170325 Dudince10 TechnikMit einem Erfolg des Norwegers Havard Haukenes über 50km in neuer Jahres-Weltbestzeit von 3:43:40h, vor dem Polen Rafal Augustyn und dem Mexikaner Pedro Gomez endete der wichtigste Wettbewerb am Samstag in Dudince. Normalerweise stellen wir solche Fotos nicht ins Netz, aber wenn sie schon drin sind? Was soll´s? Beim stark besetzten 50km-Wettbewerb blieben immerhin 15 Athleten unter 4:10h. Der Nationalheld Matey Toth, aktueller Weltmeister und Olympiasieger von Rio war auch präsent. aber nur parat an den Mikrofonen und Kameras dieser Welt. Leider. Eingebunden in die 50km war auch die 35km-Meisterschaft der Ungarn, die der 21-jährige Bence Venyercan in starken 2:38:28h (NR) mit neuer persönlicher

170325 Dudince50 TOP15Bestleistung gewann. Seit den 50km von Dudince haben auch die Polen nun ihren ersten Landesrekord über 50km der Frauen. Agnieszka Ellward (28) schaffte in Dudince 4:52:56h und schrammte damit unsere 100 Punkte-Marke ganz knapp. Das war ein (vielleicht der?) coole Langstreckenwettbewerb der Geher in Europa. Und Sonst?

Schmale Wettbewerbe 20km mit je 7 Finishern M/W, Sieger: Zivile Vaiciukeviciute, 1:33:23, PB und 112 Punkte und Genadij Kozlowskij, Beide Litauen, 1:24:48h und 110 Punkte. Ein Tag der Litauer! 10km U20 mit 3 Athleten männlich und 9 weiblich, mit 5 Ungarn und 4 Tschechen – nur eine slowakische Starterin! In der U18 mit 11 Athleten männlich, starkem ungarischen Sieger, Balint Sarossi, 44:57min. und 111 Punkte und weiblich wieder litauischem Sieg durch Austeja Kavalauskaite in 24:54min. über 5km. Je 6 Senioren M/W mit guter Österreicherin, Andrea Kovacs, W37, die die 5km in 25:04min. absolvierte. In der U16 M/W war Patrik Nemcok, Slowakei, M14 mit 15:10min., bei ebenfalls internationalen Vergleichsmöglichkeiten mit Ungarn und Tschechien, der Beste. Die ganz Jungen, U14 und U12 M/W rissen in puncto Teilnahmen die Eisen aus dem Feuer. Hier waren Bendeguz Kocsis, Ungarn, M12, 4:42min., Ivana Dudova, Slowakei, W12, 4:45min. und Simon Batovsky, Slowakei, M9, mit 5:03min. die Stärksten der insgesamt 69 Starter über 1km.

Fazit: In der „Mitte“ fehlte irgendwie etwas Spitze und Breite über 10 und 20km. Da waren doch einige Zeiten und Plätze vergangener Jahre unbesetzt. Ansonsten bot sich die kleine Slowakei wieder als einen Top-Platz für europäische Geher an. Der 50km-Ort Europas!

Ein Blick auf die Topleistungen von Daegu über die 10km läßt gute Bedingungen vor Ort vermuten. Ein Vergleich mit den 3000m vor vier Tagen läßt aber auch auf unterschiedliche Vorbereitungen (Tempo & Ausdauer) schließen – zu unterschiedlich sind z.T. die Plätze oder170324 TOPERG Daegu10 Punkte. Vergleicht die beiden Listen, starke 10km mit Punktsteigerungen von u.a.: Jaqueline Wilson, 101 zu 109 Punkte, Andrew Jamieson, 101 zu 110 Punkte, Ivzans Normunds, 101 zu 113 Punkte, als M45 der prestigeträchtige Gesamtsieger der 10km oder Miroslaw Luniewski, 95 zu 102 Punkte, schon über 3000m polnischen Rekord der M60 gehend, nun deutlich unsere „100 Punkte – Marke“ geknackt1 Also, da war schon einiges los in Daegu.

