Endlich! Wieder einmal ein Lehrgang im Gehsportbereich. Selten! Kaum ein Landesverband ist in der Lage, zu Gehsportfragen einen Geherlehrgang in Eigeninitiative durchzuführen. Am Wochenende hat es Sachsen-Anhalt mit vereinten Kräften geschafft, einen Gehrichter-Lehrgang überregional auf die Beine zu stellen und auch mit großem Andrang erfolgreich durchzuführen. Herzlichen Glückwunsch! Auch vom Gehsportnetzwerk waren mit Benjamin
Fritzsch und Uwe Weyrauch zwei Mitglieder vertreten. Gerne fördern wir auch diese Art von Projekten. Während es für Benjamin galt, als bisheriger Allrounder nicht nur in der gesamten Leichtathletik und wißbegieriger Newcommer im Gehen weitere Informationen „aufzusaugen“, um sie vielleicht einmal später im großen „Weißen Gehsportflecken“ NORDDEUTSCHLAND einzusetzen, sind Uwes Vorstellungen schon konkreter. Der umfangreich ausgebildete SCHIEDSRICHTER in der Leichtathletik – siehe Bild – arbeitet so u.a. schon seit Jahren aktiv im Thüringer Kampfrichterwesen. Seit 3 Jahren haben es ihn auch konkret die Geher angetan. Die Idee des GEHSPORTNETZWERKES gefällt ihm. Er ist nicht nur ins Netzwerk eingetreten, hat am Gehrichter-Lehrgang teilgenommen. AKTIV möchte er helfen. Mit Kampfrichterwissen zu einem Bindeglied werden. Wir betrachten Uwes Mitarbeit im Netzwerk schon jetzt als Erfolg!
Eine Woche nach den Deutschen Meisterschaften Bahn in Diez mussten die Bayern in München noch einmal zu ihren Landesmeisterschaften ran. München, 24.9. mit einigen Impressionen, Männer von Gabi Moser (immer zuverlässig mit Info & Bildern):


Oben: Josef Berzl, Regensburg, M65, wurde mit 64:48min. Sechster, Sieger mit großem Vorsprung in 44:32,93min. Andreas Janker, Röthenbach, alles über die schwere 10 000m-Strecke bei den Herren. Und Bild unten: Ein großer Zweikampf von Joachim Maier, M47, Breitenbrunn, mit Helmut Prieler, M62, Niederaichbach, den der 15 Jahre Jüngere (auf Bild hinten) im Kampf um Silber mit drei Sekunden Vorsprung in 55:28min. gewann.
Fassen wir zusammen, was sonst noch geschah und fangen wir bei den Ultras an. Die 52. Folge von Nijmegen – Rotterdam, Niederlande, am 16./17. September, begann mit 82 Gehern im Kronenburg-Park Nijmegen. Und 29h später endete dieser Volkswettbewerb mit
80 Finishern in Rotterdam. Geplant war ein gemeinsamer Marsch mit 7km/h über 160km. Der älteste Finisher (jemals!) war der 80-jährige Jaap Visser. Schon heute wirbt Rotterdam für den nächsten Traditionsmarsch am 1.-3.Juni 2018 über diese Strecke, allerdings mit 6,5km/h.
Der bei uns bestimmt bekannteste große Ultra-Wettbewerb, Paris – Roubaix, allerdings im Gegensatz zu Rotterdam als „echter“ sportlicher Wettstreit ausgetragen, fand am selben Wochenende statt. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen konnten Matadore aus Sankt Petersburg/Rußland gewinnen. Der Sieger, Dmitry Ossipow, siehe Foto, schaffte in den 28 Stunden von Rubaix über 229km. Die beste Frau, Gesamt-Fünfte Tatjana Maslowa, erreichte über 290km. Die Besten haben wir in der GEHSPORTWELT aufgenommen.
In der GEHSPORTWELT sind nun auch die besten Ergebnisse von Woronowo / Rußland und von den „langen Wettbewerben“ des nordischen Traditionsvergleichs Schweden-Finnland in Stockholm /Schweden eingestellt. Die neuen russischen Normerfüller „Meister des Sports“ sind nun wirklich „Neu“ und „unverbraucht“. Weniger, aber mit viel Potential in die Zukunft. Wieder mit hoher Konzentration auf das Zentrum „Mordovia“ in der autonomen Republik. Wo und in welchem Wald diese jungen Talente nur gefunden werden? Leistung zählt da auch in jungen Jahren. Wenn man Leistung bringt, steigt man auf! 12-Jährige starten schon in der U16 und 15-Jährige messen sich mit der U20! Jugend mit starker Breite, auch in Rußland mit den SUPERJAHRGÄNGEN 2000/2001! Der 11. Platz geht da männlich mit 48:05min und 100 Punkten weg. Schaut mal rein…
Die nächste offizielle Rangliste erscheint erst nach dem LIGA-Wettbewerb in Jüterbog. Aber, viele Athleten haben sich durch Diez, wenn auch meist nur um 2-3 Punkte, verbessert.
