Georg Hauger vom TV Bühlertal, ist gerade aus Rio zurückgekehrt und beschenkt uns mit seinen persönlichen Eindrücken, die wir Euch natürlich gerne hier zur Verfügung stellen. Brasilien 2016 624 Pohle 20km

Doch lassen wir Georg selbst  mit seiner Pressezuarbeit “zu Wort” kommen, in dem Beitrag:  “Hautnah mit den Geher-Profis in Rio

Beeindruckende Erlebnisse hatte Georg Hauger aus Niederschopfheim bei den Spielen in Rio, als er die Profis seiner Sportart Gehen auf 20 km, bzw. 50 km, zusammen mit drei weiteren Vereinsmitgliedern der Geher-Hochburg TV Bühlertal, anfeuernd  unterstützen konnte. Bereits am ersten Wettkampftag der Leichtathlen im Badeort Pontal lieferten die Spitzengeher Christopher LINKE, Hagen POHLE, Nils Brembach, alle SC Potsdam, über 20 km ein beherztes Rennen, wobei LINKE auf dem letzten Kilometer sogar zeitweise auf dem Bronze-Rang lag.  Kurz vor dem Ziel wurde er von australischen, bzw. brasilianischen Konkurrenten noch abgefangen, belegte schließlich einen ausgezeichneten fünften Platz in 1:20h.,  lediglich 18s fehlten zu Bronze. Gemeinsam mit den Platzierten POHLE (19.) und BREMBACH (38.) feierte man dann das seit Jahren beste internationale Ergebnis im Gehen. Weniger gut erging es 7 Tage später dem deutschen Meister Carl DOHMANN, SC Heel-Baden-Baden, über die harte 50 km-Distanz. Bei hohen Temperaturen musste er zusammen mit Hagen POHLE,  nach ca. 38 km aufgeben. Jetzt galt es noch, die ausgeschiedenen Athleten wieder aufzurichten und zu ermuntern, den Blick nach vorne zu richten.

Viele sportliche Höhepunkte durfte Hauger gemeinsam mit seinen Vereinskollegen in Rio erleben. Höhepunkte waren dabei die Goldmedaille im Frauen-Fußball im legendären Maracanà-Stadion, der Hammerwurf-Weltrekord der Polin Wlodarzyk, die Auftritte von Usain BOLT, sowie vier Medaillengewinne der deutschen Kanuten am Finaltag.” 1608 Rio, Geher in Zeitung

Das Bild zeigt “unseren” Georg mit Hagen. Christopher Linke war zu dem Zeitpunkt leider nicht zu bekommen, da er sich lange bei der Doping-Kontrolle aufhalten musste.

Und hier links das ist der Beitrag von Georg in der regionalen Presse. Bei den geringen Möglichkeiten zur Präsentation des Gehsports, meinen wir, in Deutschland eine durchaus erwähnenswerte Meldung!

 

Für die Europa-Challenge 2016 haben wir natürlich auch die Race Walking-Wettbewerbe von Rio ausgewertet und Interessantes festgestellt (Aufstellung mit Begrenzung auf max. 130 Punkte und Berücksichtigen von Alters-Bonus-Punkten):1608 Rio, Best of for EUCH16

Die Übersicht der Athleten Europas, die mit über 115 Punkten aus Rio wieder nach Hause gefahren sind. Die vollständige Liste der europäischen Starter könnt ihr hier einsehen:  —> Test (wird hier später eingestellt…, technische Probleme).

1) Europa hat im Vergleich zu den anderen Regionen gut! abgeschnitten. 2) In puncto Disqualifikationen und Aufgaben steht Europa auch gut da. 3) Die befürchteten “besonderen” Bedingungen haben sich auf die europäischen Ergebnisse weniger ausgewirkt, als vorher vorausgesagt. 4) Die Ergebnisse im reinen Europa-Vergleich bringen eine Reihe von Überraschungen zutage. Hier die besten Europäer auf den Strecken:1608 Rio, TOP8, EUROPA

Zum 1. September starten wir hier neu..! Auch der neue olympische Zyklus bis 2020 startet. Die Herbstsaison wird noch tolle Leistungen bringen. Die WMA in Perth wartet auf uns, weit,1600 AA GPmSpuren weit weg…, und und und! Die Seite hier ist in der Grundstruktur jetzt einen Monat neu erstellt und wir werden mit all diesen Unterseiten etc. zum 1.9. auch starten!

Dazu gilt es natürlich für uns, auch mit den anderen, “alten” Dingen zu einem Abschluß zu kommen. Was  erwartet Euch also bis 31. August noch?

1) Die Seite Rio, 20km-Gehen der Frauen vom 19.8., endlich fertig stellen, fällt aber schwer, besonders in der Motivation, wegen der “besonderen” Siegerin Liu.

