Beim 113. Wettbewerb Praha-Brandys schaffte Josef Smola, Smola Chuze Praha, die beste Leistung des Tages. Olympiastarterin Anezka Drahotova war sich nicht zu schade, an diesem Tag dort ein kleines Training durchzuführen. Insgesamt waren 45 Geher am Start. Josef freut sich schon, wenn er am 15. Oktober mit internationaler Beteiligung seinen EUROPA-Challenge-Wettbewerb durchführen kann, die Prager Stunde! Interessierte können das jetzt schon einplanen. Es ist der 3. Challenge-Wettbewerb der Tschechen. Der Zweite, nach Podebrady (1), startet heute in Rumburk mit den 10km-Meisterschaften der Senioren. Wir berichteten schon und werden auch die Ergebnisse bringen. Rumburk liegt gleich an der Grenze zu Deutschland. Start ist 16 Uhr.
Nur eine Woche nach den Straßenmeisterschaften in Naumburg stellten sich auf der Unterdistanz von nur 3000m vor allem die schnellen Potsdamer Athleten mit sehr guten Leistungen dem sachkundigen Erfurter Publikum, den Geh- und Kampfrichtern und den vielen kleinen (oft staunenden) Nachwuchsathleten vor.
Einige (wenige) Bildimpressionen:
Wegen des großen Andrangs über 3000m musste das Starterfeld geteilt werden.
Nach seiner Verletzungspause beginnt Steffen Meyer, Breitenbrunn, die Saison mit 14:25 und 99 Punkten. Niklas Budek, Potsdam, M17, 14:40 und Julia Henze, ASV Erfurt, W18, 14:52 folgen im Schlepptau. Schön für Julia, endlich einmal wieder unter 15min.!
Für Anfänger und Schüler wurden nun schon zum 2. Mal „NEU“ die 500m in Erfurt ausgetragen. Wir empfanden das als sehr positiv. Ja, kurzweiliger, für die Kinder interessant und abwechslungsreich. Ideen sind gefragt. Wir hatten eine. Nun wären auch (offizielle) Antworten und Wertungen dazu schön, die der Kinder und einiger ÜL, Trainer kennen wir schon.
Im Mittelpunkt des Geschehens standen die Wettbewerbe der AK 12 – 15. Beim DLV-Gehercup wurden die besten Talente Deutschlands ermittelt. Siegerin der W14, Lea Schulte, ART Düsseldorf, mit weitem Anreiseweg!, schaffte 16:48min., Neueinsteigerin Milla Magiera, Erfurter LAC, wurde Zweite in ihrer Heimatstadt mit 17:05min.! Leider die Einzige dieses wichtigen Leistungsstützpunktes für das Gehen, auch für die Erfurter Öffentlichkeit. Gastgeber ASV Erfurt präsentierte sich mit 22 Teilnehmern da ganz anders zu Hause (Anmerkung. Ja, auch bei den Landesmeisterschaften kommendes Wochenende werden die Geher des Erfurter LAC wieder fehlen, schade…).
Bei knackig, warmen Wetter, da meinte es jemand schon zu gut gingen dann die Matadore der „Erfurter Stunde“ auf die Runde. Mit Helga Draeger, Esslingen, auch eine Frau, mit Miroslaw Lunniewski, Polen, ein ausländischer Gast und polnischer AK-Bestleistung über die Stunde sowie mit Marius Richter, Halle, ein M18-er, der sich mit seiner offiziellen Zwischenzeit, 51:50 über 10 000m, noch für die DM qualifizierte. Außerdem: Horst Kiepert, Augsburg, Bernd Hölters, Berlin, Steffen Borsch, Halle (gewinnt mit 12 210m), Andreas Franke und Ronald Papst, Worbis sowie Dick Gnauck, Erfurt. Danke allen Kämpfern und den Organisatoren, die das noch einmal möglich machten.
