Beim zweiten Wettbewerb waren (je nach Altersklassen) Sprintwettbewerbe über die Unterdistanzen angesagt. Man hatte also die jeweilige Hauptstrecke schon in den Beinen, als nach dem gemeinsamen Mittagessen die Startschüsse für 200m, 500m und 1000m erfolgten. 21 Starter über 1000m ein rasantes Feld auf schnellem Tartan. Die Besten:Best of SprintCheforganisator und Lokalmatador Martin Nedvidek knackte mit seinen 3:53min auch die wichtige 100 Punkte-Marke! Glückwunsch – für beides, Leistung auf Tartan und bei der Organisation dieser Ganztagesveranstaltung. Was war aus Sicht der Deutschen noch interessant? Rainhard Langhammer kam auf der Zielgeraden noch an Udo Schaeffer, beide in der M65 unterwegs, vorbei. Auch Dick Gnauck, alle ASV Erfurt, schaffte es in den hervorzuhebenden Club der 11 Athleten mit 80plus – Punkten.

Wir haben noch die beiden Eilenburger der U16-er in die Tabelle aufgenommen. Beide ganz stark. Mit neuen Bestzeiten! erst nach ihren Hauptwettbewerben über 2 bzw. 3ooom. Freddy wollte unbedingt seinen Mentor und Fernbetreuer über 1000m schlagen. Nach 200m griff er mich an, doch ich hielt dagegen. Hatten wir uns beide dort wohl zu früh verausgabt? Obwohl, wir waren zufrieden mit unserer Schlußleistung. Dafür hatte seine Schwester Michaela einen starken Tag. Nach ihren 18:53 über 3000m knackte sie nur 3h später über 1000m beinahe zum 1.Mal die 80 Punkte-Marke! Sie griff erst bei 750m an. Ganz raffiniert und perfekt. Sie schaffte, was ihr Bruder wollte – den Mentor schlagen! Im Ziel waren alle Deutsche, Erfurter und Eilenburger, glücklich, zufrieden mit den gezeigten Leistungen.

180630 Rumburk30Das alles ist nur schwer in Worte zu fassen! Wenn zum Beispiel zwölf! völlig unterschiedlich, durch Festlegen und Losverfahren zusammengestellte Paare m/w, von 10 bis 70 Jahren miteinander aufeinander treffen!180630 ALI 30minEigentlich ist es Abschluß und Spaß! Eigentlich…, aber diese 400m (immerhin 7x) verführen dich. Selbst erlebt, ja, sieben Mal. Zweimal geht es noch halbwegs gut, Puls ist schon über Anschlag…, bei diesen 400m auf der schnellen, neuen Bahn! Doch dann ändert sich deine Konstitution! Die 5000m und 1000m vorher sind ja schon in den Beinen… Was sind die doch gegen diese “eigentlich läppischen 400m”? Aber genau dafür wirst Du so was von bestraft, denn, ja die erste Kurve im Anschlag!, 100m, “ausgeruht” im Speed bei vollstem Tempo, möglichst an den Vordermann rankommen…! Aber, oh, geht doch nicht, zur 200m-Marke hin schwinden die Kräfte. Aus! Am liebsten aufgeben! Es ist doch Aaaanschlag. Nichts geht mehr. Die zweite Kurve wird dann zur realen Qual. Und anschließend wartet noch 5x Mal diese unheimlich lange Zielgerade! Das geht gar nicht. Ist die wirklich nur 100m Lang? Ich will “sterben”, …geht nicht. Denn der Partner…! Er wartet, …da ganz hinten, gerade wieder etwas erholt. Aber Du musst noch noch bis dahin??? Puls schon im Kopf, trommelt an die Schläfen. Atmen? Was ist das? Die Brust brennt. Wie nur das Ziel erreichen…? Aber in gut 2min ist alles vorbei. Vorbei? Ich pumpe wie ein Maikäfer in den letzten Zügen. Nur nicht stehen bleiben, dann falle ich noch um. Und in 2min bin ich wieder dran. Schööön! Es dauert. Auch schön. Aber da biegt er schon, ja, mein Partner, ein kleiner Wirbelwind, in die Zielgerade ein. Ob ich das alles noch einmal schaffe? Anschlag? Könnte er nicht einfach weiter gehen und ich habe meine Ruhe? Aber er pumpt genau wie ich. Mitleid kommt auf. Vielleicht geht es ihm besser, wenn er sich auch mal 2min erholen kann? Aber??? Dann muss ich ja noch mal ran! Erkenntnis und Zwang siegen über die Vernunft, dem eigenen Körper Ruhe zu bieten. Und wieder diese Tortour…, erste Kurve im Anschlag…! 100m…

