Ein Geher wird Welt-Seniorensportler des Jahres 2016. Der 70-jährige Andrew Jamieson, Australien, hat die Leichtathletik-Welt im letzten Jahr besonders überzeugt. Das sind seine erreichten Bestleistungen 2016 – mit dabei, gleich drei Weltrekorde!2016 Andrew Jamieson, WeltseniorensportlerZu den Senioren-Weltmeisterschaften in Perth trat er in Top-Form an, gewann alle drei Einzelstrecken, dabei die 5000m mit Weltrekord – siehe oben. Fünf Tage später, unter nicht einfachen Bedingungen, verfehlte er seinen eigenen Weltrekord nur knapp um 20 Sekunden.Jamieson, AndrewWeitere fünf Tage später gab es bei Hitze noch einmal Gold für 2:01h über 20km. Dafür unseren allerhöchsten Respekt. In Gedanken verbeugen wir uns so tief, wie wir können…

170115 WR 50km FrMit Ines Henriques, 36 Jahre, betrittt heute eine aktuell erfolgreiche Spitzenathletin die 50km Gehen-Bühne der Frauen. Die Portugiesin versucht den Weltrekord der jüngsten offiziellen IAAF-Wettkampfdisziplin in die richtige Perspektive zu rücken. Ja, auf dieser Strecke locken zukünftig auch Medaillen. Rekorde sind jetzt schon möglich. Hier der aktuelle Stand:

1700 Frauen, 50km, ewige WBLGESCHAFFT!   4:08 h

Mit einem treuen Begleiter, Gregorio Angelini, Italien, schaffte die erfahrene und seit über 10 Jahren zuverlässig in der Weltspitze der Frauen mit agierende 36-jährige Portugiesin Ines Henriques einen neuen Weltrekord der Frauen über 50km. Die neue Bestmarke heißt 4:08:26h und ist längst nicht das “Ende der Fahnenstange” bei den Frauen. Auf unserer Qualitätsskala rangiert die neue TOP-Leistung bei 122 Punkten. In absehbarer Zeit wird sich die Weltbestmarke der Frauen an die 4h glatt heranpirschen (127 Punkte). Unsere aktuelle Punktliste endet über 50km wie folgt: 129 Punkte gibt es für Männer bei 3:29h und Frauen bei 3:57h. Alles eine Frage der Zeit. Die Portugiesin war mit ihrer Leistung nicht 100% zufrieden. Hatte sie doch eine Zeit von unter 4:06h angepeilt. das war so etwas wie die “Vorgabe der IAAF” und soll “Norm” und Richtleistung für die WM in London sein oder werden… Abwarten! Ines hielt ihr Vorhaben auch treu und brav weitgehend ein, Zwischenzeiten je 5km: 24:52, 49:19, 1:13:40, 1:37:57, 2:02:07, 2:26:10, 2:50:09, 3:14:19 bei 40km! Nur nach 3:39:27 bei km 45 ging ihr die Puste aus, nur “28:59″ für den letzten Fünfer kosteten ihr an diesem Tag schon eine Zeit unter diese 4:06h. Die besten Ergebnisse von Porto de Mos findet ihr ab Montag nachmittag in der “Gehsportwelt” hier…

Wo gibt es aktuell die vielen, noch vor gar nicht langer Zeit! geäußerten, pessimistischen Stimmen und die Unkenrufe zum Gehen? Abgetaucht! Weltweit befindet sich das Gehen auf dem Vormarsch. Hoffentlich begreifen das alle Länder und vor allem die irgendwie damit verbandelten Personen auch bald? Wir wünschen es uns.

Unser Gast, Steffen Borsch, SV Halle, mit 13:21, M40 und Jan Stramka, Erfurter LAC, für 13:35 in der M U18 schafften über die 3000m bei den Thüringer Meisterschaften im Gehen die Hunderter-Marke zu knacken. Hier alle Ergebnisse des 14.1. in alter “Schnipselmanier” zusammengafaßt für alle Interessenten zum Einsehen: —> 170114 Erfurt170114 ErfurtDie gute Präsentation zetzte sich auch am nächsten Tag bei den “Kleinen” und ihrem “Bambino-Sportfest” fort.

170110 Horst Astroth

Die heutige Generation kann mit dem Namen Horst Astroth wohl kaum etwas anfangen? Um ihn richtig einzuordnen, kann man, kurz zusammengefaßt, heute sagen, ohne Horst Astroth hätte es nicht diese Entwicklung von Naumburg zum (ehemaligen) Gehsport-Mekka gegeben. (Anmerkung: Naumburg wurde als beste Gehsportveranstaltung ausgezeichnet, war jahrelang im absoluten Vorderfeld dieser IAAF-Einschätzung, durfte dadurch 2004 auch erfolgreich den Weltcup der Geher durchführen).

