Das hätten sich die Veranstalter von Taicang bestimmt anders gedacht. Nach den guten Ergebnissen und der Art und Weise der Veranstaltungen bisher mit Adelaide, Ciudad, Monterry und Rio Maior nun in China doch ein herber Rückschlag. Das System der Challenge bringt das Gehen so aus Sicht der IAAF (mit möglichen Avancen zu einer „ECHTEN WELTCUPSERIE“) nicht weiter:170415 Taicang Top10 M

170415 Taicang Top10 W170415 Taicang

Während beim Wettbewerb der Männer wohl nur die fehlende Klasse bei den Spitzenleuten von Gastgeber China zu bemängeln war, haperte es dann doch mit der sportlichen Qualität international im weiblichen Bereich erheblich. Zum Beispiel kamen nur acht Frauen in die Challenge – Wertung. Das heißt, drei Challenge-Punkte wurden erst gar nicht vergeben. Schade. Das war keine Werbung…

Europa spielte bei diesem Wettkampf gar keine Rolle. Angereiste Polen und Schweden erbrachten kein Ergebnis. Insgesamt waren 31 Athleten aus 12 Ländern angereist, um den zweitägigen Wettbewerb in China mit der Challenge-Punkten aufzuwerten, u.a. durch immerhin 8 Mexikaner. Ansonsten gibt es international unterschiedliche Berichte. Wir recherchieren weiter. Fest steht aktuell schon, national war es ein Fest und eine Demonstration von Stärke, den 31 „Ausländern“ stellten sich weit über 400 Aktive in den unterschiedlichen Wettbewerben.

Schaut doch mal rein in die GEHSPORTWELT und laßt Euch überraschen. Bei diesen vielen TOP-Ergebnissen haben wir uns dieses Mal eine andere Statistikübersicht ausgedacht.IMG_7273Das waren die besten geehrten Senioren in Podebrady (über 5km). Von links, Schröter 2x, Borsch, Malkova, Hejkrlik. Es erfolgte nur eine AK-Wertung M/W ohne Altersklassen.

Danke für das schnelle Bereitstellen von Fotos aus Podebrady besonders an an Christoph Höhne und Uwe Schröter. So kommen auch alle anderen zu einigen Eindrücken…IMG_7288Das erlesene internationale 10km-Feld der jungen Damen kurz nach dem Start mit Teresa Zurek (267), Julia Henze (266) und Julia Richter (268) aus Deutschland. Tereas konnte wieder mit 45:54min. überzeugen und siegte deutlich.IMG_7293Langsam reiht sich das Feld auf wie eine Perlenschnur. Dann gelingt es den Gehrichtern noch besser, den Gehstil zu beurteilen. Die internationalen Wettbewerbe des Nachwuchses werden seit 2 Jahren allerdings nach neuen Regeln ausgetragen – mit der „Wartebox“ nach der dritten „Roten Karte“. Manchmal schwer zu erfassen, auch wenn die Tafel mal nicht ideal zu sehen oder die Schrift zu klein gewählt worden ist, Sonne auf die Leinwand fällt etc. Auf jeden Fall ein interessanter Versuch, der den Jugendlichen die Chance gibt, auch nach drei Karten noch ein sportliches Ergebnis zu erzielen (aus Deutschland waren beide Richters, sowohl Julia als auch Niklas davon Betroffene).IMG_7328Bei den jungen Männern hielt sich unser Leo Köpp anfangs geschickt und kontrolliert etwasIMG_7454 zurück, um dann wieder mit TOP-ZEIT 41:19min. zu gewinnen. Sein Dauerrivale, David Kuster, Frankreich, auf dem 2. Platz, Vielstarter Lukas Niedzialek, Polen, wir berichteten schon oft davon, Dritter, auch nun einmal im Original gesehen. Genauso perfekt kam Leo dann anschließend bei den Interwievs auf Englisch rüber. Respekt!