Mit aktuell 282 erfaßten Sportlern haben wir das Ziel mit 300 Athleten 2017 noch nicht ganz geschafft. Hier für alle Interessierten & Fans die gesamte Übersicht als pdf – Datei:
—> 1709 Der Deutsche Gehsport nach Diez gesamt
Dann gilt es für alle, mit den letzten Wettbewerben 2017 die Übersicht zu behalten! Wo kann ich noch punkten? Wie kann ich noch punkten? Mindestens vier Wettkämpfe, um in die Gesamtwertung zu kommen, maximal sechs…. Hier die Möglichkeiten:
Die LIGA – Wettkämpfe: 30. 9. Jüterbog und 14. 10. Gleina
Bonus-Start: 2.Start Jüterbog (Jagdgehen), 1. 10. Tilburg, 7. 10. Wien, 21.10. Prag
Zur Gesamtwertung gibt es eine Auswertung und Siegerehrung in Erfurt am 11.11. und das Jagdgehen als Revanche mit den erreichten Leistungen in EUROPA-Challenge und Deutschem Geherpokal. Nun denn…
… die Übersicht / Protokoll der Rahmenwettkämpfe von Diez ist nun da! Nun noch drei Übersichten dieser Art für Euch.. Versprochen, jetzt Diez, dann Jüterbog und Gleina..
Entweder erfolgt dann eine „Erlösung“, … oder es finden sich 10 Leser !!, die jeweils mit einem Satz begründen, warum sich der ganze Aufwand hier und so lohnt… Dann gibt es bestimmt eine Lösung.
1. Etappe ist eine 20km-Runde am Lake Taihu (Mühltalgehen, mit allen „Vorbehalten“ läßt grüßen…): Und die ersten Teilnehmer werden genannt, mit Christopher Linke ist dabei auch ein Deutscher bei facebook genannt! Weitere Namen sind: Rew, NZL, Kumar, Indien, Bos, O´Buadhaigh, Smith, Christi, Palma, der Schwede Karlström, die Ukrainer Sheiko, Dmytrenko, Budza, Banzeruk, die Polen Golba, Brzozowski, D. Blocki, Sikora, Jelonek auch: Bonfin, BRA, Fonseca, Taylor, Muzzo, Binali, Tontodonati, Barber, Bianchi, Bird-Smith, Burnett, O´Callaghan, Ciftrujonk, Wiggins, Han… wir berichten weiter…

Unser Rückblick auf die „TOUR DE FRANCE“ der Geher 2016, das „Around Taihu“, ein 4-Etappengehen im Distrikt Suzhou, China. In 5 Tagen ist es wieder so weit! Die 100 besten Geher der Welt sind eingeladen, um mit den Kaderathleten Chinas in der 1. Gruppe, am 24.9. 20km und an den folgenden drei Tagen 10km zu bestreiten. Es geht für Geher um viel Geld. Teamwertung: 20 000 Dollar, Einzelsieg: 10 000 Dollar, Etappensieg: 1 000 Dollar und „Gelbes Trikot“ 1000 Dollar, jeweils männlich und weiblich. In der 2.Gruppe startet der Nachwuchs, auch an vier Tagen, über 5,7km, 6km, 7km und 4,3km. Das wunderbare Bild runden 10 ooo Walker aus China und der ganzen Welt ab, die herzlich willkommen sind. Wir sind gespannt und genießen dieses imposante Vorjahresbild:
Hagen Pohle wird am 16. 9. in Diez Deutscher Meister im 10 000m Bahngehen!
Für wie viele von uns kam Hagen Pohles erster Titel bei den Männern auf der Bahn 2017 überraschend? Wahrscheinlich möchte der 25-Jährige seine Saison noch sehr ordentlich beenden? Nun scheint er richtig ins Rollen zu kommen. Und die zweite Meisterschaft dieses Jahr im Herbst winkt ja noch… am 14. Oktober in Gleina über 50km! Da gleich die Norm für 2018 – das wäre ein perfekter Saisonabschluß. Wir werden sehen….
