Die Bemühungen um einen guten Rahmen für die Bahnmeisterschaften haben sich für alle gelohnt. Selbst die Läufer, die wir hier nicht erwähnen, frischen die Veranstaltung weiter auf. Bringen anderes Flair und vielleicht auch einige Interessierte da ganz hoch ins Stadion, kurz vor den Wolken, weit über den Dächern von Bühlertal.BÜHTALDie Aufstellung zeigt z.B. (gelb) auch die Vereine, die mit ihren gemeldeten Startern zu den Rahmenwettbewerben die Meisterschaft stärken: Besonders: TV Biberach, Diezer TSK, SC Potsdam und LG Vogtland. Bei der Anzahl der Meisterschaftsteilnehmer (ocker) führt der ASV Erfurt (7) vor Alemannia Aachen, LG Vogtland, TV Bühlertal und TV Groß-Gerau mit je 5 Startern bei den Meisterschaften.

Ansonsten fällt es schwer, sich zu konzentrieren. Worüber sollen wir berichten? Was im Vorfeld der DM geschah, ungeklärt ist bzw. schlecht gemanagt… Über falsche, irregeführte freudige Kinderaugen, als Folge von Starrsinn und Gleichgültigkeit, Trainern, die da keine Gerechtigkeit einfordern? Harter Tobak! Oder von guten Sportlern, Freunden, die aufgrund von fragwürdigen Festlegungen nicht starten dürfen? Da gibt es Normen! Ja. Die werden unterboten, ja. Nicht um Zehntelsekunden, sondern um Minuten. Richtig. Aber, statt draußen in der Halle! Oder, zwar offiziell, aber statt elektronisch mit Handstoppung! Pfui, aus welchem Jahrhundert sind die denn…, der Tenor! Völlig vergessen ist, warum die NORMEN EINMAL EINGEFÜHRT WURDEN! Um diese “GUTEN” zu schützen. Jetzt werden die Guten nach “geltendem Reglement” – Auswüchse siehe vorher – ausgeschlossen. Warum nur? Aber sie könnten ja einen “Gnadenantrag” an die “Obrigkeit” stellen, ja! Aber da der Meldetermin nach der Ablehnung vorbei ist, natürlich nur mit den obligatorischen 100 Euro Strafgebühr. Ein Schelm, wer da NICHT verzichtet! So viel ist die Medaille doch nicht wert. Und, Funktionäre, die uns schützen sollen, die eigentlich eine Fürsorgepflicht haben? Klopfen sich gegenseitig auf die Schultern. “Wir haben alles richtig gemacht! Sogar die betroffenen Athleten wurden davon informiert. So sind die Regeln…” Da darf man doch fragen: WER HAT DIE WOFÜR GEMACHT? Für Interessierte: Der gesamte Wortlaut aller dieser hin- und hergeschobenen Argumente liegt uns vor. Keine Lust, hier wieder den Zuber auszupacken und schmutzige Wäsche zu waschen. Wen es interessiert, hier bitte anfragen. Ja…, meine Gedanken sind jedenfalls Samstag nicht bei Urkunden und Medaillen. Ich denke an meine Sportfreunde Josef Berzl und Stefan Kaiser aus Regensburg, die sich mit guten Leistungen gerne bei der DM der Senioren eingebracht hätten! Schade! Leider nicht.

Bühlertal hat mit den Rahmenwettbewerben immerhin noch 95 Geher (70 DM) aus 40 Vereinen am Start. Wir fahren gern dorthin. Ist man doch immer bemüht, in Bühlertal wirklich alles zu unternehmen, um das Beste aus dem Vorhandenen herauszuholen. In diesem Sinne schon jetzt an das Team um Klaus Dietsche unser allergrößten Respekt und vielen Dank. Bühlertal wird für die Deutschland-Liga 2016 und die EUROPA-Challenge 2016 gewertet.

Nicht vergessen: BÜHLERTAL IST DER LETZTE TERMIN, vor allem für die Deutschen, sich noch für die Challenge anzumelden! Das nehmen wir gern noch am Wochenende entgegen. Danach werden wir auch die ersten Ranglisten (Einzelwertungen) veröffentlichen. Bleibt weiter gespannt.

160609 BühlertalPr1Mit Christopher Linke, Potsdam, reist einer der Rio-Aspiranten direkt aus der Vorbereitung in Oberhof nach Bühlertal zur DM an. Und Lokalmatador Carl Dohman, Baden-Baden, wird ihm möglichst lange Paroli bieten. Beide Athleten sind unterschiedlich unterwegs.

