Bei den hervorragend von ASD Kronos Roma organisierten Meisterschaften Italiens über 20km waren Francesco Fortunato, Fiamme Gialle, in 1:22:04h (Zielankunft unser Bild von marciadelmondo) und Valentina Trampletti, CS Esercito mit 1:33:45h die beiden Sieger der Hauptwettbewerbe (Mä: 36 Starter, Fr: 24 Starter).170326 CassinoBei dicht gedrängtem Publikum, schaut auf diesen Straßenrand !!, stellten sich insgesamt 258 Starter über 20km, Mä, Fr, U20, 10km U18 und 4 bzw. 6km der U16. Das war und ist schon imposant. Mehr auch bis Dienstag in der GEHSPORTWELT.

170325 Dudince10 TechnikMit einem Erfolg des Norwegers Havard Haukenes über 50km in neuer Jahres-Weltbestzeit von 3:43:40h, vor dem Polen Rafal Augustyn und dem Mexikaner Pedro Gomez endete der wichtigste Wettbewerb am Samstag in Dudince. Normalerweise stellen wir solche Fotos nicht ins Netz, aber wenn sie schon drin sind? Was soll´s? Beim stark besetzten 50km-Wettbewerb blieben immerhin 15 Athleten unter 4:10h. Der Nationalheld Matey Toth, aktueller Weltmeister und Olympiasieger von Rio war auch präsent. aber nur parat an den Mikrofonen und Kameras dieser Welt. Leider. Eingebunden in die 50km war auch die 35km-Meisterschaft der Ungarn, die der 21-jährige Bence Venyercan in starken 2:38:28h (NR) mit neuer persönlicher

170325 Dudince50 TOP15Bestleistung gewann. Seit den 50km von Dudince haben auch die Polen nun ihren ersten Landesrekord über 50km der Frauen. Agnieszka Ellward (28) schaffte in Dudince 4:52:56h und schrammte damit unsere 100 Punkte-Marke ganz knapp.

WIRD FORTGESETZT!

Ein Blick auf die Topleistungen von Daegu über die 10km läßt gute Bedingungen vor Ort vermuten. Ein Vergleich mit den 3000m vor vier Tagen läßt aber auch auf unterschiedliche Vorbereitungen (Tempo & Ausdauer) schließen – zu unterschiedlich sind z.T. die Plätze oder170324 TOPERG Daegu10 Punkte. Vergleicht die beiden Listen, starke 10km mit Punktsteigerungen von u.a.: Jaqueline Wilson, 101 zu 109 Punkte, Andrew Jamieson, 101 zu 110 Punkte, Ivzans Normunds, 101 zu 113 Punkte, als M45 der prestigeträchtige Gesamtsieger der 10km oder Miroslaw Luniewski, 95 zu 102 Punkte, schon über 3000m polnischen Rekord der M60 gehend, nun deutlich unsere “100 Punkte – Marke” geknackt1 Also, da war schon einiges los in Daegu.

Mit makelloser Bilanz reisen die beiden deutschen Geherinnen aus Daegu ab. Dieses Mal waren zwei Frauen am Start, beide sicherten sich wieder “ihre” Medaille. Uschi Klink, Groß-Gerau, W70, 1:08:41, Bronze und 95 Punkte sowie Ursula Herrendoefer, PSV Berlin, W75, 1:15:43 mit Silber und 90 Punkten, verpaßt Gold nur um 27 Sekunden. Ganz stark unsere beiden Ursulas! Herzlichen Glückwunsch zum Erfolg und für das tolle Auftreten.Herrendorfer, UrsulaKlink, Uschi

Mit drei offiziellen Challenge-Wettbewerben und hochwertigen Nachwuchs-Wettkämpfen war Monterry, Mexico von der sportlichen Wertigkeit wohl der hochrangigste, allerdings nicht mit den teilnehmerträchtigeren Wettbewerben Asiens wie Kobe, Huangshan oder Nomi City vergleichbar. In Asien boomt aktuell einfach der Gehsport!170319 TOPERG Monterry

Hier die Zusammenfassung der TOP-Ergebnisse aus der Gehsportwelt. Zwei besondere Aspekte bringen uns zu diesem Nachschlag. Zuerst die doch vielen Länder am Start! Die Kanadier fahren als doppelte Sieger nach Hause, Dunfee über 50km und Thorne über 20km. Das Traditionsland in der wieder erwachten “Höhle des Löwens” Monterry ohne Sieg in den Hauptwettbewerben. Denn auch bei den Frauen entführte die Brasilianerin de Sena den Sieg ins Ausland! Über 50km und 20km der Frauen sogar das gesamte Podest! Zum Zweiten: Dem Härtetest zweier Topwettkämpfe innerhalb einer Woche, stellten sich auch viele Athleten wirklich. Bemerkenswert, wie sich dann die schon gestandenen Athleten bei diesem Event durchsetzten! Ü30 ist keine “Schande” mehr.