Aufgefallen sind uns viele Bestzeiten – auch der deutschen Teilnehmer. Es waren ja auch perfekte Bedingungen. In Vorbereitung der Team-Europa-Meisterschaft in sechs Wochen an gleicher Stelle, hatte sich auch Geld gefunden, einen „speziellen Weg für die Geher“ im Park zu finanzieren, um genau auf die geforderte 1km-Runde zu kommen – ohne eine Wende oder Kehre etc. und ohne dieser 50m – Holzweg-Einlage der letzten Jahre. Eine perfekte Veranstaltung bei doch sehr gutem „Geher-Wetter“.IMG_7460 Auch mit viel Emotionen, aufbauend für mehr…

Beim Aufzählen der Vielzahl von persönlichen Bestleistungen des deutschen Nachwuchses haben wir hoffentlich jetzt niemanden übersehen? Da können wir nennen, 5km: Sina Riedel, W15, 27:38, Milla Magiera, W15, 27:55, Lena Riedel, W15, 28:30, 10km: Teresa Zurek, W19, 45:53, Julia Henze, W19, 49:50, Pauline Barz, W19, 52:52, Caroline Kirchner, W18, 54:22, Leo Köpp, M19, 41:19, Johannes Frenzl, M16 !, 45:44, Jan Stramka, M17, 45:50, Jakob Schmidt, M16, 46:18, Otto Junghanß, M17, 49:01, Niclas Budek, M18, 49:01 und auch Christopher Knobloch, M18, 56:55min., unseren herzlichsten Glückwunsch! Zum Abschluß noch ein kleiner Blick hinter die Kulissen in Blicke nach dem Wettkampf. Hier mit:IMG_7466193 – Jakob Schmidt, Potsdam, 195 – Johannes Frenzl, Halle und 198 – Jan Stramka, Erfurt

(Anmerkung: Dadurch, dass die besten U18-Athleten die 10km-Strecke zum Vergleich wählten, wurden die 5km dieser AK zur Farce, es gewann Alan Hamzic, Slowakei in 25:02min. = 88 Punkte.)

Siehe auch GEHSPORTWELT, Podebrady Nachwuchs –> gelb gemarkert!

Die Österreichischen Meisterschaften 20M/10W brachten am Samstag in Wien eine Reihe sehr guter Leistungen. Neben den oben schon erwähnten 80-ern kamen auch andere noch bis dicht an diese Marke heran oder erreichten persönliche Bestleistungen. Die beste Leistung bei den Männern schaffte der spanische Gast Leo Romero mit 1:33:55h über 20km. Der 49-jährige Dietmar Hirschmugl, Gleisdorf, wurde in 1:51:25h Meister. Bei den Frauen kam es wieder zum Duell der beiden starken W35-er Andrea Kovacs, Purgstall gegen Kathrin Schulze, Innsbruck (siehe Foto, J.Brunner). Andrea erging mit aktuell starker Form und 96 Punkten die beste Leistung der Veranstaltung, verwies mit 50:43 zu 51:52min. Kathrin, die so 92 Punkte schaffte, auf den Silberrang. Unbedingt zu erwähnen die 91 Punkte von Dorothea Grolig, DSG Wien. Die W65-erin schaffte 1:05:26 Platz 8 gesamt. Mehr heute Abend auch in der GEHSPORTWELT.

Männer:  1. Platz: Arevalo, Kolumbien, 1:20:40h, 2. Tom Bosworth, Großbritanien, 1:20:58h, 3. Hassane Sebei, Tunesien, 1:21:12h!

Frauen:  1. Platz: Kimberly Garcia, Peru, 1:31:00h, 2. Sandra Arenas, Kolumbien, 1:31:13h, 3. Ana Cabecinha, Portugal, 1:31:54h!

Das sind die Siegerpodeste der 20km von Rio Maior !

Der erste Rückblick befaßt sich mit dem Thema „Doppelstart“! Damit ist viel gemeint und wird Verschiedenes verstanden. Auslöser der Betrachtung war die 2-malige Startchance von170319 Choco anwesenden Spitzengehern bei der IAAF-R.W.-Challenge in Mexico. Wird sie genutzt? Antwort, ja, vor allem „erfahrene, gestandene Hasen“ praktizierten die doppelte Chance auf Punkte. Ein erfolgreicher Test (auch für die Zukunft?).