2) Nochmal zurück zur 50km! Neue Erkenntnisse selbst nach 6x Anschauen wird nicht alles klar und unsere letzte Niederschrift von Gefühlen hier auf dieser Seite (prinzipiell) dazu (da schaut es schon durch, das neue Format ab 1.9….!).

3) Absolut NEU! Die Punktliste “1 Meile” für alle! wird zu Ehren des Sprinterdreikampfes der Geher in Veenendaal, Niederlande, eingeweiht und veröffentlicht.

4) und 5) … die Einzelwertungen der Deutschland-Liga und der EUROPA-Challenge werden erstmals zum 1.9. dann auch veröffentlicht und auf die kommenden Ereignisse kurz hingewiesen…! Aber da sind wir ja schon bei den Info´s ab 1.9. Viel Spaß!

Für die 8. Challenge der Senioren am 17.9. in Sarreguemines, Frankreich, (Länderkampf: Frankreich-Belgien-Deutschland) hat der DLV nachfolgende TOP-Senioren für das 5000m-Bahngehen nominiert:

W40: Schenker, Schröter, beide LG Vogtland

W50: Primas, Esslingen, Wälde, Biberach

M40: Borsch, Halle, Strunk, Aachen

M50: Schröter, Vogtland, Dietsche, Bühlertal

Wir wünschen viel Erfolg und gutes Gelingen!

ANMERKUNG! Wegen einer größeren Verletzung musste Steffen Borsch, SV Halle, leider absagen. Vielleicht sehen wir ihn (frühestens) in Andernach wieder? Dafür wird höchstwahrscheinlich Andreas Ritzerhoff, VfL Oldenburg, nachnominiert. Andreas, viel Glück bei Deinem überraschenden Einsatz.

P L A C E R E   V I G I L A T E !!  ZDF = Zahlen, Daten, Fakten (bei der Übertragung war es der ZDF-Livestream) schlagen eindeutig die aufmacherischen und durch einfache Zahlen schnell zu widerlegenden Ergüsse. Ich hoffe, das dort glaubt alles niemand ernsthaft! Dass Diniz drei Minuten unter Palmen auf den Zweiten “warten” und 20km wie in Trance gehen soll? Weder mit eigenen Augen gesehen noch an den Zeiten nachzuvollziehen. (Die Minute zum Aufstehen – mit Helfern? Disqualifikation? – gerade noch so). Einfach bei 15km schon übernommen. Als dann Dunfee zur 30km beschleunigte, wollte er gegenhalten, hat sich so zerschossen. Dunfee zerschießt sich zur 35. Dann Tallent super forciert zur 40 (nicht unter 22), geht in Führung, zerfleddert sich zur 45! Leute, ihr wart in Rio! Im Moment des Griff nach Gold wohl vergessen? Dass Toth dann mit Fahne nehmen und winken den letzten 5-er unter 22 geht, nur Wahnsinn! Deshalb ist das ALLES: MEIN EVENT DES JAHRES!160819 Rio 50-er mit 5km

Entschuldigt, das war notwendig! Damit entfallen aber heute leider meine Berichte zum 20km-Gehen der Frauen & meine Gefühlsmitschriften von den 50km zum Wettkampfverlauf.

1608 TothMatej Toth, Slowakei, hat es geschafft! Großer Sieger eines TOP-Wettkampfes mit vielen verschiedenen Ausreißern, Führungswechseln sowie anderen tollen Geschichten spricht Gefühle, Lust und Freude an! In 3:40:58h knapp vor Jared Tallent, Australien, Hiroki Arai, Japan und dem besten Doppelstarter der Spiele, Evan Dunfee, Canada (20km, 10.Platz).

E I N G E S C H O B E N:

Bezüglich der folgenden Anmerkung: ALLES IST WIEDER GUT! Einspruch durch Protest nicht stattgegeben! (spätere Anmerkung: Nach den Live-Ergebnissen wurde der Japaner, wegen Behinderung durch Protest disqualifiziert. Riesenkampfgeist von Dunfee mit Platz 3 “belohnt”? Behinderung? Ja! Aber den letzten KM von Dunfee gesehen! Wollte dazu nichts schreiben. Nun ja. Keine Ende gut alles gut? Der letzte Kilometer des Kanadiers war kein Gehen mehr. Das war torkeln. Ist er wieder gesund? Noch in Behandlung? Ende des Livestream war gut. Jetzt nicht (mehr?). Das ist meine Meinung!). Arai bleibt verdient Dritter!