Der Abschluß dieser Serie handelt von Triest. Eine alte ehrwürdige Stadt mit großer Geschichte in Italien. Auch im Gehen hat man wohl diese…, …. Geschichtchen! ***
Auf einer nur 667m langen Altstadtrunde wurde ein internationaler 1okm-Wettbewerb – traditionell schon das 43. Event – ausgetragen, der in sich auf drei Wertungen beruhte.
Bei den Spitzenkönnern national gewannen: Männer, Francesco Fortunato in 41:43min, Frauen, Valentina Trapletti, 43:30min. Schmackes kam in „die Bude“ durch den INTERCITY-CUP, einem Städtevergleich als Teamwettbewerb. International traten kroatische, slowenische, spanische Vereinen und auch zwei deutsche Städteteams – was uns interessiert – an: 4GO Sachsen Dresden und TV Buchlertall!
Auf dem Bild die Spitze des Feldes mit 253, Trapletti, 251, dei Tos, 308, Gomez Garcia, 252, Fortunato und 259, Chiesa, der die Extra-Citycup-Wertung gewann.
Beachtlich und mit starker Zeit schlug sich auch die kurzfristig nach Buchlertall gewechselte Bianca Schenker mit tollen 48:39min! Das konnte nach unseren GP-Punkten an diesem Tag nur Denis Franke, TV Buchlertall, toppen, der für die Wahnsinnszeit von 46:06min starke
111 Punkte schaffte. (Anmerkung: Zum Glück gelten diese Punkte nur zum virtuellen Vergleich. Bianca erklärte zu ihrer Zeit, dass die Absperrungen eventuell im Vergleich zum Vorjahr anders gestanden hätten? Genaues ist nicht bekannt, rüttelt aber an der Glaubwürdigkeit. Eventuell 10 – 30m zu kurz auf 15 Runden? Dagegen sprechen die erreichten Zeiten der italienischen Topstars..! Selbst vor Jahren in Jüterbog in der selben Situation sehen sich die Athleten dann um ihre echte Bestzeit gebracht. Äußerst schade. Echte Bestzeit gegangen, aber ungültig weil zu gut…?) Auf unserem Bild, Zweiter v.l. Denis Franke, immer lustig im Kreise der Sportler… Bengt Bentsson, Schweden und Alfons Schwarz vervollständigten das Team. Stark, dass der Verein genau an dem Tag sein eigenes Sportfest in Bühlertal durchführte!
Auch um unsere zweite deutsche Städtemannschaft aus Dresden ranken sich Geschichten. Wer kennt schon noch Sten Reichel, Matthias Kieb und Andreas Höntsch? Das hält sich in Grenzen.
Gut, Sten Reichel, für Pobershau startend, hatte noch bis 2015 ab und zu in der Halle bei Landesmeisterschaften aufhorchen lassen. Aber sonst? Nach ihren großen aktiven Auftritten hatten sie Anfang der 2000-er Jahre in Dresden auch als Organisatoren versucht, die große Tradition der Ära Sieghard Stricker, der wiederum in sich auf den Traditionen der Nachkriegs-Idole um
Gerichter Korb und Chef-Organisator Mönnich gesetzt hatte, weiter zu erhalten! Noch einmal lebte auch der „Große Garten“ auf und 2005 gab es die wunderbaren Meisterschaften am Elbufer – siehe unser Foto von damals – mit unvergesslichen Ausblicken. Alles Geschichte! Diese, ich darf mal schreiben, Jungs, stellen sich in Triest an den Start. Und Sten Reichel, M42, schafft 46:14min, Matthias Kieb, M38, 50:41min und Andreas Höntsch, M40, 54:23min.! Sie halten zusammen. Seit Jahrzehnten. Sie machen ihr Ding! Zeigen, was sie drauf haben. Unsere Geherszene bräuchte sie! Typen! Mit denen es Spaß machen würde, sich zu messen… Was hat sie dazu bewogen, in der o.g. Form in/für Deutschland nicht zur Masters- und Organisationsszene zu finden…? Auf jeden Fall hat nun Christoph Höhne damit mächtig zu tun, wie die „Jungs“ ordentlich in unseren Masters-Bestenlisten zu „vereinnahmen“? In diesem Sinne, bis gleich und gute Nacht. Geschafft!
*** NACHTRAG! Ein schöner Wettkampf, der schöne Geschichten produzierte. Die letzte ist, die Strecke offiziell nun zu kurz und das soll nach Aussagen von Fabio Ruzzier schon vorher bekannt gewesen sein…? Wieder mal etwas eigentlich Unmögliches durch das reale Leben möglich gemacht. Die Geschichten bleiben, um die Nachtrags-Geschichte nun erweitert!