Mit makelloser Bilanz reisen die beiden deutschen Geherinnen aus Daegu ab. Dieses Mal waren zwei Frauen am Start, beide sicherten sich wieder „ihre“ Medaille. Uschi Klink, Groß-Gerau, W70, 1:08:41, Bronze und 95 Punkte sowie Ursula Herrendoefer, PSV Berlin, W75, 1:15:43 mit Silber und 90 Punkten, verpaßt Gold nur um 27 Sekunden. Ganz stark unsere beiden Ursulas! Herzlichen Glückwunsch zum Erfolg und für das tolle Auftreten.Herrendorfer, UrsulaKlink, Uschi

Dieser Beitrag zur Teilnahme von Gehern an der WMA in Daegu wird erst nach unserer sportlichen Berichterstattung vorgenommen. Er steht somit am Ende der Berichterstattung…

Eine schwere Woche der Berichterstattung. So halten wir uns nur ganz auf, beschränken uns auf das Wichtigste, ohne vorab den Gastgebern ein Riesenlob für Gastfreundlichkeit und Service auszustellen. Viele Sportler die schon 10, 20 oder 30 Jahre (fast) immer dabei sind, bei diesen Senioren-Events, waren voll des Lobes über das Organisationstalent der Süd-Koreaner. Diese Zeilen müssen unbedingt hier und vor den nächsten stehen.

Wir hatten über Meldezahlen schon berichtet. Erinnert sei, den „nur“ 154 Meldungen bei Hallenwettbewerben standen in den 10km-Startlisten stolze 369 Athleten gegenüber. Wir hatten einiges beleuchtet, Möglichkeiten, Schlußfolgerungen gezogen. Das veranlaßte selbst die Verantwortlichen zu gesamt vier Starts. 1x alle Frauen und 3x Männer, die M50 wurde wegen 74 Startmeldungen! allein auf die 2km-Runde geschickt…. So nahm das Schicksal seinen Lauf, Koreaner wurden wohl nicht (genügend) vorgewarnt?170324 Daegu77Jeder, der sich international etwas mit Gehen beschäftigt, kennt den netten Franzosen Emanuel Tardi, der bei den Wettbewerben dieser Welt das Ende des Feldes beschließt und mit seinen vielen Reisen die Welt mit interessanten Fotos aus aller Welt beehrt. Eben dieser Emanuel berichtet auf seiner Facebook-Seite von erfüllter Mission, alle Koreaner sportlich besiegt zu haben. Mit 1:14:02h der M50! Dabei war dieser Wettbewerb der Erfolgreichste der netten Koreaner! Denn von bedeutend weniger wirklich am Start stehenden 29 Koreanern in allen 4 Wettbewerben erreichten nur FÜNF !! das Ziel. Je 1x M40, M45 und 3x M50! 15 Disqualifikationen, damit wird dieser Wert auch unnötig „belastet“ und neun angesichts dieser Tatsachen verständliche Aufgaben stehen nun im Protokoll. Statt 99 Frauen waren nur 50 insgesamt am Start, statt 270 Männer über 10km nur 100! Schätzt das bitte selber für Euch ein. Oder laßt es egal sein…

Zurück zur M50! und konkret: Statt 74 Athleten waren es nur 21 (und allein!) auf dieser 2km-Runde! Statt 62 Koreaner !! waren 13 am Start, die sich noch trauten. Fünf wurden trotzdem disqualifiziert, fünf gaben entnervt auf, drei kamen durch und sicherten damit noch das Teamsilber mit einer Teamzeit von 3:58:27 Stunden. Eine kleine Aus- oder Versöhnung? Die einzige Madaille und so sogar ein ERFOLG FÜR KOREA! Dabei können Koreaner gehen, siehe Nomi City, mit Hyunsub Kim, dort Zweiter in 1:19:50h. Gegangen!

Stichwort Team-Medaillen: Gesichert wären da 10 AK M/W mit Gold, Silber, Bronze, macht gesamt 60 Medaillen! „Nur“ 22 davon konnten in Daegu vergeben werden, davon 12 Goldene, 8x Silber, 2x Bronze. Wettbewerb sieht doch anders aus? Hat der „olympische Gedanke“ etwa gesiegt? Zu den Gehsportländern! Spanien führt mit 3x Gold, HongKong und Singapore erobern 2x Gold, Australien, Polen, Großbritanien und Lettland beweisen Breite auch in der Ferne. Und die Österreicher sind natürlich auch dabei. Organisieren sich „ihre“ Goldmedaille in der M45. Glückwunsch. Und eigentlich nicht (noch) mehr zu sagen.