Carl hatte frühzeitig die Norm über 50km für Rio. Das gab Ruhe und Sicherheit. Vor Naumburg warf ihn ein Infekt aus dem Rennen. Er braucht für sich noch einen Beweis seiner Leistungsfähigkeit. Als 50-er muss er aber nicht in die Temporegionen vordringen, die Christopher anstrebt. Er wird andere Ziele haben. Christopher ist seit Podebrady 2015 mit der Konzentration auf die 20km stabiler geworden. Er hat 2016 dann mehrfach bewiesen (Podebrady, Rom, Naumburg), ganz vorne mitmischen zu können. die 10 000m können ein  richtungsweisender persönlicher Test für Rio werden. Und einen Titel gibt es dafür dann ja auch! Großer Sport damit garantiert!trei

 Hier treffen ab Samstag Mittag die gemeldeten und zugelassenen 70 Teilnehmer der Bahnmeisterschaften aus 37 Vereinen Deutschlands aufeinander.

Das sind die aktuell leistungsstärksten Gehsport-Wettkämpfe 2016 (EUROPA-Challenge) nach der Wertung des Deutschen Geherpokal:1605 Rating IntEndlich konnten wir die Analyse des Gesamt-Protokoll von La Coruna fertigstellen und Euch die Enddaten nun zur Verfügung stellen. Podebrady, Dudince und La Coruna weisen auf hohem Niveau den sportlichen Wert der Gehsport-Wettkämpfe und ihre Zukunft erfolgreich nach. Das gelingt allen 2016 auch mit Hilfe des starken Engagements amerikanischer Geher. Mit der Präsenz , damit Förderns vor allem in und durch süd- & mittelamerikanische Länder! konnten sich diese Veranstalter weiter profilieren. Auch unser Naumburg profitierte davon, könnte, wenn so gewollt, auf dem richtigen Weg sein. Danke an alle, die dazu beigetragen haben. Nun schaut Euch in Ruhe die Details an.

Für Spezial- und Detail- Fanatiker zu La Coruna: Eine unheimliche Breite an Vereinen betreibt in Spanien Gehsport. Negativ könnte man von Zersplitterung reden? Aber nach außen merkt man davon nichts. Die 296 Starter teilen sich wie folgt auf: 105 Gäste aus 24 Nationen. Bleiben noch 191 Starter, die aus 61 Vereinen Spaniens kommen. 32 davon starteten bei der Elite über 20km M/W. Bleiben 159 Teilnehmer der Rahmenwettkämpfe & der Seniorenmeisterschaften. Bei Senioren nur 21 Meisterschaftsteilnehmer aus ebenso vielen Vereinen! Zersplitterung pur. Und nur bei drei der 21 Seniorenvereine gibt es auch Sportler in anderen Altersklassen oder Wettbewerben. Also strikte Trennung. Das war auch für mich neu…

Gleich über die deutsche Grenze bei Neugersdorf… Dort findet man Rumburk. Und um die Anlage “Wintersportzentrum”, einem Wellblechpalast, ist ein Straßenviereck von ca. 460m Länge. Um auf 500m zu kommen, hat man dem “Rundenkarrussell” gleich nach dem Start eine kleine “Nase” angehängt. Es folgen später dann 60m mit etwas Steigung, die man beim 15. Mal schon merkt, anschließend 250m leichtes Gefälle. Auch war es für 22 Grad in der Sonne ganz schön warm. Ab 15 Uhr Betrieb, um 16 Uhr Start der 10km, 18 Uhr gemeinsame Siegerehrung, die Zeiten, auch alle Zwischenzeiten professionell ermittelt und verfügbar. Ein schöner Wettkampf. Auch noch ausbaufähig…

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160604 Rumburk01Man kann die “Nase” hinter Start und Ziel, hier davor, erahnen. Um 14 Uhr herrscht natürlich noch große Ruhe…

160604 Rumburk02Man kennt das ja von den “Volksläufen”, falsche Zeiten oder langes Warten sind “tödlich”. Nicht in Rumburk. Alles perfekt. Jede Zwischenzeit noch am Abend erhältlich. Endlich mal ein Wettkampf ohne Probleme. Danke Rumburk!

160604 Rumburk03Noch nicht 100% zugesagt, aber alle sind guter Dinge…, auf dem Siegerpodest von Vaclav Kolar und Vojtech Libnar, siehe beste Leistungen, wird er in die Mitte genommen: Der Mitveranstalter und Sieger von Rumburk 2016: Martin Nedvidek, AC Rumburk.

