Am kommenden Wochenende beginnen schon die Wertungs-Wettkämpfe für die Europa-Challenge 2017 mit dem Hallensportfest in Wien. Bis Mittwoch können noch Meldungen für die Veranstaltung abgegeben werden.170204 WienDie Gesamt-Serie steht noch nicht vollständig fest. Neben den offiziellen Wettkämpfen der internationalen Organisationen gibt es sogenannte “Activ Members”, die bis 31. März noch ihre Teilnahme an der Serie beantragen können. Bei den Teilnehmern ist dieser Termin ebenso wichtig. Denn auch hier gibt es neben feststehenden Teilnehmern (alle Sportler mit dem für Potential 100 Punkte) die “Activ Athletes”, die diese Idee, wie der Name schon sagt, aktiv unterstützen. Auch hier ist der 31. März wichtig (als Meldetermin).

In 39 Tagen beginnt die IAAF – Race Walking Challenge 2017. Während alle anderen Erdteil- und Regional-Wettbewerbe nicht mehr zur Challenge gehören, ist der australische Austragungsort der 20km-Australien/Ozeanien-Meisterschaft 2017, Adelaide, auf den letzten Drücker noch aufgesprungen.1700 IAAF RACE WALKING ChallengeDafür haben die Mexikaner mächtig investiert. Ein zweiter Challenge-Wettbewerb innerhalb von 7 Tagen soll den Flug über den großen Teich noch attraktiver machen. Eine andere Idee verfolgen die (da wohl finanziell nicht so schwer wiegenden) Australier. Ein internationales Trainingslager zu Jahresanfang, in Vorbereitung auf Olympia 2016, groß aufgezogen, wird wiederholt, soll zur Tradition werden. Das 6-Wochen-Camp, verbunden mit Eröffnungs- und Finalwettkampf und einer großen Studie von AIS bringt zusätzlich Geld und internationale Anerkennung. Es hat bereits begonnen und endet just zwei Tage vor dem großen Challenge-Event in Adelaide am 19.2.! Am 8.1. fanden in Canberra die “Einstiegs-Überprüfungen” statt. Beste Ergebnisse unter “GEHSPORTWELT”.170108 CanberraWie eine große Meisterschaft aufgezogen präsentierten sich 30 Aktive aus 11 Ländern mit zum Teil schon bemerkenswerten Leistungen (Fotos: VRWC). Bei den Männern gewann die 10 000m Evan Dunfee, Canada, in 40:40 vor Quentin Rew, Neuseeland, 41:39min. und Lebogang Shange, Südafrika, 41:56min.! Und bei den Frauen setzte sich deutlich Brigita Virbalyte-S., Litauen, mit Bahnbestleistung von 46:25min. durch.170108 Canberra2

170408 Podebrady 1Rund 50km südöstlich von Prag, also gleich in unserer Nähe, ruft der traditionsreiche Standort Podebrady 2017 gleich 2x die europäische Elite zu einem Stell-Dich-Ein auf der schnellen Runde im Stadtpark. Nicht nur am 21. Mai zur Team-Europameisterschaft der Geher. Auch das traditionsreiche internationale Gehen wird am 8. April bereits zum 85. Mal ausgetragen. Eingebettet ist dabei ein etablierter Mehrländerkampf, der mittlerweile schon 14 Länder !! umfaßt, eine kleine Generalprobe? Nein. Die erfolgt am 20. Mai unter strengen Augen der Verantwortlichen des europäischen und des tschechischen Verbandes.

Interessierte können sich dazu unter info@racewalking24.com bis spätestens 5. März 2017 dafür anmelden. Wir haben exclusiv 10 Plätze für die Vorabendveranstaltung erhalten, um Technik und Prozedere am Vorabend der EM auf Herz und Nieren zu prüfen. Dazu reichen allerdings schon die 5km, die offiziell als Wettkampf dabei ausgerichtet werden. Unsere Absicht (des GEHERPOKAL!) besteht darin, am Wettkampf über 5km teilzunehmen, den Vorabend gemeinsam zu verbringen und die Team-EM am nächsten Tag zu erleben… Immerhin ist Deutschland über 20km der Männer der Titelverteidiger!