Naumburgs Entwicklung zur Geherstadt begann in den 50-er Jahren des letzten Jahrhunderts. So taucht in der komplexen Übersicht der Historie des Internationalen Gehens sofort der Name Horst Astroth auf. Aktiv u.a. als Mitglied damaliger DDR – Nationalmannschaften (eingesetzt über die längeren Strecken) im Zeitraum 1955 – 1960. Hier der Anfang der erwähnten Niederschrift:

Naumburg GeherstadtGehen OS60

Und trotz des Anlasses – ja, wir erinnern uns – möchten wir uns etwas ungewöhnlich mit seinem Spitznamen von Horst verabschieden, aber die verbliebenen alten Strategen werden das sofort verstehen:

Mach´s gut: “GEILHUBER”

Bei allem Ernst, auch dem Ernst, mit dem man zu der Zeit begann, den Leistungssport zu betreiben, spielte der Humor gerade bei den Gehern dieser Generation eine große Rolle.

So war Max Weber der “KERNIGER 1″ und OS-Medaillen-Gewinner Dieter Lindner, der Dritte hier auf dem Bild ist der “SCHLAICHINGER”. Für ihn gibt es am 18. Januar das nächste großen Ereignis. Da wird der erste olympische Medaillengewinner Deutschlands im Gehen über aktuelle olympische Distanzen 80 Jahre. Auch ein Moment zum innehalten.

In 39 Tagen beginnt die IAAF – Race Walking Challenge 2017. Während alle anderen Erdteil- und Regional-Wettbewerbe nicht mehr zur Challenge gehören, ist der australische Austragungsort der 20km-Australien/Ozeanien-Meisterschaft 2017, Adelaide, auf den letzten Drücker noch aufgesprungen.1700 IAAF RACE WALKING ChallengeDafür haben die Mexikaner mächtig investiert. Ein zweiter Challenge-Wettbewerb innerhalb von 7 Tagen soll den Flug über den großen Teich noch attraktiver machen. Eine andere Idee verfolgen die (da wohl finanziell nicht so schwer wiegenden) Australier. Ein internationales Trainingslager zu Jahresanfang, in Vorbereitung auf Olympia 2016, groß aufgezogen, wird wiederholt, soll zur Tradition werden. Das 6-Wochen-Camp, verbunden mit Eröffnungs- und Finalwettkampf und einer großen Studie von AIS bringt zusätzlich Geld und internationale Anerkennung. Es hat bereits begonnen und endet just zwei Tage vor dem großen Challenge-Event in Adelaide am 19.2.! Am 8.1. fanden in Canberra die “Einstiegs-Überprüfungen” statt. Beste Ergebnisse unter “GEHSPORTWELT”.170108 CanberraWie eine große Meisterschaft aufgezogen präsentierten sich 30 Aktive aus 11 Ländern mit zum Teil schon bemerkenswerten Leistungen (Fotos: VRWC). Bei den Männern gewann die 10 000m Evan Dunfee, Canada, in 40:40 vor Quentin Rew, Neuseeland, 41:39min. und Lebogang Shange, Südafrika, 41:56min.! Und bei den Frauen setzte sich deutlich Brigita Virbalyte-S., Litauen, mit Bahnbestleistung von 46:25min. durch.170108 Canberra2

* entnommen aus den “Seelenquickies 2017″ für den 11.1. von Veit Lindau:

Womit beschäftigst du dich geistig mehr, mit dem, was fehlt, oder mit dem, was du willst? Mit der BLOCKADE oder der ÖFFNUNG? Mit dem KONFLIKT oder der LÖSUNG? Mit dem, was dich stört, oder dem, was du erschaffen willst? Es ist ganz einfach. Wenn dein Geist mehr fasziniert vom NEIN ist als vom JA, hast du gerade vergessen, wie kostbar dein Leben ist. Wie sonst könnte es Sinn ergeben, seine WERTVOLLE LEBENSZEIT damit zu verschwenden, sich zu beweisen, was alles nicht geht…

Willkommen im Leben, ob in der großen Politik oder hier mit den Problemen, die wir auf dieser Seite auch darstellen.