Das letzte große Aufeinandertreffen der weltbesten Geher vor den Olympischen Spielen brachte noch einmal tolle Ergebnisse in La Coruna, Spanien, bei einem sehr wichtigen Wettkampf, der auch zur EUROPA-Challenge 2016 gewertet wird. Für die Endabrechnung der sehr gut dotierten IAAF – Race Walking – Challenge brachten sich, neben den vielen Südamerikanern bisher, nun in La Coruna die Chinesen und für Europa nun vor allem Lopez, Spanien, Schwazer und Georgi, Italien, richtig gut ins Gespräch (soll heißen, auf die reale Liste der möglichgen Scheckempfänger). Vor allem bei den Männern war es ein äußerst stark besetztes Feld mit ganz engem Einlauf im Sekundentakt bis Platz8! 160528 La Coruna160528 La Coruna M20160528 La Coruna F20

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Mangels Interesse ist das Permit Meeting in Dublin am 18. Juni (auch ein Wertungs – Wettkampf der EUROPA-Challenge) jetzt abgesagt worden. Damit fällt auch der Mehrländerkampf der sogenannten kleinen Länder aus. Schade.

Mittlerweile liegen dank der fleißigen Arbeit der Verantwortlichen alle Daten zu Naumburg vor. Wir widmen uns als Zweitem, nach der Gesamteinschätzung, dem Rennverlauf des spannenden 20km – Wettbewerbes:

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1 – 5km: Nachdem alle aus den Büschen kamen, der Start vollzogen werden konnte, legte der Bekannteste (außer Tallent, der nur Pacemaker spielte) aller Athleten, Eder Sanchez, Mexico, einen Tag nach seinem 30. Geburtstag los wie die Feuerwehren Australiens bei Ausbruch eines Buschbrandes. Was hatte der an diesem Tag vor? Nach Dudince, 1:24:53h, dann Rio Maior 1:24:15h und Taicang 1:23:21h in Naumburg schon sein vierter Zwanziger 2016? Doch noch ins Nationalteam für Rio…? Doch weiter als 12 Sekunden ließen ihn die anfangs 9 Verfolger in einem Ausscheidungsrennen nicht entkommen. Vom Ausscheiden betroffen war auch Einer der drei Deutschen in der Verfolgergruppe. Carl Dohman musste schon vor KM 3 abreißen lassen. Bei KM 5, als auf den vermeintlichen Podestplatz der DM Jonathan Hilbert vorstieß, stieg er bei 20:52min., wohl vom überstandenen Grippeinfekt noch geschwächt, auch zu seiner eigenen Sicherheit aus.

6 – 10km: Die anderen beiden Deutschen? Hagen Pohle macht ab KM 5 trotz der Phalanx von vier Mexikaner mit Tempo. Auch, weil Christopher Linke abreißen ließ? War das schon ein Vorentscheid um den DM-Titel? Christopher folgt in Entfernung eines guten Kugelstoßes über 2km den Verfolgern. Blieb dran. Wie unsere Analyse zeigt, war ihm da das Tempo wohl ein “Müh” zu hoch? Während erste Athleten ausstiegen oder disqualifiziert wurden, gelangte die Spitze in “gewohnter” Zwischenzeit (39:30 bis 40:30) zur 10km-Marke.

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Und was war im Hinblick auf den nun vakanten DM-Podestplatz los? Hilbert kam bei 10km als Dritter mit guten 42:18min. durch, ließ auf das Bestätigen der Podebrady-Leistung hoffen. Ca. 30s dahinter gingen Nathaniel Seiler und Andreas Janker nach KM 9 getrennte Wege.

11 – 15km: Ab KM 12 fiel dann die Verfolgergruppe nach mehreren Angriffen endgültig auseinander. Horacio Nava investierte am meisten und wurde belohnt. In seinem Schatten folgte Linke, der nach KM 12 die Frage nach dem 20km-Meister 2016 deutlich beantwortete. Bei KM 15 standen die ersten Drei fest, die Reihenfolge nicht. Dahinter das Duo Pohle mit Ricardo Ortiz Rivera, dem dritten Mexikaner. Janker konnte den Rückstand zu Hilbert auf diesem Abschnitt von 36s auf 18s halbieren. Psychologisch wichtig. Vorn schloß Nava, ein 34-jähriger Oldie, eigentlich Fünfziger!, im besten 20km-Wettkampf seines Lebens bei KM 14 auf den führenden Sanchez auf. Ganz großer Sport! Denn nur 6s folgte dicht dahinter unser Christopher.