Auch der 8. April bleibt für Deutsche interessant. In den letzten Jahren haben immer mehr Athleten, vor allem mit Leistungsanspruch, nach Podebrady gefunden. Und auch wieder Erfolge feiern können – siehe Christopher Linke. Den interessierten Sportlern, vor allem dem Nachwuchs ist es aber dabei nicht verborgen geblieben, nach den Erfolgen auf der Piste anschließend geehrt zu werden, bei der eigentlichen GROSSEN EHRUNG, wo es auch und vor allem um die Ehre des Landes geht, aber nicht dabei zu sein? Seit Jahren geht das so und wird begründet mit mehrmonatigen Anträgen und Genehmigungsverfahren…? Hä, sind 6 bis 10 Jahre nicht genug? So entsteht der Eindruck, man will es nicht. Aber sei es, wie es sei, Podebrady ist ein Erfolgspflaster (pardon: -asphalt) für die Deutschen. Hier werden Normen gegangen. Auch für Senioren sind Wettkämpfe im Angebot, unterschiedlich von Jahr zu Jahr. Im Rahmenprogramm, richtig, nicht als Hauptdarsteller, aber ZUGEHÖRIG! Achtung! 2017 hat man uns auf den frühen Vormittag geschoben! Während die Eröffnung erst um 12.45 Uhr stattfindet, U20 Start 13.00 bzw. 13.20 und Hauptwettbewerbe 14.45 und 15.30 Uhr, müssen Senioren, nicht nur mit Zuschau-Ambitionen, schon um 9.30 Uhr über 5km an der Startlinie stehen, gemeinsam mit der M/W U18 über 5km. Für die Jüngeren gibt es dann um 10.15 Uhr auch 1 bzw. 2km. Zusammengefaßt heißt das: Schon am Vorabend anreisen! In diesem Sinne, wir sehen uns vielleicht in Tschechien…

Der Potsdamer Christopher Linke hat – für einige Interessierte vielleicht überraschend – 2016 die EUROPA-Challenge gewonnen. Wir berichteten bereits.

EUCH16, TOP15Die EUROPA-Challenge erfaßt jährlich alle offiziellen Wettkämpfe, die überregionalen Championate, Challenges von IAAF, EAA, WMA und EMA als FIXE TERMINE sowie einige FLEXIBLE TERMINE auf Antrag.

Wir trafen Christopher Linke, Potsdam, bei seinem letzten Start 2016 in Andernach undLinke, Christopher gratulierten zu seinem Erfolg bei Olympia. Dann fragten wir, ob er deshalb (als Werbeträger unseres Sports) nach Andernach gekommen sei?

“Ja, auch!” war seine Antwort. “Aber ich bin vor allem gekommen, um die EUROCHALLENGE zu gewinnen!” Kurzes Luftholen von mir.. Dann bedankte ich mich artig. Dieses für Idee und AUSFÜHRUNG dieser (als EUROPA-Challenge) zu erhalten, war für mich eine große Ehre, von einem jungen Mann, der uns in dieser Saison viel Freude bereitet hat. Und Respekt. Wir sind gespannt auf das nächste Jahr.

Den noch fehlenden notwendigen sechsten Wettkampf für die EUROPA-Challenge 2016 absolvierte Christopher wohl auch als eine Art Training, ohne “normale” Vorbereitung, fast aus “der Kalten…” und spielte dabei auch noch eine Art Motor oder Pacemaker für Jonathan Hilbert, Ohra, einem weiteren aufstrebenden jungen Mann, für den es an diesem Tag um Meisterschaftsehren ging. Auf dem Bild einträchtig zusammen! Eine ehrenwerte Sache…161008 Andern Linke & Hilbert

Mit heißer Nadel “gestrickt”, kontrolliert und geprüft können wir nun endlich den Endstand der EUROPA-Challenge 2016 hier vermelden. Anbei die TOP20 dargestellt. Mehr heute abend auf der EUROPA-Challenge-Unterseite und auch hier. Bliebt weiter schön neugierig. Meine eigenen Betreuer- und sportlichen Aktivitäten haben erst einmal Vorrang.

Die TOP99 gesamt und alle europäischen Athleten (auch im pdf-Format zum Runterladen), die bei den Challenge-Wettkämpfen 2016 mindestens 1x 100 Punkte erzielt haben findet ihr hier: —>  TOP99 der EUROPA-Challenge

Flughafen Brisbane… Sind nun durch die Sperren und Abfertigungen bei Gate 75 angekommen. Abschied unvermeidlich.