Die Polen sind beim Doppelstart (EUROPA-Challenge) 3000m am 30.6. und 5000m am 1.7. unter sich geblieben. Immerhin 26 Teilnehmer in Torun am 30.Juni! Boguslaw Seidel, Polen, hatte diesen Start gemieden, sich voll in Vorbereitung für Malaga, WM in Spanien, auf die 5000m konzentriert. Der in Bochum lebende Pole gibt nun an, für Bytom zu starten. Und wie! Das ist uns die Eilmeldung wirklich wert. Der M69-er schaffte in Torun am 1.7. wohl unter guten Bedingungen starke 26:27,34min = 102 Punkte, was uns größten Respekt abfordert! Im Protokoll benutzen die Polen den “age grading – Koeffizienten” sogar mit Umrechnen auf die Realzeit der Elite! Es sind dann 1064 Punkte! Das bedeutet bei der Elite: 20:10,51min! Gaaanz stark. Die 20:10min wiederum wären dann bei uns sogar 104 Punkte. So schließt sich der Kreis…u.s.w. u.s.f…. es lebe der Sport – und die Wertungen! Glückwunsch nach Polen – zu Boguslaw!Seidel, Boguslaw2Boguslaw Seidel im Zweifel…, 2014/15, noch, wieder mit aktivem Gehsport anfangen? Inzwischen Geschichte! Wir kennen die Zeiten…

Unser Veit Lindau (Abreißkalender) ein Hellseher? Wir wissen es nicht! Als seinen Spruch für den 27. Juni – letzte Woche – hatte er sich bereits irgendwann Mitte 2017 ohne Spielplankenntnis der FIFA folgenden Wortlaut für diesen Tag ausgedacht:

“Unser geistiger Horizont und unser Handlungsspielraum schrumpfen unmerklich, wenn wir uns zu lange in einer Komforzone aufhalten. Denn eigentlich hat das Leben etwas anderes mit uns vor. Das Bewußtsein in uns entwickeln, sich ausdehnen, in eine komplexere Struktur hineinreifen!”

Am 27. Juni, einem “unvergeßlichen Mittwoch” ist “La Mannschaft” ??? für uns schäbig und schändlich ohne erkennbare Gegenwehr aus dem bislang größtem Turnier aller Zeiten der KONZERT- und GASTSPIELDIREKTION FIFA, denn mit “Sport” hat das ab 1 Million Euro Verkaufswert pro Spieler schon nichts, gar nichts mehr zu tun, ausgeschieden. Hauptfazit der letzten Woche für uns:

Ja…, Millionen “schießen” Tore, aber nicht mehr…! Bitte!

Komme gerade von der Fütterung! Habe die mir noch bekannt gewordenen Daten schnell in die GEHSPORTWELT eingepflegt, bevor ich nach Rumburk, Tschechien, aufbrechen werde, um mir morgen den “ganzen Tag” – wirklich GANZEN TAG – das dortige Gehsport-Event mit 3 Startmöglichkeiten für jeden! anzuschauen. Die GEHSPORTWELT ist neu, prall gefüllt – der Monat noch nicht zu Ende.

Juni, der Monat der Bahnmeisterschaften – dieses Jahr ohne Deutsche Meisterschaften auf der Bahn! Hoffentlich einmalig? Wir berichteten. Deutsche Geher waren mit Ergebnissen, die wir hier präsentieren, etwas rar gesät. Viele Masters hatten Reichenbach auserkoren,IMG-20180219-WA0001 wo unser Georg Hauger den Hauptwettbewerb über 10 000m gewinnen konnte (siehe auch unser Bild). Kleinere Wettkämpfe standen an, wo Beeskow, 10.6. und kurzfristig Potsdam, 13.6., aufgrund der gezeigten Leistungen zu “größeren” wurden. Schön, bei den Thüringer Meisterschaften in Ohrdruf am 16.6. glänzte die Erfurter Trainingsgruppe Münchgesang, einschließlich der Fernbetreuten, das war es dann aber fast schon national. International konnte Christopher Linke, Potsdam, mit seinem Erfolg in Alytus brillieren. Ansonsten? Haben uns viele internationale Ergebnisse sehr erfreut! Kraft gegeben…

Mit der Verlinkung zur polnischen Masters-Seite und zur tschechischen Seite Smola-Chuze können wir noch besser Daten, Fakten, Informationen über unser schönes Hobby austauschen. Das Netzwerk wir immer besser. Als Nächstes sind die Holländer dran.