Mit drei offiziellen Challenge-Wettbewerben und hochwertigen Nachwuchs-Wettkämpfen war Monterry, Mexico von der sportlichen Wertigkeit wohl der hochrangigste, allerdings nicht mit den teilnehmerträchtigeren Wettbewerben Asiens wie Kobe, Huangshan oder Nomi City vergleichbar. In Asien boomt aktuell einfach der Gehsport!170319 TOPERG Monterry

Hier die Zusammenfassung der TOP-Ergebnisse aus der Gehsportwelt. Zwei besondere Aspekte bringen uns zu diesem Nachschlag. Zuerst die doch vielen Länder am Start! Die Kanadier fahren als doppelte Sieger nach Hause, Dunfee über 50km und Thorne über 20km. Das Traditionsland in der wieder erwachten „Höhle des Löwens“ Monterry ohne Sieg in den Hauptwettbewerben. Denn auch bei den Frauen entführte die Brasilianerin de Sena den Sieg ins Ausland! Über 50km und 20km der Frauen sogar das gesamte Podest! Zum Zweiten: Dem Härtetest zweier Topwettkämpfe innerhalb einer Woche, stellten sich auch viele Athleten wirklich. Bemerkenswert, wie sich dann die schon gestandenen Athleten bei diesem Event durchsetzten! Ü30 ist keine „Schande“ mehr.

Der mexikanische Nachwuchs scharrt schon ganz stark „mit der Hufe“ mänlich und weiblich. Der aktuelle Direktor des Sportinstituts des Bundesstaates Nuevo Leon, Raul Gonzalez, zweifacher Medaillengewinner von Los Angeles 1984, hat dem Austragungsort des IAAF-Weltcups 1993 neues Leben eingehaucht und damit einen neuen Aspekt für die IAAF-Race Walking-Challenge 2017, mit 2 Wettkämpfen in einer Woche, beigesteuert. Die Veranstaltung im Parque Fundidora mit über 200 Athleten (10, 20, 50km) aus 24 Ländern wurde so zu einem tollen Erlebnis.

Senioren-Weltmeisterschaften 2017 in Daegu, Südkorea: Zwei 65-er Weltrekorde waren die Höhepunkte der Gehwettbewerbe in der Halle von Daegu. Heather Carr, Australien, istCarr, Heather jetzt in der W67 bei 16:57,96min. über 3000m in der Halle angelangt. Der Mexikaner Jose Luis Lopez Camarena schaffte die Strecke in sagenhaften 14:17,97min.! Der Jahrgang 50!

Insgesamt gab es 19 Hunderter bei der WM. Gesamt große Leistungsunterschiede. Leider zeigen nur 132 Teilnehmer, dass zumindest bei den Hallenwettbewerben die Ideen des Einbeziehen der nationalen Walkingbewegung nicht funktionierten. Von 13 „Volksgehern“, die sich trotzdem aufs Tartan trauten, erreichten nur zwei Athleten das Ziel. Leider. Das treibt natürlich auch die Disqualifikationsquote hoch, auf über 17%. Aber! 11 der 23 Disqualifizierten sind (diese) Koreaner. Aus Europa wurde nur ein Spanier disqualifiziert, was zeigt, es gab KEINEN HEIM – BONUS. Hoch interessant, wie das nun bei den Straßen-Wettbewerben über 10km! mit dem bedeutend höherem Anteil an Koreanern funktioniert wird? Will man die (fast) alle disqualifizieren?

Das z.T. hohe Niveau ist bei unserer Übersicht in der GEHSPORTWELT schon dargestellt. Bei den Frauen fehlten, wie erwartet und befürchtet, einige Leistungsträger besonders aus Europa. U.a. keine Medaillen in der W35! Nur 48 weibliche Hallen-Geher. Bei den 11 AK der Männergingen nur die Titel der M60, M75, M80 und M85 unter 100 Punkten weg. Hinter dem Überflieger Camarena, Mexico, überzeugten vor allem: M55, de los Angeles, Mexico, Brenes, Costa Rica, M50, Perianez und M40, Alvarez, beide Spanien mit tollen Siegen. Und der Zweite der M65, Ian Richards, Großbritanien, muss hier auch noch unbedingt erwähnt werden! Nicht nur, weil der 68-Jährige mit 15:00,69min. knapp eine Traummarke verfehlte und „Nur“ Zweiter seiner AK wurde.