Der mexikanische Nachwuchs scharrt schon ganz stark “mit der Hufe” mänlich und weiblich. Der aktuelle Direktor des Sportinstituts des Bundesstaates Nuevo Leon, Raul Gonzalez, zweifacher Medaillengewinner von Los Angeles 1984, hat dem Austragungsort des IAAF-Weltcups 1993 neues Leben eingehaucht und damit einen neuen Aspekt für die IAAF-Race Walking-Challenge 2017, mit 2 Wettkämpfen in einer Woche, beigesteuert. Die Veranstaltung im Parque Fundidora mit über 200 Athleten (10, 20, 50km) aus 24 Ländern wurde so zu einem tollen Erlebnis.

Senioren-Weltmeisterschaften 2017 in Daegu, Südkorea: Zwei 65-er Weltrekorde waren die Höhepunkte der Gehwettbewerbe in der Halle von Daegu. Heather Carr, Australien, istCarr, Heather jetzt in der W67 bei 16:57,96min. über 3000m in der Halle angelangt. Der Mexikaner Jose Luis Lopez Camarena schaffte die Strecke in sagenhaften 14:17,97min.! Der Jahrgang 50!

Insgesamt gab es 19 Hunderter bei der WM. Gesamt große Leistungsunterschiede. Leider zeigen nur 132 Teilnehmer, dass zumindest bei den Hallenwettbewerben die Ideen des Einbeziehen der nationalen Walkingbewegung nicht funktionierten. Von 13 “Volksgehern”, die sich trotzdem aufs Tartan trauten, erreichten nur zwei Athleten das Ziel. Leider. Das treibt natürlich auch die Disqualifikationsquote hoch, auf über 17%. Aber! 11 der 23 Disqualifizierten sind (diese) Koreaner. Aus Europa wurde nur ein Spanier disqualifiziert, was zeigt, es gab KEINEN HEIM – BONUS. Hoch interessant, wie das nun bei den Straßen-Wettbewerben über 10km! mit dem bedeutend höherem Anteil an Koreanern funktioniert wird? Will man die (fast) alle disqualifizieren?

Das z.T. hohe Niveau ist bei unserer Übersicht in der GEHSPORTWELT schon dargestellt. Bei den Frauen fehlten, wie erwartet und befürchtet, einige Leistungsträger besonders aus Europa. U.a. keine Medaillen in der W35! Nur 48 weibliche Hallen-Geher. Bei den 11 AK der Männergingen nur die Titel der M60, M75, M80 und M85 unter 100 Punkten weg. Hinter dem Überflieger Camarena, Mexico, überzeugten vor allem: M55, de los Angeles, Mexico, Brenes, Costa Rica, M50, Perianez und M40, Alvarez, beide Spanien mit tollen Siegen. Und der Zweite der M65, Ian Richards, Großbritanien, muss hier auch noch unbedingt erwähnt werden! Nicht nur, weil der 68-Jährige mit 15:00,69min. knapp eine Traummarke verfehlte und “Nur” Zweiter seiner AK wurde.

Deutschlands Teilnehmer kamen auf 100% Medaillen-Ausbeute! Die einzige Starterin, Uschi Klink, Groß-Gerau, schaffte es in der W70 auf das Podest. Mit ihrer guten Leistung von 20:51min. ging sie in den 80-99 Punktebereich. Gratulation. Wir haben uns erlaubt, das Protokoll speziell für das Gehen hier neu zu erstellen und stellen es hier allen zur Verfügung.

