann ändert sich deine Konstitution! Die 5000m und 1000m vorher sind ja schon in den Beinen… Was sind die doch gegen diese „eigentlich läppischen 400m“? Aber genau dafür wirst Du so was von bestraft, denn, ja die erste Kurve im Anschlag!, 100m, „ausgeruht“ im Speed bei vollstem Tempo, möglichst an den Vordermann rankommen…! Aber, oh, geht doch nicht, zur 200m-Marke hin schwinden die Kräfte. Aus! Am liebsten aufgeben! Es ist doch Aaaanschlag. Nichts geht mehr. Die zweite Kurve wird dann zur realen Qual. Und anschließend wartet noch 5x Mal diese unheimlich lange Zielgerade! Das geht gar nicht. Ist die wirklich nur 100m Lang? Ich will „sterben“, …geht nicht. Denn der Partner…! Er wartet, …da ganz hinten, gerade wieder etwas erholt. Aber Du musst noch noch bis dahin??? Puls schon im Kopf, trommelt an die Schläfen. Atmen? Was ist das? Die Brust brennt. Wie nur das Ziel erreichen…? Aber in gut 2min ist alles vorbei. Vorbei? Ich pumpe wie ein Maikäfer in den letzten Zügen. Nur nicht stehen bleiben, dann falle ich noch um. Und in 2min bin ich wieder dran. Schööön! Es dauert. Auch schön. Aber da biegt er schon, ja, mein Partner, ein kleiner Wirbelwind, in die Zielgerade ein. Ob ich das alles noch einmal schaffe? Anschlag? Könnte er nicht einfach weiter gehen und ich habe meine Ruhe? Aber er pumpt genau wie ich. Mitleid kommt auf. Vielleicht geht es ihm besser, wenn er sich auch mal 2min erholen kann? Aber??? Dann muss ich ja noch mal ran! Erkenntnis und Zwang siegen über die Vernunft, dem eigenen Körper Ruhe zu bieten. Und wieder diese Tortour…, erste Kurve im Anschlag…! 100m…