16 – 20km: Das Finish! Für Spezi´s ein Traum. Bei KM 16 hattte Nava seinen Vorsprung zu Sanchez auf 11s ausgebaut, weitere 8s dahinter Christopher. Er zeigte endlich wieder seine besonders 2012-14 vermißte mentale Stärke. Aus der Konzentration auf die 20km schöpfte er auch in Naumburg seine Kraft. Es folgten Pohle und Ortiz, sie trugen den Kampf um Platz vier aus. Trotz aller Hoffnungen blieb es beim Abstand Nava zu Linke von 18 bis 20s! In der Statistik (siehe oben) war Christopher sogar knapp Bester des letzten Viertels. Entschieden wurde der Sieg bereits auf dem KM 15, als sich Nava mit einer 4:02-Rakete von Sanchez deutlich absetzte und Christopher in seinem Sog nur 4:18 schaffte. Das Duell um Platz vier verlor Kämpfer Hagen gegen Ortiz, letzter KM in 4:05 !! deutlich. 100 Meter vor dem Ziel war der letzte Tropfen Sprit alle. Nur mit letztem Kraftakt gelangte Hagen über die Ziellinie. Die 4:29min. deshalb. Mit Silber. Der Kampf um Bronze bei der DM war bereits 2km vor dem Ziel entschieden. Aus 50s Rückstand bei KM 14 machte Andreas Janker bei KM 19 bereits 30s Vorsprung und überraschend Bronze. Jonathan Hilbert verspielte auf den letzten 5km seine gute Anschlußleistung zur Spitze völlig. Fünfter Nathaniel Seiler in 1:29:22h. Nicht lachend. Aber endlich 2016 einen Wettkampf ordentlich zu Ende gebracht. Verständnis! Denn das erstes Männerjahr ist schwer.160522 Nbg22

Zufriedene Blicke auf dem Siegerpodest INTERNATIONAL, 20km Männer, es folgt INTERNATIONAL, 20km der Frauen:160522 Nbg24

Von links: Claire Tallent, Australien, Agnieszka Dygacz, Polen und Laura Polli, Schweiz.

Frauen: Hier ist die Geschichte des Wettkampfverlaufes schnell erzählt. Claire Tallent hatte in ihrem Ehemann einen wunderbaren Pacemaker dabei. Vom ersten Meter auf Tempo in Richtung <1:31h gedrückt, 5km bei 22:29min. passiert. Doch mit Durchgangszeit 22:40min. lauerte dahinter schon Agnieszka Dygacz, Polen. Klar auf dem dritten Platz, Laura Polli, Schweiz. “Alle” wollen unbedingt nach Rio. Ihr letzte Chance? Mitbewerber im eigenen Land gibt es genug. Claire aktuell nur die Nr. 4-5, Agnieszka, nicht mal das, verletzt, in Dudince und Rom waren in breiter Front andere Polinnen berücksichtigt. Aber! Das mit vollem Ballett angetretene Frauenteam in Rom patzte. Kein Ergebnis, Golba in 1:33 noch 30., Zdzieblo in 1:35 noch 49. Die hoch gehandelte Szwarnog gab auf, Budziak und Kapera zum Schrecken aller Polen disqualifiziert. Das gab Agnieszka neuen, zusätzlichen Auftrieb. Konzentriert blieb sie bei Halbzeit noch unter den magischen 45min.! (Claire im Familienverbund 45:44), um über 1:07:31h bei 15km das hohe Ziel, <1:31h, mit 1:30:27h noch zu toppen! Nicht bei TOP-Wetter und vor allem ALLEINE! Deshalb außergewöhnlich. Ja,…: “Housten, wir haben ein Problem!” Die polnischen Verantwortlichen auch, …ein Positives.