Die letzten Tage haben wir vor allem mit Ergebnissen aus Portugal, Großbritanien,180616 ClubMstr Ukraine, Frankreich, Italien, aber auch aus Griechenland, Finnland, Australien, Polen, Schweiz, der Niederlande und USA ergänzt. Viel Arbeit, die sich gelohnt hat.

In vielen Ländern werden neben den Bahnmeisterschaften auch Club-Meisterschaften ausgetragen, voll integriert, das Gehen. Dort kann man sich “national” zeigen, Punkte als Geher für seinen Verein holen!

Bei der spanischen Club-Meisterschaft am 16.6. in Castellon schaffte Maria Perez Garcia aus Valencia dort sogar Jahres-Weltbestzeit, 20:59 (unser Bild, Nr.1). In einem starken Feld u.a. auch mit der Ukrainerin Inna Kashyna, Vierte mit 21:42,20, für Nerja startend. Dafür nicht bei den ukrainischen Meisterschaften dabei! Beachtlich auchTaylor Ewert der neue W U20 – Landesrekord von Taylor Ewert aus Ohio, USA. Die erst 17-jährige Modellathletin, unser Bild schaffte am 17.6. in Bloomington bei den U20-Meisterschaften 49:07,52min.

Und immer wieder RESPEKT auch vor dem Alter und den im Juni erreichten Leistungen der Masters! Zum Teil außerirdisch!

Der M42-er Rick Liesting, Niederlande, knüpft an seine erfolgreiche Masters-Saison 2017 an. Teilnahme am Weltcup in Taicang, China, als Edelamateur und davon angespornt am 1.6. in Gouda über 5000m 21:35, ehe er bei den 20km-Meisterschaften mit 1:29:18h am 23.6. in Tilburg richtig “einen draufsetzte”, 111 Punkte, erstmals unter 1:30h! Gratulation.

Der 13-jährige Toby Wilks schaffte am 10.6. in Canberra, Australien über 3000m 13:47min., erinnerte mich an gaaaanz “alte DDR-Zeiten”. Brachte 120 Punkte in der M13!

Immer noch gesperrt sind die Russen, offiziell! Die Fabelzeiten am selben Wochenende im ehemals versumpften Tscheboksary wurden nun offiziell von der IAAF NICHT ANERKANNT! So brauchen wir uns mit der 1:23h einer Laschmanowa nicht zu beschäftigen. Aber im Auge behalten sollten wir, wenn da eine W18 über 10km 42:20min gehen kann oder eine W13 immerhin 23:15min über 5km… Mä: zwei M15-er deutlich < 45min. Also.., aufpassen.180623 Blois, Nasri, Menuet, Marcou, Beretta

Verbeugung auch vor Ian Richards, Großbritanien! Am 17.6. in Horwich gewann der M70-er die 5km in super 25:29min, 98,30% zum WR, das sind bei uns glatte 116 Punkte!

Abstecher Frankreich: Zu einem der vielen schönen Sportfeste… Am 23.6. in Blois gewann überraschend Chahinez Nasri, Tunesien! in 21:53min vor der französischen Spitze. Emilie Menuet hatte geladen, viele waren gekommen, vorne starke Spitze und dahinter kämpften drei W17-er um Platz 6! Beste 23:58min., drei starke W17-Athletinnen innerhalb von 7 Sekunden, stark!

Zum Abschluß noch kurzer Tripp nach Italien, nicht zu den vier LIGA-Finals, sondern zum “Kreis-Sportfest” nach Rom. Zur “Trofea Roma Nord” über 3km am 24.6. trafen sich sage und schreibe 34 Männer und 14 Frauen! Bester, Marco de Luca in 12:37min, schaut ruhig mal rein, mir hat es Kraft und Freude gebracht.