Deutschlands Teilnehmer kamen auf 100% Medaillen-Ausbeute! Die einzige Starterin, Uschi Klink, Groß-Gerau, schaffte es in der W70 auf das Podest. Mit ihrer guten Leistung von 20:51min. ging sie in den 80-99 Punktebereich. Gratulation. Wir haben uns erlaubt, das Protokoll speziell für das Gehen hier neu zu erstellen und stellen es hier allen zur Verfügung.

Protokoll:  —> 170319 Daegu 3000m

Das Gehsportland Mexiko richtete innerhalb von sieben Tagen zwei große Wettkämpfe der IAAF-Race Walking-Challenge 2017 aus. Am Sonntag fanden nun bei hochsommerlichen Temperaturen um 30 Grad im fast 600m hoch gelegenen Monterry 20- und 50km-Wertungs-Wettkämpfe in der von hohen Bergen umgebenen Millionenstadt – einem der bedeutendsten Industriestandorte Lateinamerikas – statt. Die Podestplätze (aus „Marcia dal Mondo“):170319 Monterry SiegerpodesteHier spielten einmal nicht die Zeiten die entscheidende Rolle. Bei diesen Bedingungen ging es eindeutig um Siege und die TOP-Platzierungen. Passend in die aktuelle mexikanische Strategie. Denn nach 20 Jahren relativer Ruhe (nach 1996-2015) besann man sich auf seine Stärken und schaffte in Mexiko schnell neue TOP-Bedingungen, die bereits 2016 in Rio de Janeiro mit der Silbermedaille durch Maria Guadalupe Gonzalez erste große Erfolge brachten. Diese Traditionen Mexikos im Gehen wurden Anfang der 60-er Jahre durch den polnischen Trainer Jerzy Hausleber begründet, der mit seinem besten Schützling, Jose1968 Mexiko OS Golubnitschi 1.33.59 -1s Pedraza Pedraza, 1968 in Mexico bei Olympia Silber über 20km holte. Das Bild zeigt ihn nur 1 Sekunde hinter Olympiasieger Vladimir Golubnitschi (UdSSR). Drei Tage später, beim Sieg unseres Christoph Höhne über die 50km, schrien die Zuschauer nur „Pedraza“… (da wurde der Doppelstarter noch 8.). Diesen Erfolg setzten später Daniel Bautista, 76 Montreal, Ernesto Canto & Raul Gonzalez, 84 Los Angeles, Carlos Merccenario, 92 Barcelona und Bernardo Segura, 96 Atlanta, in eine riesengroße Tradition um. Raul Gonzalez !! war es dann auch, der (bei Anwesenheit aller lebender Olympioniken) in einer großen Rede anläßlich der Challenge an all das erinnerte. Nicht umsonst trägt aktuell diese Veranstaltung den Namen von Jerzy Hausleber, dessen Name in Mexico verehrt wird und der als „Father of the mexican race walking“ bezeichnet wird. Mit seinen Aktionen hatte er nicht nur für Medaillen und Ansehen gesorgt. Er hatte damit vorher Hunderte „von der Straße geholt“ und ihnen nicht nur das Gehen beigebracht. Auch in etwa der selben Anzahl von Familien eine gewisse Sicherheit und Geborgenheit gegeben. Eine große Idee, nun aktuell (mit Finanzen) wiederbelebt. Zeigt reale Alternativen, wirkliche Möglichkeiten, auch in der heutigen Welt, auf. Unser allergrößter Respekt!

Ergänzt durch zwei Deutsche im Hauptwettbewerb über 20km. Beide hatten die in der Nähe liegenen Hallenmeisterschaften Anfang März weggelassen, starteten gleich erfolgreich in die Freiluftsaison! Andreas Janker bestätigte allen als Edelamateur und M34 sein Ausnahme-Leistungsvermögen mit einer 1:28-er Zeit, Emilia Lehmeyer, PSV Berlin, pirscht sich weiter erfolgreich an die europäische Spitze bei den Frauen heran. Mit 1:35:29h und 108 Punkten170319 Lugano 03 verbesserte die 20-jährige Berlinerin nach tollem Andernach – Einstand 2016 ihre Bestzeit über 20km deutlich, beginnt die lange bestehende Lücke im Frauengehen Deutschlands seit der Zimmer-Seeger-Ära allmählich zu schließen! Eine ganz starke Leistung.