Wer sich im Detail mit Bewertungen befaßt, wird erkennen, dass hier andere und auch nicht so umfassende (abrundende) Kriterien in die Betrachtungen einfließen. Wir möchten aber zu keinen Diskussionen darüber oder gar Vor- und Nachteilen anregen. Nein. Ganz einfach zurücklehnen und für die Macher mitgenießen, dass unter den aktuell 24 Wertungen auch zwei deutsche Wettkämpfe gelistet sind. Wer sich näher mit der Materie befassen sollte, wird schnell merken, was ich meine…
Durch die aktuell drei führenden Teams über 400 Punkte erzielt. Mit dem dritten starken Sieg der Saison wahrt der SC Potsdam, aktuell noch hinter den führenden Vogtländern und dem ASV Erfurt auf dem 2. Platz, auch seine Chance auf den Gesamtgewinn 2016. Denn mit Bühlertal, Jüterbog und Andernach sind noch drei auch für Potsdan wichtige Wettkämpfe auf dem Programmzettel der Deutschland-Liga. Nach sieben von 12 Wettkämpfen festigen sich nun langsam die Positionen bzw. zeigen sich die realen Möglichkeiten. Auch vier II. Mannschaften sind unter den besten 18. Aber noch sind viele Änderungen möglich. Herzlichen Glückwunsch an alle…

GEHER KÖNNEN INTERESSANTE MENSCHEN SEIN! Shaul Landany, Israel, ist so einer! An seinem Geburtstag legte der rüstige Rentner für jedes seiner interessanten Lebensjahre 1km zurück. Ob er das nun in 11, wie beschrieben, oder 13, wie wir rechnen, geschafft hat ist drittrangig. Wir können zu seinem Leben nur den Hut ziehen!
1936 in Jugoslawien geboren, gelangte er als kleines Kind in den Wirren des II. Weltkrieges ins Konzentrationslager Bergen-Belsen und entkam dort nur durch mehrere Zufälle dem Holocoust. Mit 20 begann er Sport zu treiben, mit 24 Jahren wurde er Geher. Das konnte er ganz gut. Er ist Olympiateilnehmer von 1968 und 1972. Wahnsinn! Dort gehörte er zu den fünf überlebenden Sportlern beim bekannten Attentat während der Spiele. Er stellte noch mehrere Langstreckenrekorde auf und blieb sein ganzes Leben lang sportlich. Studiert, ist Akademiker, sehr gebildet. Und… ! Mit 80 Jahren denkt er noch lange nicht ans Aufhören. Keine Zeit. Beeindruckend!
Das letzte große Aufeinandertreffen der weltbesten Geher vor den Olympischen Spielen brachte noch einmal tolle Ergebnisse in La Coruna, Spanien, bei einem sehr wichtigen Wettkampf, der auch zur EUROPA-Challenge 2016 gewertet wird. Für die Endabrechnung der sehr gut dotierten IAAF – Race Walking – Challenge brachten sich, neben den vielen Südamerikanern bisher, nun in La Coruna die Chinesen und für Europa nun vor allem Lopez, Spanien, Schwazer und Georgi, Italien, richtig gut ins Gespräch (soll heißen, auf die reale Liste der möglichgen Scheckempfänger). Vor allem bei den Männern war es ein äußerst stark besetztes Feld mit ganz engem Einlauf im Sekundentakt bis Platz8! 


Die Dinosaurier sind unter uns! Und wieder konnten wir Einen in den schier unermeßlichen Unterlagen sichten… Am 28. Mai in Erfurt konnten wir dann resümieren, dass damit sogar drei Dino´s am Start waren. Denn zu der (fast) ausgestorbenen Spezies gesellte sich in Erfurt nun Horst Kiepert, MBB Augsburg, Bildmitte: 
Miroslaw Luniewski, Polen (Bild rechts), weilte zur „Erfurter Stunde“ auch aktiv am Ort des Geschehens. Seine Initiative: „Find the Race Walking – Dinosaurier“ wird von Udo Schaeffer unterstützt. In diesen „Club“ werden alle Geher aufgenenommen, die mindestens 45 Jahre ununterbrochen diesen Sport mit Wettkämpfen (Nachweis jedes Jahr mindestens 1x) treu geblieben sind, um dann mit 50 Jahren ein DINOSAURIER DES GEHSPORTS zu werden. Im Juli 2016 wird Horst Kiepert zu so einem Urvieh gekürt!