IMG_1794Ein schönes Wiedersehen nach über 20 Jahren. Ralf Hamann wohnt in Brisbane. Mit Familie. Einigen der “alten” Schule ist er als guter Geher aus den 80-ern bestimmt noch bekannt? Bei ihm und seiner Familie verbrachten wir die letzten 24 Stunden unserer großen Tour. Ja, so können “normale” Ossis mit Arbeit in einem Vorort von Brisbane auch leben. Es war sehr schön!

Heute haben wir noch die boomende Stadt, ganz im Osten Australiens, kennengelernt und unser Hirn mit weiteren vielfältigen Erlebnissen angereichert. Es war eine sehr ergiebige Zeit. 20 Uhr Ortzeit… der Flieger ruft!

Die Ergebnisse mit Berücksichtigen der “Best Points” sind in der “Gehsportwelt” eingestellt. Hier einmal nach diesem System die Zielliste für Euch:161015 Prag nach PlatzEin schönes Wettkampf-Wochenende in Tschechien! DerAutor weiß, wovon er spricht. Laßt Euch einfach von den anderen deutschen Teilnehmern Helga Draeger, Georg Hauger, Dick Gnauck und Horst Kiepert sagen, wie schön es war! Und nächstes Jahr, geplant ist der 21. Oktober hofft der rührige Veranstalter, die Senioren kennen ihn gut, Josef Smola, dann auf doppelt so viele Deutsche am Start. Wir werden sehen?

Der Veranstalter hatte mit noch mehr Teilnehmern gerechnet, es hatten auch mehr zugesagt (Krankheit) und deshalb zwei Rennen über 1h ausgetragen. Die meisten “Guten” starteten im 1.Rennen, dass der 25-jährige Lukas Gdula aus Pardubice mit 12 300m gewann, nachdem er die 10 000m in 48:20min. erreicht hatte. 13 Athlten schafften über eine Stunde. Die beste Leistung des Tages lieferte ein 15-jähriger Slowake ab! Lubomir Kubis schaffte mit 12 212m und Durchgangszeit 49:38min. starke 104 Punkte. Alle Deutschen starteten im 2. Rennen. Dick Gnauck, Georg Hauger und Udo Schaeffer waren in Andernach 7 Tage zuvor schon innerhalb <2min. ins Ziel gekommen. Nur, Georg drehte dieses Mal den Spieß um. Nach seiner tollen Zeit und 101 Punkten (55:53 in der M65) hatte eine anfliegende Erkältung So-Fr jedoch alle Ambitionen zu neuem deutschen AK-Rekord zunichte gemacht (K-H. Hartwig, 1997 in Bielefeld: 10 514m). Das war eigentlich sein Ziel und 100 Punkte wert. In Hochform machbar. Durch die Erkältung wurden es aber “nur” 99 Punkte. Den Rekord verfehlte er um ganze 72m! Der Georg war in Prag zu stark, Josef Kalat aus Bilina, genau im geforderten Level unterwegs, erzielte diese Leistung leider im 1. Rennen. Trotzdem war alles ringsherum – ich sage nur: z.B. im Stadion KOSTENLOSER GETRÄNKE- und VERPFLEGUNGSSTAND! – eine TOP-Einladung, um wiederzukommen. Wir sehen uns 2017?

Das Wochenende in Prag wurde genutzt, um einmal wieder richtig über das Gehen mit allem Drum herum zu plaudern. Hauptverdienst daran hatte Gastgeber Josef Smola, der ideale Bedingungen für ALLES! bot. Vielen Dank, an Josef und seinem  Team. Es wurde auch über weitere Kooperation und bessere Abstimmung bei der Organisation gesprochen.Pražská%20hodinovka%202016%20(1386) Besonders tschechische und deutsche Höhepunkte sind koordiniert, können so von beiden Seiten wahrgenommen werden. Über die wichtigsten Dinge folgen noch Informationen.

Bereits vor und nach dem Wettkampf gab es intensiven Austausch. Hier Josef Smola, links, im Gespräch mit den Deutschen Schaeffer, Gnauck und Kiepert.

Pražská%20hodinovka%202016%20(1444)Alles stand in Beziehung zum mittelständigen Unternehmer Josef Smola, das auch Podebrady-Startern bestimmt schon aufgefallen ist.

Zu Podebrady gibt es einige weitere positive Dinge zu berichten. Neben den beiden bekannten Terminen von Podebrady wird es für alle weitere Startmöglichkeiten geben! Später dazu mehr.Pražská%20hodinovka%202016%20(1441)

Josef Smola im Kreis der fünf deutschen Starter (von links) Horst Kiepert, Dick Gnauck, Helga Draeger, Udo Schaeffer und Georg Hauger.