Andres Choco, Ecuador, wurde in Ciudad über 20km der Dritte mit 1:22:47h, ging eine Woche später in Monterry in 3:47:37h über 50km auf den 2.Platz. Und der Kanadier Dunfee war in Ciudad Fünfter (1:23) siegte in Monterry mit 3:46:03h. – ein zweites Beispiel. Auch erfahrene Frauen wie, de Sena, Brasilien, 2. in 1:30:49h und Siegerin in Monterry, 1:32:07, Cabecinha, 2x 3. in 1:31:47h und 1:34:16h oder Henriques, beide Portugal, 4. in 1:32:24 und 2. in 1:33:21h standen kaum nach. Hier „riecht´s“ nach einer „richtigen“ Weltcupserie in naher Zukunft…? Nach dem Auslöser entstand die Idee für den Rückblick (Rückblicke dieser Art allg.) beimCamarena, Jose Luis Lopez, Daegu17 Auswerten der Ergebnisse der Senioren-WM in Daegu. Was die Athleten, zum Teil im fortgeschrittenen Alter, leisten und dann hier auch noch beim „Klassischen Doppelstart“ wie allgemein bei Events mit mehreren Startmöglichkeiten über unterschiedliche Strecken, das ist BESCHREIBENSWERT! So glaube ich, jeder kann verstehen, wenn für mich der Mann des ersten Rückblicks der 67-jährige Mexikaner Jose Luis Lopez Camarena ist. Jose dominiert seit Jahren „seine Altersklasse“, bringt im Vergleich der Altersklassen die mit Abstand besten Leistungen. In Daegu waren das am 19.3. der Weltrekord in der Halle mit 14:17,97min. über 3000m (118 P.), um fünf Tage später über 10km mit 50:21min. wieder die beste Leistung und die gleiche Punktzahl zu erreichen. Einen Doppelstart und den auch mit zwei tollen Leistungen garniert, praktizierten wie selbstverständlich viele Athleten. Jose war und ist in dieser Welt (mein) Bester!

Auch die Art und das Herangehen von Benjamin Thorne, Canada, faszienierten letzte Woche. Eine weitere Form der Doppelstarts. Er hatte den ersten Wettkampf in Mexico noch nicht wahrgenommen, gewann dann eine Woche später in Monterry. Von dort schnell zurück nach Canada. Dort seinen (unseren) Sport in der Heimat, der Region vertreten, Werbung machen…, beim „Achilles-Cup“ am 25.3. in Burnaby war er schon wieder am Start, gewann dort in wohl neuer JWBL von 18:49,86min? über 5000m. Es passiert so viel in der Welt. Auch in Deutschland! Hier siegten Teresa Zurek und Julia Richter, beide Potsdam, am 4.3. zum Junioren-Länderkampf in Halle erfolgreich im Doppel mit 12:59,17 bzw. 13:47,54min., um einen Tag später bei den Frauenmeisterschaften in Erfurt das erfolgreiche Doppel in 13:15,10 zu 13:40,78min. zu wiederholen.

Ja, 1992 bis 2012 waren wir da in Deutschland bezüglich der Tempohärte, Spannung und Abwechslung schon einmal sehr interessant unterwegs. Erinnert sei an die Gleinaer Staffeln über 3×1 und 3x3km. Motivierende Wettbewerbe. An einem Tag, am selben, 2 Wettkämpfe. Die dritte Form der „Doppelwettkämpfe“ die bei den Jagdgehen ab 2004 und der „Großen Abschlußstaffel“ der Deutschland-Touren über 3x1000m ihre interessanten Höhepunkte fanden. Damit wurden Nachwuchs und Neulinge geworben und gefunden. Eine schöne Zeit.

Aktuell bleibt Jose Luis Lopez Camarena, Mexiko, der erste Mann unseres 1.Rückblick´s! Und wer will, der kann auch zurückscrollen, Dudince und Des.Daegu sind auch fertiggestellt. So beschließen wir den Beitrag mit unserem versprochenen Seelenquickie der Woche:

„Wer sich voll einläßt, kommt an. Wer ankommt, findet sich. Wer sich findet, lächelt still.“

 

Bei den hervorragend von ASD Kronos Roma organisierten Meisterschaften Italiens über 20km waren Francesco Fortunato, Fiamme Gialle, in 1:22:04h (Zielankunft unser Bild von marciadelmondo) und Valentina Trampletti, CS Esercito mit 1:33:45h die beiden Sieger der Hauptwettbewerbe (Mä: 36 Starter, Fr: 24 Starter).170326 CassinoBei dicht gedrängtem Publikum, schaut auf diesen Straßenrand !!, stellten sich insgesamt 258 Starter über 20km, Mä, Fr, U20, 10km U18 und 4 bzw. 6km der U16. Das war und ist schon imposant. Mehr auch bis Dienstag in der GEHSPORTWELT.