Das ist unsere Ergebnisformel des 34. Großen Preises von La Coruna, ESP. 2021 unter besonderen Vorzeichen. Wo, wenn nicht hier, kann man nun noch ein Ticket zu Olympia erkämpfen oder, wer es hat, selbstbewußt demonstrieren, wenn nicht hier? Das fragten sich 72 Frauen (58 Starterinnen) und 89 Männer (76Starter), die für die 20km gemeldet hatten. Olympische Felder von Athleten aus Lateinamerika und Europa (außer Türkei, Ukraine, Tschechien, Ungarn, Polen, Rußland etc. mit Meisterschaften u.ä.). 134 Athleten versuchten es, 3 wurden durch eine Disqualifikationen ausgebremst, 6 in der Zeit, durch Aufenthalt in der „pit lane“, insgesamt beendeten 23 Sportler ihr Vorhaben nicht, so das wir auf insgesamt 108 vollzogene Leistungsnachweise des imposanten Protokolls über 20km schauen können. Viele Träume zerplatzten endgültig, einige erfüllten sich.

Wir ziehen aus dem Grund La Coruna, ESP, allen anderen Leistungen vor und stellen beim Gesamt-Beurteilen fest: Bei den Frauen war nicht nur das gesamte Siegerpodest in den Händen Lateinamerikas! Auch acht der Plätze 1-10. Bei den Männern waren es nur sechs und keiner auf dem Podest. Dort wähnte sich der große Favorit Karlström, SWE, im Sandwich der starken Spanier Garcia Carrera und Martin Uriol.

Bei den Männern hielten vier Deutsche (Frauen waren nicht am Start! Anm.: Falsch von mir formuliert, nach Hinweis, danke, Josephine Grandi erreichte bei ihrem 20km-Versuch mit ZZ 25:14, 52:45 & 1:21:16h bei 15km nicht das Ziel!) lange das besonnene Tempo der großen Spitze mit. 10km in 40:47-40:56min war für 29 Athleten gut für die erste Hälfte des Rennens. Nur die Italiener Chiesa, Caporaso (41:32) und Brandi (41:12) konnten mit langsamerem Angangs-Tempo noch in die TOP 30 kommen. Als erster Deutscher der vier mußte Karl Junghannß abreißen lassen, am Ende 1:24:48h als 41.! Hagen Pohle, der es mit 1:21:58h als 19. unter 1:22h schaffte, konnte Leo Köpp nur bis km15 auf Tuchfühlung halten. Dann setzte sich der „Yongster“ mit starken 1:21:16h gegen den Routinier durch. Direkt vor ihm der beste Deutsche – Christopher Linke! weiter im Aufwärtstrend. Nach 40:47 zur Hälfte brauchte er für den 2.Teil nur 40:04min, um mit 1:20:51h den 11.Platz zu erkämpfen. Es folgen die TOP-Ergebnisse: 210605 GSW, La Coruna1210605 GSW, La Coruna2210605 GSW, La Coruna3

Anmerkungen: 1) Weitere Deutsche waren gemeldet, starteten aber nicht bzw. gaben zwischenzeitlich auf; 2) Der 50km-Sieger der Team-EM in Podebrady, Marc Tur Pico, ESP, ließ es sich 3 Wochen nach seinem eindrucksvollen Sieg in Tschechien nicht nehmen, auch in La Coruna zu starten. Er schaffte als 43. immerhin 1:25:14h…! Besser war sogar da noch unserer Karl Junghannß, mit 1:24:48h sogar um 26 Sekunden auf dem 41. Platz. Allerdings war das garantiert nicht Karls Hauptziel. Nach der verpaßten Qualifikation für Tokyo über 50km sah er mit seinem 20km-Start noch einen Minimalchance über 20km. In direkter Auseinandersetzung mit Leo Köpp und Hagen Pohle reichte seine Kraft für das erforderliche Tempo aber nur bis zur Häfte der Distanz. Bei Km15, also als Leo und Hagen um das 3.Ticket fighteten, hatte Karl zu ihnen schon über 1 Minute Rückstand, beendete trotzdem noch mit einer 1:24-er Zeit vor Marc Tur den Wettkampf ordentlich!

2 Thoughts on “Frauen = Lateinamerika und Männer=Karlström.Spanien

  1. Lieber Herr Schaeffer,

    es ist nicht korrekt, dass keine deutsche Frau am Start war und mir ist nicht klar, ob die Leistung bewusst ignoriert oder einfach nur übersehen wurde, weshalb ich Ihnen die Ergebnisliste inkl. der 5km-Zwischenzeiten und DQ-Anträge hier verlinkt habe.

    Josephine Alisa Grandi (SC Potsdam) wagte in A Coruna ihr Debüt über die 20km und das, obwohl vom Ausrichter eine Leistung von 1:40Std. (erbracht in den Jahren 2019-2021) für die Teilnahme als Mindestwert gefordert wurde. Sie erhielt in der doch so besonderen Zeit die Chance, sich mit den TOP-Athletinnen zu messen, stieg aber laut Protokoll nach 15km freiwillig aus.

    Das ist keine Wertung meinerseits, nur eine Richtigstellung. Es ist Ihre Entscheidung, welchen Leistungen SIe sich in Ihren Berichten widmen, aber die Behauptung, keine Frau aus Deutschland nahm an dem Wettbewerb teil, gilt es zu revidieren. VG

    • Udo Schaeffer on 11. Juni 2021 at 18:05 said:

      Vielen Dank für die Hilfe und Unterstützung! Ja, war falsch formuliert. Ich wollte die Jungs, aufg. etc. weglassen und habe Josephine dabei „vergessen“. Ich werde den Fakt sofort ändern! Nochmals Danke!

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