Die britische Isle of Man “rief” wieder einmal…, am 23./24. Juni, …und da gleich insgesamt 1 278 Starter auf den Plan. Es stand die 106. Edition der 85 Meilen = 137km (natürlich mit einem Sponsoren – Namen ausgerüstet) an. 184 Finisher schafften es,  das begehrte Ziel in 24 Stunden zu erreichen. Die besten 16 Athleten sogar unter 18 Stunden! Das zeichnet das Qualitäts-Siegel für den GOLD-Standard, siehe Überschrift, aus:180623 mit 106.Isle of man

Ein tolles Gehsport-Wochenende für die Ultra-Walker. Auch in Montguyon, Frankreich, stand ein 24h – Gehen am 23./24. Juni an. Der 24h March de Haute-Saintouage. Mit echten 24 Stunden…, dieser Herausforderung stellten sich 158 Walker. Das Besondere dieses Wettkampfes dabei: Das Überwinden von mindestens 2 195 Höhenmeter! Hier die Besten:180623 Montguyon, 24h(Geburtsjahr stimmt, aber bitte nicht dahinter die Daten als Altersklasse betrachten! M/W ist richtig. Die Zahl dahinter beziffert allerdings nicht das Alter sondern die Anzahl der bisher unternommenen Ultramarathons). RESPEKT!

In Ohrdruf fanden am 16./17. Juni unsere Thüringer Meisterschaften der Leichtathleten Ak12 bis Senioren statt. Mit Gehen – traditionell “nur” die 2000/3000m! Warum? Das ist eine andere Geschichte…! Und warum deshalb einige Sportler fern bleiben, auch. Hier und heute wollen wir, auch weil gerade das die Ergebnisse von Ohrdruf vorbildlich demonstrieren, eine Frau würdigen: Yvette Münchgesang, ASV Erfurt! Schaut auf die Liste! Sie hat es wirklich geschafft, im weiblichen Bereich von der AK12 bis zu den Frauen eine Struktur zu schaffen! Und vor allem, eine erfolgreiche…180616 OhrdrufGanz herzlichen Glückwunsch und diesen Erfolg auch weiterhin…! Wir bleiben dabei.

Zwei junge Süd-Thüringerinnen fanden ihren Weg. Sie wollten unbedingt diese “Sportart” versuchen, die sie mal im Fernsehen gesehen hatten. Leichtathleten aus Sonneberg. Die Gegend hatte zu “DDR-Zeiten” eine große Gehsporttradition. Viele erfolgreiche Geher der DDR kamen aus dieser Region. Die Sportclubs “Dynamo” (Polizei) und “ASK” (Armee) mit ihren Trainingszentren vor Ort fanden neben den “zivilen” Stützpunkten, die zum SC Turbine nach Erfurt delegierten, viele Talente der Region, die sich dem Leistungssport verschrieben. Das ist Geschichte…. alte Geschichte!180623 Thüringer ZeitungDas war am 23.6. dem “Freien Wort” diesen Artikel wert:  —>  180623 Freies Wort

Fabienne Leipold und Dara Klotz hatten das alles nicht im Hinterkopf, als sie sich für ein “Stiefmütterchen der deutschen Leichtathletik” bei den Landesmeisterschaften am letzten Wochenende in Ohrdruf entschieden. Auch Stiefmütterchen blühen! Vor allem, wenn man Wert auf Technik legt. Darauf lag ihr Hauptaugenmerk bei diesem Versuch, einzusteigen in eine neue “Sportwelt”. Vor den strengen Augen der Gehrichter bestanden und gleich auf dem Podest gelandet. Ein hoffnungsvoller Versuch. Auch Ansporn. Mit der Geschichte hinter der Geschichte hat das wenig zu tun. Außer, dass die Umstände (Trainer, Verein) und Zufälle (Bekannte) passten. Die jungen Damen ihren Wunsch erfolgreich erfüllen konnten. Obwohl, Zufälle? Gibt es die? Oder gibt es eine Gesetzmäßigkeit des Zufalls? Unbekannt! Wir freuen uns hier “nur”, über zwei neue Sportler (-innen) in der Garde derer, die es zumindest in/mit unserer interessanten LA-Disziplin einmal versucht haben. Wir freuen uns auf mehr…

…schaut Antje Köhler vom TV Bühlertal. Nun sehen wir sie nicht nur bei den Wettkämpfen um die Deutschen Masters selbst als Aktive. Sie hat sich angeboten, ihr Wissen auch an den Nachwuchs vor Ort weiter zu geben. Erste Bilder, erste Eindrücke…180623 BühlertalDazu auch von hier unseren Glückwunsch zur guten Idee. Vielleicht sehen wir einige von den “Sprößlingen” beim 8.Wettkampf der Deutschen Masters 2018, am 22. 9., in Bühlertal? Das wäre schön. Wir drücken die Daumen.