Protokoll:  —> 170319 Daegu 3000m

Das Gehsportland Mexiko richtete innerhalb von sieben Tagen zwei große Wettkämpfe der IAAF-Race Walking-Challenge 2017 aus. Am Sonntag fanden nun bei hochsommerlichen Temperaturen um 30 Grad im fast 600m hoch gelegenen Monterry 20- und 50km-Wertungs-Wettkämpfe in der von hohen Bergen umgebenen Millionenstadt – einem der bedeutendsten Industriestandorte Lateinamerikas – statt. Die Podestplätze (aus “Marcia dal Mondo”):170319 Monterry SiegerpodesteHier spielten einmal nicht die Zeiten die entscheidende Rolle. Bei diesen Bedingungen ging es eindeutig um Siege und die TOP-Platzierungen. Passend in die aktuelle mexikanische Strategie. Denn nach 20 Jahren relativer Ruhe (nach 1996-2015) besann man sich auf seine Stärken und schaffte in Mexiko schnell neue TOP-Bedingungen, die bereits 2016 in Rio de Janeiro mit der Silbermedaille durch Maria Guadalupe Gonzalez erste große Erfolge brachten. Diese Traditionen Mexikos im Gehen wurden Anfang der 60-er Jahre durch den polnischen Trainer Jerzy Hausleber begründet, der mit seinem besten Schützling, Jose1968 Mexiko OS Golubnitschi 1.33.59 -1s Pedraza Pedraza, 1968 in Mexico bei Olympia Silber über 20km holte. Das Bild zeigt ihn nur 1 Sekunde hinter Olympiasieger Vladimir Golubnitschi (UdSSR). Drei Tage später, beim Sieg unseres Christoph Höhne über die 50km, schrien die Zuschauer nur “Pedraza”… (da wurde der Doppelstarter noch 8.). Diesen Erfolg setzten später Daniel Bautista, 76 Montreal, Ernesto Canto & Raul Gonzalez, 84 Los Angeles, Carlos Merccenario, 92 Barcelona und Bernardo Segura, 96 Atlanta, in eine riesengroße Tradition um. Raul Gonzalez !! war es dann auch, der (bei Anwesenheit aller lebender Olympioniken) in einer großen Rede anläßlich der Challenge an all das erinnerte. Nicht umsonst trägt aktuell diese Veranstaltung den Namen von Jerzy Hausleber, dessen Name in Mexico verehrt wird und der als “Father of the mexican race walking” bezeichnet wird. Mit seinen Aktionen hatte er nicht nur für Medaillen und Ansehen gesorgt. Er hatte damit vorher Hunderte “von der Straße geholt” und ihnen nicht nur das Gehen beigebracht. Auch in etwa der selben Anzahl von Familien eine gewisse Sicherheit und Geborgenheit gegeben. Eine große Idee, nun aktuell (mit Finanzen) wiederbelebt. Zeigt reale Alternativen, wirkliche Möglichkeiten, auch in der heutigen Welt, auf. Unser allergrößter Respekt!

Ergänzt durch zwei Deutsche im Hauptwettbewerb über 20km. Beide hatten die in der Nähe liegenen Hallenmeisterschaften Anfang März weggelassen, starteten gleich erfolgreich in die Freiluftsaison! Andreas Janker bestätigte allen als Edelamateur und M34 sein Ausnahme-Leistungsvermögen mit einer 1:28-er Zeit, Emilia Lehmeyer, PSV Berlin, pirscht sich weiter erfolgreich an die europäische Spitze bei den Frauen heran. Mit 1:35:29h und 108 Punkten170319 Lugano 03 verbesserte die 20-jährige Berlinerin nach tollem Andernach – Einstand 2016 ihre Bestzeit über 20km deutlich, beginnt die lange bestehende Lücke im Frauengehen Deutschlands seit der Zimmer-Seeger-Ära allmählich zu schließen! Eine ganz starke Leistung.

Es gab Jahre, da hatte man bei Starts in Lugano viel weniger Grün am Start gesehen. Nicht Trikot-Farben, nein, wir merken traurig, deutlich ausgedünnte Felder! Alle Wettbewerbe zusammen gerechnet, starteten gerade einmal 70 Sportler! Da wird keine weltbekannte Uferpromenade zukünftig gesperrt! Aber: Gewollt, denn man möchte und hatte! weltspitzenorientierte Felder. Gewagt, denn das Konzept führte zu Unterbrechungen in der Jahresfolge. Finanzen für eine Challenge? Nicht mehr vorhanden. Das Feld schrumpft auf die Substanz, verliert an Qualität. Dann Substanz ohne Masse. Auch wenn 20 Grad und Frühling locken. Zum Sport:

