* Die Kurzfassung von „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt!“ Das trifft ja meine „Gefühlswelt“ zu 100%! Wie im Großen oder hier im Kleinen (unser feinfühliger Splitter: Gehsport)! Deshalb so wichtig, erst „Nachzudenken“, bevor man schreibt! Und genau deswegen erscheint es mir nun doch wichtig, etwas länger über alles nachzudenken!
* Bin hin und her gerissen. Meine komplexe Entscheidung bezüglich des DLV besteht seit 2 Jahren. Ich brauche mich deshalb nicht in Details zu verzetteln. Zumal ich nicht vor Ort war. Aber die Info´s vom Wettkampf sind Ursache für diese Überschrift! Das trifft voll und ganz meine Gefühle. Ich möchte mit meiner positiven TOP 3 anfangen. Über allem steht für mich der herausragende Erfolg Alex Schwazers im Geher – Marathon, wahrscheinlich
mit Europa – Rekord! Und noch höher einzuordnen, der DLV hat damit den Beginn einer Teilrehabilitation auch zugelassen! Ich weiß nicht einmal, ob er das weiß? Nummer 2 ist der neu vorhandene Nachwuchs in der U23 männlich/weiblich. Nummer 3 kommt aus dem Bereich der Masters, wo ich hoch erfreut lesen konnte, daß nach über einem Jahr
Steffen Meyer über 10km und Helmut Prieler sogar über beide Strecken erfolgreich an den Wettkämpfen teilnahmen. Dann erlischt bei mir schon das Erwähnen von weiter Herausragendem an sich, bei mir schon!
* Über die Startgelder, kleine Felder, Trennung 20 / 21,1km bei schon pauschal kleinen Feldern, organisatorische Probleme bei dieser „Vielfalt“, faktische „Bankrott-Erklärung“ von Doppelmeisterschaften auf der Straße, besonders bei der Marathon – Elite und den Masters-Frauen über 20km erübrigt sich jedes weitere Wort! Lassen wir andere darüber zu Wort kommen! Das ist bestimmt besser so? Ich bin zum Glück längst darüber hinweg.
* Zur Planung und den Rahmen-Wettkämpfen äußert sich Helmut Reinefahl. Er mußte sich bei der regionalen Planung längerfristig (Fußball, besonders) abstimmen. Legte sich „schon“ im Januar endgültig auf den 26.4. fest! Auch eine schwere Operation war für ihn Antrieb, alles geordnet sowie planbar zu „übergeben“. Sein Nachwuchs dankte es ihm. Beim Krankenbesuch stellte er so erleichtert fest: „Unsere Planung hat funktioniert. Wir
haben damit mehr Teilnehmer (49 Starter) als die Rahmenwettkämpfe in Kelsterbach (18 Starter).“ Um gleich zu ergänzen: „Stelle Dir vor, das Geherteam ist da nicht auf meiner Seite! Und die der Kinder! Sie werten unsere Veranstaltung nicht für ihre Serie. Seid 5 Jahren wird so gearbeitet. Ohne Verlaß. Und meine Rückfrage bei (Name wurde genannt, hier nicht erwähnt), wurde mir zuerst nur lapidar geantwortet. Und seidher geht der Betreffende nicht mehr ans Telefon, wenn Helmut anruft!
* Kommen wir gleich zum anderen Helmut in Sachsen-Anhalt! Seine „kleinen“ Talente waren gleich gar nicht unterwegs, weder in Sangerhausen noch da in Kelsterbach. Sie mußten an dem Wochendende ihren Pflicht – Mehrkampf bestehen. Diese Termine sind natürlich nicht mit dem Gehsport kompatibel. Helmut Stechemesser, der 80-Jährige, der letzte Hinterbliebene der großen Gehtrainer-Legenden der DDR, erwähnte im Gespräch mit mir, er verliert immer mehr die Lust und Motivation! Verständlich! Meine Meinung: Die aktuelle Leistung als Trainer, in der Spitze mit 3 Halbmarathonis unter den TOP6 in Kelsterbach, steht im krassen Widerspruch zum Abschaffen der Teamwertungen! Laßt doch den alten Herren, der so arbeitet wie immer und in den letzten 20 Jahren so zum Unikum wurde?? Wäre SEINE LEISTUNG nicht eine Medaille wert gewesen? Und kommt mir jetzt nicht mit dem kontraproduktiven Spruch: Richtig, na wenn keiner da ist! Besser: Ja, es ist vorbei…
* Es wird schon wieder zu lang! Nur drei Meinungen über erlebte „Umstände“ in Kelsterbach noch! 1) Der große Sieger: „Nur der Wind hielt mich davon ab, unter 3 Stunden zu gehen!“ 2) Bleibt auch anonym: „Hallo Udo, habe eine kleine Geschichte zur DM. Ich werde nie Kritiker sein… habe alles auf DLV-Seite live verfolgt. Mein Interesse, Andreas Wild. Irgendwann wurde ich ungeduldig, im Protokoll stand 19,5km in 2:08h. Es waren mittlerweile 2:40h. Ich rief an. Er war entsetzt. Bei 18km hatte man ihm gesagt, noch eine Runde! Ich sagte nein 2! Bis 19km, „Zielschluß“, er wiederholte dann, ich muß noch eine, ging weiter. Bei 19,5km sagten ihm 4 Kampfrichter!, er sei längst im Ziel und er hat aufgehört. Traurig. Idee. Gehe dort hin und gehe noch 500m! Jetzt ist er Deutscher Meister in 2:58h! So etwas darf nicht sein. Nur durch einen Anruf wurde er Meister, sonst hätte er erst zur Siegerehrung erfahren, daß er aufgegeben hat. Sonst geiles Wetter und wahrscheinlich auch eine tolle Veranstaltung… > Oh, jetzt steht er im Protokoll mit 2:08h!.. >13.06Uhr Jetzt sind es wieder 2:58h! 3) „Auf die Rundenzahl muß man immer aufpassen“ meint Ulrich Brämer! „Gerade auf einer 1km-Runde weiß man doch, ob die Zeit paßt!…Aber! Als Matthias Holtermann noch im Rennen war, sagte der Sprecher auch: Kein Deutscher ist mehr im Marathon dabei. Nach 36km sollte Matthias plötzlich im Ziel sein? Später verbesserte er sich dann, er muß noch 4km gehen. Kein Witz!“ Ich beende, wie versprochen.
* Anmerkung: Einer der treuesten Leser hier meldet sich zu Wort! Steffen Borsch, SV Halle, war erfolgreich dabei. Denkt nicht an sich und schreibt auf meine Zeilen im gleichen Tenor: “ Morgen! Meine Jungs aus Halle sehe ich gesamt jeweils als Team-Meister und deutsche Rekordhalter in der U23 und sogar bei den Männern. Eine der WICHTIGSTEN LEISTUNGEN am Wochenende! Deswegen „Fuck DLV“! (?? von mir) Unabhängig aus verschiedenen Gesprächen gab es einen TENOR: Die Trennung der paar Starter in 21,1 und 20km ist nicht nachvollziebar. Und zum Schluß: Der größte Teil von Kelsterbach sieht sich wieder in der „deutschen Kolonie Podebrady“!