Und die Deutschen? Außer der Titelverteidigerin, Lea Dederichs (2015: 1:41:40) mieden die schnellen Seniorinnen dieses Jahr die Langstrecke. Es ist aber eine Mär, dass Senioren in Massen in Portugal weilten! Nach 1:41:53h von Podebrady bestätigte sie in Naumburg mit 1:42:13h und guter Tempoeinteilung ihr aktuelles Leistungsvermögen. Die Zeit deutlich unter 1:40h verlangt immer noch ihren Respekt. Dank der beiden Niederaichbacherinnen Maria Unterholzner und Franziska Spanner wurde der DM-Wettbewerb nicht zur absolten Farce. Mit der erst 19-jährigen Pauline Barz wurde aus Thüringen eine junge Sportlerin auf diese Distanz geschickt, die erst gut 1 Jahr Gehen betreibt, entspechend ihrer AK mit Gleichaltrigen eigentlich nur die Hälfte der Distanz bewältigen sollte. Nur, da waren ja schon die schnellen Potsdamer- und Berlinerinnen auf den Medaillenrängen sicher. Also, statt erst mal die 10km mit möglichen 53-54 Minuten aufbauen, mit Platz 4 eine Perspektive zeigen, wurde der schnelle Erfolg und der kurze Rausch der Medaille gesucht (und bei der Beteiligung auch gefunden). Ob das gut für Paulines Zukunft ist?

(Sonderabschnitt Thüringen:) Es scheint dem Thüringer Landesverband egal, wie all die Verrauchten und Verbratenen der letzten 12 Jahre. Nur der Moment, die Medaille zählt. Anfänge beim Test in Reichenbach vor vier Wochen waren wirklich gut. Nichts zu meckern. Hoffnung stirbt zuletzt. Neue Leute. Gute Grundlage aus dem Laufbereich, noch etwas frisch in der neuen Technik. Und dann aber…, wieder richtig KONDITIONIEREN! Immer drauf. Kein Respekt vor Langstrecke. Jemand wird für 20km gemeldet, soll dann schnell einfach die 50km mal durchgehen…! Hat ja eh technische Probleme. Immer drauf! Wie lange noch? WER ZÄHLT ALLE DIE TALENTE MAL AUF UND NACH? Und die von woanders her Kommenden technisch Versierten werden lustlos kaputt gespielt. Schaut mal genau hin. Nun hat es wieder einen getroffen, wieder ein Riesentalent, Max Wilhelm hört auf, nach 1 1/2 Jahre dort. “RICHTIGER SPORT”, das hatte der Leistungssport-Beauftragte den Eltern eingeredet, alles vorher war nur pille-palle…! In diesen Momenten schäme ich mich, dem Thüringer Landesverband anzugehören.

Und so brauchen wir uns um den aktuellen Gesamtstand des Gehsports in Deutschland nicht zu wundern. Unser Naumburg hat alles wieder einmal beschönigen können, für ein Wochenende, ein Top-Event organisiert und sich mit guter internationaler Beteiligung als TOP-Veranstaltung selbst retten können. Dazu in der Gesamteinschätzung mehr.

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Ausgerechnet an dem 22. Mai 2016 hatte Frau Sonne entschieden, mit warmen Strahlen ihresgleichen, nun den friedlichen Ostdeutschen einen richtigen schönen Sommertag mit Temperaturen bis 30,5 Grad im Schatten zu schenken! Bis ca. 10.30 Uhr hielt man das ja auch locker aus bei leichtem Windzug und im Schatten der schönen Allee, gesäumt mit starken Kastanienbäumen. Aber dann…? Beeinflußte es das Geschehen dann doch etwas, bis hin zu zwei Einsätzen der Schnellen Meditzinischen Hilfe. Und dem Ausfall von Teilen der Technik… Also, ganz schön was los in der Saalestadt beim immerhin 47. von Naumburg!

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9 Uhr in Naumburg. Keiner ist am Start! Erst strenge, fordernde Rufe brachten die Athleten dazu, für ihre 20 bzw. 50km unter den Schatten spendenden Bäumen hervor an die Startlinie zu treten.

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Und dann erlebte die 1km-Runde die geballte Stärke der 20km-Männer Mexicos. Hier im Bild, Sanchez ist schon enteilt, 49 Segura, 36 Nava, 20 Gonzales, 37 Ortiz und 18 Flores in geballter Front und mit Mauer vor den Deutschen Linke, Pohle und Dohmann. Damit ist schon der gesamte Charakter des Rennens erzählt. Und die Deutschen? Linke und Pohle konnten diesen auch mentalen Leistungstest bestehen. Nach dem Beweis als Bild nun die Daten kompakt:

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Eine Demonstration der Mexikaner in der Breite der Spitze, die Hälfte der TOPTEN! Vier Frauen und sechs Männer aus Mexico sind da präsent. Zwei der für Rio qualifizierten deutschen Männer konnten sich sehr gut in Szene setzen. (Wie schmal allerdings der Grat ist, wird auch unsere Analyse zur Team-WM zeigen, die wir diese Woche vielleicht noch veröffentlichen. Besonders bei den Frauen ist die Situation aktuell fatal!)