Mit zwei Hundertern als Berlin-Brandenburger Meister eröffnen wir hier die Wettkampfsaison 2017 in Deutschland: Leo Köpp, LG Nord Berlin und Emilia Lehmeyer, PSV Berlin.170108 Berlin2Der (noch) Jugendliche Leo Köpp, M19, holte sich den Titel in Berlin über 5000m in starken 20:32,55min. (109 Punkte) vor Francesco-M. Tommasino, der sich auf 22:39,26min. (87P.) verbessern konnte. Emilia Lehmeyer siegte bei ihrem ersten offiziellen Frauenstart über 3000m in 13:27,34min. was gleich zu Beginn der Saison 103 Punkte bedeuten.170108 Berlin3Basis der Veranstaltung waren wieder die Senioren, wobei aufgrund von Krankheit und Wetterlage doch eine Reihe von Absagen verkraftet werden mußten. Hier nehmen (von links nach rechts) mit Bernd Affeln, ASV Erfurt, gleich vier PSV-ler richtig Fahrt auf: Günter Evertz, halb verdeckt, Wiedereinsteiger Uwe Tolle, Bernd Hölters und der M70-Sieger Wolf-Dieter Giese (19:06 = 77 P.). Und wieder haben wir auch etwas Diskussionswürdiges entdeckt! Die Leistungsstandards (wohl des Berliner LV?) !170108 Berlin4Yvonne Bonneß, ASV Erfurt und Uwe Tolle hatten damit kein Problem. Und die Erfurter, hier auf den beiden Bildern, wurden auch Meister! der ECHTEN OFFENEN Meisterschaften. Eine Top-Idee des Landesverbandes. Aber über die Standards und eventuell die Verfasser dessen sollte und könnte man reden!!! Zwei gute Anhaltspunkte, DLV-Normen und unsere Geherpokal-Punkttabelle, wurden offensichtlich für diese Standards NICHT genutzt. Wir haben uns bisher ja mit den DLV-Normen wenig beschäftigt, weil sie bis zur M75 ja nicht schwer, besser gesagt, eigentlich einfach zu erreichen sind. Reale Beispiele: M70, DLV 21:30, M75, DLV 22:30. Punkttabelle: beide DLV-Normen bei uns 56 Punkte, bis zu 60 könnten es unsererseits sein… Aber gerade aktuell nicht zu diskutieren. In Berlin haben die M70 aber 19:45 (71 Punkte) bzw. M75 sogar 20:15 (76 Punkte!) als Standard. Wir meinen, das ist ganz schön happig! Mehr nicht. Aber so ist  es traurig, denn gestandene Leute wie Bernd Hölters, Heinz-Jürgen Mittmann, Jewlampi Tjudumow schafften die Standards LANDESMEISTERSCHAFTEN nicht. Richtig, Bernd, mit Virus am Start hätte bei uns auch nur 52 Punkte erzielt, aber die anderen..? So, nun wieder genug. Hier geht es zum Protokoll:  —>  170108 Berlin

Wir können uns wieder mal an von Christoph Höhne erstellten Bildern erfreuen. Viel Spaß!

Wer kennt Nina Dethloff, Hanna Neumann, Kimberly Bigall oder Jasmin Marie Schotte? Alle waren Teilnehmerinnen an den Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften im Gehen am 8.1.! Für die U12-U16 waren sogenannte Einladungswettkämpfe angesetzt. Eine gute Idee.170108 Berlin5Noch interessanter war diese Frage in der U12! Hier stürmten neue kleine Teufelchen im poppigen schwarz-roten Look der Neuköllner Sportfreunde über die schnelle Tartanbahn.170108 Berlin1Da scheint sich wieder etwas zu tun? In unserer gewiß umfangreichen Namensstatistik aller deutschen Starter (EDV aufbereitet ab 2002) finden wir seit Berlin 2017 gleich sieben neue Namen! Von insgesamt 25 Teilnehmern. Wenn das nichts ist?

Hiermit brechen wir die Serie “Splitter” über den Jahreswechsel aus organisatorischen Gründen ab. Die geplanten 5 weiteren Splitter werden aufs Ungewisse bzw. für immer verschoben. Gründe dafür liegen im organisatorischen und Motivationsbereich. Nun warten wir erst einmal den 8. Januar ab, um weiter zu schauen… Habt noch ein wenig Geduld.

Der Gehsport bewegt sich international in eine gute Richtung. Fazit: POSITIV! Die 50km der Frauen sind anerkannt, China hat mit seinen vielen Möglichkeiten die Bestenliste da bereits erstürmt. Ein WM-Titel 50km-Frauen wird eher unwahrscheinlich, wenn ja, mehr symbolisch als sportlich vergeben. Die Gehsport-Wettbewerbe sind auf einen Tag in London konzentriert (andere sagen gedrängt). Dadurch entfällt die zweischneidge Möglichkeit eines Doppelstarts. Wir hatten Doppelstarts unter bestimmten Umständen ja begrüßt, Trainingsalter, Anreize etc., Pohle 31aber waren gerade im Vorfeld kritisch mit den Doppelstarts, sollten sie dann zu “normalen Massenerscheinungen” verkommen, umgegangen. Für 2017 heißen Weg und Ziel nun eindeutig: Konzentration auf eine Strecke.

Das sehen Athleten durchaus kritisch, wie es uns Hagen Pohle, als einer der “Betroffenen” uns gegenüber auch äußerte. Ihm wird dadurch eine Chance genommen. Egal wie groß sie ist oder wäre. Aus seiner Sicht fühlt er sich zurecht nun um eine Möglichkeit gebracht.

( ** In diesem Zusammenhang sei an die EM Straße der Senioren 2016 in Portugal erinnert. 10km da am Samstag, 30km am Sonntag, der wenigstens eine obligatorische “Ruhetag” wurde gestrichen. Wohl aus ÖKONOMISCHEN GRÜNDEN? Offiziell hieß es, zum Schutz der Athleten, man soll sich für eine Disziplin entscheiden…). Ist der Weg der IAAF auch zum Schutz der Athleten betreten worden?

Fans und Betrachter haben einen Vorteil mit “Alles an einem Tag”. Wir werden das ja auch zur Team-EM in Podebrady am 20.Mai so erleben. Auch noch mit den besten U20 M/W dazu. So wird London am 12.August das große Geher-Eldorado, oder? Freuen wir uns doch, egal wie…, Hauptsache es findet statt. Mit möglichst vielen deutschen Athleten.