Nächstes Jahr, geplant ist aktuell der 21. Oktober, werden es bestimmt mehr. Info´s über: info@racewalking24.com. Oder fragt doch die Teilnehmer 2016. Was ihr da erfahrt, wird euer Interesse weiter wecken. In diesem Sinne…161015 Prag66

Sehr informativ und gehaltvoll ging in einer tollen Traditionskneipe Nähe Wenzelsplatz der Tag zur Neige, …. wie das ORIGINAL Pilsner Urquell vom Faß!

160810 Andn01…wird man sich wirklich in einem Jahr noch an diesen schönen Wettkampf in sehr guter Qualität erinnern? Hoffentlich….160810 Andn30Zum Start über 10km standen fast 90 Athleten an der roten Startmarkierung bei sehr guten Bedingungen in Erwartung guter Leistungen bzw. Medaillien bei den Senioren-Altersklassen männlich & weiblich. Wir berichten in 4 Blöcken über dieses wichtige Gehsport-Ereignis 2016.

Ein wahres Feuerwerk starker Leistungen präsentierten diese Wettbewerbe für die Interessierten. Hier die besten Leistungen (außer Senioren-DM), 12.10. korrigiert:161008 Andn1

Worüber zuerst berichten? Bei diesen vielen sehr guten Leistungen! wir versuchen es mal so:

1. Gleich vier Frauen der U20 rocken die “Ewige Bestenliste”:

Die 20km waren als Rahmen für die Deutschen Meisterschaften ausgeschrieben. Die Herbstprüfung des Nachwuchses 2016 führte zu einer Revolution der “Ewigen Bestenliste Frauen” über 20km, weil sich vier Jugendliche enorm bis fast unglaublich steigerten. Konnte man aufgrund von Vorleistungen in Halbdistanz oder Ergebnissen in der Unterdistanz davon ausgehen, daß ist MÖGLICH! Aber erst diese Generation hat es REAL geschafft, nach den ca. 15 Jahren Durststrecke. (Anmerkung: Allerdings müssen wir vielen “Fakten”, z.B. auf der DLV-Seite vom Bundestrainer widersprechen! Schon aus Respekt vor NW-Bundestrainer der 90-er, Ralph-Hagen Zemelka, mit Amberg, Herold und Eckardt entwickelte er u.a. dieses tolle Trio. Nur 1:36h der 20-jährigen Herold reichten damals nicht für eine Perspektive. Es waren also nach der politischen Wende durchaus mehr als 3 Frauen in Deutschland unter 1:40h unterwegs. Neben den 3 “Großen” Gummelt, Seeger, Zimmer! – auch Respekt u.a. vor den Athletinnen Boyde, Meloni, Friedenberger, Best. Seht selbst auf die Bestenliste):1610 BL Fr20km

Emilia Lehmeyer wollte unbedingt in diesen Bereich. Und von Trainer Volker Umlauft gut eingestellt schaffte es sie sogar in die TOPTEN, damit zur besten aktuell aktiven Geherin Deutschlands. Das war bis Samstag Nicole Best mit ihren 1:37h aus 2002! Und auch die Zweite, Teresa Zurek, hatte mit ihrem Vermögen und der internationalen Erfahrung selbst das Zeug dazu. Lobenswert ihr Respekt vor der Strecke. Nicht mal locker mitflitzen, so lange wie es geht und dann mal sehen…? Nein, auch hier war das Konzept ihrer Trainerin zu erkennen, diese 20km auch REAL unter 1:40h – der (zweiten) Schallmauer –  zu gehen und damit als JÜNGSTE aller Zeiten in diese Bestenliste EINZUGEHEN! Und das dann Saskia Feige im Sog ihrer Vereinskameradin vom SC Potsdam es auch noch unter 1:40h schaffte, war dann unter diesen Umständen wirklich DIE Überraschung. Auch für die Trainerin? Denn zum Ende hin war Saskia sogar schneller unterwegs als Teresa. Die Vierte sollten wir nicht vergessen. Pauline Barz, Erfurter LAC, hatte ja schon eine “gewisse” Erfahrung und Bekanntschaft mit der “ersten Schallmauer” (2h!) in Naumburg gemacht (..dort 2:05h mit großem Leiden). Die Steigerung um 17 Minuten auf 1:48:22h war stark, aber wohl noch nicht ihr letztes Wort? Vielleicht finden wir sie – ebenfalls 2016 noch als 18-Jährige! – nächstes Jahr dann auch in der ewigen Bestenliste in der TOP22?