Es gab Jahre, da hatte man bei Starts in Lugano viel weniger Grün am Start gesehen. Nicht Trikot-Farben, nein, wir merken traurig, deutlich ausgedünnte Felder! Alle Wettbewerbe zusammen gerechnet, starteten gerade einmal 70 Sportler! Da wird keine weltbekannte Uferpromenade zukünftig gesperrt! Aber: Gewollt, denn man möchte und hatte! weltspitzenorientierte Felder. Gewagt, denn das Konzept führte zu Unterbrechungen in der Jahresfolge. Finanzen für eine Challenge? Nicht mehr vorhanden. Das Feld schrumpft auf die Substanz, verliert an Qualität. Dann Substanz ohne Masse. Auch wenn 20 Grad und Frühling locken. Zum Sport:

Das Ganze ergibt natürlich eine starke Qualitätsstufe. Zusammengefaßt, 70 Starter aus 22 Ländern mit 40 Leistungen 100 und mehr Punkte. Starke Siegerpodeste! Männer: Platz 1-6 unter 1:23h innerhalb 1:36min., der Sieg geht nach Irland zu Alex Wright, 1:21:19h, 117 Punkte, Bestwert, vor Tom Bosworth, Großbritanien, 1:21:53h und 116 Punkte. Frauen: Das kleine Zehnerfeld geht unter 1:40h. Keiner kommt an 1:30h heran. Brigita Virbalyte, Litauen, siegt in 1:32:17h, 114 Punkte. Schon kommen wir zum Nachwuchs. Zu unserer besagten Überschrift! In der M U20 fand Leo Köpp, LG Nord Berlin, trotz bemerkenswerter 41:29 (113 P.), 2.Platz über die 10km einen Bezwinger im U18-Chinesen Yao Zhang, der beeindruckende 125 Punkte mit seinen 41:14min. erging. In der W U20 schaffte Zhenxia Ma, China, unangefochtene 45:28min. (113 P.). Mit Abstand, aber ebenso unangefochten und mit starker Zeit folgte Teresa Zurek, SC Potsdam, in 46:26 (110 P.) auf dem 2.Platz. In der W U16 kam Mathilde Frenzl, Hallesche LF, ebenfalls auf den 2.Platz. Über 5km hinter Chen He, China, 24:41 (103 P.) schaffte sie 25:59min. (95 P.). Positiv im weiteren Kampf mit den Chinesen, die wir nun nicht mehr nennen, absolvierten: Julia Richter, 4. in 48:13, Niklas Richter, 6. in 46:00, Jakob Schmidt, 8. in 46:48, alle SC Potsdam und Johannes Frenzl, Hallesche LF, in 49:59min. diesen für sie wichtigen internationalen Vergleichs-Test.

Am kommenden Wochenende beginnen schon die Wertungs-Wettkämpfe für die Europa-Challenge 2017 mit dem Hallensportfest in Wien. Bis Mittwoch können noch Meldungen für die Veranstaltung abgegeben werden.170204 WienDie Gesamt-Serie steht noch nicht vollständig fest. Neben den offiziellen Wettkämpfen der internationalen Organisationen gibt es sogenannte „Activ Members“, die bis 31. März noch ihre Teilnahme an der Serie beantragen können. Bei den Teilnehmern ist dieser Termin ebenso wichtig. Denn auch hier gibt es neben feststehenden Teilnehmern (alle Sportler mit dem für Potential 100 Punkte) die „Activ Athletes“, die diese Idee, wie der Name schon sagt, aktiv unterstützen. Auch hier ist der 31. März wichtig (als Meldetermin).