Mehr fällt mir aktuell nicht zum Gehercup des DLV ein? So kann ich auch aktuell keine Wertung zum gestrigen Wettkampf in Erfurt beschreiben. Ich werde mich auch erst mit anderen darüber beraten, wie nun die weitere Vorgehensweise ist? Da schaut man in die Kinderaugen, die sich freuen und fragt sich, was ist nun zu tun? Hinnehemen, dass es weder Sportler noch Trainer interessiert, wie die Wertung zustande kam. War doch alles schön! Einspüche? Nicht nötig…, besser nicht möglich. Auf der Urkunde stehen ja keine Punkte…! Vielleicht hat man das mit Sonnenstrahlen oder durch Körpergröße ermittelt? Warum wird das VOR, WÄHREND und NACH der für Nachwuchs so wichtigen Veranstaltung nicht hinterfragt? Bereite ich Kinder überhaupt so vor? Hinterfrage so ihre Leistungen? Sporne sie so u.U. für den Verein an? Das alles wäre schön zu wissen, bevor ich hier Konsequenzen ziehe. Und, weil viele nun wieder sagen: „doss hob isch ja gor nich jewussssst“…, allen Beteiligten und Interessierten noch folgende Fragenansätze und Fakten zum Vertiefen:
A) Wo habt ihr im Vorfeld eine Ausschreibung, Wertung zu der doch eigentlich wichtigsten Gehsportveranstaltung des Jahres für die AK 12-15 gefunden? Selbst im GEHERTEAM steht als „Verweis“ für den Gehercup nur unser offizieller „Verweis“, UNSERE AUSSCHREIBUNG der „Vier von der Deutschland-Liga“ also, die dort auf die gesonderte Ausschreibung für den DLV-Gehercup hinweist.
B) Die sogenannte TEAMWERTUNG des GEHERTEAM im Internet auf ihrer Seite steht anbei dort ohne ERSTELLUNGSTERMIN !, auch ohne Änderungen, aber immer noch mit dem Vermerk „Wertung nach der Punkttabelle des Deutschen Geherpokal“. Und, der Gehercup des DLV ist wichtiger Bestandteil dieser Serie. Das zu Recht! Nur… !!!
C) Nach 1 1/2 Jahren Hinhalten durch das GEHERTEAM mit Ausreden oder NICHT BEANTWORTEN wurde eine Zusammenarbeit des GEHERTEAM mit dem DEUTSCHEN GEHERPOKAL recht drastisch abgelehnt, einseitig, durch eben dieses Team, vertreten durch die neue Präsidentin: „..antworte Dir.. letztes Mal zum Thema „Zusammenarbeit GEHER-TEAM Deutschland und Du, Udo Schaeffer, Geherpokal Deutschland“. Auch Du müsstest endlich nach so vielen Jahren verstanden haben, dass eine Zusammenarbeit nicht machbar ist! Wir haben zwar beide das gleiche Ziel: Das Gehen in Deutschland zu fördern! Aber unsere Wege dort hin sind unterschiedlich. Das geht schon damit los, dass wir unterschiedliche Vorstellungen haben eine Mannschaftswertung zu gestalten. Das passt einfach nicht…“ und weiter:… „Das Thema ist durch und wir möchten alle im Vorstand des GEHER-TEAM Deutschland absofort keiner mehr mit einer Mail von Dir zum o.g. Thema belästigt werden. Und bitte mache uns nicht dafür verantwortlich, dass es keinen Geherpokal Deutschland mehr gibt!“
D) Belästigen war schon schlimm genug, aber, dass angeblich der gesamte Vorstand nicht mehr mit mir reden wolle, ist schon dreist, vor allem unwahr. Zudem gibt es dazu keinen Beschluß, es wurde nie mit allen darüber gesprochen! Es wurden dazu auch nicht alle des Vorstandes befragt. Erst als zum eigenen Beruhigen und zu den wenigen Hinterfragenden behauptet wurde, man schaffe eine eigene Punkttabelle, erst ab da !! mussten wir mit dem DEUTSCHE GEHERPOKAL handeln. Vorher haben wir im Geherpokal immer auf 100% !! Gemeinsamkeit gepocht, jeden versucht, mitzunehmen, ab jetzt nur noch gehofft. Viele Gleichgesinnte planten nun gemeinsam für 2016 eine Liga, um wenigstens mit 10 – 12 schönen Veranstaltungen pro Jahr die einstmals so schöne Idee überhaupt zu retten.