2. Nach Andernach kann Carl Dohmann endgültig Rio abhaken!

Na klar wurmt das (noch)! Aber nach Sieg und Titelverteidigen mit neuer starker Bestzeit von 3:47:57h über 50km macht Carl Dohmann, SCL Heel Baden-Baden, die nächste Tür zur Weltspitze auf und kann (wieder) weiter nach vorn schauen. Norm für 2017 abgehakt. Genug Selbstbewußtsein am Rhein getankt. Weiter so.P1050533In Dominic King, Nr.105, Großbritanien und Karl Junghannß, Erfurter LAC, hatte Carl Dohmann lange Zeit starke Partner, die sich sehr um das Tempo bemühten. Carl hat sich bestimmt bei beiden für ihren Anteil an der neuen starken Bestzeit bedankt. Der “Zwilling” Dominic bedankte sich auf seiner Webseite bei allen, die an ihn (noch) geglaubt hatten und die ihn zu seiner Verbesserung um 5 Minuten und WM-Norm gratulierten. Er schloß sich dem großen Lob fast aller Teilnehmer zur Veranstaltung in Andernach an. Und erst Karl! Endlich einmal wurde der ausdauerbegabte Athlet für seinen Fleiß richtig belohnt. Oft disqualifiziert, hatte er sich schon in Naumburg (wohl kurzfristig? auch hier stimmt die Angabe auf der DLV-Seite nicht) versucht. Die 1:23:53h in Podebrady waren schon ein Achtungszeichen. Nun in Andernach kam er nicht einmal 5 Minuten hinter dem Sieger als Zweiter mit tollen 3:52:46h ins Ziel! Damit die zur IAAF (4:06h) vom DLV wohl auf 3:53h “erhöhte” WM-Norm für London 2017 erfüllt. Für Karl ein Quantensprung zu Carl, in der Leistungshierarchie und noch mehr?160810 Andn19

Von rechts nach links: Tokodi, Ungarn, Lehmeyer, 20km-TOPTEN!, Nathaniel Seiler, Bühlertal, Andreas Janker, Röthenbach, Lorenzo Dessi, fast ganz verdeckt, Maria Becchetti und vorn Andrea Agrusti, alle Italien.

Acht internationale Matadore verstärkten das Feld der fünf deutschen DM-Aspiranten über 50km. Als Konzept tauglich, um fehlende Senioren der Langstrecke 30km auszugleichen und einen interessanten Wettkampf zu gestalten. Athleten, die “durchkamen” gingen Bestzeit! Jeder konnte eine/seine Gruppe finden. Lange hielt sich in der Gruppe auch die neue 20km-TOPTEN-Platzierte Emilia Lehmeyer auf, um zum Ende sogar diese zu forcieren. Wohl ca. 2 Minuten zu schnell für Andreas Janker, der unbedingt die Gruppe halten wollte? Sein Lohn, starke neue Bestzeit, auch wenn die zweite Hälfte dann nach 2:00:30h zur Halbzeit! sehr schwer wurde. Weil die drei “leistungssportorientierten” Athleten ihre Traumziele erreichten, blieb dem “Edelamateur” trotz 4:11:45h leider “nur” der 4.Platz. Denn auch der 20-jährige “Strecken-Neuling” Nathaniel Seiler, Bühlertal, legte als Junior über 30km in 2:24h noch knapp 1:34h drauf, um den 50km-Wettkampf als Dritter sogar noch unter 4h zu absolvieren. Bei seinem ersten 50-er! Hochachtung für das Durchkämpfen auf hohem Niveau.

Nicht zu vergessen, ohne 30km-Senioren, die wieder zum “Durchgangswettkampf” (Zukunft fraglich) degenerierten 30km. Nur Jonathan Hilbert, LG Ohra, sah das als sein Schwerpunkt an, siegte überzeugend in 2:16:05h, lange mit dem Olympiafünften Christopher Linke, SC Potsdam, als Partner unterwegs. Mit seinem ersten Start nach Olympia und Urlaub wertete Christopher die Veranstaltung auf und bestritt mit 1:29:27h über 20km seinen notwendigen sechsten Start für die EUROPA-Challenge, was ihm dafür 102 Punkte brachte. Im Hinblick auf die 50km und mit leicht angezogener Handbremse holte sich in der U23-Wertung über 30km Karl Junghannß Silber und Nathaniel Seiler nochmals Bronze.