Das Ganze ergibt natürlich eine starke Qualitätsstufe. Zusammengefaßt, 70 Starter aus 22 Ländern mit 40 Leistungen 100 und mehr Punkte. Starke Siegerpodeste! Männer: Platz 1-6 unter 1:23h innerhalb 1:36min., der Sieg geht nach Irland zu Alex Wright, 1:21:19h, 117 Punkte, Bestwert, vor Tom Bosworth, Großbritanien, 1:21:53h und 116 Punkte. Frauen: Das kleine Zehnerfeld geht unter 1:40h. Keiner kommt an 1:30h heran. Brigita Virbalyte, Litauen, siegt in 1:32:17h, 114 Punkte. Schon kommen wir zum Nachwuchs. Zu unserer besagten Überschrift! In der M U20 fand Leo Köpp, LG Nord Berlin, trotz bemerkenswerter 41:29 (113 P.), 2.Platz über die 10km einen Bezwinger im U18-Chinesen Yao Zhang, der beeindruckende 125 Punkte mit seinen 41:14min. erging. In der W U20 schaffte Zhenxia Ma, China, unangefochtene 45:28min. (113 P.). Mit Abstand, aber ebenso unangefochten und mit starker Zeit folgte Teresa Zurek, SC Potsdam, in 46:26 (110 P.) auf dem 2.Platz. In der W U16 kam Mathilde Frenzl, Hallesche LF, ebenfalls auf den 2.Platz. Über 5km hinter Chen He, China, 24:41 (103 P.) schaffte sie 25:59min. (95 P.). Positiv im weiteren Kampf mit den Chinesen, die wir nun nicht mehr nennen, absolvierten: Julia Richter, 4. in 48:13, Niklas Richter, 6. in 46:00, Jakob Schmidt, 8. in 46:48, alle SC Potsdam und Johannes Frenzl, Hallesche LF, in 49:59min. diesen für sie wichtigen internationalen Vergleichs-Test.

Am kommenden Wochenende beginnen schon die Wertungs-Wettkämpfe für die Europa-Challenge 2017 mit dem Hallensportfest in Wien. Bis Mittwoch können noch Meldungen für die Veranstaltung abgegeben werden.170204 WienDie Gesamt-Serie steht noch nicht vollständig fest. Neben den offiziellen Wettkämpfen der internationalen Organisationen gibt es sogenannte “Activ Members”, die bis 31. März noch ihre Teilnahme an der Serie beantragen können. Bei den Teilnehmern ist dieser Termin ebenso wichtig. Denn auch hier gibt es neben feststehenden Teilnehmern (alle Sportler mit dem für Potential 100 Punkte) die “Activ Athletes”, die diese Idee, wie der Name schon sagt, aktiv unterstützen. Auch hier ist der 31. März wichtig (als Meldetermin).

In 39 Tagen beginnt die IAAF – Race Walking Challenge 2017. Während alle anderen Erdteil- und Regional-Wettbewerbe nicht mehr zur Challenge gehören, ist der australische Austragungsort der 20km-Australien/Ozeanien-Meisterschaft 2017, Adelaide, auf den letzten Drücker noch aufgesprungen.1700 IAAF RACE WALKING ChallengeDafür haben die Mexikaner mächtig investiert. Ein zweiter Challenge-Wettbewerb innerhalb von 7 Tagen soll den Flug über den großen Teich noch attraktiver machen. Eine andere Idee verfolgen die (da wohl finanziell nicht so schwer wiegenden) Australier. Ein internationales Trainingslager zu Jahresanfang, in Vorbereitung auf Olympia 2016, groß aufgezogen, wird wiederholt, soll zur Tradition werden. Das 6-Wochen-Camp, verbunden mit Eröffnungs- und Finalwettkampf und einer großen Studie von AIS bringt zusätzlich Geld und internationale Anerkennung. Es hat bereits begonnen und endet just zwei Tage vor dem großen Challenge-Event in Adelaide am 19.2.! Am 8.1. fanden in Canberra die “Einstiegs-Überprüfungen” statt. Beste Ergebnisse unter “GEHSPORTWELT”.170108 CanberraWie eine große Meisterschaft aufgezogen präsentierten sich 30 Aktive aus 11 Ländern mit zum Teil schon bemerkenswerten Leistungen (Fotos: VRWC). Bei den Männern gewann die 10 000m Evan Dunfee, Canada, in 40:40 vor Quentin Rew, Neuseeland, 41:39min. und Lebogang Shange, Südafrika, 41:56min.! Und bei den Frauen setzte sich deutlich Brigita Virbalyte-S., Litauen, mit Bahnbestleistung von 46:25min. durch.170108 Canberra2