W E I T E R  IM  T E X T, kurz danach unter Emotionen, mit Adrenalin pur:

Der große Anschauungsunterricht für Geher 2016. Für unsere beiden Matadore war nach 35km leider Schluß. Schade. Hagen Pohle war bis zur Hälfte noch gut dabei, versteckte sich in der 2.Verfolgergruppe im Bereich Platz 15-26. Und Carl Dohmann war da, wie erwartet, zurückhaltender. Seine erhoffte Steigerung in der 2.Hälfte hielt nur bis km35! Für mich ist Hagen der tragische Held des Olympiazyklus. Ich hatte ihm persönlich in Andernach 2015 schon gesagt, ein Doppelstart ist für ihn zu früh. Am Beispiel Christopher Linke zu sehen. Tolle Idee von Doppelstart und Belastungsverträglichkeit (Vor- und Nachteile auch einer Doppelstrategie) müssen passen, um nicht viel Lehrgeld zu zahlen. Seit seiner Besinnung, Konzentration auf eine Strecke läuft es…! Nun wird das deutsche Fazit des Olympiazyklus nicht positiv. Später in der großen Analyse 2016 mehr. Jetzt ist der Adrenalinspiegel viel zu hoch, um ruhig zu reagieren. Welch eine Geschichte, welches uns über den Livestream des ZDF geboten wurde. Reicht doch voll. Da muss man sich auch nicht die vielen halb- und gar nicht wahren Dinge anhören. Information pur! Später hier dazu mehr. Danke.

19.8. 2016

DER WAHNSINN HAT EINEN NAMEN!

Das 50km – Gehen von Rio !

Noch schnell ein paar Einstiegsgedanken zum 20km-Gehen der Frauen, heute, anschließend an die 50km. Fällt alles etwas schwerer, auch mit der Identifikation, weil dieser Olympiazyklus ohne deutsche Frauen durchgeführt und vollendet wird. Schade! Aber das Frauengehen hat sich auch ohne Deutschland straff weiterentwickelt. Hier die aktuell IAAF-TOP-LISTE der Aller-Aller-Besten:1608 WBL Fr vor Rio74 Frauen stehen auf der Startliste. Eine Liste voller Qualitäten. Denn nicht nur neue starke Kräfte sind in diesem Olympiazyklus hinzugekommen, auch erfahrene und schon jahrelang unseren Sport treibende Spitzenkräfte sind zu “neuer Luft” gekommen und atmen diese reihenweise unter der alten Schallmauer von 1:30h. Es ist schon enorm. 24 Athletinnen schafften 2016 Leistungen unter 1:30h. 10 davon sogar mehrfach, so dass die WBL gar 41 Leistungen registriert. Und das “TOR ZUM LEISTUNGSGEHEN” von 1:40h haben gar 197 Geherinnen weltweit aufgeschlossen! 91 Davon haben schon die Zwischenstufe 1:34h erreicht. Imposante Zahlen. Das alles rückt Diskussionen um Streichen oder Reduzieren von Gehsportdisziplinen zumindest international in ganz weite Ferne. Hoffentlich kommt das mal über “richtige Kanäle” auch in Deutschland an?

Da stört bei der Leistungsbetrachtung kaum der Ausschluß der Russen, einer der wichtigen Gehsport – Nationen. Eventuell hat das die Entwicklung sogar befördert? Was sind da “schon 6 Russinnen” <1:30h oder 16 unter 1:40h bei den aktuellen Zahlen? Und ganz Amerika holt weiter auf, ist mit der Entwicklung längst nicht am Ende. Vielleicht gibt es heute schon neuen Ansporn vor  Ort, wenn vor Ort Erica de Sena, Brasilien, 3x schon 2016 unter 1:30h in den Medaillenkampf mit eingreifen kann? Oder Mirna Ortis, Guatemala, auch 3x <1:30h, die von Erick Barrondo in London 2012 begonnene Erfolgssträhne fortsetzt? Ist zwar schwer bei den Erfolg gewohnten Chinesinnen, denen erfahrene Europäerinnen aus Italien, Portugal und Spanien “auf dem Fuß”! folgen, aber nicht unmöglich!

Die Spitzenveranstaltungen der ganzen Welt beweisen das alles deutlich. In Rom zum WC schafften es 68 Frauen unter die 1:30h. In den bekannten europäischen Zentren La Coruna 30, in Dudince 25 und in Podebrady 24. Selbst bei den Afrika-Meisterschaften in Durban waren es letztens fünf. Kenia läßt grüßen – nun endlich!? Asien sei hier ausdrücklich NICHT in der Entwicklung erwähnt! Denn da ist das hohe Niveau von 1:30h bereits NATIONAL! erreicht. Beispiele gefällig? Huangshan, China, 6.3. mit 24, Changhanshan, China, 4.6. mit 18, Kobe, Japan, 21.2. mit 12 und Nomi City, Japan, 20.3. mit 19! Bei den Frauen! Richtig. Denn bei den Männern sieht es noch besser aus.

Zurück zu heute. Der Sieg geht wohl nur über die Chinesinnen. Shijie Qieyang, bereits 4x unter 1:30 in diesem Jahr ist der Maßstab.

Die Starterliste findet ihr hier: —>  1608 20km Frauen Startliste

Es ist 13.54 Uhr. Schluß. Nun ist Stream-Time. Auf zum ZDF. Bis später…