In 39 Tagen beginnt die IAAF – Race Walking Challenge 2017. Während alle anderen Erdteil- und Regional-Wettbewerbe nicht mehr zur Challenge gehören, ist der australische Austragungsort der 20km-Australien/Ozeanien-Meisterschaft 2017, Adelaide, auf den letzten Drücker noch aufgesprungen.1700 IAAF RACE WALKING ChallengeDafür haben die Mexikaner mächtig investiert. Ein zweiter Challenge-Wettbewerb innerhalb von 7 Tagen soll den Flug über den großen Teich noch attraktiver machen. Eine andere Idee verfolgen die (da wohl finanziell nicht so schwer wiegenden) Australier. Ein internationales Trainingslager zu Jahresanfang, in Vorbereitung auf Olympia 2016, groß aufgezogen, wird wiederholt, soll zur Tradition werden. Das 6-Wochen-Camp, verbunden mit Eröffnungs- und Finalwettkampf und einer großen Studie von AIS bringt zusätzlich Geld und internationale Anerkennung. Es hat bereits begonnen und endet just zwei Tage vor dem großen Challenge-Event in Adelaide am 19.2.! Am 8.1. fanden in Canberra die „Einstiegs-Überprüfungen“ statt. Beste Ergebnisse unter „GEHSPORTWELT“.170108 CanberraWie eine große Meisterschaft aufgezogen präsentierten sich 30 Aktive aus 11 Ländern mit zum Teil schon bemerkenswerten Leistungen (Fotos: VRWC). Bei den Männern gewann die 10 000m Evan Dunfee, Canada, in 40:40 vor Quentin Rew, Neuseeland, 41:39min. und Lebogang Shange, Südafrika, 41:56min.! Und bei den Frauen setzte sich deutlich Brigita Virbalyte-S., Litauen, mit Bahnbestleistung von 46:25min. durch.170108 Canberra2

170408 Podebrady 1Rund 50km südöstlich von Prag, also gleich in unserer Nähe, ruft der traditionsreiche Standort Podebrady 2017 gleich 2x die europäische Elite zu einem Stell-Dich-Ein auf der schnellen Runde im Stadtpark. Nicht nur am 21. Mai zur Team-Europameisterschaft der Geher. Auch das traditionsreiche internationale Gehen wird am 8. April bereits zum 85. Mal ausgetragen. Eingebettet ist dabei ein etablierter Mehrländerkampf, der mittlerweile schon 14 Länder !! umfaßt, eine kleine Generalprobe? Nein. Die erfolgt am 20. Mai unter strengen Augen der Verantwortlichen des europäischen und des tschechischen Verbandes.

Interessierte können sich dazu unter rs_wpss_encode_strinfo@racewalking24.com bis spätestens 5. März 2017 dafür anmelden. Wir haben exclusiv 10 Plätze für die Vorabendveranstaltung erhalten, um Technik und Prozedere am Vorabend der EM auf Herz und Nieren zu prüfen. Dazu reichen allerdings schon die 5km, die offiziell als Wettkampf dabei ausgerichtet werden. Unsere Absicht (des GEHERPOKAL!) besteht darin, am Wettkampf über 5km teilzunehmen, den Vorabend gemeinsam zu verbringen und die Team-EM am nächsten Tag zu erleben… Immerhin ist Deutschland über 20km der Männer der Titelverteidiger!

Auch der 8. April bleibt für Deutsche interessant. In den letzten Jahren haben immer mehr Athleten, vor allem mit Leistungsanspruch, nach Podebrady gefunden. Und auch wieder Erfolge feiern können – siehe Christopher Linke. Den interessierten Sportlern, vor allem dem Nachwuchs ist es aber dabei nicht verborgen geblieben, nach den Erfolgen auf der Piste anschließend geehrt zu werden, bei der eigentlichen GROSSEN EHRUNG, wo es auch und vor allem um die Ehre des Landes geht, aber nicht dabei zu sein? Seit Jahren geht das so und wird begründet mit mehrmonatigen Anträgen und Genehmigungsverfahren…? Hä, sind 6 bis 10 Jahre nicht genug? So entsteht der Eindruck, man will es nicht. Aber sei es, wie es sei, Podebrady ist ein Erfolgspflaster (pardon: -asphalt) für die Deutschen. Hier werden Normen gegangen. Auch für Senioren sind Wettkämpfe im Angebot, unterschiedlich von Jahr zu Jahr. Im Rahmenprogramm, richtig, nicht als Hauptdarsteller, aber ZUGEHÖRIG! Achtung! 2017 hat man uns auf den frühen Vormittag geschoben! Während die Eröffnung erst um 12.45 Uhr stattfindet, U20 Start 13.00 bzw. 13.20 und Hauptwettbewerbe 14.45 und 15.30 Uhr, müssen Senioren, nicht nur mit Zuschau-Ambitionen, schon um 9.30 Uhr über 5km an der Startlinie stehen, gemeinsam mit der M/W U18 über 5km. Für die Jüngeren gibt es dann um 10.15 Uhr auch 1 bzw. 2km. Zusammengefaßt heißt das: Schon am Vorabend anreisen! In diesem Sinne, wir sehen uns vielleicht in Tschechien…