E) Sind wir mit der Deutschland-Liga jetzt die Trennenden und „Bösen“. Schaffen wir mit eventuellen Konsequenzen weiteren Streit und Gruppenbildungen in der schon so kleinen Gehsportgemeinde? Soll man sich das einfach nur alles gefallen lassen? Oder soll man wirklich nun endlich aufhören, nachdem sich durch dieses Nichts-Sagen, Nichts-Tun, Nicht-Begeistern die schon kleine Gemeinde der Geher seit 2010 halbiert hat, sich ja eh nichts ändert, weil eine Seite zwar gut tut, aber partout jede Zusammenarbeit ablehnt, andererseits aber Errungenschaften und Ideen nutzen will…? Ein Irrenhaus. oder? Wäre nicht trotzdem zumindest ein „Guten Tag“ der Präsidentin angesagt und …? Aber nun ist gut! Ich hoffe und bin gespannt auf eure Meinungen und Hilfen, bei der Bewertung der Sachlage.
Emilia Lehmeyer, PSV Berlin, marschiert nach vorne. Auch im übertragenen Sinne… Unter „Naumburger Bedingungen“ bestätigt sie ihre sehr gute Leistung von Rom. Teresa Zurek, SC Potsdam, folgt im gebührenden Abstand. Richtig gemacht. Denn nach den intensiven Problemen in Rom, als sie ihre aussichtsreiche Position wahrscheinlich durch Probleme mit dem Kreislauf noch gravierend einbüßte, ließ sie es erst einmal ruhig angehen. In der zweiten Hälfte des Wettbewerbes wuchs ihr Rückstand aber nicht mehr an. Gut gemacht, Teresa. Dritte wurde hier Saskia Feige, Potsdam, die in Rom als eigentlich dritte Deutsche für Teresa in die Wertung kam und noch unter 51 Minuten blieb. Auch über 5km überzeugte mit Julia Richter in der U18 eine Potsdamerin.
Der Vorsprung, bereits aus der Anfangsphase des Wettkampfes, täuscht nicht. So überlegen präsentierte sich Leo Köpp, LG Nord Berlin, dem ganzen übrigen Feld. Mit den erzielten 43:01min. über 10km überrundete er alle Starter mindestens einmal. Viele Interessierte hatten da außer Leo doch etwas mehr erwartet. Überraschender Sieger und Meister der AK M U18 wurde „Neuling“ Jan Stramka, Erfurter LAC, der erst in diesem Jahr zum kleinen Geherlager gestoßen ist. Dafür war das schon ein Erfolg mit respektabler Zeit. Nach seinen ersten Tests in Podebrady, mit 50:05min., gewann er nun deutlich in 50:24min.! Zum Abschlußnoch ein Bild vom Siegerpodest der DM 20km, Männer:
Damit beenden wir erst einmal unsere direkte Berichterstattung zu Naumburg 2016, der seit Jahren wohl wichtigsten und erhaltenswerten Gehsport-Veranstaltung in Deutschland. Danke an alle Organisatoten und Helfer. Auch ich hatte mich da in diesem Jahr gerne freiwillig eingereiht, als Helfer…



